Archiv

Posts Tagged ‘Zinsgeldsystem’

Vom leistungslosen Einkommen, oder auch vom Konzept des Zinses …

Zum Vorartikel wird darum gestritten, ob Zins auch Geld sei, oder ob Geld und Zins doch eher zwei unterschiedliche Konzepte sind. No_NWO hat dazu einen Kommentar hinterlassen, den ich hier auch als eigenständigen Artikel zur weiteren Diskussion ins Regal stellen möchte:

Bild hinzugefügt von mir, irdendwo im Netz gefunden …

Der Zins kann vormoderne Wirtschaftsformen gut beschreiben:

Ist ein Leibeigener verpflichtet, zwei von fünf aufeinanderfolgenden Werktagen für den Grundherren zu arbeiten, so ließe sich dies als ein Zins von 40% auffassen, welcher der Leibeigene dem Herrn zu zahlen hat, weil der dem Leibeigenen einen Teil des herrschaftlichen Bodens zur landwirtschaftlichen Nutzung und zum Bewohnen überlässt.

Modernes Wirtschaften ist hingegen Warenwirtschaft, welche zu komplex ist, um sich mit dem Begriff des Zinses beschreiben zu lassen. Es tut sich die Frage nach der Quelle des Geldgewinns auf. Der Kapitalbesitzer verabredet ja mit dem Arbeiter keinen „Zinssatz“, welcher den Umfang der vom Arbeiter für den Kapitalisten zu leistenden Arbeit festlegen würde.

Weiterlesen …
Kategorien:Ökonomie Schlagwörter: ,

Das Wunder von Wörgl

Prof. Dr. Wolfgang Berger (Foto: Xing-Profil)

Statisches Geld belässt uns im Zustand einer gefräßigen Raupe, die ihren Lebensraum sinnlos zerstört. Fließendes Geld („Freigeld“) verwandelt uns in einen Schmetterling, der voller Freude lebt und das Blumenmeer nicht zerstört, sondern befruchtet. Die Verwandlung in den Schmetterling ist der einzige Sinn der Existenz der Raupe gewesen. So wird unser wunderschöner kleiner Planet wieder zu dem Paradies, als das Gott ihn erschaffen hat.

Abschlussworte aus dem Artikel Mit fließendem Geld anstelle unseres statischen geht es auch mit unserer Gemeinschaft wieder richtig gut – von einer Fairconomy von Prof. Berger.

Die meisten Deutschen kennen das Wunder von Bern, zumindest die Fußball-begeisterten. Das besiegte Deutschland war 1954 Fußballweltmeister geworden. Die Wenigsten allerdings kennen das Wunder von Wörgl, obwohl dieses viel mehr Brisanz in sich trug, weshalb es auch schnellstens beendet gehörte.

Inzwischen gibt es eine Verfilmung über die Ereignisse in Wörgl, die sich 1932 bis 1934 zutrugen. Ich hatte mir gestern diese Verfilmung Das Wunder von Wörgl des sehr spannenden Wirtschaftsexperiments auf Arte anschauen können. Zu dem, was dort experimentiert wurde, hatte ich 2011 einen Text von Prof. Dr. Wolfgang Berger bringen dürfen: Mit fließendem Geld anstelle unseres statischen geht es auch mit unserer Gemeinschaft wieder richtig gut – von einer Fairconomy.

Weiterlesen …

Vom luziferischen zum spirituellen Geld-System

Entnommen aus dem unten angereichten Video: Wie das christliche Gebet ‚Vater unser‘ korrekt heißen müsste. Täte es nicht, denn die angeblichen Stellvertreter hier auf Erden, möchte ihn im Himmel wähnen, da sie sonst arbeitslos wären.

Für mich war 2008, das Jahr der Finanzkrise, der mich die Frage stellen ließ, ob unser Geldsystem womöglich da wichtigste Werkzeug der heimlichen Herrscher dieser Welt ist, und Ursache für das viele Leid ist. Ich wühlte mich durch viele Artikel und Bücher und sammelte meine Erkenntnisse dann in einem Artikel (hier: Alles was wir über die Finanzkrise und das fehlerhafte Geldsystem wissen sollten und können … , leider gibt es viele der damaligen Quellen nicht mehr).

Meine Überzeugung ist, dass das zinsbasierte Geldsystem, das in privater Hand liegt, die moderne Fortsetzung der Sklaverei ist. Die heutigen Sklaven merken nicht, wie sie mit ihrer Leistung jenen Wert erschaffen, den Andere dann leistungslos einstreichen.

Mit dieser Erkenntnis stellt sich die Frage, wie ein Geldsystem geschaffen sein müsste, damit auch die moderne Sklaverei beendet wird. Ich bin gestern durch das folgende Interview in eine mögliche neue Welt eingetaucht. Dieses Interview ist für mich besonders spannend, da hier der Zugang zu einer besseren Welt über den spirituellen Weg besprochen wird.

Weiterlesen …
Kategorien:Ökonomie Schlagwörter: , , ,

Die Irrelevanz von „Recht und Gesetz“

November 26, 2018 8 Kommentare

Nicole Wolf erzählt von ihrem Monat, ab dem sie begann, hinter den Vorhang unseres Bühnenbildes zuschauen. Wer kennt den Film ‚Die Truman Show‘ und erinnert sich an den Moment, wo vor den Füßen des Protagonists eine Bühnenleuchte mit dem Namen eines Sterns landet, und beim ihm der Prozess der Ent-Täuschung beginnt. Für Nicole war es der gleiche Moment wie bei mir: Sie entdeckte den Fehler im Geldsystem:

Und wenn wir nun wissen, dass es diesen eklatanten Fehler im Geldsystem gibt, dann gilt es in den Widerstand zu gehen, und dabei lässt sich unser Grundgesetz noch wie folgt interpretieren:

Die Irrelevanz von „Recht und Gesetz“

Die im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland beschriebenen Grundrechte werden prinzipiell durch ein gesetzliches Zwischentauschmittel mit Wertaufbewahrungsfunktion (Zinsgeld) und ein privates Bodeneigentumsrecht ad absurdum geführt.

Artikel 1
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Die Würde des Menschen wird immer mehr angetastet, solange eine fehlerhafte Geld- und Bodenordnung zu leistungslosen Kapitaleinkommen führt, welche zwangsläufig die Bevölkerung mit exponentiell steigender Tendenz in eine immer ärmere Mehrheit von Zinsverlierern (Proletarisierung) und eine immer reichere Minderheit von Zinsprofiteuren (Dekadenz) aufspaltet.

(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

Der allgemeine Frieden setzt absolute ökonomische Gerechtigkeit voraus. Ökonomische Gerechtigkeit ist nicht gegeben, solange die Proportionalität von marktwirtschaftlich erbrachter Leistung und Gegenleistung (Bezahlung) mit exponentiell steigender Tendenz durch leistungslose Kapitaleinkommen gestört wird. Die Summe leistungsloser Kapitaleinkommen beträgt gegenwärtig Weiterlesen …

Kategorien:Bildung, Erkenntnis Schlagwörter: ,

Geld regiert die Welt – aber wer regiert das Geld?

November 5, 2018 26 Kommentare

Einer der meistgelesenen Artikel hier auf dem Blog dreht sich um die Souveränität Deutschlands (siehe). Wer den folgenden Beitrag anschaut, wird bemerken, dass der Staat Deutschland doppelt unsouverän ist. Zu seinem Buch, über deren Inhalt Paul Schreyer vorträgt, schreibt er auf seiner Web-Seite:

Von alters her hat derjenige die Macht im Staate, der das Geld schöpft und in Umlauf bringt. Was früher allein römische Herrscher und Könige durften, findet heute weitgehend unter der Kontrolle privater Großbanken statt, die eng mit Zentralbanken wie der EZB verknüpft sind. Heute erschaffen Banken das Geld und lenken die Finanzströme nach ihren Bedürfnissen.

Doch es geht auch anders. Geld kann von der Gemeinschaft geschöpft werden, einfach und direkt mittels öffentlicher Ausgaben – für Zwecke, welche die Mehrheit wünscht und über die sie demokratisch entscheidet. Wie können wir einen solchen Weg einschlagen?

Warum sind Banken so mächtig geworden? Wie sind sie überhaupt entstanden? Und wie kann die „marktkonforme“ Demokratie Weiterlesen …

Fließendes Geld für eine gerechtere Welt …

Oktober 31, 2018 7 Kommentare

Zins bringt Geld prinzipiell immer dahin , wo es schon ist, und nimmt es dort weg, wo es fehlt
Günther Moewes

Ich bekam vor einiger Zeit die Anfrage, ob ich gerne ein neues Buch lesen möchte, das eins der kritischen Themen streift, wenn nicht gar das kritischste Thema auf meinem Blog ist: Das Geldsystem. Steffen Henke, Finanzkaufmann und Personalcoach, Geschäftsführer der „Neues Geld gemeinnützige GmbH“ Leipzig, geht in seinem fundierten Sachbuch auf 464 Seiten so richtig tief in die Eingeweide unseres Geldsystem. Er zeigt sehr gut auf, wie es entstand, welche Strukturen heute wirken, zeigt auf, wo der Fehler ist, und zeigt zum Schluss einen Weg auf, wie es funktionieren sollte, ohne dass am Ende wie beim Monopoly einige Wenige Alles besitzen und der Rest leer ausgeht.

Bevor ich etwas mehr über meine Ahas während der Lektüre seines von mir sehr empfohlenen Buchs Fließendes Geld für eine gerechtere Welt: Warum wir ein alternatives Geldsystem brauchen, wie es funktioniert und welche Auswirkungen es hat eingehe, möchte ich Steffen in dem ersten Teil einer Video-Sequenz bringen, die er vor 6 Jahren ins Netz gestellt hat:

Dieses wird ein lebender Beitrag, denn ich werde nach und nach einige sehr erhellende Passagen und Zitate aus seinem Buch bringen. Fangen wir also, auch diesen Teil des Regals mit seinen Gedanken und Erkenntnissen zu füllen:

Was ist eigentlich Geld? Spontan würde Mensch vermutlich sagen: Alles, was nicht Ware ist, aber womit ich Waren kaufen kann. Also einerseits Scheine, Münzen, und das, was ich auf dem Konto einer Bank liegen habe, um per Überweisung einkaufen zu können. Im ersten Tel erfahren wir, dass es allerdings gar keine klare, internationale Definition gibt und es daher schwer ist, wissenschaftlich das Thema Geldsystem korrekt aufzubereiten.

[…] eine Menschheit, die nur zum Ziel hat, mehr Geld aus Geld zu machen, wird logischerweise sozial unempfindlich, kulturell verarmt und ökologisch Raubbau treiben.
Margrit Kennedy

Ich hätte nun vermutet, dass Steffen zuerst auch aufzeigt, dass die Geldschöpfung zum größten Teil bei den Banken liegt, d.h. das Giralgeld erzeugt wird, wenn ein Kredit gewährt wird. Ganz im Gegenteil zeigt er Weiterlesen …

Geld arbeitet nicht! … von Zinsgewinnern und -verlierern …

Ich hatte gestern einen jungen Mann gefragt, als er mir erzählte, dass er sich freue, für sein Angespartes guten Zins zu erhalten, so dass er sich bald ein Haus kaufen könne, ob ihm klar sei, dass dieser Zins durch einen anderen Menschen, z.B. seine Freundin erarbeitet werden müsse, und dass er bei einem Kauf eines Produktes im Schnitt 50% seines Geldes unerkannt als Zinsdienst an die Banken gäbe und so sein schöner eigener Zinsertrag schon längst aufgefressen sei. Aus diesem gegebenen Anlass möchte ich nochmals einen Text von Herrn Wehmeier, einem Freiwirtschaftler bringen, der sich mit den mehr unseren verkehrten Marktwirtschaftlichen Verhältnissen, im Besonderen mit der Zinsgewinner und – verlierer auseinandersetz, und was es bräuchte, dass es allen Menschen eines Wirtschaftsraumes gut gehen könne:

In einer kapitalistischen Marktwirtschaft (noch gegenwärtiger Ist-Zustand), welche durch die Verwendung eines gesetzlichen Zwischentauschmittels mit Wertaufbewahrungs(un)funktion (Zinsgeld) und ein privates Bodeneigentumsrecht gekennzeichnet ist, setzt sich das gesamte Bruttosozialprodukt (BSP) aus Lohn (Arbeitseinkommen, verdienter Knappheitsgewinn) und Zins (Liquiditätsverzichtsprämie, Dividende, Rendite, Spekulationsgewinn, private Bodenrente, allg.: unverdienter Knappheitsgewinn) zusammen. Während der Lohn sich im Idealfall direkt proportional zur individuellen Arbeitsleistung entwickelt, ist der Zins das genaue Gegenprinzip: derjenige, der arbeitet, zahlt den Zins; und derjenige, der nicht arbeitet, bekommt den Zins. Ziel aller Gerechtigkeitsbestrebungen seit den ersten Anfängen der Marktwirtschaft ist es, den Zins zu überwinden, jedes arbeitsfreie Kapitaleinkommen auf Kosten der Mehrarbeit anderer zu beseitigen. Mit einem Wort: Marktgerechtigkeit.

Dass es eine andere Gerechtigkeit als die Marktgerechtigkeit nicht gibt – zumindest solange unsere Technologie noch nicht soweit fortgeschritten ist wie in Arthur C. Clarke´s „The City and the Stars“ -, muss jedem vernünftigen Menschen klar sein, der die ganze Unsinnigkeit des Marxismus (Kapitalismus ohne Marktwirtschaft) erfasst hat:

Irrtümer des Marxismus

Eine ausbeutungslose und darum auch klassenlose Gesellschaft ist nicht durch eine Abschaffung der Marktwirtschaft, sondern nur durch die Befreiung der Marktwirtschaft vom parasitären Gegenprinzip des Privatkapitalismus (Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz) möglich. Dazu muss der Zins makroökonomisch auf Null geregelt werden (Soll-Zustand), damit das gesamte BSP aus Lohn besteht. Der Staat ist dann nicht länger eine „Anstalt zur zwangsweisen Einziehung des arbeitslosen Einkommens“ und kann auf das zurückgeführt werden, was er sein soll:

Der Abbau des Staates

Auch so genannte „Liberale“ sollten endlich einsehen, dass die Befreiung von Weiterlesen …

Kategorien:Gesellschaft Schlagwörter: ,

„Geld ist nicht Schmiermittel sondern Sand im Getriebe …“

Dezember 7, 2017 5 Kommentare

 

Bernd Mullet, der intensiv zum Handel als Übel in der Gesellschaft ‚forscht‘, hatte auf Facebook zu der obigen Listen passend ergänzt:

Da ist Vieles vergessen, aber das spielt keine Rolle (sonst würde die Liste vermutlich die in FB zulässige Länge überschreiten). Aber die Schlussfolgerung stimmt.

Ich darf ergänzen:

Auch wenn man es in den Wirtschaftsunis und Schulen lehrt: Geld ist nicht das Schmiermittel der Gesellschaft, eher der Sand im Getriebe. Es ist nicht dazu geschaffen worden, um die Versorgung aller Menschen sicherzustellen oder die Entwicklung des Menschen voranzutreiben. Dazu ist es auf Grund seiner inneren Logik und seiner inneren Mechanismen nicht geeignet. Geld schafft weder Vertrauen, noch einen irgendwie gearteten Ausgleich.

Geld wurde stets mit Zwang und/oder Gewalt verbreitet. Geld wurde geschaffen, um Wenige über Viele zu stellen, damit Wenige Viele steuern können, und damit am Ende Viele von Wenigen abhängig sind.

Geld ist damit kein Mittel der Freiheit, sondern ein Zwangs- und Druckmittel von Herrschenden!

Und richtig: Geld existiert nur und ausschließlich in den Köpfen von Menschen, genauso wie die Abhängigkeit davon.

Kategorien:Ökonomie Schlagwörter: , ,

Brechung der Zinsknechtschaft

November 4, 2017 14 Kommentare

Geiz und Wucher und Misstrauen müssen noch für eine Weile unsere Götter bleiben. Denn nur sie können uns aus dem Tunnel der ökonomischen Notwendigkeit ans Tageslicht leiten.
John Maynard Keynes, bekannter Ökonom des letzten Jahrhunderts

Profilbild von Marigny de Grilleau auf Facebook

Die NSDAP hatte in ihrem Parteiprogramm das Thema Brechung der Zinsknechtschaft (siehe Wikipedia). Laut dem Zeitzeugen Wilhelm Landig war es eins der Zugpferde für die junge Wählerschaft. Auch Jesus hatte etwas gegen den Wucher, und schmiss die Geldverleiher aus dem Tempel. Und weil die Zusammenhänge des Wuchers heute kein Thema mehr im Schulunterricht ist, weiß auch kaum ein Ökonom darüber. Wissen könnte man, wenn die Arbeiten von Silvio Gesell zur Freiwirtschaft studiert würden. Lincoln und Kennedy wussten darum, hatten auch schon an der Geldschöpfung zum Wohle der Allgemeinheit statt der Superreichen gedreht. Wie es ihnen anschließend ergangen ist, wissen wir (siehe).

Gerne möchte ich einen heutigen Kommentar  von  Marigny de Grilleau hier veröffentlichen, der das Thema Zinsgeld nochmals im Kontext unserer heutigen Parteien aufgreift und die Wichtigkeit klärt:

Vor Kurzem hatte ich eine Diskussion über das Geldsystem und wegen dieser meiner Ansicht, zu allererst am Geldsystem anzusetzen entgegen Marx, der an den Produktionsverhältnissen ansetzt. Erst nach Umbau des Geldsystems andere Regularien einzuflechten die eine humane Arbeitswelt ermöglichen – unter anderem auch der Vorschlag eines bedingungslosen Grundeinkommen – hat man mich eben dieses Fanatismus der alleinigen Wahrheit predigend beschuldigt und kurzerhand gesperrt. Apologeten Ditfurths tun dies auf gleiche Art und Weise, da werden Geldsystemkritiker in der „NeurechteEsoterischeVerschwörungsecke“ verortet. Mich hat man dann letztendlich in ein Märchenbuch geschrieben, geschrieben auch deswegen – weil ich auch noch von einer zinsfreien Zeit die es im Mittelalter gab – bekannt mit der Begrifflichkeit „Goldenes Mittelalter“ berichtete, in dem über 300 Jahre Wohlstand und Wachstum ohne Arbeitsdruck und Geldsorgen herrschte (siehe einen meiner ersten Artikel: Mit fließendem Geld anstelle unseres statischen geht es auch mit unserer Gemeinschaft wieder richtig gut – von einer Fairconomy).

Um 1450, als das Zinsgeld wieder eingeführt wurde, beginnt das sog. „Finstere Mittelalter“ … Professor Dr. Dr. Berger vertritt dieselben historischen und gesicherten Ansichten – wie ich, bezüglich des zinsfreien „Goldenen Mittelalters, hier zu finden:

natürlich konterkariert das so manch einem seine Weiterlesen …

Kategorien:Gesellschaft Schlagwörter: , , , ,

Kann ein Allgemeines Bodennutzungsrecht unsere Welt heilen?

… Hand in Hand …

Ich bekam gerade auf Facebook diesen Text der Freiwirtschaftler, der dem Einen oder Anderen eine Idee davon geben könnte, dass es Alternative Gesellschaftsverträge geben könnte, in denen die Einen nicht auf Kosten der Anderen durch leistungslose Einkommen leben werden:

Allgemeines Bodennutzungsrecht

Für alle Naturvölker auf der Erde war und ist es ganz und gar unvorstellbar, dass der einzelne Mensch das Fleckchen Erdoberfläche, auf dem er gerade lebt, besitzen könnte. Allenfalls der ganze jeweilige Stamm oder das ganze jeweilige Volk kann einen Besitzanspruch an einem bestimmten Territorium geltend machen, um hier in einem natürlichen Gleichgewicht mit der Natur zu leben, aber nicht, um dieses Gebiet auszubeuten. Diese Unsitte kam erst auf, nachdem der Kulturmensch das Zinsgeld (Edelmetallgeld ist immer Zinsgeld) entdeckt hatte, und damit zugleich eine neue Form der Machtausübung, die auf dem folgenden Grundprinzip beruht:

In einer Zinsgeld-Ökonomie will Niemand etwas von seinem gesparten Geld hergeben, um jederzeit die Möglichkeit ( = die Macht ) zu haben, es hergeben zu können.

Dieses elementare Machtprinzip, welches auf dem Liquiditätsvorteil des Geldes gegenüber den Waren beruht, durchdringt und beeinflusst alle Lebensbereiche in einer kapitalistisch pervertierten Marktwirtschaft. Seit Jahrtausenden ist das die eigentliche Ursache für alle Zivilisationsprobleme, die sich überhaupt thematisieren lassen. Wenn es möglich ist, allein durch den Verleih von gehortetem (dem Geldkreislauf entzogenem) Zinsgeld, welches im Gegensatz zu allen Waren, gegen die es getauscht werden kann, dauerhaft wertbeständig ist, ein arbeitsfreies Einkommen (Liquiditätsverzichtsprämie) zu erpressen, für das alle Anderen zusätzlich arbeiten müssen, kann sich sowohl der Geldkapitalbesitzer als auch der Sachkapitalbesitzer auf der Mehrarbeit von weniger Vermögenden ausruhen und damit zugleich Macht auf andere (arbeitende) Menschen ausüben. Wenn es dann noch erlaubt ist, private Weiterlesen …

Nimmt die Sklaverei immer mehr zu?

November 27, 2016 25 Kommentare

Antreiben

Antreiben (Bild: Wikipedia)

Ich hatte schon einige Male Texte von Stefan Wehmeier hier nochmals zur Diskussion gestellt. Nun ein weiterer von ihm, in dem er Anfangs nochmals deutlich macht, dass die Sklaverei vor etwas über 200 Jahren nicht aufgehoben sondern nur intelligenter umgestaltet wurde. Für Viele Christen sind seine Gedanken unterträglich, denn er macht deutlich, dass dieser Glaube auch den gelehrtesten Menschen daran hindert, seine Sklavenrolle zu erkennen. Was aber sein Text darüber hinaus so spannend macht ist der Ausblick, wie denn unser Zusammenleben funktionieren könnte, ohne uns die Köpfe einschlagen zu müssen. Aber lest wie immer selbst:

Das Ende der Sklaverei (Quelle auf Opium des Volkes)

War es früher erforderlich, Sklaven, das heißt persönlich unfreie Menschen, zu halten, um sie auszubeuten, so bringt die Zinswirtschaft das Kunststück fertig, den Menschen sämtliche persönlichen und politischen Freiheiten zu gewähren und sie trotzdem auszubeuten. Obgleich Zinsnehmer und Zinszahler (angeblich) rechtlich einander gleichgestellt und ebenbürtig sind, vermag der eine sich die Früchte der Arbeit des anderen anzueignen. Diese legalisierte Ausbeutung beruht, wie gesagt, auf dem Vorhandensein von Monopolen. An die Stelle des Sklavenhalters ist im modernen Rechtsstaat der Zinsbezieher, an die Stelle des Sklaven der Zinszahler getreten. Die Ausbeutung erfolgt nicht mehr unmittelbar durch die Aneignung der Arbeit des Sklaven, sondern mittelbar durch das Monopol. Es ist begreiflich, dass die Sklaverei für die Ausbeuter uninteressant wurde, seitdem man die wirtschaftliche Unfreiheit der Auszubeutenden – diese einzige Voraussetzung einer jeden Ausbeutung – anstatt durch persönliche Freiheitsberaubung durch die Monopole zu erzielen vermochte.
Otto Valentin (aus „Die Lösung der Sozialen Frage“, 1952)

Die Sklaverei hat sich in der Geschichte nicht verringert, sondern immer weiter erhöht. Das gilt ebenso für die Dummheit, denn während die persönlich Unfreien früherer Zeiten noch wussten, dass sie Sklaven waren, gilt für die wirtschaftlich Unfreien der Gegenwart:

Milliarden Menschen leben einfach vor sich hin – und haben keine Ahnung.
Agent Smith (aus dem Film „Matrix“)

Bedauerlicherweise kann man niemandem erklären, was die Matrix ist, denn eine bis heute bestehende Programmierung des kollektiv Unbewussten macht dem Matrix-Bewohner die Basis allen menschlichen Zusammenlebens (Makroökonomie) und die grundlegendste zwischenmenschliche Beziehung (Geld) weitgehend unverständlich. Noch gesteigert wird das Unverständnis, wenn sich der Matrix-Bewohner in eine Universität einweist, um dort VWL oder eine andere „Wissenschaft“ zu studieren, die sich direkt oder indirekt mit dem menschlichen Zusammenleben befasst (Theologie, Politologie, Soziologie, etc.). Kommt er mit einer „Lizenz zum Unsinn verbreiten“ wieder heraus, ist er mit soviel „negativem Wissen“ (Vorurteile und Denkfehler) belastet, dass er bis zum Jüngsten Tag gar nichts mehr versteht:

Die Idiotie vom unverzichtbaren Zins – Opium des Volkes

Die Grundprogrammierung besteht darin, die im Folgenden aufgeführten Metaphern auf der linken Seite mit irgendetwas anderem (vermeintlicher „Unsinn“ mit eingeschlossen) in Verbindung zu bringen als ihrer wirklichen Bedeutung auf der rechten Seite: Weiterlesen …

Lassen wir das Geld für uns arbeiten, statt dass wir für das Geld arbeiten müssen …

Geld ist wie ein Eisenring durch unsere Nase. Wir haben vergessen, dass wir es geschaffen haben, und es führt uns nun durch die Arena. Ich denke, es ist an der Zeit, herauszufinden, wohin wir wollen!
Bernard Lietaer

In meinem ersten Jahr des Schreiben auf diesem Blog war eines meiner Schwerpunkte das Geldsystem, da ich verstehen wollte, warum sich seit Beginn der Finanzkrise in 2008 (kriselt sicher schon früher, nur hier kulminierte Sichtbares) abzeichnete, dass ein Zusammenbruch bevor steht. Dass das bisher noch nicht eintrat liegt allein daran, dass im Hintergrund mit reichlich Tricks das Ende immer weiter rausgeschoben wird. So dass am Ende der Fall immer fürchterlicher sein wird. Ganz im Sinne Derjenigen, die das Chaos herbei sehen, um daraus ihre Neue Weltordnung mit einer Weltregierung, einer Weltreligion, einem Weltmilitär und einer gleichgeschalteten Menschheit.

In dem Folgenden Artikel wird nochmals beleuchtet, was mit dem Geldsystem schief liegt. Zum Verständnis werden dabei Archetypen betrachtet. Es geht um Fülle auf der einen Seite, und um die Angst vor Mangel auf der anderen Seite. Der Interviewpartner zeigt auf, was getan werden müsste, damit das Goldene Zeitalter, das es schon einmal in Ägypten und auch hier in Europa gab, wiederkehren kann. Mal wieder was zum Draufrumkauen:

Jenseits von Gier und Knappheit

Ein Interview mit Bernard Lietaer, von Sarah van Gelder, Herausgeberin von YES! A journal of positive futures (JA! Ein Journal der positiven Zukünfte).
Übersetzung aus dem Englischen von Kurt-Werner Pörtner, August 1999.

Bernard Lietaer promotes the need for monetary diversity as a means of stability diversity and complementary currencies, as a means of stability

Bernard Lietaer (Bild: Wikpedia – PopTech 2011 – Camden Maine USA)

Nur wenige Menschen haben in und am Geldsystem in so vielen unterschiedlichen Feldern gearbeitet wie Bernard Lietaer. Er arbeitete fünf Jahre lang für die belgische Zentralbank, wo sein erstes Projekt die Gestaltung und Umsetzung eines einzigen europäischen Währungssystems war. Er war Präsident des belgischen elektronischen Zahlungssystems, und hat für multinationale Unternehmen Technologien entwickelt, um sich in verschiedenartigen Währungsumfeldern zu bewegen.

Er half Ländern, ihre Devisenerträge zu verbessern und lehrte Internationale Finanzen an der Universität von Louvain, in seinem Heimatland Belgien. Bernard Lietaer war ebenso der Generalmanager und Devisenhändler einer der größten und erfolgreichsten „Offshore“-Devisenfonds. Er ist ebenso Fellow am „Center of Sustainable Resources“ (Zentrum für nachhaltige Ressourcen) an der University of California in Berkeley und schreibt z. Zt. an seinem siebten Buch: „The Future of Money. Beyond Greed and Scarcity“ (Die Zukunft des Geldes. Jenseits von Gier und Knappheit).

Sarah von Gelder von YES!:
Warum setzen Sie so viel Hoffnung in die Entwicklung alternativer Währungssysteme?

Bernard Lietaer:
Geld ist wie ein Eisenring durch unsere Nase. Wir haben vergessen, dass wir es geschaffen haben, und es führt uns nun durch die Arena. Ich denke, es ist an der Zeit, herauszufinden, wohin wir wollen – nach meiner Meinung Richtung Nachhaltigkeit und Gemeinschaftlichkeit -, um dann ein Geldsystem zu kreieren, das uns genau dorthin führt.

S. v. G.:
So würden Sie also sagen, dass vieles, das sonstwo in der Gesellschaft passiert, oder eben nicht passiert, seine Wurzeln in der Art und Weise hat, wie unser Geldsystem gestaltet ist?

B. L.:
Das ist richtig. Während Lehrbücher der Ökonomie nachwievor behaupten, dass Menschen und Unternehmen um Märkte und Ressourcen konkurrieren, behaupte ich, dass sie in Wirklichkeit um Geld konkurrieren – Märkte und Ressourcen sind da nur Mittel zum Zweck. Also geht es darum, wenn man neue Geldsysteme gestaltet, auch darauf zu achten, die Weiterlesen …

Vom WUCHER der Banken …

Helmut Creutz – Wirtschaftspraktiker- und analytiker

Man könnte rein theoretisch mit einer 20-Stunden-Woche seinen Lebensstandard, den man heute hat, decken, wenn man nicht eben auch noch ein Drittel der Zeit für die Zinsen arbeiten müsste.
Helmut Creutz

Hat Manfred Gotthalmseder recht, wenn er auf schreibt:

Banken schöpfen Geld aus Luft. Geld ist in einem Kreditgeldsystem nur die Aufzeichnung eines Schuldtitels. Die Forderung wird weitergereicht und fungiert als Zahlungsmittel. Auch Bargeld kommt über Kredit in Umlauf. Geld ist durch das Leistungsversprechen des Kreditnehmers gedeckt und durch seine Pfandgüter gesichert. Wo liegt das Problem? Das Problem liegt im Zins!
Die rechtlichen Folgen haben es in sich: Weil die Bank Kreditgeld erst mit der Vergabe schöpft, ist es ihr verboten, dafür Zinsen zu verlangen! Wer es dennoch tut, macht sich des Wuchers schuldig (in Österreich § 154 StGB „Geldwucher“, in Deutschland § 291 StGB „Wucher“, in der Schweiz StGB Art. 157 „Wucher“). Wucher liegt vor, wenn sich Jemand für eine Leistung einen Vermögensvorteil versprechen oder gewähren lässt, der in auffallendem Missverhältnis zum Wert der eigenen Leistung steht. Weil die Gegenleistung der Bank nur aus ein paar Buchungen besteht, ist von Wucher auszugehen. Die Zahl derer, welche sich weigern, für das „Luftgeschäft“ Bankkredit weiter Zahlungen zu leisten ist lawinenartig am zunehmen. (Quelle)

Bleibt die Frage, wenn das so offensichtlich Betrug ist, warum sich hier von den Wächtern unseres Staates Niemand bemüssigt fühlt, daran etwas zu ändern. Schließlich gelangt inzwischen jeder 4. bis 5. Steuereuro als Zinszahlung an diese Banken. Aber auch das lässt sich erklären. Schauen wir uns an, was mit Jesus passierte: Weiterlesen …

Ich fühle mich als Zinssklave. Besser ohne Geld, Tausch und Handel …

Ubuntu: ich bin, weil wir sind

Ubuntu: ich bin, weil wir sind

Eine neue Art von Denken ist notwendig,
wenn die Menschheit weiterleben will.
Albert Einstein

Niemand ist mehr Sklave, als der,
der sich für frei hält, ohne es zu sein.
Johann Wolfgang von Goethe

So hatte ich vor ein paar Wochen schon einmal formuliert, nachdem mir immer klarer wurde, welche Bedeutung Geld sowie seine Schöpfung in privater Hand in Kombination mit Zinsen hat. Mittlerweile ist es eines der Hauptthemen auf den neuen Montagsmahnwachen, die seit ca. 6 Wochen zunehmend in ganz Deutschland besucht werden. Dass die Krisen mit dem Geldsystem zusammenhängen, ist nicht mehr zu übersehen. Und das hier nichts mehr geheilt werden kann, wird immer offensichtlicher. Mich lässt das Thema seit Beginn der neuen Finanzkrise 2008 nicht mehr los. So fand ich eine kleine, inspirierende Geschichte, warum das Geld wirklich erfunden wurde, und vor Kurzem eine kleine wirtschaftliche Parabel, die das Problem der Zinsnahme in Kombination mit der Geldschöpfung sehr einfach erklärt: Muss uns unser Zinsgeldsystem am Ende immer in den großen Krieg führen?

Inzwischen gibt es viele Bewegungen, die sich Gedanken machen, wie eine Ökonomie aussehen kann, die für Weiterlesen …

Muss uns unser #Zinsgeldsystem am Ende immer in den großen #Krieg führen?

Silvio Gesell (Foto: Wikipedia)

Silvio Gesell (Foto: Wikipedia)

Trotz des heiligen Versprechens der Völker, den Krieg für alle Zeiten zu ächten, trotz des Rufes der Millionen „Nie wieder Krieg“, entgegen all den Hoffnungen auf eine schönere Zukunft muss ich es sagen: Wenn das heutige Geldsystem, die Zinswirtschaft beibehalten wird, so wage ich es, heute schon zu behaupten, dass es keine 25 Jahre dauern wird, bis wir vor einem neuen, noch furchtbareren Krieg stehen. Ich sehe die kommende Entwicklung klar vor mir. Der heutige Stand der Technik lässt die Wirtschaft rasch zu einer Höchstleistung steigern. Die Kapitalbildung wird trotz der großen Kriegsverluste rasch erfolgen und durch ein Überangebot den Zins drücken. Das Geld wird gehamstert werden. Der Wirtschaftsraum wird einschrumpfen, und große Heere von Arbeitslosen werden auf der Straße stehen.
Silvio Gesell, (1862 – 1930), Finanztheoretiker, Finanzminister der bayerischen Räterepublik, Quelle: Offener Brief an die Berliner Zeitung am Mittag, 1918 – 21 Jahre vor dem Zweiten Weltkrieg.

Silvio Gesell ist sicherlich einer der bisher Wenigen, die das Zinsgeldsystem tief durchdrungen haben, seine Fehler klar sah, und daher ein anderes Geldsytem, das Freigeld, entwickelte. Ich hatte als Nachtlektüre mal wieder das Buch Ökonomie der Verbundenheit: Wie das Geld die Welt an den Abgrund führte – und sie dennoch jetzt retten kann von Charles Eistenstein in die Hand genommen, worin ich den obigen Text fand. Anschließend brachte Charles eine kleine WIRTSCHAFTLICHE PARABEL, die den Fehler in unserem Zinsgeldsystem recht verständlich macht, sie geht folgender Maßen: Weiterlesen …

Kategorien:Ökonomie, Gesellschaft, Politik Schlagwörter: ,
%d Bloggern gefällt das: