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Nimmt die Sklaverei immer mehr zu?

November 27, 2016 25 Kommentare
Antreiben

Antreiben (Bild: Wikipedia)

Ich hatte schon einige Male Texte von Stefan Wehmeier hier nochmals zur Diskussion gestellt. Nun ein weiterer von ihm, in dem er Anfangs nochmals deutlich macht, dass die Sklaverei vor etwas über 200 Jahren nicht aufgehoben sondern nur intelligenter umgestaltet wurde. Für Viele Christen sind seine Gedanken unterträglich, denn er macht deutlich, dass dieser Glaube auch den gelehrtesten Menschen daran hindert, seine Sklavenrolle zu erkennen. Was aber sein Text darüber hinaus so spannend macht ist der Ausblick, wie denn unser Zusammenleben funktionieren könnte, ohne uns die Köpfe einschlagen zu müssen. Aber lest wie immer selbst:

Das Ende der Sklaverei (Quelle auf Opium des Volkes)

War es früher erforderlich, Sklaven, das heißt persönlich unfreie Menschen, zu halten, um sie auszubeuten, so bringt die Zinswirtschaft das Kunststück fertig, den Menschen sämtliche persönlichen und politischen Freiheiten zu gewähren und sie trotzdem auszubeuten. Obgleich Zinsnehmer und Zinszahler (angeblich) rechtlich einander gleichgestellt und ebenbürtig sind, vermag der eine sich die Früchte der Arbeit des anderen anzueignen. Diese legalisierte Ausbeutung beruht, wie gesagt, auf dem Vorhandensein von Monopolen. An die Stelle des Sklavenhalters ist im modernen Rechtsstaat der Zinsbezieher, an die Stelle des Sklaven der Zinszahler getreten. Die Ausbeutung erfolgt nicht mehr unmittelbar durch die Aneignung der Arbeit des Sklaven, sondern mittelbar durch das Monopol. Es ist begreiflich, dass die Sklaverei für die Ausbeuter uninteressant wurde, seitdem man die wirtschaftliche Unfreiheit der Auszubeutenden – diese einzige Voraussetzung einer jeden Ausbeutung – anstatt durch persönliche Freiheitsberaubung durch die Monopole zu erzielen vermochte.
Otto Valentin (aus „Die Lösung der Sozialen Frage“, 1952)

Die Sklaverei hat sich in der Geschichte nicht verringert, sondern immer weiter erhöht. Das gilt ebenso für die Dummheit, denn während die persönlich Unfreien früherer Zeiten noch wussten, dass sie Sklaven waren, gilt für die wirtschaftlich Unfreien der Gegenwart:

Milliarden Menschen leben einfach vor sich hin – und haben keine Ahnung.
Agent Smith (aus dem Film „Matrix“)

Bedauerlicherweise kann man niemandem erklären, was die Matrix ist, denn eine bis heute bestehende Programmierung des kollektiv Unbewussten macht dem Matrix-Bewohner die Basis allen menschlichen Zusammenlebens (Makroökonomie) und die grundlegendste zwischenmenschliche Beziehung (Geld) weitgehend unverständlich. Noch gesteigert wird das Unverständnis, wenn sich der Matrix-Bewohner in eine Universität einweist, um dort VWL oder eine andere „Wissenschaft“ zu studieren, die sich direkt oder indirekt mit dem menschlichen Zusammenleben befasst (Theologie, Politologie, Soziologie, etc.). Kommt er mit einer „Lizenz zum Unsinn verbreiten“ wieder heraus, ist er mit soviel „negativem Wissen“ (Vorurteile und Denkfehler) belastet, dass er bis zum Jüngsten Tag gar nichts mehr versteht:

Die Idiotie vom unverzichtbaren Zins – Opium des Volkes

Die Grundprogrammierung besteht darin, die im Folgenden aufgeführten Metaphern auf der linken Seite mit irgendetwas anderem (vermeintlicher „Unsinn“ mit eingeschlossen) in Verbindung zu bringen als ihrer wirklichen Bedeutung auf der rechten Seite: Weiterlesen …

Lassen wir das Geld für uns arbeiten, statt dass wir für das Geld arbeiten müssen …

Geld ist wie ein Eisenring durch unsere Nase. Wir haben vergessen, dass wir es geschaffen haben, und es führt uns nun durch die Arena. Ich denke, es ist an der Zeit, herauszufinden, wohin wir wollen!
Bernard Lietaer

In meinem ersten Jahr des Schreiben auf diesem Blog war eines meiner Schwerpunkte das Geldsystem, da ich verstehen wollte, warum sich seit Beginn der Finanzkrise in 2008 (kriselt sicher schon früher, nur hier kulminierte Sichtbares) abzeichnete, dass ein Zusammenbruch bevor steht. Dass das bisher noch nicht eintrat liegt allein daran, dass im Hintergrund mit reichlich Tricks das Ende immer weiter rausgeschoben wird. So dass am Ende der Fall immer fürchterlicher sein wird. Ganz im Sinne Derjenigen, die das Chaos herbei sehen, um daraus ihre Neue Weltordnung mit einer Weltregierung, einer Weltreligion, einem Weltmilitär und einer gleichgeschalteten Menschheit.

In dem Folgenden Artikel wird nochmals beleuchtet, was mit dem Geldsystem schief liegt. Zum Verständnis werden dabei Archetypen betrachtet. Es geht um Fülle auf der einen Seite, und um die Angst vor Mangel auf der anderen Seite. Der Interviewpartner zeigt auf, was getan werden müsste, damit das Goldene Zeitalter, das es schon einmal in Ägypten und auch hier in Europa gab, wiederkehren kann. Mal wieder was zum Draufrumkauen:

Jenseits von Gier und Knappheit

Ein Interview mit Bernard Lietaer, von Sarah van Gelder, Herausgeberin von YES! A journal of positive futures (JA! Ein Journal der positiven Zukünfte).
Übersetzung aus dem Englischen von Kurt-Werner Pörtner, August 1999.

Bernard Lietaer promotes the need for monetary diversity as a means of stability diversity and complementary currencies, as a means of stability

Bernard Lietaer (Bild: Wikpedia – PopTech 2011 – Camden Maine USA)

Nur wenige Menschen haben in und am Geldsystem in so vielen unterschiedlichen Feldern gearbeitet wie Bernard Lietaer. Er arbeitete fünf Jahre lang für die belgische Zentralbank, wo sein erstes Projekt die Gestaltung und Umsetzung eines einzigen europäischen Währungssystems war. Er war Präsident des belgischen elektronischen Zahlungssystems, und hat für multinationale Unternehmen Technologien entwickelt, um sich in verschiedenartigen Währungsumfeldern zu bewegen.

Er half Ländern, ihre Devisenerträge zu verbessern und lehrte Internationale Finanzen an der Universität von Louvain, in seinem Heimatland Belgien. Bernard Lietaer war ebenso der Generalmanager und Devisenhändler einer der größten und erfolgreichsten „Offshore“-Devisenfonds. Er ist ebenso Fellow am „Center of Sustainable Resources“ (Zentrum für nachhaltige Ressourcen) an der University of California in Berkeley und schreibt z. Zt. an seinem siebten Buch: „The Future of Money. Beyond Greed and Scarcity“ (Die Zukunft des Geldes. Jenseits von Gier und Knappheit).

Sarah von Gelder von YES!:
Warum setzen Sie so viel Hoffnung in die Entwicklung alternativer Währungssysteme?

Bernard Lietaer:
Geld ist wie ein Eisenring durch unsere Nase. Wir haben vergessen, dass wir es geschaffen haben, und es führt uns nun durch die Arena. Ich denke, es ist an der Zeit, herauszufinden, wohin wir wollen – nach meiner Meinung Richtung Nachhaltigkeit und Gemeinschaftlichkeit -, um dann ein Geldsystem zu kreieren, das uns genau dorthin führt.

S. v. G.:
So würden Sie also sagen, dass vieles, das sonstwo in der Gesellschaft passiert, oder eben nicht passiert, seine Wurzeln in der Art und Weise hat, wie unser Geldsystem gestaltet ist?

B. L.:
Das ist richtig. Während Lehrbücher der Ökonomie nachwievor behaupten, dass Menschen und Unternehmen um Märkte und Ressourcen konkurrieren, behaupte ich, dass sie in Wirklichkeit um Geld konkurrieren – Märkte und Ressourcen sind da nur Mittel zum Zweck. Also geht es darum, wenn man neue Geldsysteme gestaltet, auch darauf zu achten, die Weiterlesen …

Vom WUCHER der Banken …

Helmut Creutz – Wirtschaftspraktiker- und analytiker

Man könnte rein theoretisch mit einer 20-Stunden-Woche seinen Lebensstandard, den man heute hat, decken, wenn man nicht eben auch noch ein Drittel der Zeit für die Zinsen arbeiten müsste.
Helmut Creutz

Hat Manfred Gotthalmseder recht, wenn er auf schreibt:

Banken schöpfen Geld aus Luft. Geld ist in einem Kreditgeldsystem nur die Aufzeichnung eines Schuldtitels. Die Forderung wird weitergereicht und fungiert als Zahlungsmittel. Auch Bargeld kommt über Kredit in Umlauf. Geld ist durch das Leistungsversprechen des Kreditnehmers gedeckt und durch seine Pfandgüter gesichert. Wo liegt das Problem? Das Problem liegt im Zins!
Die rechtlichen Folgen haben es in sich: Weil die Bank Kreditgeld erst mit der Vergabe schöpft, ist es ihr verboten, dafür Zinsen zu verlangen! Wer es dennoch tut, macht sich des Wuchers schuldig (in Österreich § 154 StGB „Geldwucher“, in Deutschland § 291 StGB „Wucher“, in der Schweiz StGB Art. 157 „Wucher“). Wucher liegt vor, wenn sich Jemand für eine Leistung einen Vermögensvorteil versprechen oder gewähren lässt, der in auffallendem Missverhältnis zum Wert der eigenen Leistung steht. Weil die Gegenleistung der Bank nur aus ein paar Buchungen besteht, ist von Wucher auszugehen. Die Zahl derer, welche sich weigern, für das „Luftgeschäft“ Bankkredit weiter Zahlungen zu leisten ist lawinenartig am zunehmen. (Quelle)

Bleibt die Frage, wenn das so offensichtlich Betrug ist, warum sich hier von den Wächtern unseres Staates Niemand bemüssigt fühlt, daran etwas zu ändern. Schließlich gelangt inzwischen jeder 4. bis 5. Steuereuro als Zinszahlung an diese Banken. Aber auch das lässt sich erklären. Schauen wir uns an, was mit Jesus passierte: Weiterlesen …

Ich fühle mich als Zinssklave. Besser ohne Geld, Tausch und Handel …

Ubuntu: ich bin, weil wir sind

Ubuntu: ich bin, weil wir sind

Eine neue Art von Denken ist notwendig,
wenn die Menschheit weiterleben will.
Albert Einstein

Niemand ist mehr Sklave, als der,
der sich für frei hält, ohne es zu sein.
Johann Wolfgang von Goethe

So hatte ich vor ein paar Wochen schon einmal formuliert, nachdem mir immer klarer wurde, welche Bedeutung Geld sowie seine Schöpfung in privater Hand in Kombination mit Zinsen hat. Mittlerweile ist es eines der Hauptthemen auf den neuen Montagsmahnwachen, die seit ca. 6 Wochen zunehmend in ganz Deutschland besucht werden. Dass die Krisen mit dem Geldsystem zusammenhängen, ist nicht mehr zu übersehen. Und das hier nichts mehr geheilt werden kann, wird immer offensichtlicher. Mich lässt das Thema seit Beginn der neuen Finanzkrise 2008 nicht mehr los. So fand ich eine kleine, inspirierende Geschichte, warum das Geld wirklich erfunden wurde, und vor Kurzem eine kleine wirtschaftliche Parabel, die das Problem der Zinsnahme in Kombination mit der Geldschöpfung sehr einfach erklärt: Muss uns unser Zinsgeldsystem am Ende immer in den großen Krieg führen?

Inzwischen gibt es viele Bewegungen, die sich Gedanken machen, wie eine Ökonomie aussehen kann, die für Weiterlesen …

Muss uns unser #Zinsgeldsystem am Ende immer in den großen #Krieg führen?

Silvio Gesell (Foto: Wikipedia)

Silvio Gesell (Foto: Wikipedia)

Trotz des heiligen Versprechens der Völker, den Krieg für alle Zeiten zu ächten, trotz des Rufes der Millionen „Nie wieder Krieg“, entgegen all den Hoffnungen auf eine schönere Zukunft muss ich es sagen: Wenn das heutige Geldsystem, die Zinswirtschaft beibehalten wird, so wage ich es, heute schon zu behaupten, dass es keine 25 Jahre dauern wird, bis wir vor einem neuen, noch furchtbareren Krieg stehen. Ich sehe die kommende Entwicklung klar vor mir. Der heutige Stand der Technik lässt die Wirtschaft rasch zu einer Höchstleistung steigern. Die Kapitalbildung wird trotz der großen Kriegsverluste rasch erfolgen und durch ein Überangebot den Zins drücken. Das Geld wird gehamstert werden. Der Wirtschaftsraum wird einschrumpfen, und große Heere von Arbeitslosen werden auf der Straße stehen.
Silvio Gesell, (1862 – 1930), Finanztheoretiker, Finanzminister der bayerischen Räterepublik, Quelle: Offener Brief an die Berliner Zeitung am Mittag, 1918 – 21 Jahre vor dem Zweiten Weltkrieg.

Silvio Gesell ist sicherlich einer der bisher Wenigen, die das Zinsgeldsystem tief durchdrungen haben, seine Fehler klar sah, und daher ein anderes Geldsytem, das Freigeld, entwickelte. Ich hatte als Nachtlektüre mal wieder das Buch Ökonomie der Verbundenheit: Wie das Geld die Welt an den Abgrund führte – und sie dennoch jetzt retten kann von Charles Eistenstein in die Hand genommen, worin ich den obigen Text fand. Anschließend brachte Charles eine kleine WIRTSCHAFTLICHE PARABEL, die den Fehler in unserem Zinsgeldsystem recht verständlich macht, sie geht folgender Maßen: Weiterlesen …

Kategorien:Ökonomie, Gesellschaft, Politik Schlagwörter: ,

Wie ist das nun mit dem fehlenden Zins? Lasst das Geld fließen!

November 12, 2013 2 Kommentare

Manchmal braucht es nur ein kleine Anlehnung an die Natur und schon wird das mit Geld und Zins verständlicher:

Die Sache ist nicht ganz einfach zu verstehen. Macht man ein „Foto“ vom Geldumlauf in einer Volkswirtschaft, würde sich zugegeben der Eindruck aufdrängen, dass der Zins „fehlt“. So ein Foto wäre jedoch wie eine Momentaufnahme in einem Ameisenhaufen. Wie alle wissen, ist ein Ameisenhaufen keine statische oder bewegungslose Angelegenheit, sondern ein dynamisches, sich ständig veränderndes System. Das liegt an den wuselnden, lebendigen Ameisen, die sich ununterbrochen in Bewegung befinden. Wenn z.B. das Gewicht der herbeigeschafften Nahrung in den Ameisen-Vorratskammern, das Gewicht aller Ameisen im Ameisenstaat übersteigt, kann das sofort jeder erklären. Jedem ist ja bekannt, dass eine Ameise im laufe eines Tages ein vielfaches ihres eigenen Körpergewicht bewegen kann.

Mit unserm Geld ist das wie mit den Ameisen. „10 Taler“ können ebenfalls ein vielfaches an Gütern bewegen, die zusammengenommen viele hundert Taler „schwer“ sind.

Wie ist das möglich?

Das läuft im Prinzip genau wie bei den Ameisen. 10 Taler wechseln den Besitzer und Güter im Wert von 10 Talern werden bewegt. Mit den selben 10 Talern bewegt der neue Besitzer nun weiter Güter im Wert von 10 Taler, und so weiter und so fort. Es kommt einfach die Zeit-Komponente ins Spiel. Alle 10 Taler-Transaktionen hintereinander gereiht, vollbringen „das Ameisenwunder“, über das sich niemand wundert.

Mit dieser Erkenntnis kann man nun etwas herumspielen. Einfaches Beispiel: 10 Leute stehen im Kreis. Jeder hat bei seinem rechten Nachbarn 10 Taler Schulden. Wie viel Taler werden benötigt, um die Gesamtschuld über 100 Taler zu tilgen?

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Geschlossen wegen Abzocke! – Aktion

Oktober 13, 2013 8 Kommentare

Die Aktionen zur Übernahme von mehr Eigenverantwortung werden mehr und gleichzeitig auch immer kreativer, wie ich finde. Gerade ist auf Facebook diese Aktion zur Umstellung unseres Geldsystems auf die Reise gebracht worde. Hier wird zwar am Ende der Zins, der ja selbst nur Ausdruck des Erlaubnisses zur Erwirtschaftung von Profit ist, als das eigentliche Übel ausgemacht und nicht auch die Geldschöpfung, aber wir dürfen mal gespannt sein, wie weit der Druck auf der Seele der Deutschen inzwischen liegt, so dass der Michel zum Handeln aktionieren gewillt ist:

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Geschlossen wegen Abzocke! – Aktion
Landesweiter Kampagnen-Tag am 02.11.2013 unter der Frage „Wie regiert Geld die Welt?“ mit unserer kreativen Antwort:

„Geschlossen wegen Abzocke!“

Alles dreht sich heute um Geld. Das wäre nicht schlimm, wenn der Mensch an sich trotzdem noch seinen natürlichen Wert hätte, und nicht nur den „Wert“ des Geldes, welchen man aus ihm schöpfen kann. Geld regiert die Welt, und somit auch dich! Die Frage ist jetzt deshalb wieso dies geschieht und ob es nicht auch anders geht.

Aktion Geschlossen wegen Abzocke

Verschiedene Lobby-Verbände möchten ihre Gewinne maximieren und so wirft beispielsweise die Pharmaindustrie unnötige sowie enorm gefährliche Medikamente oder Impfungen auf den Markt und zeugt nachweisbar sogar künstliche Weiterlesen …

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