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Posts Tagged ‘Zinsen’

Fei Lun – das fliegende Rad – Das älteste Währungssystem der Welt

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Warum sollte sich ein Staat, also sollten WIR uns von einer unabhängigen Zentralbank abhängig machen und dort Geld für Zinsen leihen? Hatten sich sowohl Lincoln als auch J.F. Kennedy gefragt, wollten anders, bekam ihnen aber nicht … (siehe)

Ich habe schon lange nicht mehr das Thema Schuld und Zinsgeld behandelt, also wird es mal wieder Zeit. Inzwischen gibt es viele Bücher und Artikel, die aufdecken, wie das moderne Sklavensystem via zinsbasiertem Kredit funktioniert, so dass am Ende die Kluft zwischen Arm und Reich immer rasanter zunimmt und auch noch den Mittelstand verzehrt (siehe), so dass am Ende nur noch ein Krieg für einen neuen Zyklus sorgen kann (3. Weltkrieg? -> Urkaine). Zeit, sich nach Alternativen umzuschauen, um dieses Joch abzuwerfen? Maria Lordes stellt in ihrem Artikel ein schon mal funktionierendes Geldsystem im alten Asien vor:

Eine Währung ohne Geld – Dezentralisiert – Jeder kreierte zinsfreien Kredit für Jedermann von Maria Lordes

Es gibt bis heute keine ernstzunehmende akademische Arbeit – weder von Historikern noch von Ökonomen – welche erfolgreich die asiatischen Währungssysteme erforscht und verglichen hat. Nur unzureichend wurde analysiert, was die treibenden Motive für die substitutiven und komplementären Währungssysteme waren.

Einig sind sich alle Forscher, dass in China vor 9000-11000 Jahren Rinder die Wertebasis für allen Handel darstellten. Daraus resultierte jedoch kein Tauschhandel, wie oft verkannt, sondern ein Kreditsystem. Wer Rinder, d.h. Güter hatte, war kreditwürdig. China entwickelte sich nicht vertikal sondern horizontal, über eine Vielfalt autonomer landwirtschaftlicher Märkte, mit eigenen Währungssystemen, die alle kreditbasiert funktionierten und keine Konvertierung zu komplementären Währungen vorsahen und wünschten.

Es war keine Gemeinschaftswährung – sondern ein persönliches Kreditsystem – Jeder für Jeden.

Über die Jahrtausende hinweg organisierten sich die unterschiedlichen Klans und Stämme zu einem Staat, der jedoch kein Kreditsystem als Währung betreiben konnte. Es war also ein co-existierendes Wertesystem angesagt, welche sich beide gegenseitig nicht ersetzen konnten. Kredit kann nun mal nie im anonymen funktionieren – sonst verkommt es zu Cash – was übrigens chinesisch ist und die staatlichen Münzen umschreibt. 

Dieses Kreditsystem ist bekannt als Fei Lun und geht zurück in die frühe chinesische Geschichte, als das Papier noch nicht einmal erfunden war und mit Kreide angeschrieben wurde. Jeder konnte bei Jedem anschreiben lassen und durch Weiterlesen …

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Brauchen wir eine Marktwirtschaft und wenn ja welche?

November 8, 2014 7 Kommentare
Adam und seine Frau im Garten Eden, Lucas Cranach d. Ä. (1530) (Foto:Wikipedia)

Adam und seine Frau im Garten Eden,
Lucas Cranach d. Ä. (1530) (Foto:Wikipedia)

Damit der ganze Schwachsinn halbwegs funktioniert, müssen die sozialistischen Planwirtschaften ihre Arbeitersklaven im Land einschließen, während die kapitalistischen Marktwirtschaften ihre Spießbürgerschaft vor übermäßiger Einwanderung aus Zinsverliererstaaten schützen müssen.
Stefan Wehmeier – Opium des Volkes

Ich hatte vor einiger Zeit schon einmal einen Artikel von Stefan Wehmeier hier veröffentlicht. Nun gibt es davon eine Überarbeitung, in der wir Vieles unserer Diskussionen wieder erkennen können. Die Meme machen die Runde …

Was mich derzeit umtreibt ist, ob zum zuträglichen Leben wirklich Dinge brauchen, die wir nur in stark verflochtener Gemeinschaft herstellen können., seien es Fahrräder, Kameras, Computer und Internet oder auch nur so ein einfacher Bleistift, der schon den Einsatz tausender anonym „füreinander“ abeitender Menschen braucht (Quelle):

Wir stehen somit in extremer Abhängigkeit und sind völlig lebensunfähig, wenn die Ströme unserer sekundären Energien wie  Strom, Öl, Kohle oder Gas unterbrochen werden. Der heutige Wirtschaftskreislauf würde sofort zum Erliegen kommen, die Lebensmitel nicht mehr verteilt werden. Ende im Gelände? Also brauchen wir einen Markt, nur welchen?

Stefan Wehmeier geht in seinem Artikel auf die uns bekannten Marktwirtschaften ein, welche Ideen ihr inne wohnen und stellt eine weitere in den Raum, von der er ausgeht, dass sie die Menschen wieder zurück in Paradies führen würde. Es hört sich ebenfalls nach einer Neuen Weltordnung an, allerdings eine ohne die durch Obertanen und besonders Hintertanen praktizierte Herrschaft? Aber lest selbst: Weiterlesen …

Wird der Zins gebraucht, damit Geld umläuft und nicht gehortet wird – spielerisch an Monopoly erklärt

In diesem kleinen Vortrag versucht Prof. Dr. Wolfgang Ertel von der Hochschule Ravensburg im Rahmen von Themen wie Nachhaltigkeit und Wirtschaftswachstumszwang an den Spielregeln von Monopoly die Fehler im Kapitalismus und Kommunismus zu erklären und bietet mit dem Freigeld eine Alternative an:

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Bernd Mullet, der den Handel als eigentliche Ursache unserer gesellschaftlichen Schieflage sieht, ist mit den Inhalten des Vortags gar nicht einverstanden und kommentierte wie folgt auf Facebook (Text leicht „entschärft“).

Zinsen sind der Anreiz zum Geldanlegen.

Der Anreiz zum Geldanlegen ist der Gewinn. Damit kann man aber auch jeden monetären Gewinn als »Zins« deklarieren. Es ist also nicht nur der Zins, den ein Kreditgeber von Kreditnehmer erhält, es ist genauso die Maschine, welche 5 Arbeiter ersetzt, dadurch die Lohnkosten senkt und somit mehr Weiterlesen …

In einfachen Worten erklärt, warum wir eine Schulden- und Vermögenskrise habe …

September 11, 2012 11 Kommentare

Die Krise ist eine Schulden- und Vermögenskrise

Seit den 70er Jahren wächst die Finanzbranche stärker als die Realwirtschaft. Was da an den Börsen wächst, sind kurz gesagt nur Ansprüche auf Geld (Leistungen), ohne dass dort realwirtschaftlich irgendetwas geleistet würde. Das ist das ganze Ziel der Börse.

Eine faire Wirtschaft ist eine, wo jeder, der in den Topf der realwirtschaftlichen Gesamtleistungen (BIP) etwas einbringt, im Laufe seiner Lebensspanne genau so viel herausholen kann. Wenn nun einige Wohlhabende Ansprüche geltend machen, ohne in gleichem Ausmaß realwirtschaftliche Leistungen beigetragen zu haben, so finden Andere am Ende den Topf leer vor, obwohl sie Leistung eingebracht hätten. Deswegen kann es in einer fairen Wirtschaft keine Kapitalerträge geben. (Wenn wir Firmenkapital mit dem gearbeitet wird ausklammern).

Überlegen Sie einmal, was passieren würde, wenn die Geldverwaltung von jenen finanziert würde, die auch Geld zu verwalten haben, und Geld nur dort verzeichnet würde, wo es auch ist? Kredit wäre dann günstig, denn Sparer würden gerne ihr Geld für eine Weile los haben, um der Gebühr zu entgehen. Viele heutige Mieter würden lieber in Eigentumswohnungen investieren. Dann hätten sie dauerhaft ein Minus am Konto und somit keine Gebühr zu zahlen. Sie alle wären gute Kreditnehmer, die ihren Tilgungsverträgen brav nachkommen.

Wissen Sie warum die Banken verschuldet sind? Weil den enormen Vermögen nicht mehr genug sichere Kreditnehmer gegenüber gestellt werden können. Das heißt die Banken können gar nicht so viel Geld schöpfen, wie sie gerne wollten. Die Finanzkrise ist auch eine Kreditausfallkrise. Die Banken müssen Kredite vergeben, um die enormen Vermögen zu bedienen, aber in einer stagnierenden Wirtschaft können sie nicht ständig neue gute Kreditnehmer vorfinden. Schon gar nicht, wenn die Summe der Schulden längst über das BIP hinausgewachsen ist. Auch neue gute Anlagepapiere sind nun nicht mehr zu finden.

Ein Unternehmer, der auf Kredit wirtschaftet, hat ja heute einen Wettbewerbsnachteil gegenüber Weiterlesen …

Was keiner wagt

August 14, 2011 1 Kommentar

Was keiner wagt, das sollt ihr wagen,
Was keiner sagt, das sagt heraus,
Was keiner denkt, sollt ihr befragen,
Was keiner anfängt, das führt aus.
Wenn keiner ja sagt, sollt ihr´s sagen,
Wenn keiner nein sagt, sagt doch nein,
Wenn alle zweifeln, wagt zu glauben,
Wenn alle mittun, steht alleine!
Wo alle loben, habt Bedenken,
Wo alle spotten, spottet nicht,
Wo alle geizen, wagt zu schenken,
Wo alles dunkel ist, macht Licht!
Walter Flex (1887-1917)

Ich finde, es wird Zeit, dass wir endlich Licht in das dunkle Kapitel unseres Zinsgeld-getriebenen Marktes bringen!

Und da kann ich diesen schon inzwischen 3 Jahre alten Artikel Der Kapitalismuns geht unter – Rettet die Marktwirtschaft! von Andreas Bangemann veröffentlicht in der Zeitschrift Humanwirtschaft empfehlen. Das Schlusswort macht Mut:

Brauchen wir dazu nicht eine weltweite Vereinbarung? Die Grundlage eines jeden Wirtschaftsraumes ist der Fleiß, die Schaffens- und Schöpferkraft der Menschen in diesem Raum. Wie bei kaum einem anderen Land auf dieser Welt haben Weiterlesen …

Global Change Now: Wie erkläre ich fließendes Geld meinem Nachbarn?

Diesen Post widme ich Walter, der weiß warum.

Ich bin schon einmal auf das fließende Geld als mögliche Lösung unseres Problems mit dem zinsbasierten Geld mit dem Post Mit fließendem Geld anstelle unseres statischen geht es auch mit unserer Gemeinschaft wieder richtig gut – von einer Fairconomy eingegangen. Nun bin ich bei weiteren Recherechen auf eine Veranstaltung des Vereins Glabal Change Now gestoßen, der u.a. Pate dafür steht, dass der Piratenverein nun das Bedingungslose Einkommen in ihr Programm aufgenommen hat.

Der Verein hat in diesem Jahr eine Veranstaltung im März in Berlin ausgerichtet, auf der ich gerne mit dabei gewesen wäre: Geldkongress 2011 – Macht Geld Sinn? Auf dieser Veranstaltung sprach Steffen Henke, seines Zeichen Finanztheoretiker, über die Krux unseres zinsbasierten Geldsystems und hat am Ende gleich erklärt, wie man dieses heilen kann. Nämlich genau mit der konstruktiven Umlaufsicherung, dem fließenden Geld. Und nun habe ich das Defunktionieren unseres Geldsystems als auch deren Heilung verstanden.

Es gibt sicher Verfechter des Lebens ohne Geld. Aber der Sprung dahinein würde sicher viele von uns überfordern. Insofern erachte ich das fließende Geld als Weiterlesen …

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Ist der Staat in Wahrheit nur eine Firma?

…, die möglichst viel aus seinen Bürgern für den gößtmöglichen Profit rausholen soll, koste es was es wolle?

Peter Fitzek, Initiator von NeuDeutschland, einer Organisation alterternativen Geldes ohne Zins,  über das Anpacken, um raus aus dem Hamsterrad des Zins und Zinseszinses zu kommen.

Es geht um neue Wege für Mensch und Gesellschaft. Grundlagen eines neuen Finanz- und Wirtschaftssystems, eine Alternative zum Krankenversicherungssystem und Staatskonzept eines fortschrittlichen Staates im Dienst an seinen Bürgern.

Hat er recht? Könnte es so gehen? Würde „man“ es überhaupt zulassen?

Und: Warum geben wir uns eigentlich nicht endlich die Verfassung, die uns zusteht? Rechtsanwalt Dominik Storr erzählt über die Mär der Gesamtdeutschen Verfasssung (Artikel 146 der Grundgesetzes)

Und wer diese kleine Geschichte liest, müste noch nachdenklicher werden:

Der Dämon Kratie

Langsam gingen die Sklaven hintereinander her; jeder von ihnen trug einen geschliffenen Stein. Vier solcher Reihen, jede anderthalb Kilometer lang – von den Steinpolierern bis zu der Stelle, wo die Festungsstadt gebaut wurde – wurden von Wächtern streng behütet. Auf zehn Sklaven kam ein Wächter. Auf der Seite der Sklaven saß Weiterlesen …

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