Archiv

Posts Tagged ‘Wut’

Haka-Ha, Tanze den Krieger und die Amazone

Als ich mir zum ersten Mal einen Haka anschaute, kam er mir sehr befremdlich vor, bemühen wir uns doch überall, möglichst harmonisch mit Anderen umzugehen und vermeiden somit aggressiv zu sein. Dieser Haka lässt für Jemanden, der in unseren Breiten kulturell aufgewachsten ist, doch abwehrende Gefühle hochkommen, oder?

Ich habe den folgenden Text zum Haka bekommen, der doch etwas anders über diese Art des Ausdruck-Tanzes erfahren lässt. 

***

Haka-Ha, Tanze den Krieger und die Amazone

Peter Seitz im Gespräch mit Fabian Strumpf, Heilpraktiker und Haka-Ha Lehrer: Was ist Haka-Ha?

Zu allererst ist Haka ein ritueller Tanz und Gesang der Maoris, der neuseeländischen Ureinwohner, auch ganz einfach über-setzt mit „Tanz mit Gesang“. Gleichzeitig ist es aber auch die traditionelle Weise, auf „maori“ Geschichten zu erzählen, viele mythologische Hintergründe dieses Volkes werden so erzählt. Zum Beispiel ist es Tradition, wenn sich die Sippe, die Familie im Langhaus trifft, dass die Männer und Frauen einzeln hervortreten und sich erst einmal vorstellen, in dem sie Haka tanzen und dazu die Namen Ihrer Ahnen singen, die ganze Reihe bis zum ersten Waka, dem ersten Kanu der ersten Maoris, die auf Neuseeland landeten. Beim Haka verbinden sich die Maoris mit ihren Vorfahren, deren Kraft, deren Schutz, deren Rückhalt. Weiterlesen …

Kategorien:Erkenntnis Schlagwörter: , , , , ,

Freundliche Gewalt

AngstIn Anknüpfung an Guidos letzten Artikel zur Propaganda möchte ich einen Artikel von Martin Scheuringer bringen, der die Auswirkungen der zunehmenden Manipulation unserer Kinder im kapitalistischen System anspricht und darauf aufmerksam macht, dass die Unterdrückung negativer Gefühle zum Tragen freundlicher Masken nicht gut ausgehen kann, aber lest selbst:

Freundliche Gewalt

Dem ausgebildeten eingewobenen Subjekt der kapitalistischen Weltordnung erscheinen die mit der abstrakten Arbeit einhergehenden Grässlichkeiten Krieg, Land Grabbing, Mobbing, Beschleunigung etc. als Folge unzureichender Vermarktung der sozialen Beziehungen sowie ihrer Trägereinheiten. Ungeheuerliche Mengen psychischer und physischer, latenter und manifester, chronischer und akuter Gewalt werden meist nicht wahrgenommen, selten ernst genommen, aber niemals ursächlich mit dem Kapitalismus in Verbindung gebracht.

Zähmung einer Delusion

Falschen Begründungen für Gewalt ist Tür und Tor geöffnet: Sie entstünde im schlecht erzogenen, seine Gefühle nicht beherrschenden Individuum. Voller Sorge vermeint ein von einer solchen Annahme geprägter Erwachsener Gewalt unterbinden zu können, wenn er die Äußerung aggressiver Gefühle bei Kindern verbietet. Voller Eifer werden die vermeintlichen Ursprünge von Krieg und Terror bekämpft, indem Kindern untersagt wird ihren Zorn, ihre Wut, ihren Frust oder ihren Hass zu zeigen. Voller Verblendung unterdrücken so aufgeklärte Erwachsene wesentliche Reaktionen ihrer Kinder auf die Zumutungen ihrer Einpassung. Durch Tabuisierung von Aggression wird mit Gewalt eine gewaltförmige Herrschaftsweise reproduziert. Kinder, die in einer bunten, glitzernden, von Spielzeug angefüllten Welt aggressiv auf die für sie unerträgliche Forderung der Subjektivierung reagieren und den kleinen Spielwaggon gegen die Wand schleudern, sind für Erwachsene kaum zu ertragen. (Vgl. Creydt, Streifzüge 60, S. 39)

Konform zum überlagernden dichotomen Bewertungsschema teilt das Subjekt seine Gefühle ein, wobei die guten (Fröhlichkeit) in die Scheinwelt des Distributionshimmels gehören und die schlechten (Neid, Zorn, Hass, Frust, Wut) im rückständigen Rest lokalisiert werden. Die als negativ abgewerteten Gefühle grantiger Kinder hätten in China, Brasilien oder Indien ihren berechtigten Ort, dort gibt’s ja Armut, Gewalt und kein Spielzeug, da darf das Kind schon mal wütend sein. Unfähig die Berechtigung des Weiterlesen …

Wohin mit meinem Ärger? Wohin mit meiner Wut?

Auf keinen Fall unterdrücken!

Wut und Ärger sind ein Produkt unseres Denkens, unserer Sprache, die uns beigebracht wurde, die Art, zu kommunizieren. Und nicht zuletzt auch inwieweit uns die Fähigkeit beigebracht wurde, in Spannungssituationen nach möglichen Strategien/Lösungen zu suchen.

Es ist gefährlich zu glauben, Wut und Ärger unterdrücken zu *müssen*. Wut und Ärger seien etwas *Schlechtes*. Wut und Ärger sind Alarmsignale! Unser Schutzmechanismus ist auf *high sensitive* und meldet uns, dass *irgend etwas* unser Wohlbefinden massiv beeinträchtigt.

Das jetzt hinunterzuspülen, zu unterdrücken, kann eines Tages einen sehr hohen Preis einfordern.

Interessiert, was Gerg Mouratidis zum Umgang mit unserer Wut zu sagen hat? Dann weiter auf dem Blog der Initiative Wirtschaftsdemokratie

%d Bloggern gefällt das: