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Posts Tagged ‘Wissenschaft’

Ist die Schulmedizin nicht wissenschaftlich?

Die Schulmedizin ist eine Religion.
Hier geschulte Ärzte wissen nicht,
sie glauben nur.

Dr. Leonard Coldwell

Ich schaute mir am Wochenende ein Video eines Heilpraktikers an, der eine der höchsten Krebsheilungsraten auf der Welt vorweisen kann, und das ohne Chemo- oder Bestrahlungstherapie. Er beschäftigt sich seit seinem 12. Lebensjahr mit den möglichen Heilungsverfahren von Krebs. Seine Motivation war, seiner Mutter zu helfen, da der Arzt ihr nur noch 6 Monate zu leben prophezeite. Seine Mutter lebt noch heute, wo er 56 Jahre alt ist. Er hatte dann schon mit 16 Jahre über 400 Menschen geholfen, dem Krebs von der Schüppe zu springen.

Da er in Deutschland zunehmend angefeindet und von der Pharmaindustrie verklagt wurde (über 280.000 DM Kosten), ist er nach Amerika ausgewandert und hat sich dort weiter ausbilden lassen. Inzwischen hat er über 40 Bücher veröffentlicht und hat sein Wissen kostenfrei online gestellt. Leonard Coldwell ist inzwischen als hochdotierter Motivationscoach in der Welt unterwegs und lässt sich aufgrund einer Reihen von Anschlägen auf sein Leben von privat finanzierten Bodyguards schützen. In dem Video spricht er darüber, dass die Schulmedizin nicht wissenschaftlich ist und ein reines Glaubenssystem ist, mit dem viel Geld verdient werden kann, sowohl durch die Pharmaindustrie als auch von der sie anhängenden Ärzteschaft. Und wer in diesem Reigen nicht mitspielt, aber dennoch Erfolg hat, wird bekämpft. Und wie das funktioniert, darüber berichtet das Buch „Die Medizin Mafia“, aus dem der folgende Text stammt:

SCHULMEDIZIN IST NICHT WISSENSCHAFTLICH

Um die Schulmedizin durchzusetzen, hat man ein dogmatisches System aufgebaut. Und jeder wird gezwungen, seine Lehren zu befolgen:

  • Medizinstudenten werden aufgrund ihrer wissenschaftlichen Leistungen und ihrer Loyalität und blinden Unterordnung den Zielen und Idealen der Schulmedizin gegenüber ausgewählt.
  • Die Universitätsausbildung, das Medizinstudium lehrt, dass Wissenschaft auf das Konkrete beschränkt ist (das, was man sehen und anfassen kann) und verneint das Abstrakte (das, was man nicht sehen oder anfassen kann).
  • Der Staat erzwingt die Praxis der Schulmedizin mit Gewalt, d.h. mit dem obligatorischen wissenschaftlichen Beweis. Alle anderen Praktiken werden verboten, besonders die der alternativen Medizin.

Und doch hat sich die Schulmedizin als nicht wissenschaftlich herausgestellt! Weiterlesen …

Wer ist schon weise?

Dezember 23, 2014 6 Kommentare

Ich hörte mir die Tage einige Mitschnitte von Udo Petscher an. In einem wies er darauf hin, dass viel zu wissen nicht zwingend zu Weisheit führte. Ganz besonders nicht in den Wissenschaften („Wir sind Nationen von Nachplapperern geworden.“, so Udo). Das Wort „Science“ enthalte schon das Zerteilende. Wissenschaftler wüssten von immer Weniger immer Mehr und würden so, das Fraktalere im Fokus, zunehmend das große Ganze aus dem Auge verlieren, und dabei eher verdummen, zumal sie keiner mehr verstehen könne.

Der Mitinitiator des Blogs Initiative Wirtschaftsdemokratie, Gilbert Dietrich, hat vor Kurzem eine Liste von 10 Lebensweisen veröffentlicht, die einen Weisen beschreiben. Diese möchte ich in Ergänzung zu meinem vorherigen Artikel auch hier bringen:

  1. Realismus
    Weise Menschen sind zuallererst realistisch. Sie wissen, wie anstrengend viele Dinge im Leben sind. Das heißt nicht, dass sie nicht optimistisch wären, aber ihnen ist die Komplexität der vielen Herausforderungen im Leben bewusst.
  2. Dankbarkeit
    Da ihnen klar ist, wie viel im Leben schief gehen kann und wird, sind weise Menschen gegenüber Momenten der Ruhe und Schönheit besonders aufmerksam, auch wenn diese Momente nur sehr unscheinbar oder kurz sein mögen und von anderen in ihrer Eile gar nicht bemerkt werden. Das ist Dankbarkeit gewachsen aus Offenheit gegenüber dem Moment, wie er sich präsentiert.
  3. Wahnwitz
    Der Weise ist nicht überrascht, dass wir lebenslang unreif bleiben, egal für wie klug und moralisch wir uns halten. Da weisen Menschen klar ist, dass mindestens die Hälfte des Lebens mit unserer Ratio nicht zu fassen und zu bewältigen ist, sind sie auf den lauernden Wahnsinn vorbereitet und bleiben gefasst, wenn er sich zeigt. Der Weise lacht über sich selbst. Er hält sich mit Urteilen zurück und ist skeptisch gegenüber seinen Erkenntnissen.
  4. Höflichkeit
    Weise Menschen sind sich über die große Bedeutung sozialer Beziehungen im Klaren. Im Zweifel bedeuten diese Beziehungen mehr als immer Recht zu behalten oder unbedingt die Wahrheit zu sagen. Sie wissen, dass die Dinge aus der Perspektive eines anderen Menschen ganz anders scheinen. Weise Menschen suchen eher nach dem, was die Menschen verbindet, als nach dem, was sie trennt.
  5. Akzeptanz
    Wer weise ist, hat seinen Frieden mit sich gemacht und akzeptiert, dass es einen großen Unterschied zwischen dem eigenen Idealbild und dem realen Ich gibt. Sie vergeben sich ihre Idiotie, ihre Fehler, Hässlichkeiten, ihre Beschränktheit und die Rückschläge. Sie müssen daher weder heucheln noch lügen. Ihnen fällt es leicht zu erklären, warum sie nur schwer zu ertragen sind (weshalb sie oft die erträglicheren Gefährten sind).
  6. Vergebung
    Weise verstehen den großen Druck, den viele verspüren, um ihren eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihre Interessen zu verteidigen. Weil ihnen klar ist, wie schwer jedes Leben voll von Ambitionen, Enttäuschungen und Verlangen ist, sind sie zu schneller Vergebung bereit. Wer weise ist, fühlt sich nicht von der Aggression der anderen verfolgt, weil er versteht, dass diese Aggression nicht ihm gilt, sondern aus einer verletzten Seele kommt.
  7. Widerstandskraft
    Weise Menschen wissen, wozu sie fähig sind. Sie verstehen, dass so vieles schief gehen kann und dass man trotzdem weiterlebt. Viele Menschen meinen, dass ihr Glück an so vielen Umständen hängen würde: Geld, Beziehungen, Ruhm, Gesundheit usw. Auch der weise Mensch schätzt diese Dinge, aber er macht sich und sein Glück nicht davon abhängig, weil er weiß, dass diese Dinge vergänglich sind. Er kann sein Glück auch ohne sie schätzen.
  8. Neidlos
    Wer weise ist, versteht, dass es gute Gründe dafür gibt, dass wir nicht all das haben, was wir haben wollen. Sie kennen die Konsequenzen des Gewinnens und Erfolgs. Auch sie gewinnen gern, aber sie wissen, dass die grundlegenden Dinge im Leben davon unberührt bleiben. Wer weise ist, versteht die Fügungen von Glück und Zufall und wird sich dafür nicht selbst verantwortlich machen.
  9. Ohne Reue
    In unserer Zeit der großen Ambitionen beginnen viele mit dem Traum, ein makelloses und erfolgreiches Leben zu führen und die richtigen Entscheidungen von Karriere bis Liebe zu treffen. Weise Menschen wissen, dass ein makelloses Leben unmöglich ist und dass jeder riesige und oft unkorrigierbare Fehler in verschiedenen Lebenslagen machen wird. Perfektionismus ist eine wahnsinnige Illusion und Reue ist als seine Folge unvermeidbar.
  10. Ruhe
    Weise Menschen wissen, dass Unruhe und Tumult überall lauern und ausbrechen. Diesen Ausbruch sehen sie kommen und sie fürchten ihn. Deswegen pflegen sie solch eine Hingabe zur Ruhe und Stille. Ein ruhiger Abend ist für sie eine Errungenschaft und ein Tag ohne Besorgnis muss gefeiert werden. Ein bisschen Langeweile schreckt sie nicht, es könnte – und es wird irgendwann wieder – alles viel schlimmer sein.

 

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Streifzüge durch den Ring – Kapitel 2 – Ersatzdroge Glaubenschaft…

Oktober 19, 2014 12 Kommentare
Mag als Symbol der Serie dienen: stehend für den Ring aus  Tolkiens Roman "Herr der Ringe" (Foto: Wikpiedia)

Mag als Symbol der Serie dienen: stehend für den Ring aus Tolkiens Roman „Herr der Ringe“ (Foto: Wikpiedia)

Die starke Kraft des Glaubens  beruht nicht zuletzt auf einer unbewussten Schutzfunktion für schwache Menschen, welche in sICH erahnen, mit der Akzeptanz von neuem Wissen eine Lebenslüge zugeben zu müssen.

Auszug aus Streifzüge durch den Ring (zum Intro inkl. Verzeichnis), von Andreas Raitzig

Kapitel 2. Ersatzdroge Glaubenschaft…

Dies ist keine wissenschaftliche Schrift. Ich habe meine Schwierigkeiten mit allem, was sich heute „wissenschaftlich“ nennt; inklusive der Wissenschaftler. Irgendwer verzapft schließlich den ganzen Unsinn, der uns täglich im Auftrag untergejubelt wird. Zu verkommen ist der einst stolze Name der Wissen-Schaffenden. Statt Wissen zu schaffen wird Glaube kultiviert und in Ersatzreligionen dogmatisch gepanzert. Gut bezahlte Mietmäuler beweisen, wenn´s denn sein muss, auch die Erdscheibe im Zentrum des Sonnensystems. Die Mathematik wird zur Hure gemacht, die jeder benutzen darf, wie ihm beliebt.

Es klingt wahnwitzig, doch es ist eine traurige Tatsache, dass man heute mit mathematischen Tricks und viel Formelwust beweisen kann, dass 0=1 ist. Und dabei ist, mathematisch gesehen, scheinbar alles korrekt abgelaufen! Man könnte darüber lächeln, denn jeder Erstklässler würde sich köstlich amüsieren, wenn man ihm solchen Unsinn anbietet. Doch mit diesen Zaubertricks wird heute Wissenschaft gemacht. Alles, was mathematisch beweisbar ist, ist wahr, lautet die Devise seit Descartes. Und wenn mal was nicht passt, verbiegen wir eben die Mathematik.

Die Urknall-Theorie ist ein erschreckendes Beispiel für eine solche Verbiegung.

Denn sie kultiviert die oben angeführte „Gleichung“.   Weiterlesen …

Noch eine versteckte Botschaft in Goethes ’Faust’ …

Johann Wolfgang von Goethe (Foto:Wikipedia – Ölgemälde von Joseph Karl Stieler, 1828)

Der Spachforscher Sven Möbius, den ich schon einige Male zu Wort kommen ließ, hat einen neuen Beitrag auf der alternativen Netzwerkplattform informisten.de veröffentlicht, der zum Schmunzeln und Grübeln einlädt. Dass Goethe in seinen Werken Faust-dicke Botschaften hinterließ, ist kein Geheimnis (siehe z.B.: Friedrich Schillers Tod: Sensationelle Entdeckung bestätigt den Mordverdacht). Sven fand nun eine weniger brisante Botschaft, aber dennoch eine, die auch als Mahnung an den angehenden Wissenschaftler gericht ist, so seine neue Interpretation, aber lest selbst:

Die versteckte Botschaft in Goethes ’Faust’ …

Als ich mich mit Goethes ‚Faust‘ beschäftigte, fiel mir auf, dass er in einer Szene seines Stückes den Teufel (Mephistopheles) in die Rolle des Gelehrten schlüpfen ließ. In dieser Rolle schrieb Mephistopheles, als Faust verkleidet, einem Schüler, der auf der Suche nach einem Meister war, folgenden Rat in sein Stammbuch:
„Eritis sicut Deus, scientes bonum et malum.“

Diese Stelle machte mich sehr stutzig und ich fragte mich, wie ein Volksdichter dazu kam, in seinem Werk lateinische Worte zu gebrauchen, obwohl das Volk überhaupt kein Latein verstand. Und das noch an einer solch wichtigen Stelle, an der einem Schüler ein Rat in sein Stammbuch geschrieben wurde. Was für ein Rat?

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Die fliegende Raupe

Wer sie noch nicht kennt, es ist eine schöne Geschichte, die uns unser Spiel zwischen Bedeutungsträgern (Wissenschaftlern, Religionsvertretern) und Verrückten (Querdenkern) vor Augen führt:

Die fliegende Raupe, von Guilad Shadmon, Übersetzung von Peter Staaden

Es war einmal, vor sehr langer Zeit, eine Familie von Raupen, die auf einem sehr alten Maulbeerbaum lebte. Sie krochen aus ihren Eiern heraus, aßen während ihres Lebens viele Blätter, und vollendeten es, in dem sie sich in eine Puppe verwandelten. Diese Raupen hatten eine kluge Weltsicht, aber sie konnten sich nicht vorstellen, wo die Eier herkamen, denen sie entsprungen waren. Sie nahmen an, dass sie aus diesen Eiern stammten, denn sie sahen, wie die jungen Raupen herausschlüpften. Da die Schmetterlinge aber nachts ihre Eier ablegen, konnten die Raupen nicht wirklich wissen, woher sie kamen.

Trotz allem hätten die Raupen, selbst wenn sie nachts hätten sehen könnten, die Schmetterlinge nicht wahrgenommen, denn sie können nur nach unten schauen, in Richtung des Blattes, welches sie gerade verzehren wollen. Zudem bevorzugen es die Schmetterlinge, über den Blättern zu fliegen, und sie nur selten mit den Enden ihrer Beinchen zu streifen.

Woher stammten die Eier, gibt es ein Weiterleben nach der Verpuppung, diese Fragen interessierten keine große Anzahl von Raupen. Sie waren meistens damit beschäftigt, die saftigsten und grünsten Blätter zu verspeisen. Im allgemeinen beschränkten sich ihre Unterhaltungen darauf, wie man die äußersten Äste erreicht, und wo die grünsten und wohlschmeckensten Blätter wachsen. Nach ihrer Vorstellung ist man die glücklichste aller Raupen, wenn man es geschafft hat, das entfernteste und grünste Blatt zu erreichen.

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Wissenschaft und Bewusstseinsstrukturen: archaisch, magisch, mythisch, mental und integral

Der folgende Text entstammt der Abschiedsrede von Prof. Dr. Barbara von Meibom, den ich hier gerne sowohl im Kontext unserer Kritik der Wissenschaften als auch unserer not-wendigen Bewusstwerdung bringen möchte:

Im westlichen Kulturraum sind Jean Gebser und auf ihm aufbauend Ken Wilber die wichtigsten Vertreter, die zwischen unterschiedlichen Bewusstseinsstufen oder -strukturen der Menschheit unterschieden haben. Jede dieser Stufen baut auf der vorangehenden Struktur auf. Gebser versteht unter Bewusstseinsstrukturen ein raumzeitliches Gefüge des Bewusstseins. Er unterscheidet zwischen vier, der archaischen, magischen, mythischen und mentalen Bewusstseinsstruktur. Als neue fünfte Struktur geht er von der Existenz einer integralen Bewusstseinsstruktur aus, dem Kernbegriff der Philosophie von Ken Wilber.

Warum ist es wichtig, sich mit diesen Bewusstseinsstrukturen zu befassen? Es hilft, das mentale Bewusstsein gründlich zu relativieren, jenes Bewusstsein, das unser Wissenschaftssystem und unsere wissenschaftlich-technologische Gegenwartsgesellschaft so eklatant beherrscht. Der Siegeszug des mentalen Bewusstseins begann mit der Renaissance, führte zur Entdeckung der Perspektive, verhalf den Naturwissenschaften und der Beherrschung der Natur zu einer ungeheuren Bedeutung. Es hat zu der von Technik und Wissenschaft geprägten Gegenwart geführt, die die Menschheit an den Rand des Abgrundes gebracht hat.

Es war eine Antwort im Sinne einer Weiterentwicklung der vorangehenden Bewusstseinsstrukturen. Doch der große Irrtum in der Weiterlesen …

Wie wirklich ist die Wirklich, wenn der Wissenschaftswahn neue Erkenntnisse gar verhindert?

Wir haben hier immer wieder das Thema von Erkenntnisgewinn gehabt (z.B. hier und hier), der behindert wird durch Manipulation mit falschen oder unvollständigen Nachrichten. Andreas Zeuch hat die Tage wieder mal ein Buch gelesen und rezensiert, das sich mit unseren angeblich so unzweifelhaften Wissenschaften beschäftigt. +

Kevin ist ja einer jener Vertreter von Wissenschaft, die schon sehr dogmatisch rational daran gehen und den Aspekt des gesunden Menschenverstandes völlig ablehnen.

Was passiert, wenn auch Wissenschaft Dogmatiken entwirft und mit allen Krallen verteidigt, darüber handelt das neue Buch von Rupert Sheldrake: Der Wissenschaftswahn: Warum der Materialismus ausgedient hat. Die folgenden Dogmen betrachtet er kritisch:

  1. Alles ist mechanischer Natur.
  2. Materie besitzt grundsätzlich kein Bewusstsein.
  3. Die Gesamtheit von Materie und Energie ist immer gleich.
  4. Die Naturgesetze stehen ein für alle mal Weiterlesen …
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