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Posts Tagged ‘Wissen’

Leben und Lernen

Oktober 1, 2018 12 Kommentare

Das Ungeahnte, das Unbekannte, das Unbewusste, das Unwissende, die Unkenntnis ist in uns allen… und das ist der Reiz der Neugierde, der Sehnsucht und des Suchens nach Erkennung, Kenntnis, und Wissen. Das ist der Ansporn des Begehrens nach Belehrung und des Lernens… und dabei erkennt man allzu schnell…wie sehr wenig man wirklich weiß… und wer das mit gutem Gewissen bestätigt, der steht an der Schwelle des Portals der großen Halle der Weisheit, und kann nur hoffen, es wird Eintritt erlaubt, gestattet, gewährt… zum Wandern, Wandeln, und zum Bewundern…  Unser Wissen ist immer begrenzt… aber die Chance des Lernens ist gegeben. Gegönnt, und garantiert bis ans Ende des Lebens…  Man nehme und genieße das dauerhaft Schöne und Gute, das wirklich bleibend Wertvolle. Man wachse und werde. Man erkenne und akzeptiere auch die eigenen Grenzen. Man kann nicht alles wissen!
Man freue sich und sei befriedigt.
Man korrigiere aber das Falsche und Fehlerhafte.

Man lebe, liebe, und lerne!

Gerhard A. Fürst
1.10.2018

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„Digitalisierung macht dumm!“

Handy-Zombie auf der Jagd nach Pokemons, mit einer APP des CIA, die kostenfrei Bilder der Umgebung einspielt.

Das ist das Fazit des ‚Gehirnforschers‘ Manfred Spitzer, der zugespitzt weiß:

Der übermäßige Gebrauch des Internets führt zu digitaler Demenz. Smartphones können abhängig und kurzsichtig machen.

Ich habe selten einen so kurzweiligen und mit vielen Schmunzlern begleiteten Vortrag über das Lernen  und Wissen verfolgt, wie den folgenden. Das für mich Spannendste ist die Erkenntnis, dass Mensch mit den Smartphones das Glückserlebnis genommen wird, das Mensch erfährt, wenn er sein eigenes Ding, sein Wollen durchzieht und erreicht. Denn wer in den Momenten, in denen gerade nichts zu tun ist, zum Smartphone greift und mal schaut, was es Neues gibt, sich eben nicht mit SEINEM DING beschäftigt. Inzwischen sagen Ausbilder:

Es ist gruselig mit den 16-Jährigen, die zu uns in die Ausbildung kommen! Die wollen nichts mehr!

Herr Spitzer weist auf einige wenige der negativen Einflüssen von Smartphones hin, und erzählt über eine Mail eines Vaters an ihn:

Herr Spitzer, ich war gestern Abend bei Ihrem Vortrag, und habe hinterher noch Ihr Buch gekauft, und danach mir meinen 15-Jährigen vorgenommen (Lachen) … Ich habe ihm gesagt, dass ich ein Buch hätte, das ganz interessant sei und er es lesen solle. Auf die Antwort, dass er es nicht lesen werde, macht ich ihm das Angebot, dass er pro gelesene Seite 1 € pro Seite bekäme. 2 Tage später kam er und sagte, dass ich ihm kein € geben müsse. Das Buch sei so spannend, dass er es freiwillig lesen würde. Und gestern kam er, und Sie werden es nicht glauben, und sagte: ‚Papa, ich habe mein Smartphone weggeworfen.‘

Ein weiterer wichtiger Aha-Effekt war für mich, dass das mit der Künstlichen Intelligenz ein Hype sei, und dass Mensch noch lange nicht Weiterlesen …

Umgang mit „unbequemen“ Themen …

Ich hatte in letzter Zeit immer mal wieder Themen aufgegriffen und zum Draufrumkauen angeboten, bei denen ein regelrechter Shitstorm auf mich herniedergegangen ist. Aus Frust schrieb ich gestern auf Facebook:

Ich gebe die Hoffnung auf, dass die Menschheit noch aus ihrem Sklavendasein erwachen wird.
Sobald Mensch die vorgegebenen Grenzen hinaus denkt und „erforscht“, findet er sich in der Schublade „Verrückter“ wieder und wird gemieden wie ein Aussätziger.
Warum soll es nicht möglich sein, Themen wie außerirdische Besucher, Freie Energie oder die Möglichkeit einer flachen Erde nüchtern und sportlich zu diskutieren ohne eine endgültige Stellung dazu einnehmen zu müssen?
Als ich mein Physikstudium antrat, war das erste, was wir lernten: „Alles, was Ihr hier vorgestellt bekommt, sind Modelle, die auf den bisher bekannten Fakten aufbauen. Da wir aber nur wenig von dem wissen, was an Möglichkeiten vorhanden ist, müsst Ihr jederzeit bereit sein, Neues in Betracht zu ziehen, und Altes dann gehen zu lassen.
Nun war ich schon immer ein Freigeist und Science Fiction hatte mir stark angezogen. So bin ich auch heute, wo es stramm auf die 60 zugeht, immer noch gerne bereit, mir die Grenzwissenschaften anzuschauen und auszuloten, ob es nicht noch mehr und anderes gibt, als uns seitens des Mainstreams vorgesetzt wird. Und gerade in Zeiten, in denen das Wort Lügenpresse aufgrund mannigfaltiger Entlarvungen wieder die Runde macht, erscheint es mir doch gegeben, unsere Geschichte und Modelle zu hinterfragen.
Dass aber schon die Zuwendung hin zu einem besonderen Thema gleich einen Shitstorm auslöst, zeigt mir, dass wir noch immer im tiefsten Mittelalter steckten, wo ein Galilei (sorry, ich bin sicher keiner) gerade noch die Kurve bekam, um nicht auf dem Scheiterhaufen verbrannt zu werden.
Der heutigen Scheiterhaufen sieht dann so aus, dass Freunde zeigen, dass sie eben nicht Freunde sein können, weil andere Freunde sage, wenn Du diesen Spinner nicht entfernst, sind wir keine Freunde mehr.
Ich finde das sehr schade, könnte doch in einem gemeinsamen, auf Achtsamkeit basierenden Dialog Neues entstehen. Wenn aber die kognitive Dissonanz bei entsprechend kulturell programmierten Themen so extrem zuschlägt, dann braucht die Menschheit wohl doch noch etwas länger auf dem Welt in die Liebe, in der kein Kleinkrieg mehr geführt wird, nur weil man mal aus der Reihe denkt …

Zur Motivation, warum die freimütige Diskussion um solche Themen eher als kritisch betrachtet und damit zu verurteilen ist, dazu schreibt Barry Jünnemann, mit dem ich schon einige Interviews führen konnte und hier auf dem Blog gepostet hatte: Weiterlesen …

Über das Geistwesen der Macht

Licht (die Macht der) durchdringt Materie

Licht (= eine Macht) durchdringt Materie

Das Lebendige hat Angst vor dem Tod, während der Tod mit seiner Macht sich dem Menschen zuwendet und ihm seine eigene Ohnmacht als auch seine eigene Macht spüren lässt.

Vor ein paar Minuten verstarb meine Nachbarin. Ein Mensch, der niemals Böses tat, der Natur und Mensch zugewendet blieb und sein Bestes versuchte. Warum, das fragt der Tod nicht, warum das fragt die Herrschaft nicht. Warum fragt nur der Mensch, meist nicht sich selber.

Der Mensch trägt schwer an der Verheißung, sich die Erde untertan zu machen. Der Mann trägt schwer daran, sich die Frau untertan zu halten. Die Kinder tragen schwer an dem unsäglichen Zeitgeist und der Kultur, in die hinein sie geboren werden. Die Welt trägt schwer an der Verwirrung des Geistes, seiner Feindseligkeit und schöpferischen Maßlosigkeit. Wir alle tragen das „Kreuz“ EINES Geistes.

Geist ist etwas Wunderbares, wenn er als gestaltende Schöpferkraft auftritt. Schauen wir, wie viele Ideen nötig waren, um einen Vogel fliegen zu lassen, was Geist „denken“ können musste, um aus einem kleinen gesprenkelten Ei diesen Vogel entstehen zu lassen. Ein paar Tage nur, und das Ei sitzt auf einem Ast, im Hinterkopf schon den Gedanken an den Bau eines Nestes, und singt die schönsten Lieder – in eine andere Geisteswelt hinein.

Dem Schöngeist zur Seite steht der Herrschergeist, der seine schöpferische Kraft auf seinen Machterhalt richtet. „Teile und herrsche“ drückt nur sehr ungenügend seine kreativen Fähigkeiten aus. Die Kehrseite seines ungezügelten, grenzenlosen Weiterlesen …

Kategorien:Erkenntnis, Ethik, Gesellschaft Schlagwörter: , , ,

Überall ist Tanaland!

April 11, 2013 52 Kommentare

Oder, warum selbst Experten mit guten Absichten scheiterten.

Eine der wichtigsten Fragen, die sich für den wirklich aufgeklärten und (relativ) objektiven & kritischen Betrachter in unserer Gesellschaft stellen muss, ist die, warum viele Menschen motiviert sind, etwas wirklich zu verändern und trotzdem jeder Einzelne daran scheitert.
Oder warum sind Hilfsorganisationen, wie Tierschutzorganisationen oder „Essen für die Welt“ etc. wenig erfolgreich?
Ich erlaube mir sogar zu behaupten, dass trotz dieser Vielzahl an Organisationen die Situationen nicht besser wurden bzw., dass sie die katastrophalen Ausmaße unserer menschlichen Zivilisation weder stoppen konnten, sondern deren Handeln in den letzten Jahren gestiegen ist.

Ganz einfach: Überall ist Tanaland!

Tanaland? Ein Experiment von Dietrich Dörner aus dem Jahr 1975 (!). (siehe auch sein Buch Die Logik des Mißlingens. Strategisches Denken in komplexen Situationen.)
Zwölf Experten unterschiedlicher Fachrichtungen scheiterten nach nur kurzen Aufschwüngen und endeten in Hungersnot und anderen Katastrophen.
Aber warum? Warum scheitern selbst hochmotivierte und gebildete Akademiker an dieser leichten Aufgabe?
Schließlich schaffen das doch unsere Politiker auch? (#Achtung Ironie#)

Vielleicht ja deshalb:
1. Das Reparaturdienstverhalten:
Sobald ein Missstand gefunden wurde wird es sogleich beseitigt. Danach erfolgt eine neue Suche…

2. Close up Sichtweise
Wir betrachten nur einen Weiterlesen …

Was uns eine Geschichte vom Truthahn über unser Denken und das Wiegen in Sicherheit lehrt …

September 20, 2012 7 Kommentare

In Anknüpfung an meinen Artikel zum klaren Denken möchte ich noch auf weitere Schwächen unseres Denkens eingehen. Zuerst diese kleine Geschichte:

Truthahn (Wikipedia)

Truthahn (Wikipedia)

Wir wollen uns einen Truthahn vorstellen, der jeden Tag gefüttert wird. Jede einzelne Fütterung wird die Überzeugung des Vogels stärken, dass es die Grundregel des Lebens ist, jeden Tag von freundlichen Mitgliedern der menschlichen Rasse gefüttert zu werden, die dabei nur sein Wohl im Auge haben, wie ein Politiker sagen würde. Am Nachmittag des Mittwochs vor dem Erntedankfest wird dem Truthahn dann etwas Unerwartetes widerfahren, und er wird seine Überzeugung revidieren müssen …   [Die Zuversicht des Truthahns] wuchs mit der Zahl der freundlichen Fütterungen; er fühlte sich immer sicherer, obwohl seine Schlachtung immer näher rückte. Sein Gefühl, in Sicherheit zu sein, erreichte also gerade dann seinen Höhepunkt, als das Risiko am grössten war. Das Truthahnproblem lässt sich auf alle Situationen verallgemeinern, wo die Hand, die uns füttert, auch die sein kann, die uns den Hals umdreht.

Der Schwarze Schwan: Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse ist das nach Christoph Pfluger bahnbrechende Buch des aus Libanon stammenden Mathematikers, Philosophen und Börsenhändlers Nassim Nicholas Taleb und befasst sich mit den negativen wie auch den positiven Aspekten des Nicht-Wissens, unserer natürlichen Weiterlesen …

Rezension: Wissensaktivierung – Neue Denkwege

Armin Rütten

Armin Rütten

Wer das gerade frisch veröffentlichte Wissensaktivierung – Neue Denkwege von Armin Rütten und Luca Pogoda liest, darf sich darauf gefasst machen, dass an den Grundfesten so manchen Glaubenssatzes gerüttelt wird.

Die Autoren zeigen auf überschaubar vielen, aber äußerst inspirierenden Seiten auf, was am Ende einer Wissensaktivierung steht und was unterwegs bearbeitet wird: Das Denken wird schneller. Man wird gelassener. Damit „natürlich“ charismatischer. Man versteht die Gedankenwelt des Gegenübers besser. Und weil das so ist, wird man erfolgreicher in seinem Handeln.

Aber! Und hier wird es wirklich knifflig. Diese Wissensaktivierung setzt ein gewisses Bewusstsein voraus. Und damit ist die Wissensaktivierung nur noch für einen kleineren Kreis „ungefährlich“.

Luca Pogoda

Luca Pogoda

Entgegen der heute herrschenden Meinung sind wir Menschen nicht gleich, so die Autoren. Und sie erklären das auch sehr nachvollziehbar. Einerseits haben wir während unserer Entwicklung unterschiedliche Talente zu unterschielichen Zeiten ausgebildet (auf die leider in unserer Schule nicht eingegangen wird, sprich es wir meist das falsche gefördet). Andereseits machen wir unterschiedliche Erfahrungen in den jeweiligen Kulturen. Zudem gibt es unterschiedliche Bewusstseinsstufen. Es gibt Menschen, die wünschen sich in ihrer Unsicherheit Führung. Andere sind dogmatisch festgelegt. Wieder andere sind frei, sich jederzeit Neuem zuwenden zu können.

Die Wissensaktivierung sei etwas für Letztere. Wer also Dogmen anhängt, der wird kaum Weiterlesen …

Wie Werner von Siemens eine intakte Unternehmenskultur schuf – Teil I: Schwierige Rätsel haben keine einfachen Lösungen

Akademie für natürliche FührungAuch wenn Ethik nur rein subjektiv sein kann, wie wir aus meinem letzten Artikel ableiten konnten, so bieten die darin aufgestellten Werte doch einen wichtigen Rahmen des zuträglichen, vertrauensvollen Umgangs miteinander. Der ethische Werterahmen ist ein wichtiger Teil unserer Kulturen. Und auch in unseren Firmen finden wir eine Kultur. Und je nach gelebtem Werterahmen durch die Mitarbeiter haben diese Firmen Erfolg oder Misserfolg, sprich die einen Werte scheinen zuträglicher als die anderen zu sein.

Ich habe diese Woche via Xing die interessante Gruppe Moderne und förderliche Unternehmenskultur. Die Artikel auf Xing hatten mich inspiriert, so dass ich mit dem Initiator Wolfgang Horn von der Akademie für natürliche Führung Kontakt aufgenommen und anfragte, ob er nicht etwas für unseren Blog hat, was seine Idee der Wertedynamik gut darstellt. Besonders neugierig hatte er mich gemacht, da auch er meinte, dass nichts taugt, was nicht so einfach ist, dass es Jeder verstehen kann, und dass wir nur genau zuschauen müssten, was unsere Primaten tun …

Nun hat er mir gleich eine Serie zugeschickt und hier ist der erste Teil. Und das am Beispiel des unternehmerischen Organisierens von einem der wichtigsten deutschen „Gründer“, Werner von Siemens:

Schwierige Rätsel haben keine einfachen Lösungen

„Eine intakte Unternehmenskultur ist fast ein Garant für hohe Gewinne.“ (Peter F. Drucker, sinngemäß)

„Das Verständnis von Unternehmenskultur ist so unterschiedlich wie die beteiligten Personen, die den Begriff verwenden.“ („Unternehmenskultur – ihre Rolle und Bedeutung – Studie 2009/2011“. Kienbaum Management Consultants 2010 [2])

„Wenn die Leute nicht immer per Weiterlesen …

Die kürzeste historische Darstellung der Erkenntnistheorien – wissen wir am Ende nichts?

In unserem letzten Artikel zur Wirklichkeit hatten wir unterm Strich festgestellt, dass bei Zurückhaltung von Information durch die Herrschenden unsere Realität weit weg von der Wirklichkeit liegen kann. Zur Vertiefung darüber, wie unmöglich es für uns ist, „die“ Realität wirklich zu erkennen, möchte ich zwei inspirierende Zitate, die ich als Kommentar in eine Facebook-Post erhielt, hier bringen. Der eine stammt von Gerhard Hoeberth, dessen Buch Evolutionärer Idealismus ich gerade lese. Er hat die für mich kürzeste historische Darstellung der Erkenntnistheorien verfasst:

Am Anfang war der „naive Realismus“, Philosophie war damals reine Ontologie. Dann kam das bürgerliche Ich und mit ihm die „Erkenntnistheorie“ – beginnend mit Rene Descartes „Dualismus“. Dem trat Spinoza mit einem „Pantheismus“ entschieden entgegen. Aber Kant erkannte, dass Descartes Recht hatte und entwickelte den „Transzendentalismus“. Darauf aufbauend setzte J.G.Fichte auf den „subjektiven Idealismus“, F.W.J.Schelling dann auf den „objektiven Idealismus“ und G.W.F. Hegel schließlich auf den „dialektischen Idealismus“. Aber für Karl Marx war das esoterische Augenwischerei und so stellte er Hegel wieder auf die Füße und sorgte für den „dialektischen Materialismus“. Husserl bemerkte aber, dass die Prämissen der Dualität falsch waren und stellte dem seine „Phänomenologie“ entgegen. Aber die Basis bröckelte mit K.Gödel. Wittgenstein und Jakobson erkannten die intersubjektive Relativität von Wirklichkeit und gründeten den „Strukturalismus“ und Varela und Maturana erkannten die Abhängigkeit der Wahrnehmung von der Körperlichkeit. Die Konsequenz war der „Konstruktivismus“. Schließlich aber entdeckten Lorenz und Popper die Abhängigkeit der Körperlichkeit vom raumzeitlichen Kontext und der Kreis schloss sich über die „evolutionäre Erkenntnistheorie“ zum – nun nicht mehr „naiven“, sondern jetzt „wissenschaftlichen“ – „Realismus“ 😉

Gerhard fasst seinen Artikel noch wie folgt zusammen:

Wir müssen also festhalten: Nicht die Tatsache, dass wir in der selben Welt leben, diese aber über unterschiedliche Sinnesorgane erfahren, sorgt für unterschiedliche Wirklichkeiten. Vielmehr sind es die speziellen und individuellen emotionalen Erfahrungen, die auch aufgrund der Artenzugehörigkeiten gemacht werden und die unterschiedlichen Entwicklungshöhen des Bewusstseins, aus denen die unterschiedlichen Interpretationsschablonen gefertigt werden. Die Konstruktion und die Art unserer Sinnesorgane ist weitgehend nebensächlich. Echte Empathie ist auch zwischen Lebewesen möglich, die sich körperlich vollkommen voneinander unterscheiden. Es besteht die prinzipielle Möglichkeit, sich in andere Wesen zuverlässig einzufühlen, auch in Fledermäuse. Es ist dem Menschen durchaus nicht prinzipiell verschlossen sich vorzustellen, wie es sich an fühlt, eine Fledermaus zu sein.

Was aus diesen wenigen Zeilen herauszulesen ist: es war bis hierher schon ein langer Weg und wir können davon ausgehen, dass wir noch immer am Anfang unserer Erkenntnisse stehen dürften. Und genau hier stach Nick Mott noch viel tiefer hinein: da wir so gut wie nichts wissen, und das schon gar nicht Weiterlesen …

Darf ein Macht-habender eine Kollektivschuld verhängen?

In der Schule lernen wir, dass ein Lehrer nicht die ganze Klasse bestrafen darf, wenn er den Schuldigen einer unzulässigen Tat nicht finden kann.

Lehrer haben Macht. Denn sie können Schüler ver-urteilen, indem sie schlechte Noten vergeben, wenn im das Verhalten eines Schülers nicht passt.

Allerdings ist dem Übermächtigsein des Lehrers inzwischen ein Riegel vorgeschoben, was die Kollektivbestrafung angeht, und das ist auch gut so.

Mir ist gestern aufgefallen, dass es auf unserer Erde dennoch laufend eine Kollektivhaftung gibt. Denn wer keine Macht über sich stehen hat, der kann sich das Verhängen einer Kollektivhaft erlauben, auch wenn es ethisch nicht vertretbar ist.

So zahlen Afghanistan, der Irak, aber auch Lybien dafür, dass sie „befreit“ wurden.

Auch wir wurden im zweiten Weltkrieg Weiterlesen …

Keimlinge des neuen Lebens beginnen zu sprießen

Wir hatten schon mehrfach darüber gesprochen, dass sich ein Wandel nur hält, wenn er sich von „unten“, als im „gemeinen“ Volk schon vollzogen hat. Und dass wir einen weiteren Wandel brauchen, ist auch auf MicroNatio EcoEden entsprechend formuliert:

Immer mehr gerät die Ohnmacht der politischen Lenker, die wachsende Ungerechtigkeit in den Systemen, die steigende Armut und Unzufriedenheit in allen Gesellschaften in den Fokus und damit auch die Frage und Suche nach Antworten für die Zukunft. Das Explodieren von Atomkraftwerken und Bohrinseln kann bei allen Errungenschaften der modernen Industriegesellschaft wohl für niemanden ein zu akzeptierender Preis für Wohlstand und technischen Fortschritt sein.

Gibt es Alternativen, realistische Ansätze für Formen gemeinschaftlichen Zusammenlebens jenseits Burnout-Bedrohung oder inflationärer Billionen-Rettungsschirme? Werden diese Ansätze erst in einem Post-Crash-Szenario, also wenn es zu spät ist, zum Tragen kommen – oder können wir uns nicht schon heute konstruktiv mit möglichen Veränderungen unserer Systeme auseinandersetzen, um ab sofort unsere Weiterlesen …

Darüber, wie Mensch gedeihen sollte: Das Leitbild der Freien Schule Heckenbeck

Die Schule ist seit 1911 Mitglied dieser Vereinigung

Die Schule ist seit 1911 Mitglied dieser Vereinigung

Wir hatten schon viel über den fürchterlichen Zustand unserer Art zu bilden diskutiert. Nun hat uns Ralf Mölln (Danke!)  heute Abend einen längeren Kommentar von zum Post Eure Kinder sind nicht Euer Besitz, sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst… hinterlassen und da es aber wieder einmal so ein wichtiger Text ist, der nicht übersehen werden sollte, bringe ich ihn nochmals als eigenständigen Artikel. Es handelt sich um das Leitbild der Freien Schule Heckenbeck, die ich als nachahmenswertes Beispiel erachte, wie Schule funktionieren sollte.

<<<< Beginn: Leitbild der Freien Schule Heckenbeck >>>>

Im Zentrum stehen unsere Kinder. Wir halten drei Elemente für wesentlich im Hinblick auf die Entwicklung von Kindern.

  1. Kinder benötigen Erwachsene als präsente Beziehungspartner und orientierende Vorbilder.
  2. Sie brauchen eine tragende Gemeinschaft, in der sie sich geborgen fühlen und
  3. Herausforderungen, die sie weder über- noch unterfordern, sondern sie in ihren Stärken und Fähigkeiten bestätigen.

Um einen Schulort zu gestalten ist es wichtig, dass die Erwachsenen auch für sich ein Umfeld gestalten, in dem sie sich wohl fühlen und entwickeln können. Nur so können sie ihrer Vorbildfunktion gerecht werden.

Wir verstehen unser Projekt als eine lernende Gemeinschaft aus Eltern, Kindern und Begleitpersonen, die sich an diesem Leitbild orientiert. Wir arbeiten daher eng mit den Elternhäusern und mit außerschulischen Lernorten zusammen.

Nachfolgende Punkte beschreiben einen Idealzustand, an dem wir uns orientieren und der uns leitet.

Anerkennung und Respekt

Grundlegend für unser Projekt ist der Respekt gegenüber allen Weiterlesen …

Was, wenn wir uns das Teilen von Information zur Grundsicherung wie Freiheit, Wasser und Nahrung in unser Grundgesetzt schreiben?

Es steht außer Frage, dass ein Bürger Anspruch auf eine Grundsicherung hat, was Trinken und Essen angeht, so wie ein Recht auf freie Entfaltung und Meinungsäußerung. Damit ein Bürger sich auch eine unabhängige Meinung bilden kann, bin ich der Meinung, braucht er freien Zugang zu allgemeinem Wissen.

Daher bin ich der Ansicht, dass das Wikipedia-Projekt (oder ein ähnliches) als Grundsicherung jedem Bürger zur Verfügung stehen muss, d.h. die Plattform muss von der Gemeinschaft getragen werden.Damit meine ich aber nicht, vom Staat sondern von der Gemeinschaft reguliert, wie dies quasi schon heute passiert.

Jeder Bürger hat den Bedarf zum Zugang zu allgemeinem Wissen. Ich bin mir daher sicher, dass wir schnell zu einer Kultur des Teilens von Wissens kommen, ähnlich dem Teilen von Nahrung bei den indigenen Völkern, und sich zunehmend weitere Autoren beteiligen werden.

Nur befürchte ich, dass aktuelle Lobyisten sich dieser Idee verweigern werden, besonders weil bei einem guten Funktionieren des Teilens innerhalb der Gemeinschaft die Idee keimen könnte, auch andere gemeinschaftliche Resourcen zu teilen.

Auf der anderen Seite empfehlen auch andere Querdenker, wie zum Beispiel Prof. Gunter Dueck, Chefarchitekt bei der IBM Deutschland, dass wir Wissen allgemein verfügbar machen müssen, wenn wir uns wie von ihm als notwendig erachtet in eine Exzellenzgesellschaft wandeln wollen. Siehe  sein letztes Buch: Aufbrechen!: Warum wir eine Exzellenzgesellschaft werden müssen

Man darf gespannt sein, ob sich hier das Argument der Notwendigkeit oder der Vermeidung durchsetzen wird.

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