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Willkürlichkeit?

Dezember 1, 2019 5 Kommentare

Ah, ja, so isses leider
an vielen Orten und Stellen
in vielfältiger Weise
in wilden, verwüstenden
Wogen und Wellen
totalitärer, gewaltsamer Methodik
forcierter Verhinderung
und allgemeiner Rechtsverminderung…
Ich stimme mit Gedanken
berechtigter Besorgnis
im Großen und Ganzen überein,
habe aber auch eigene Überlegungen
und tiefschürfende Fragen:
Sind alle Rechte absolut,
universell und grenzenlos?
Können und dürfen denn
alle vermeintlich Vollberechtigten
überall und jederzeit immer tun
und willkürlich treiben, was sie wollen…
ohne jegliche Rücksicht auf Andere…
die in gleicher Weise ebenso berechtigt sind
und über die Willkürlichkeit
und Rechthaberei dieser Leute
mit gleicher Berechtigung grollen,
in der sehr notwendigen Meinung
dass sie dies und jenes
eigentlich nicht tun sollen?
Ich bin auch für Respektierung
und Aufrechterhaltung von Rechten
und für prinzipielles Praktizieren
in Freiheit und Frieden…
Ich bin aber auch für die freie Entscheidung,
in Manierlichkeit und Rücksichtnahme
auf Menschen, die anders denken,
die wohlberechtigt anders handeln,
und sich für eine eigene Lebensqualität
freiwillig, freimütig, freihandelnd,
rücksichtsvoll und rechtmäßig haben entschieden…
Man bedenke und reflektiere…
Man überlege und reagiere…
Vielleicht gibt es Gesetze
und rechtliche Regeln…
in Erkenntnis der bedauerlichen Tatsache
dass sich allzu viele Leute
verhalten wie eine unmenschliche Meute,
immer auf rastloser, eigennütziger Suche
nach Erhaschung von persönlich profitierender,
besonders bereichernder Beute…
immer auf Kosten anderer…
😦
Gerhard A. Fürst
29.11.2019

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Die Tafeln betreffend: Weil mein Gewissen es mir befiehlt – offener Brief

Nach der Lektüre dieses offenen Briefes kann ich nicht anders, als ihn genauso wie den auch hier schon veröffentlichten Hartz IV Brandbrief von Ralph Boes als auch den zum Frieden wahrenden Brief von Sebastian Nobile auch auf meinem Blog zu bringen:

Geschrieben von: Herbert Ochs

Im Gedenken an Jesus Christus – und alle Friedensstifter

Austrittserklärung Schwalbacher Tafel.
Ein offener Brandbrief an alle Verantwortlichen – mit der (Ohn)Macht des Wortes

Sehr geehrte Bundeskanzlerin, Frau Dr. Angela Merkel
Sehr geehrte Familienministerin, Frau Dr. Kristina Schröder,
sehr geehrte Arbeitsministerin, Frau Dr. Ursula von der Leyen,
sehr geehrter Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Tafel, Herr Gerd Häuser
sehr geehrte Damen und Herren der evangelischen Familienbildung Main-Taunus

mit diesem Brief erkläre ich meinen offiziellen Austritt aus dem Bundesverband Deutsche Tafel e.V. und somit als aktives Mitglied der Schwalbacher Tafel in meiner Kommune.
Ich tue dies insbesondere hier mit Fingerzeig auf die Bundesregierung bei gleichzeitiger Information an die Öffentlichkeit, weil ich mit meiner nachfolgenden Begründung das Tafelgeschäft für eine des Menschen unwürdige Einrichtung halte, und die Tätigkeit darüber hinaus für mich persönlich seelisch nicht verkraftbar ist. Es ist mit meinem Gewissen nicht länger vereinbar, einen aus wirtschaftspolitisch subversiven Energien erzeugten Mangel zu unterstützen. Es ist absolut nicht einzusehen, dass die TafelhelferInnen darüber richten (sollen), wem wie viel zusteht. Damit wird die Verantwortung von der Politik einfach an die – zu allem Überdruss – auch noch ehrenamtlich Arbeitenden abgegeben. Ebenso viel Verantwortung wünscht man sich auch einmal, wenn es um wichtige Entscheidungen für das Land geht (z.B. bundesweiter Volksentscheid, über die Einführung des Euro oder die Wahl des Bundespräsidenten durch das Volk – sofern dieses Amt überhaupt noch gerechtfertigt ist).
Indessen müssen selbige blitzschnell sowie mit starkem Nervenkostüm entscheiden, wem sie wie viel geben dürfen. Dies sowie die gesamte Logistik mit all ihren Hygienevorschriften vom Transport, Aus- und Einsortierarbeiten, Zwischenlagerung unter Beachtung der Kühlkette, und nicht zuletzt die „gerechte“ Verteilung an den Ausgabetagen, erfordert de facto weit mehr Dispositionsgeschick und „Verkaufstalent“ als eine Supermarktangestellte (ohne diese Tätigkeit abwerten zu wollen) an der Kasse. Und das alles für Lau.

Da hätte Jesus zum ersten Mal den Finger gehoben…

Selbstverständlich zeugt der ganz persönliche Einsatz aller Tafelmitarbeiterinnen und Mitarbeitern unter dem Aspekt menschlicher Hilfsbereitschaft und sozialem Verantwortungsgefühl von einem durchweg humanen Vorbildcharakter von dessen Pflichtgefühl auch ich mich anfangs habe inspirieren lassen. Doch spätestens zu dem Zeitpunkt, als ich vor einigen Wochen nach längerer Passivität, wieder ersatzweise eingesprungen bin und die lange Menschenschlange sah, fiel es mir (wie in der biblischen Apostelgeschichte) wie Schuppen von den Augen. Auf einmal `sah` ich, wie falsch diese augenscheinlich so soziale Tat in Wahrheit ist. Wäre die Armut durch eine Naturkatastrophe entstanden, hätte sie meine volle Unterstützung und Rechtfertigung. Doch diese regelrechte Ausgrenzung aus der Bürgermitte ist nicht durch höhere Gewalt entstanden, sondern ist eine durch menschliche Willkür unter geradezu teuflischen Attributen heraufbeschworene und damit selbst inszenierte Tragödie. Erinnerungen an Bilder vergangener Zeiten waren Weiterlesen …

Kategorien:Ethik, Gesellschaft, Politik Schlagwörter: , , , ,
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