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Keine Macht für Niemand

Ich begann den Blog mit der Ahnung, dass es um unsere Demokratie als der besten aller Regierungsformen nicht zum Besten stand, und so sah ich mich nach Alternativen neben dem real existierenden, aber genauso wenig anziehenden Kommunismus/Sozialismus um. Und so fand ich Hinweise, dass die Ideen des Anarchismus, von dem uns in den Medien immer ein Bild von Chaos und Gewalt gezeichnet wird, recht gute Ansätze hätte. Ich ging der Empfehlung zu Horst Stowassers Buch Anarchie!: Idee – Geschichte – Perspektiven nach, das ich anschließend meinem Vater zur Lektüre gab, und das dann meine unpolitische Mutter mit damals 77 Jahren sogar noch zuerst las und anschließend zu mir völlig begeistert sagte: „Das war ja ein richtig spannendes Buch. Und ja, so zu leben kann ich mir gut vorstellen.“

Kurz nachdem ich das Buch ausgelesen hatte, fand ich noch einen weiteren sehr spannenden Artikel. Er beschäftigt sich auch mit den Ereignissen, deren 25. Jährung gerade von dem Einen oder Anderen gefeiert wurde, von zunehmend mehr Deutschen aber wohl eher nicht, da auch hier die Wahrheiten zunehmend besser erkannt werden. Vielen Dank jedenfalls an den Autor Jochen Schmück, der mir erlaubte, seinen Artikel hier nochmals zu veröffentlichen!

Vorab noch ein kurzer Hinweis auf ein Interview, das ich vor 3 Wochen führte, und auch gut zum Thema passt: Alle Macht für niemand. Aufbruch der Unternehmensdemokraten – Interview mit dem Autor Dr. Andreas Zeuch

Keine Macht für Niemand

ZUR ERINNERUNG AN DIE FRIEDLICHE REVOLUTION IN DER DDR 1989/90

Ostberlin, 4. November 1989. Mehr als eine halbe Million Menschen demonstrieren auf dem Alexanderplatz gegen das SED-Regime für Meinungs-, Versammlungs- und Reisefreiheit. Es ist die größte frei organisierte Massendemonstration, die die Deutsche Demokratische Republik jemals erlebt hat, und sie markiert ihren historischen Wendepunkt.

Das Machtgefüge der SED-Diktatur, in der die Macht der Mächtigen auf der Ohnmacht der Ohnmächtigen beruhte, war im Herbst 1989 aus dem Lot geraten. Immer mehr Menschen waren das erniedrigende Schweigen und Dulden leid und leisteten mit friedlichen Mitteln Widerstand. Dem hatte das politische System, das mehr als vier Jahrzehnte lang das Leben seiner Bürger kontrolliert und reglementiert hatte, nichts mehr entgegenzusetzen. Von da ab ging es für das SED-Regime nur noch abwärts. Genaugenommen implodierte es, sein Herrschaftsapparat brach einfach in sich zusammen. Das war seltsam und in der jüngeren Geschichte Europas ein bis dahin einzigartiges Phänomen. Niemand war mehr da, der die Macht mit aller Macht verteidigen wollte und noch seltsamer war: Niemand mehr wollte die Macht haben, eine Zeitlang zumindest schien es so.

Keine Macht für Niemand! Die Losung der Anarchisten aus Weimar

Eine Gruppe von Anarchisten aus Weimar auf der historischen Demo vom 4. November 1989.
© Günter Blutke, Berlin 2009

„Keine Macht für Niemand!“, diese Losung propagierten einige Weiterlesen …

Gedanken zu den deutschen 9. Novembern …

November 8, 2014 35 Kommentare

Menschenmengen auf der Berliner Mauer am 9. November 1989 nach dem historischen Mauerfall (Foto:Wikipedia)

Neun (9) heilige Zahl. 3 x 3 (drei steht für das Umfassende, die Vermittlung, Zahl der Trinität (Vater, Mutter, Kind/ These, Antithese, Synthese/ Vater, Sohn Geist/Osiris, Isis, Horus) ). Die Neun bedeutet das Vollkommene, das Himmlische, göttliches Bewusstsein. Bei den Chinesen ist die neunstöckige Pagode das Abbild des Himmels.

November: ich ging auf der Webseite von Terramesa spazieren. Und stellte für mich fest, dass der Monat November in unserem Sprachraum was zu tun zu haben scheint mit einer Verbindung (N) von Emotionen und Kraft, die ihren Resonanzraum im Solarplexus haben (o), die zu einer Bewegung (v gesprochen wie w –Welle), durch Kommunikation (e – Resonanzraum Kehlchakra) genährt (m-wie Amme) hin zur Fülle (b) mit einer Verbindung von Herz und Verstand durch Kommunikation (e-Kehlchakra) in Richtung (r) hier Vollkommenheit (9)

Also November 9

Jahrestag; Jubiläum. Führt uns dieses Datum in diesem Landstrich wirklich hin zur Vollkommenheit?

9. November 1989

Fünfundzwanzig Jahre Mauerfall. Mir ist als wäre es gestern gewesen. Wenn ich dieser Tage die Bilder der Menschen auf der Mauer sehe, kommen mir nach vor die Tränen. Es war eine riesige Anspannung, die von uns abfiel. Ich möchte Euch ins Gedächtnis rufen, wie es brodelte, wie in einem Dampfkochtopf kurz vor der Explosion. Wie Angst da war, vor dem was wohl geschehen könnte. Die große Frage, ob es zur Gewaltanwendung durch die Staatsmacht und durch die Besatzungsmacht kommt, wie in Prag 1968, in Ungarn 1956, oder in der DDR am 17. Juni 1953.

Wie aber all die Angst uns nicht abhielt, auf die Straße zu gehen, „Runde Tische“ zu initiieren, zu sagen, dass es nun genug ist, wir nicht leben wollten wie die Tiere im Zoo, wo zwar jeder rein konnte, aber die Tiere nicht raus. Wir die ewig gleiche Propaganda so satt hatten, den Mangel, aber vor allem die Lügen. Über die Ereignisse in China z.B., die ökologischen Katastrophen im eigenen Land…. Angst, die sich auch speiste aus dem Wissen, dass es im Falle einer Eskalation für uns kein Ausweichen gab. Denn, was viele inzwischen vergessen haben, in den Wochen vor dem 09. November waren die Grenzen für uns in alle Richtungen, selbst in das beliebte und unkompliziert zu erreichende Nachbarland Tschechoslowakei dicht . „Kein Ort. Nirgends“. – Nun, es kam anders. Was wir damals nicht wussten, die Sowjetunion hatte keine Möglichkeiten mehr, die Staaten des Ostblocks finanziell zu halten. Was sie bis dahin tat. Möglich war das durch die hohen Rohstoffpreise, die es in den Jahrzehnten vorher am Weltmarkt gab. Praktisch sind wir verkauft worden. Erst die 17 Millionen aus der Weiterlesen …

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