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Posts Tagged ‘Weltbild’

Vom Bauplan unserer Welt …

Bild: Blick auf den Berliner Teufelsberg – Martin Bartonitz 2013

Gott schläft im Stein,
atmet in der Pflanze,
träumt im Tier,
und erwacht im Menschen
Indisches Sprichwort

Ist Bewusstsein aus Materie entstanden oder ist Materie ein Produkt von Bewusstsein? Die Einen philosophieren so, Andere so.

Wenn wir auf den Bauplan unserer Welt schauen, scheint sich unsere Wirklichkeit eher aus einem vorhandenen Bewusstsein fraktal zu entfalten. Ich möchte gerne den folgenden Vortrag „Heilige Geometrie – Urwissen der Schöpfung“ von Andreas Beutel, dem Leiter des Phytagoras Instituts, in Vorbereitung auf mein nächstes Thema ins Regal stellen. Johannes Kepler, dessen Sonnen-zentriertes Weltbild wir aktuell annehmen, formulierte in seinem Buch „Harmonices Mundi“ 1619:

Die Geometrie ist vor der Erschaffung der Dinge, gleich ewig wie der Geist Gottes selbst und hat in ihm die Urbilder für die Erschaffung der Welt geliefert.

Andreas Beutel interpretiert die biblische Genesis – d.h. die ersten Tage der Schöpfungsgeschichte – auf Basis der Anordnung von ersten Kreisen und Kugeln, auf deren Basis sich unsere gesamte Welt regelrecht sich immer wiederholend entfaltet hat. Das ist keine Idee von ihm sondern ist uraltes Wissen, das er uns zurückholt. Zum Video auf youtube ist zu lesen: Weiterlesen …

Das geheime Wissen der Frauen

Ein Faktor, der zum Ende der Hexenjagd beitrug, war die Tatsache, dass die herrschende Klasse die Kontrolle über sie zu verlieren begann und in die Schusslinie ihrer eigenen Repressionsmaschine geriet, da sich die Denunziationen nun gegen ihre Mitglieder zu richten begannen. […] Ganz so, wie der Staat die Hexenjagd begonnen hatte, ergriffen die Regierungen nacheinander auch die Initiative, um sie wieder zu beenden … Bis zum 18. Jahrhundert begann die europäische Intelligenz sogar, sich mit dem erreichten Aufklärungsgrad zu brüsten und die Geschichte der Hexenjagd selbstbewusst umzuschreiben: derart, dass die Verfolgungen als Ergebnis mittelalterlichen Aberglaubens erschienen. […]
Aus dem Schluss des Artikels Eine andere Wahrheit über die Hexenverfolgung …

Dass Vieles in unserer Welt gezielt auf den Kopf gestellt wurde, hatte ich schon in meinem Artikel Warum steht unsere Welt auf dem Kopf? festgestellt.  Ich bekam diese Woche den Hinweis auf das Lexikon Das geheime Wissen der Frauen von Barbara G. Walker, das reichlich Nachweise aufzeigt, welches Wissen uns durch den Prozess der Christianisierung („Christianisierung ist wörtlich das Verdrängen des Arianischen Glaubens“bitte nochmals lesen) vorenthalten wird. Ich werde  in der nächsten Zeit immer wieder Mal daraus berichten. Zum Start möchte ich direkt die Einleitung bringen, die mir schon viel Vorfreude signalisierte:

Frauen Wissen 1 Weiterlesen …

Ist die Erde doch flach? Spinnerei oder die Aufdeckung der abgefahrendsten Verschwörung?

uno_logo
Logo der UNO – die flache Erde zeigend

Seit einigen Wochen geht für mich die abgefahrenste Verschwörungstheorie durch die sozialen Netze:

Die Eliten, besonders jene, die sich in den Freimaurerlogen auf höchster Ebene tummeln (alle Mond-Astronauten waren auch Freimaurer), sollen dafür gesorgt haben, dass sich das Weltbild von geozentrisch auf heliozentrisch gewandelt hat.

Verwunderlich ist mir besonders, dass ausgerechnet die UNO in ihrem Logo die flache Erde zeigt, wie sie zuvor gewusst war (wie heißt es schön: SIE zeigen uns immer auch die Wahrheit). Im Zentrum ist der Nordpol, der Südpol geht entlang des äußeren Rands (und hält somit das Wasser auf der Scheibe). Seine Konturen sind allerdings nicht dargestellt. Die Kreise zeigen die innerste und äußerste Umlaufbahn der Sonne, wie sie in der Theorie der Flachen Erde vertreten wird.

Interessant ist das Argument, warum es die Mondlandeprojekte gab: die Menschen wollten endlich den Beweis, dass die Erde eine Kugel ist. Nur, wenn die Erde flach ist, dann müssten diese Projekte auch ein Fake sein. Diese Verschwörungstheorie kennen wir allerdings schon länger. Alle Bilder von der Erde würden immer eine völlig runde Kugel zeigen, was sie ja nicht sein soll, denn an den Polen soll sie ja abgeflacht sein. Ansonsten sähen die Bilder der Erde doch sehr „photogeschopt“ aus.

Die für mich interessantesten Argumente, die für eine flache Erde sprechen könnten, sind die bei guter Weitsicht beobachteten, über 100 Kilometer weit entfernten Städte, Insel oder Berge, die bei dieser Entfernung bei der bekannten Erdkrümmung weit unterhalb des Horizonts hätten liegen müssen, also gar nicht hätten gesehen werden können.

Im folgenden möchte ich das Video bringen, das 200 Aspekte durchkaut, die beweisen wollen, dass die Erde flach ist. Gut, da ist einiges an Wiederholung, dass es gefühlt nur noch 150 Argumente sind, die es sich lohnt, mal selbst zu durchdenken. Viele der Argumente mag ich für mich bei Seite schieben. Es bleiben dennoch eine Reihe von Argumenten übrig, die zu denken geben. Jedenfalls so zu denken, dass ich mich mal weiter damit beschäftigen werde.

Bleibt allerdings die Frage, was es uns im Meistern unseres Lebens nützen würde davon auszugehen, dass die Erde eine flache Scheibe ist? Aber macht Euch doch mal selbst ein Bild:

Und hier noch einer, der für sich versucht, in diese Theorie einen Grund zu bekommen. Er schaut sich zu Beginn mal die geschichtliche Entwicklung der Weltbilder an:

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SELBSTBILD: Was weiß ich schon von mir …?

November 23, 2015 21 Kommentare

Erich Fromm (Foto: Wikipedia)

Was weiß ich schon von mir, wenn ich nicht weiß, dass das Bild, das ich von mir selbst habe, zum größten Teil ein künstliches Produkt ist und dass die meisten Menschen – ich schließe mich nicht aus – lügen, ohne es zu wissen?

Was weiß ich, solange ich nicht weiß, dass „Verteidigung“ Krieg bedeutet, „Pflicht“ Unterwerfung, „Tugend“ Gehorsam und „Sünde“ Ungehorsam?

Was weiß ich, solange ich nicht weiß, dass die Vorstellung, dass Eltern ihre Kinder instinktiv lieben, ein Mythos ist?

Dass Ruhm nur selten auf bewundernswerte menschliche Qualitäten und häufig nicht auf echte Leistungen gründet?

Dass die Geschichtsschreibung verzerrt ist, weil sie von den Siegern geschrieben wird?

Dass betonte Bescheidenheit nicht unbedingt ein Beweis für fehlende Eitelkeit ist?

Dass Liebe das Gegenteil von heftiger Sehnsucht und Gier ist?

Was weiß ich schon von mir, wenn ich nicht weiß, dass jeder versucht, schlechte Absichten und Handlungen zu rationalisieren, um sie edel und wohltätig erscheinen zu lassen?

Dass das Streben nach Macht bedeutet, Wahrheit, Gerechtigkeit und Liebe mit Füßen zu treten?

Dass die heutige Industrie-Gesellschaft vom Prinzip der Selbstsucht, des Habens und des Konsumierens bestimmt ist und nicht von den Prinzipien der Liebe und Achtung vor dem Leben, die sie predigt?

Wenn ich nicht fähig bin, die unbewussten Aspekte der Gesellschaft, in der ich lebe, zu analysieren, kann ich nicht wissen, wer ich bin, weil ich nicht weiß, in welcher Hinsicht ich nicht ich bin.

Erich Fromm – aus Vom Haben zum Sein: Wege und Irrwege der Selbsterfahrung

Ich möchte an dieser Stelle nochmals den genialen Vortrag von Vera F. Birkenbihl bringen, die sehr schön aufzeigt, wie uns geistige Viren bei der Konstruktion unseres Weltbildes zu schaffen machen:

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Über die kapitalistische Transformation unseres Körperweltbildes …

September 4, 2013 21 Kommentare

Ich bekam gestern auf Facebook von David Küllgen zu meinem Artikel War die Befreiung aus der Leibeigenschaft nur ein Trick der neuen Herrscher? noch den Hinweis auf einen Text, der Silvia Federicis Buch Caliban und die Hexe: Frauen, der Körper und die ursprüngliche Akkumulation entstammt und interessante Darstellungen über die Transformation der Weltbilder der Menschen in den letzten ca. 400 Jahren bringt. Ich finde äußerst lesenswert, aber lest selbst:

Über den ideologischen und historischen Zusammenhang und Ursprung von Arbeit und „Vernunft“, Kapitalismus und „Wissenschaft“

(oder: Wie sich Schulmedizin, Infektionstheorie, Rassentheorie, Genetik, Darwinismus und mechanizistische Physik synchron mit dem Kapitalismus als dessen weltanschaulich-legitimatorisches Gefolge durchsetzten und notwendigerweise und unausweichlich u.a. zu Hexenverfolgungen, Lohnarbeit, Auschwitz, Staatsterrorismus, Krieg gegen den Terror und Hartz IV führen mussten…. :D)

„Der Kampf gegen den Körper, der das historische Kennzeichen des Bürgertums geworden ist, wurde im Kontext des Versuchs aufgenommen, eine neue Art von Individuum hervorzubringen. Max Weber zufolge bildet die Neugestaltung des Körpers den Kern der kapitalistischen Ethik, weil der Kapitalismus den Erwerb zum „Selbstzweck“ macht, anstatt ihn als Mittel zur Bedürfnisbefriedigung zu behandeln; der Kapitalismus verlangt also von uns, dass wir allem spontanen Lebensgenuss entsagen (Weber 2004: 104). Der Kapitalismus ist auch insofern um eine Überwindung unseres „natürlichen Zustands“ bemüht, als er die Schranken der Natur durchbricht und den Arbeitstag über die durch den Auf- und Untergang der Sonne, den Zyklus der Jahreszeiten und den Körper selbst gesetzten, für die vorindustrielle Gesellschaft konstitutiven Grenzen hinaus erweitert.

Auch Marx begreift die Entfremdung vom Körper als ein charakteristisches Merkmal des kapitalistischen Arbeitsverhältnisses. Indem er die Arbeit zur Ware macht, veranlasst der Kapitalismus die Arbeiter dazu, ihre Arbeit einer ihnen äußerlichen Weiterlesen …

Zu-Ende-Denken im Kontext von Weltbildern

Das Wort Paradigma (griechisch παράδειγμα parádeigma, aus παρὰ parà „neben“ und δείκνυμι deiknymi „zeigen“, „begreiflich machen“; Plural Paradigmen oder Paradigmata) bedeutet „Beispiel“, „Vorbild“, „Muster“ oder „Abgrenzung“, „Vorurteil“; in allgemeinerer Form auch „Weltsicht“ oder „Weltanschauung“.

Seit dem späten 18. Jahrhundert bezeichnet Paradigma eine bestimmte wissenschaftliche Lehrmeinung, Denkweise oder Art der Weltanschauung. Wenn sich eine solche grundlegend ändert, nennt man das Paradigmenwechsel.

Das, was wir hier auf dem Blog machen, ist an unseren tradierten Weltanschauungen zu rütteln und zu fragen, ob das, was uns da weis gemacht wurde/wird, auch so wirklich wirklich ist. Conny Dethloff, der ja hier auch schon Artikel gespostet, spricht vom dringenden Zu-Ende-Denken in seinem neuesten Artikel auf seinem Logbuch Reise des Verstehens: Wie wäre es denn mal mit Zu-Ende-Denken? In diesem Artikel fasst er am Ende zusammen:

In dem Moment, wo das Thema Gleichberechtigung auf die Agenda gehoben wird, zweifelsfrei und was ich auch gar nicht abstreiten möchte, einem guten Grund folgend, wird genau das Gegenteil erreicht, nämlich Gleichberechtigung bekämpft. Was könnte eine Lösung sein? Da möchte ich mich auf den Weiterlesen …

Die fliegende Raupe

Wer sie noch nicht kennt, es ist eine schöne Geschichte, die uns unser Spiel zwischen Bedeutungsträgern (Wissenschaftlern, Religionsvertretern) und Verrückten (Querdenkern) vor Augen führt:

Die fliegende Raupe, von Guilad Shadmon, Übersetzung von Peter Staaden

Es war einmal, vor sehr langer Zeit, eine Familie von Raupen, die auf einem sehr alten Maulbeerbaum lebte. Sie krochen aus ihren Eiern heraus, aßen während ihres Lebens viele Blätter, und vollendeten es, in dem sie sich in eine Puppe verwandelten. Diese Raupen hatten eine kluge Weltsicht, aber sie konnten sich nicht vorstellen, wo die Eier herkamen, denen sie entsprungen waren. Sie nahmen an, dass sie aus diesen Eiern stammten, denn sie sahen, wie die jungen Raupen herausschlüpften. Da die Schmetterlinge aber nachts ihre Eier ablegen, konnten die Raupen nicht wirklich wissen, woher sie kamen.

Trotz allem hätten die Raupen, selbst wenn sie nachts hätten sehen könnten, die Schmetterlinge nicht wahrgenommen, denn sie können nur nach unten schauen, in Richtung des Blattes, welches sie gerade verzehren wollen. Zudem bevorzugen es die Schmetterlinge, über den Blättern zu fliegen, und sie nur selten mit den Enden ihrer Beinchen zu streifen.

Woher stammten die Eier, gibt es ein Weiterleben nach der Verpuppung, diese Fragen interessierten keine große Anzahl von Raupen. Sie waren meistens damit beschäftigt, die saftigsten und grünsten Blätter zu verspeisen. Im allgemeinen beschränkten sich ihre Unterhaltungen darauf, wie man die äußersten Äste erreicht, und wo die grünsten und wohlschmeckensten Blätter wachsen. Nach ihrer Vorstellung ist man die glücklichste aller Raupen, wenn man es geschafft hat, das entfernteste und grünste Blatt zu erreichen.

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Und ein weiteres meiner Weltbilder wurde demontiert: Hinter dem Lächeln des Dalai Lama …

September 8, 2012 27 Kommentare

Unsere Medien präsentieren den Dalai Lama als den Inbegriff des Ethisch-Moralischen. Schließlich bekam er auch den Friedensnobelprei. Ich selbst habe auch gerne den einen oder anderen seiner Sprüche hier oder anderswo wiedergegeben. Und wie so Vieles, was uns von den Herrschenden als Herzeigbares präsentiert wird, gibt es auch hier ungeahnte Schattenseiten. Grund für mich, das Bild des Dalai Lama wieder von meinem Blog abzuhängen.

Den folgenden kritischen Vortrag über den Buddhismus und die Person des 14. Dalai Lama Tendzin Gyatsho hielt Colin Goldner anlässlich dessen Besuch in Österreich. Der Psychologe und Sozialpädagoge referiert über die Hintergründe des tibetischen Buddhismus und die vermeintliche Menschenfreundlichkeit des Dalai Lama. Der Vortrag spannt einen Bogen von dem repressiven feudalistischen Mönchsregime, welches vor dem Einmarsch der Chinesen Tibet regiert hatte, über den Aufstieg des Dalai Lama als „Kämpfer für die Menschenrechte“, bis zu seinen Verbindungen zu faschistischen Sektenführern und der politisch Rechten in Österreich.

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Ergänzung vom 10.09.2012:

Bitte auch noch die nachfolgenden Kommentare beachten. Ich habe weiter recherchiert. Herr Goldner steht mit seinen Erkenntnissen nicht allein.

Und noch: Hier sollen die Menschenrechtsverletzungen der Chinesen in Tibet nicht mit schön geredet werden …

Über Weltbilder, Wirklichkeiten und Freiheitsängste

Ich hatte über das letzte Wochenende mir nochmas einige Gedanken darüber gemacht, warum unsere Welt so ist wie sie ist und warum wir sie uns so denken und Angst vor unserer Freiheit haben. Herausgekommen ist ein Artikel, der gerade auf Bürgerstimme veröffentlicht wurde. Er beginnt so:

„Seit unserer frühesten Jugend sind wir daran gewöhnt, verfälschte Berichte zu hören, und unser Geist ist seit Jahrhunderten so sehr mit Vorurteilen durchtränkt, dass er die fantastischsten Lügen wie einen Schatz hütet, so dass schließlich die Wahrheit als unglaubwürdig und die Lüge als wahr erscheint.“ Dieser Sachverhalt wird dem sagenhaften phönizischen Geschichtsschreiber Sanchuniathon nachgesagt. Und der soll zu Zeiten des Trojanischen Krieges gelebt haben, so um 1.200 vor unserer Zeitrechnung. Auch Marx stieß ins gleiche Horn: „Die herrschende Meinung ist die Meinung der Herrschenden.“ Und wenn ich mir anschaue, was uns in den letzten ca. 22 Jahren seit der Wende in Deutschland an Informationen bzgl. der Vorteile eines neoliberalen Marktes und der Globalisierungverabreicht wurde, und wir nun nur noch Krisen um unser Haupt Weiterlesen …

Wie fühlt es sich an, eine Fledermaus zu sein? Bewusstsein, Realität, Wahrheit …

Februar 27, 2012 87 Kommentare

Nachdem wir hier fleißig den Begriff Bewusstsein benutzen und wir inzwischen erkannt haben, dass Jeder seine eigene Wahrheit aufgrund seiner Erfahrungen hat, wollte ich doch mal genauer nachschauen, was es denn mit dem Bewusstsein auf sich hat. Und da blieb mir glatt die Spucke weg, denn unsere ach so guten Wissenschaften können sich genau unser Bewusstsein nicht erklären, sprich es gibt noch die beiden offenen Probleme namens Qualia und Intentionalisierung. Also müssen wir uns gar nicht wundern, wenn auch heute noch viele Menschen das für wahr halten, was in so manchem heiligen Buch geschrieben steht? Oder in so manchem Geschichtsbuch von Besiegten?

In Wikipedia finden wir bzgl. Qualia, oder phänomenalem Bewusstsein:

Die gegenwärtige Debatte um Qualia fußt vor allem auf dem Aufsatz What is it like to be a bat? („Wie fühlt es sich an, eine Fledermaus zu sein?“) des Philosophen Thomas Nagel. … Er argumentiert nun, dass die Naturwissenschaften das Phänomen des Erlebens gar nicht erklären könnten. Schließlich seien die Wissenschaften in ihrer Methode auf eine Außenperspektive festgelegt, in der sich die Innenperspektive des Erlebens gar nicht fassen lasse. Nagel versucht seine Position mit einem berühmt gewordenen Beispiel zu illustrieren. Er fordert dazu auf, sich eine Fledermaus vorzustellen. Nun können wir, so argumentiert Nagel, bei so fremden Lebewesen zwar viele neurowissenschaftliche und ethologische Experimente durchführen und dabei auch einiges über die kognitiven Fähigkeiten einer Fledermaus herausfinden. Wie es sich jedoch für die Fledermaus anfühlt, etwa ein Objekt mittels Weiterlesen …

Warum es so wichtig ist, ein positives Weltbild zu haben, zeigt eine Geschichte mit zwei Hunden

Oktober 24, 2011 12 Kommentare

Spiegelbild

Spiegelbild

Eines Tages besucht ein Hund den Tempel der tausend Spiegel. Er steigt die hohen Stufen hinauf, betritt den Tempel, schaut in die tausend Spiegel, sieht tausend Hunde, bekommt Angst und knurrt. Mit gekniffenem Schwanz verläßt er den Tempel in dem Bewußtsein: die Welt ist voller böser Hunde. Kurze Zeit später kommt ein anderer Hund in den gleichen Tempel. Auch er steigt die Stufen empor, geht durch die Tür und betritt den Tempel der tausend Spiegel. Er sieht in den Spiegeln tausend andere Hunde, freut sich darüber und wedelt mit dem Schwanz. Tausend Hunde freuen sich mit ihm und wedeln zurück. Dieser Hund verläßt den Tempel in dem Bewußtsein: Die Welt ist voller freundlicher Hunde.
indische Weißheit, gefunden im XING-Profil von Christine Reimann

Seit ich mich im letzten Jahr vermehrt damit beschäftigt habe, ob es möglich ist, Menschen nachhaltig zu mehr Leistung  zu motivieren, wird mir immer klarer, welcher unsinnigen Idee wir über die Jahre gefolgt sind. Dabei hätte es gereicht, wenn wir uns wie der zweite Hund in die Augen geschaut hätten: im Vertrauen darauf, dass der Gegenüber es aus eigener Motivation schon richtig machen wird.

Dabei haben unsere Älteren doch auch schon diesen  Spruch immer wieder auf den Lippen gehabt: „Wie es in den Wald hineinschallt, so schallt es auch wieder heraus.“

Aber wundern sollte es uns auch wieder nicht. Denn schauen wir in die Geschichte, so sehen wir  einige Jahrtausende lang ein Sklaventum. Und klar, ein Sklave ist wenig motiviert, sich aus eigenem Antrieb für Weiterlesen …

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