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Posts Tagged ‘Weltbild’

Das geheime Wissen der Frauen

Ein Faktor, der zum Ende der Hexenjagd beitrug, war die Tatsache, dass die herrschende Klasse die Kontrolle über sie zu verlieren begann und in die Schusslinie ihrer eigenen Repressionsmaschine geriet, da sich die Denunziationen nun gegen ihre Mitglieder zu richten begannen. […] Ganz so, wie der Staat die Hexenjagd begonnen hatte, ergriffen die Regierungen nacheinander auch die Initiative, um sie wieder zu beenden … Bis zum 18. Jahrhundert begann die europäische Intelligenz sogar, sich mit dem erreichten Aufklärungsgrad zu brüsten und die Geschichte der Hexenjagd selbstbewusst umzuschreiben: derart, dass die Verfolgungen als Ergebnis mittelalterlichen Aberglaubens erschienen. […]
Aus dem Schluss des Artikels Eine andere Wahrheit über die Hexenverfolgung …

Dass Vieles in unserer Welt gezielt auf den Kopf gestellt wurde, hatte ich schon in meinem Artikel Warum steht unsere Welt auf dem Kopf? festgestellt.  Ich bekam diese Woche den Hinweis auf das Lexikon Das geheime Wissen der Frauen von Barbara G. Walker, das reichlich Nachweise aufzeigt, welches Wissen uns durch den Prozess der Christianisierung („Christianisierung ist wörtlich das Verdrängen des Arianischen Glaubens“bitte nochmals lesen) vorenthalten wird. Ich werde  in der nächsten Zeit immer wieder Mal daraus berichten. Zum Start möchte ich direkt die Einleitung bringen, die mir schon viel Vorfreude signalisierte:

Frauen Wissen 1 Weiterlesen …

Ist die Erde doch flach? Spinnerei oder die Aufdeckung der abgefahrendsten Verschwörung?

uno_logo

Logo der UNO – die flache Erde zeigend

Seit einigen Wochen geht für mich die abgefahrenste Verschwörungstheorie durch die sozialen Netze:

Die Eliten, besonders jene, die sich in den Freimaurerlogen auf höchster Ebene tummeln (alle Mond-Astronauten waren auch Freimaurer), sollen dafür gesorgt haben, dass sich das Weltbild von geozentrisch auf heliozentrisch gewandelt hat.

Verwunderlich ist mir besonders, dass ausgerechnet die UNO in ihrem Logo die flache Erde zeigt, wie sie zuvor gewusst war (wie heißt es schön: SIE zeigen uns immer auch die Wahrheit). Im Zentrum ist der Nordpol, der Südpol geht entlang des äußeren Rands (und hält somit das Wasser auf der Scheibe). Seine Konturen sind allerdings nicht dargestellt. Die Kreise zeigen die innerste und äußerste Umlaufbahn der Sonne, wie sie in der Theorie der Flachen Erde vertreten wird.

Interessant ist das Argument, warum es die Mondlandeprojekte gab: die Menschen wollten endlich den Beweis, dass die Erde eine Kugel ist. Nur, wenn die Erde flach ist, dann müssten diese Projekte auch ein Fake sein. Diese Verschwörungstheorie kennen wir allerdings schon länger. Alle Bilder von der Erde würden immer eine völlig runde Kugel zeigen, was sie ja nicht sein soll, denn an den Polen soll sie ja abgeflacht sein. Ansonsten sähen die Bilder der Erde doch sehr „photogeschopt“ aus.

Die für mich interessantesten Argumente, die für eine flache Erde sprechen könnten, sind die bei guter Weitsicht beobachteten, über 100 Kilometer weit entfernten Städte, Insel oder Berge, die bei dieser Entfernung bei der bekannten Erdkrümmung weit unterhalb des Horizonts hätten liegen müssen, also gar nicht hätten gesehen werden können.

Im folgenden möchte ich das Video bringen, das 200 Aspekte durchkaut, die beweisen wollen, dass die Erde flach ist. Gut, da ist einiges an Wiederholung, dass es gefühlt nur noch 150 Argumente sind, die es sich lohnt, mal selbst zu durchdenken. Viele der Argumente mag ich für mich bei Seite schieben. Es bleiben dennoch eine Reihe von Argumenten übrig, die zu denken geben. Jedenfalls so zu denken, dass ich mich mal weiter damit beschäftigen werde.

Bleibt allerdings die Frage, was es uns im Meistern unseres Lebens nützen würde davon auszugehen, dass die Erde eine flache Scheibe ist? Aber macht Euch doch mal selbst ein Bild:

Und hier noch einer, der für sich versucht, Weiterlesen …

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SELBSTBILD: Was weiß ich schon von mir …?

November 23, 2015 21 Kommentare

Erich Fromm (Foto: Wikipedia)

Was weiß ich schon von mir, wenn ich nicht weiß, dass das Bild, das ich von mir selbst habe, zum größten Teil ein künstliches Produkt ist und dass die meisten Menschen – ich schließe mich nicht aus – lügen, ohne es zu wissen?

Was weiß ich, solange ich nicht weiß, dass „Verteidigung“ Krieg bedeutet, „Pflicht“ Unterwerfung, „Tugend“ Gehorsam und „Sünde“ Ungehorsam?

Was weiß ich, solange ich nicht weiß, dass die Vorstellung, dass Eltern ihre Kinder instinktiv lieben, ein Mythos ist?

Dass Ruhm nur selten auf bewundernswerte menschliche Qualitäten und häufig nicht auf echte Leistungen gründet?

Dass die Geschichtsschreibung verzerrt ist, weil sie von den Siegern geschrieben wird?

Dass betonte Bescheidenheit nicht unbedingt ein Beweis für fehlende Eitelkeit ist?

Dass Liebe das Gegenteil von heftiger Sehnsucht und Gier ist?

Was weiß ich schon von mir, wenn ich nicht weiß, dass jeder versucht, schlechte Absichten und Handlungen zu rationalisieren, um sie edel und wohltätig erscheinen zu lassen?

Dass das Streben nach Macht bedeutet, Wahrheit, Gerechtigkeit und Liebe mit Füßen zu treten?

Dass die heutige Industrie-Gesellschaft vom Prinzip der Selbstsucht, des Habens und des Konsumierens bestimmt ist und nicht von den Prinzipien der Liebe und Achtung vor dem Leben, die sie predigt?

Wenn ich nicht fähig bin, die unbewussten Aspekte der Gesellschaft, in der ich lebe, zu analysieren, kann ich nicht wissen, wer ich bin, weil ich nicht weiß, in welcher Hinsicht ich nicht ich bin.

Erich Fromm – aus Vom Haben zum Sein: Wege und Irrwege der Selbsterfahrung

Ich möchte an dieser Stelle nochmals den genialen Vortrag von Vera F. Birkenbihl bringen, die sehr schön aufzeigt, wie uns geistige Viren bei der Konstruktion unseres Weltbildes zu schaffen machen:

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Wehe, wenn Fragilität als Robustheit verkauft wird …

Januar 20, 2015 72 Kommentare

Was geschieht, wenn, bedingt durch wachsendes Harmoniebedürnis, versucht wird der HARMONIE aus dem Weg zu gehen, wurde erst kürzlich offensichtlich. Gemeint ist das hier verlinkte Beispiel aus der Neue Zürcher Zeitung:

… “Der Euro bleibt auch einen Tag nach der überraschenden Kehrtwende der Schweizerischen Nationalbank (SNB) unter Druck. Am Freitag fiel die Gemeinschaftswährung am Nachmittag auf das Tief von 1,1460 US-Dollar erstmals seit elf Jahren unter die Marke von 1,15 Dollar.“ …

Was die Lösung des Schweizer Franken vom Euro mit Harmonie und HARMONIE zu tun hat ? Nun, stellt man den Vorgang der letzten Tage an den Finanzmärkten mal bildhaft im Kontext eines größeren Zeitraumes dar, dann wird vielleicht etwas deutlicher, worauf ich hinaus will. Eine entsprechende Grafik finden Sie im hier verlinkten Text.
Die dort farbig hervorgehobenen Felder bedeuten dabei Folgendes:

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Über die kapitalistische Transformation unseres Körperweltbildes …

September 4, 2013 21 Kommentare

Ich bekam gestern auf Facebook von David Küllgen zu meinem Artikel War die Befreiung aus der Leibeigenschaft nur ein Trick der neuen Herrscher? noch den Hinweis auf einen Text, der Silvia Federicis Buch Caliban und die Hexe: Frauen, der Körper und die ursprüngliche Akkumulation entstammt und interessante Darstellungen über die Transformation der Weltbilder der Menschen in den letzten ca. 400 Jahren bringt. Ich finde äußerst lesenswert, aber lest selbst:

Über den ideologischen und historischen Zusammenhang und Ursprung von Arbeit und „Vernunft“, Kapitalismus und „Wissenschaft“

(oder: Wie sich Schulmedizin, Infektionstheorie, Rassentheorie, Genetik, Darwinismus und mechanizistische Physik synchron mit dem Kapitalismus als dessen weltanschaulich-legitimatorisches Gefolge durchsetzten und notwendigerweise und unausweichlich u.a. zu Hexenverfolgungen, Lohnarbeit, Auschwitz, Staatsterrorismus, Krieg gegen den Terror und Hartz IV führen mussten…. :D)

„Der Kampf gegen den Körper, der das historische Kennzeichen des Bürgertums geworden ist, wurde im Kontext des Versuchs aufgenommen, eine neue Art von Individuum hervorzubringen. Max Weber zufolge bildet die Neugestaltung des Körpers den Kern der kapitalistischen Ethik, weil der Kapitalismus den Erwerb zum „Selbstzweck“ macht, anstatt ihn als Mittel zur Bedürfnisbefriedigung zu behandeln; der Kapitalismus verlangt also von uns, dass wir allem spontanen Lebensgenuss entsagen (Weber 2004: 104). Der Kapitalismus ist auch insofern um eine Überwindung unseres „natürlichen Zustands“ bemüht, als er die Schranken der Natur durchbricht und den Arbeitstag über die durch den Auf- und Untergang der Sonne, den Zyklus der Jahreszeiten und den Körper selbst gesetzten, für die vorindustrielle Gesellschaft konstitutiven Grenzen hinaus erweitert.

Auch Marx begreift die Entfremdung vom Körper als ein charakteristisches Merkmal des kapitalistischen Arbeitsverhältnisses. Indem er die Arbeit zur Ware macht, veranlasst der Kapitalismus die Arbeiter dazu, ihre Arbeit einer ihnen äußerlichen Weiterlesen …

Zu-Ende-Denken im Kontext von Weltbildern

Das Wort Paradigma (griechisch παράδειγμα parádeigma, aus παρὰ parà „neben“ und δείκνυμι deiknymi „zeigen“, „begreiflich machen“; Plural Paradigmen oder Paradigmata) bedeutet „Beispiel“, „Vorbild“, „Muster“ oder „Abgrenzung“, „Vorurteil“; in allgemeinerer Form auch „Weltsicht“ oder „Weltanschauung“.

Seit dem späten 18. Jahrhundert bezeichnet Paradigma eine bestimmte wissenschaftliche Lehrmeinung, Denkweise oder Art der Weltanschauung. Wenn sich eine solche grundlegend ändert, nennt man das Paradigmenwechsel.

Das, was wir hier auf dem Blog machen, ist an unseren tradierten Weltanschauungen zu rütteln und zu fragen, ob das, was uns da weis gemacht wurde/wird, auch so wirklich wirklich ist. Conny Dethloff, der ja hier auch schon Artikel gespostet, spricht vom dringenden Zu-Ende-Denken in seinem neuesten Artikel auf seinem Logbuch Reise des Verstehens: Wie wäre es denn mal mit Zu-Ende-Denken? In diesem Artikel fasst er am Ende zusammen:

In dem Moment, wo das Thema Gleichberechtigung auf die Agenda gehoben wird, zweifelsfrei und was ich auch gar nicht abstreiten möchte, einem guten Grund folgend, wird genau das Gegenteil erreicht, nämlich Gleichberechtigung bekämpft. Was könnte eine Lösung sein? Da möchte ich mich auf den Weiterlesen …

Die fliegende Raupe

Wer sie noch nicht kennt, es ist eine schöne Geschichte, die uns unser Spiel zwischen Bedeutungsträgern (Wissenschaftlern, Religionsvertretern) und Verrückten (Querdenkern) vor Augen führt:

Die fliegende Raupe, von Guilad Shadmon, Übersetzung von Peter Staaden

Es war einmal, vor sehr langer Zeit, eine Familie von Raupen, die auf einem sehr alten Maulbeerbaum lebte. Sie krochen aus ihren Eiern heraus, aßen während ihres Lebens viele Blätter, und vollendeten es, in dem sie sich in eine Puppe verwandelten. Diese Raupen hatten eine kluge Weltsicht, aber sie konnten sich nicht vorstellen, wo die Eier herkamen, denen sie entsprungen waren. Sie nahmen an, dass sie aus diesen Eiern stammten, denn sie sahen, wie die jungen Raupen herausschlüpften. Da die Schmetterlinge aber nachts ihre Eier ablegen, konnten die Raupen nicht wirklich wissen, woher sie kamen.

Trotz allem hätten die Raupen, selbst wenn sie nachts hätten sehen könnten, die Schmetterlinge nicht wahrgenommen, denn sie können nur nach unten schauen, in Richtung des Blattes, welches sie gerade verzehren wollen. Zudem bevorzugen es die Schmetterlinge, über den Blättern zu fliegen, und sie nur selten mit den Enden ihrer Beinchen zu streifen.

Woher stammten die Eier, gibt es ein Weiterleben nach der Verpuppung, diese Fragen interessierten keine große Anzahl von Raupen. Sie waren meistens damit beschäftigt, die saftigsten und grünsten Blätter zu verspeisen. Im allgemeinen beschränkten sich ihre Unterhaltungen darauf, wie man die äußersten Äste erreicht, und wo die grünsten und wohlschmeckensten Blätter wachsen. Nach ihrer Vorstellung ist man die glücklichste aller Raupen, wenn man es geschafft hat, das entfernteste und grünste Blatt zu erreichen.

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