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Posts Tagged ‘Vertrauen’

Men of Old / Mensch der Vergangenheit

Men of Old
In the age when life on earth was full
no one paid any special attention to worthy men,
nor did they single out the man of ability.
Rulers were simply the highest branches of a tree
and the people were like deer in the woods.
They were honest and righteous
without realizing that they were „doing their duty“.
They loved each other
and did not know that this was „love of neighbor“.
They deceived no one,
yet they did not know that they were „men to be trusted“.
They were reliable and did not know that this was „good faith“.
They lived freely together, giving and taking
and did not know that they were generous.
For this reason their deeds have not been narrated.
They made no history.

Thomas Merton

Ins Deutsche übersetzt:

Menschen der Vergangenheit
In der Zeit, als das Leben auf der Erde reich und voll war
erachtete man niemanden besonders würdig oder besonders fähig.
Herrscher waren einfach die höchsten Zweige eines Baumes und die Leute waren wie Rehe im Wald.
Sie waren ehrlich und gerecht
ohne das als „ihre Pflicht tun“ hervorzuheben.
Sie haben sich geliebt
und wussten nicht, dass dies „Nächstenliebe“ war.
Sie haben niemanden getäuscht,
Dennoch meinten sie nicht, dass sie „vertrauenswürdige Männer“ waren.
Sie waren zuverlässig und nannten dies nicht „Treu und Glauben“.
Sie lebten frei zusammen, gaben und nahmen
und wusste nicht, dass sie großzügig waren.
Aus diesem Grund wurden ihre Taten nicht erzählt.
Sie haben keine Geschichte geschrieben.

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Fremdbestimmung – Ja, bitte!

Marianne Gronemeyer, emiritierte Professorin für Erziehungs- und Sozialwissenschaften

Der Unterschied zwischen selbstbestimmter und fremdbestimmter Arbeit ist unkenntlich geworden, und das ist ganz im Sinne derer, die das Sagen haben. Es kann ihnen gar nichts Besseres passieren, als wenn die Untergebenen sich ihrer Willensfreiheit rühmen und an ihre Entscheidungsfreiheit glauben. Betrug und Selbstbetrug wirken da einträchtig zusammen. Denn natürlich möchte man sich lieber als Herr im eigenen Hause fühlen denn als Knecht unter fremder Knute.
Marianne Gronemayer

Ich habe Mal wieder einen sehr inspirierenden Text von Marianne Gronemeyer gefunden. Es ist das Skript zu einem Vortrag, den sie anlässlich des 10. Todestages von Ivan Illich am 1. Dezember 2012 auf der Veranstaltung „Narrenfreiheit in Absurdistan“ hielt.

Sie hält ein Plädoyer, die Fremdbestimmung nicht grundsätzlich zu verurteilen. Dabei zeigt sie auf, wie das Leben in Selbstbestimmung den Menschen in seiner Entfaltung eher nicht voran bringt. Marianne zeigt wunderbar auf, was passiert, wenn Jemand für eine herausfordernde Aufgabe vertrausensvoll berufen, also bestimmt wird.

Was diesen Artikel für mich auch so besonders macht, ist ihre Systemanalyse mit Blick auf die Lohnarbeit. Also ab ins Regal und lasst Euch inspirieren:

Fremdbestimmung – Ja, bitte! (Quelle)

Da scheint sich ein Masochist zu Wort zu melden, der ergebenst um Prügel bittet; oder vielleicht ein Zyniker? Oder ein Witzbold? Oder einer, der auf der ‚Flucht vor der Freiheit’ (Erich Fromm) ist und sich lieber unter fremdes Kommando stellt, als sich den Gefahren der eigenen Entscheidung auszusetzen? Normal ist es jedenfalls nicht, um Fremdbestimmung zu betteln, und wer halbwegs bei Courage und Verstand ist, votiert für Selbstbestimmung. Nicht einmal diejenigen, die daraus Kapital schlagen, dass sie Andere nach ihrer Pfeife tanzen lassen können, finden ein ungeteiltes Vergnügen an der Fremdbestimmung. Wer einen Anderen fremdbestimmt, muss mit dessen Widerwillen rechnen, und der hat viele Spielarten: Aufsässigkeit, Rebellion, Nachlässigkeit in der Auftragserfüllung, Flucht in die Krankheit, insgeheime Verweigerung, wenn nicht gar Sabotage. Fremdbestimmung ist selbst aus der Perspektive der Mächtigen immer auch kontraproduktiv, weil demotivierend.

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Wieder ’neu‘ nach Hause kommen …

Von MiA

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Unehrlichkeit

Mai 4, 2018 1 Kommentar

Für mich sind die beiden,
Putin und Trump,
und alle diese ähnlichen egoistischen Extremisten,
nichts als gleichartige, gleichgesinnte,
ähnlich handelnde, unehrliche, unmanierliche Genossen…
Hintermänner, Frontmänner, Mitmischer,
mächtige Mistmacher, leitende Terroristen…
Beide huldigend dem Faschismus…
Beide liebend das Lügen und das Betrügen…
Beide sind hinterhältig und hinterfotzig…
Beide sind nahezu unberechenbar…
Beide sind unehrlich, arrogant, und total korrupt…
Man kann beiden nicht vertrauen..
Auf das, was sie tun und treiben…
kann man nicht mit Sicherheit bauen…
Beide lieben und praktizieren die Diktatur…
Der eine wie der andere ist ein gieriger Ganove,
ein übel gesinnter, verbrecherisch handelnder Lump.
Und aus sehr wesensähnlicher Materie,
intern wie extern, nahezu in gleicher Weise,
genormt, geformt und gegossen…
Eine Masse und Mischung
der manifestierten Manipulierung,
der Widerlichkeit, und des Übels,
ein Sortiment von Arroganz und Ignoranz,
ein Sammelsurium von Willkür und Wahnsinn,
von Unehrlichkeit und Korruption…
von Provokation und Konfrontation…
von gezielt selektiver Gewaltanwendung…
Beide sind ideologische Halunken…

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Lassen Sie Ihr Kind nicht alleine, wenn es weint!

Geborgenheit (c) Foto Helene Souza - pixelio.de

Geborgenheit (c) Foto Helene Souza – pixelio.de

Nur wer als Baby und Kind in Stress- und Angstsituationen erfahren hat, dass ihm jemand beisteht, entwickelt die Fähigkeit sich mit der Zeit selbst beruhigen zu können und kann Erregungszustände besser regulieren.

Dass etwas mit unserem Weltbild die Bildung betreffend nicht in Ordnung ist und das mit dem Entwickeln mündiger Bürger in unseren Schulen immer weniger gut gelingen scheint (u.a. weil der heimliche Plan hinter Aus-bildung ein ganz anderer als von uns angenommener war), haben wir hier schon reichlich angeschaut. Auch dass wir unseren Kleinen mit Blick auf Bindung und Abgabe in Kitas nicht wirklich etwas Gutes tun (hier, und hier). Und was passiert, wenn mit den Kleinsten ganz anders umgegangen wird, haben wir von Jean Liedloff kennen gelernt (hier).

Nun lasst uns auch nochmals einen Blick auf unsere aller Kleinsten werfen, den Babies. Auch hier ist wohl besser umzudenken. Ich habe es als 1958er noch erleiden müssen, was die Nazidoktrin zur Abhärtung von kleinen Mens-chen bedeutete, und habe das bei meinen Kindern schon anders machen können. Aber lest selbst:

Wenn ein Baby weint, dann gibt es hierfür immer gute Gründe.

Es hat entweder Angst, Durst, Hunger, Schmerzen, ist erschöpft, fühlt sich alleine, ist überstimuliert, ist gelangweilt, hat zu warm oder zu kalt oder spürt die Sorgen und Anspannung der Eltern. Manchmal ist es nicht zu enträtseln warum das Kind weint. Aber nie schreien Babys um Eltern zu ärgern, um Macht über Sie zu erlangen, aus Spaß oder aus Boshaftigkeit. Und doch, wie oft weinen Säuglinge im Kinderwagen oder nachts im eigenen Zimmer, ohne dass jemand kommt und es herausnimmt und es beruhigt.

Weinen ist ihre einzige Überlebensgarantie.

Weinen ist für Babys die einzige Möglichkeit ihr Unwohlsein zu zeigen. Wenn Babys weinen fühlen sie sich hilflos und alleine. Der Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie Karl Heinz Brisch schreibt in seinem Buch SAFE – sichere Ausbildung für Eltern: „Für Eltern ist es ausgesprochen wichtig zu wissen, dass Säuglinge selbst noch nicht in der Lage sind größeren Stress ausreichend zu regulieren, also auch nicht sich selbst zu beruhigen. Sie brauchen von Anfang an mindestens eine Bindungsperson, die durch feinfühligen Körperkontakt, etwa zärtliche Berührung, Blickkontakt und verständnisvolle Worte, ihren Stress mit ihnen zusammen reguliert und abbauen hilft. Auf diese Weise vermittelt die Bindungsperson ein Gefühl von emotionaler Sicherheit. Erst durch viele solcher hilfreichen Erfahrungen lernt der Säugling wie Stressregulation möglich wird.“

Was hilft am besten den Stress der Kinder zu beruhigen?

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What values?

Gerhard hat mir gerade via E-Mail noch ein Poem zugeschickt, das in so wenigen Zeilen so viel von unserer Arbeit hier auf den Punkt bringt. Danke dafür:

What value honor and integrity,
when dishonor reigns supreme?

What value trust,
when deceit governs the land?

What value truth and honesty,
when lies rule the day?

What value love,
when Weiterlesen …

Auf dem Weg zu paradiesischen Arbeitsbedingungen?

Warum schaffen wir es in deutschen Unternehmen noch nicht, unsere Mitarbeiter so ernst zu nehmen und ihnen solch ein Vertrauen entgegen zu bringen? Sind solche Modelle, wo Firmen nicht nur für Kunden, sondern auch für ihre Angestellten da sind, nur utopische Ausnahmen oder befinden wir uns auf dem Weg zu paradiesischen Arbeitsbedingungen? Wenn es auf diese Art allen besser geht – den Arbeitern, Kunden, Inhabern und selbst den Share-Holdern – dann spricht wirklich nichts dagegen. Außer der Aufwand, alles umzukrempeln und natürlich dieser ins Gehirn gravierte Kontrollzwang.

Auf dem Weg zu paradiesischen Arbeitsbedingungen?

Warum meinte Jesus, dass wir wieder Kinder werden müssen?

Ich versichere euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Reich kommen, das vom Himmel regiert wird. (Matthäus Kapitel 18.1)

Was zeichnet Kinder gegenüber Erwachsenen aus – Und worauf zielte Jesus ab?
• ihr uneingeschränktes Vertrauen (Urvertrauen)
• ihre bedingungslose Liebe und bedingungsloses Schenken
• ihre Naivität in den Erwartungen
• ihre Sorglosigkeit und Freude am Lernen
• ihre Offenheit für neue Ansichten (dir kann man ja alles erzählen)

Weil unsere Welt aufgrund des Profitdenkens und Konkurrierens kein Vertrauen mehr zulässt (weshalb wir ständig Regeln verletzen), sorgen wir dafür, dass wir unsere Kinder abhärten und sie damit Weiterlesen …

Die guten Seiten des Leids und die schlechten des Glücks

Januar 16, 2011 1 Kommentar

Häufig sind wir gelähmt, wenn uns Schlechtes widerfährt. Diese kleine Geschichte zeigt uns, dass auch in jedem Schlechten etwas Gutes stecken kann, aber genauso in jedem Guten etwas Schlechtes:

Ein alter Mann und sein Sohn bestellten gemeinsam ihren kleinen Hof. Sie hatten nur ein Pferd, das den Pflug zog. Eines Tages lief das Pferd fort. „Wie schrecklich“, sagten die Nachbarn, „welch ein Unglück!“ – „Wer weiß“, erwiderte der alte Bauer, „ob Glück oder Unglück?“ Eine Woche später kehrte das Pferd aus den Bergen zurück, es brachte fünf wilde Pferde mit in den Stall. „Wie wunderbar“, sagten die Nachbarn, „welch ein Glück!“ – „Glück oder Unglück? Wer weiß?“, sagte der Alte. Am nächsten Morgen wollte der Sohn Weiterlesen …

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Was uns Milchflaschen-aufpickende Meisen über einen effektiven Wissentransfer lehren

Dezember 24, 2010 1 Kommentar

Zwitschernde Meisen

Zwitschernde Meisen

„In einer kleinen britischen Ortschaft waren Meisen und Rotkehlchen durch Zufall dahinter gekommen, die Aluminiumdeckel der allmorgendlich vor die Haustüren gestellten Milchflaschen aufzupicken und Milch zu ergaunern. Einmal erprobt, breitete sich dieses Verhalten in kürzester Zeit auf ganz England aus und griff bald auch auf den Kontinent über. Seltsamerweise aber nur bei den Meisen, nicht bei den Rotkelchen – und das, obwohl Meisen einen Revierradius von 25 km nicht überschreiten. Der Grund dafür liegt im Sozialverhalten der Tiere: Während Rotkehlchen eher schweigsame Einzelgänger sind, neigen Meisen zu regem Gezwitscher in Gruppen – oder, um mit unseren Worten zu sprechen – Meisen neigen zum Wissensaustausch im Netzwerk!“

Diese kleine Geschichte habe ich einem Ergebnisdokument des EU-geförderten Projekts MATURE entnommen. Plastischer kann man die Notwendigkeit Weiterlesen …

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