Archiv

Posts Tagged ‘Transplantation’

„Es sind die Lebenden, die den Toten die Augen schließen, und die Toten, die den Lebenden die Augen öffnen.“

Das Thema Organspende hatte ich hier auch schon behandelt, und der Artikel wird noch immer gut gelesen. In dem Atikel Wissenswertes rund um die Organspende … kommt gleich zu Anfang eine Krankenschwester zu Wort:

Seitdem ich selber hirntote Patienten versorgt habe,
glaube ich weder an den Hirntod noch an seine Definition.
Ich glaube meinen Augen, meinen Händen und meinem Gespür.
Andrea von Wilmowsky

Das folgende Video spürt dem Thema auf eine weitere Art nach. Es analysiert den Tod an sich und es sieht so aus, dass es auch hier wie an vielen anderen Stellen eine Wahrheit gibt, die unserem Kulturkreis abhanden kam, aus welchen Gründen auch immer. Ich stelle auch dieses ins Regal und mag jeder für sich seine eigenen Rückschlüsse ziehen:

Über die Schattenseiten einer Bluttransfusion …

Oktober 31, 2017 4 Kommentare

Blutbeutel (Foto: Bernardo Peters-Velasquez –  pixelio.de)

In unserem Gesundheitssystem, das zu den besten der Welt gehört, sind manche Dinge, die selbstverständlich sein müssten, nicht selbstverständlich. Es kann nicht sein, dass wir Patienten über bestimmte Dinge nicht aufklären, obwohl sie unter Medizinern bekannt sind.
Professor Kai Zacharowski, in Das gefährliche Blut – FAZ

Im Schnitt werden in Deutschland 4-5 Millionen Transfusionen pro Jahr, also geschätzte 4 Millionen Liter Blut verbraucht.

Mit Blick auf den Artikel Wissenswertes rund um die Organspende …, möchte ich einen weiteren Aspekt hinzufügen. Ich habe gerade eine Doku über die Gefahr von Bluttransfusionen, die eine kleine Transplantation sind und schon vor Jahrzehnten als Verursacher von klumpigem Blut und anderem verdächtigt wurde, angeschaut. Alles Wissenschaft. Die Ärzte, die das Ganze in die Hand nahmen, wurden anfangs als Nestbeschmutzer betitelt. Sie hielten weltweit Vorträge, vor allem in Kliniken und in L.A. trat Zacharowski auf. Man bedenke, die deutsche Politik fühlt sich da nicht verantwortlich. Letztendlich sind die Initiatoren des Films, also die, die das ganze an Aufklärung durchzogen, Whistleblower.

In L.A. gab es eine Auszeichnung und er sprach vorm Publikum, bevor Clinton dran war. Ach ja, ein Anwalt für Medizinrecht kommt da auch zu Wort. Es geht ums Ökonomische. Beim Glyphosat geht´s ums Ökologische. Es geht immer um die Haftung, Schmerzensgeld. Interessant auch das Thema DRK, haben sich gewunden, geht´s doch um Profit und „das haben wir schon immer so gemacht“.

In deutschen Operationssälen werden pro Jahr über vier Millionen Bluttransfusionen gegeben. Seit einigen Jahren verdichtet sich ein Verdacht: Transfusionen helfen zwar Leben retten, können aber auch gefährliche Nebenwirkungen haben. Es gibt deutlich mehr Komplikationen nach Operationen, Krebserkrankungen können zurückkehren oder viele Jahre später auftreten. Die Fachwelt weiß dies schon länger. SWR-Recherchen haben es 2014 in dem Film Böses Blut an die Öffentlichkeit gebracht, in dem auch Alternativen aufgezeigt wurden. Mit dem Patient Blood Management lässt sich durch gezielte Maßnahmen vor größeren Operationen ein großer Teil der Transfusionen einsparen.

Schaut Euch den Film von Ulrike Gehring, der am 04.11.2016 in Berlin mit dem Film- und Fernsehpreis des Hartmannbundes ausgezeichnet worden ist, an (ist auf der Seite eingebettet?:
Gefährliche Bluttransfusionen – Was hilft gegen das Risiko?

Und was lässt sich 2 Jahre später erkennen, was hat sich seither getan? Weiterlesen …

Wissenswertes rund um die Organspende …

Dezember 5, 2014 140 Kommentare

Seitdem ich selber hirntote Patienten versorgt habe,
glaube ich weder an den Hirntod noch an seine Definition.
Ich glaube meinen Augen, meinen Händen und meinem Gespür.
Andrea von Wilmowsky

Diesen Artikel habe ich Anfang des Jahres schon einmal gebracht. Ich hole ihn nochmals nach vorn, da es Diskussionsbedarf gibt. Ich war früher der Meinung, dass ich es gut sei, meine Organe nach meinem Tod zu spenden. Inzwischen sehe ich die Welt etwas anders und würde gerne meinen Körper nach dem Tod im Ganzen verbrennen lassen. Einerseits sehe ich, dass im Bereich der Organspende im Kontext einer Gesellschaft, in der die Regel „Profit geht über Alles“ gestellt wird, dass auch hier Dinge nicht so laufen, wie es zuträglich für den Sterbenden sein sollte. Auf der anderen Seite kann ich mir zunehmend vorstellen, dass wir eine Seele haben, die nicht von hier vollständig fort kann, wenn Organe an anderer Stelle weiterleben.

Nun hatte ich gerade ein Gespräch, in der ich meinen aktuell neuen Standpunkt erklärte und zu hören bekam, dass das ja gar nicht ginge. Ich hatte schon den Eindruck, dass ich als Mörder dastehen würde, weil ich einem Menschen durch meine Verweigerung einer Organentnahme nach meinen Tod einem anderen bedürftigen Menschen seinen Tod bringen würde.

Ich bin gespannt auf Eure Meinung.

***

Den folgenden Text habe ich aufgeschnappt, er soll informieren und nicht missionieren:

Zurzeit ist ein Thema mal wieder in aller Munde: Die Organspende. Krankenkassen schicken uns Aufklärungsmaterial und Ausweise zu, die Schulen werben darum und Prominente aller Couleur machen in mehr oder weniger witzigen Werbespots auf dieses Thema aufmerksam. Was ist los und was ist dran an diesem Hype?

Zunächst einmal hängt er mit dem neuen Organspendegesetz zusammen, das im vergangenen Herbst in Kraft getreten ist. Von der Politik unseres Landes gewollt, sollen sich die Menschen mit der Organspende auseinandersetzen und dazu Stellung beziehen. Eine Pflicht zur Entscheidung oder zum Ausfüllen des Ausweises besteht nicht.

Aber warum ist das Thema gerade jetzt so brisant?

Weil mit dieser Werbeaktion unsere Spendenbereitschaft wieder gesteigert werden soll. Die hatte durch die Klinikskandale der letzten Zeit erheblich gelitten. Man lässt sich das auch einiges kosten: Viele schöne bunte Broschüren und witzige Weiterlesen …

%d Bloggern gefällt das: