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Posts Tagged ‘Tod’

„Es sind die Lebenden, die den Toten die Augen schließen, und die Toten, die den Lebenden die Augen öffnen.“

Das Thema Organspende hatte ich hier auch schon behandelt, und der Artikel wird noch immer gut gelesen. In dem Atikel Wissenswertes rund um die Organspende … kommt gleich zu Anfang eine Krankenschwester zu Wort:

Seitdem ich selber hirntote Patienten versorgt habe,
glaube ich weder an den Hirntod noch an seine Definition.
Ich glaube meinen Augen, meinen Händen und meinem Gespür.
Andrea von Wilmowsky

Das folgende Video spürt dem Thema auf eine weitere Art nach. Es analysiert den Tod an sich und es sieht so aus, dass es auch hier wie an vielen anderen Stellen eine Wahrheit gibt, die unserem Kulturkreis abhanden kam, aus welchen Gründen auch immer. Ich stelle auch dieses ins Regal und mag jeder für sich seine eigenen Rückschlüsse ziehen:

Züchtigung – Tod der Liebe

November 16, 2014 113 Kommentare

Das Leben ist ganz einfach – wenn Menschen unbeschwert ganz fröhlich sein können.

Die an mich gerichtete Botschaft von Wolfgang Heuer:

„Du hast kürzlich mal geschrieben, daß du oft von denen “verhauen” worden bist, die – angeblich / vermeintlich? – dein “Bestes” wollten. Hast du jemals daran gedacht, ob bzw. inwieweit das auch mit DIR zu tun hat(te)?“

… war der Auslöser für diese Thematisierung. Danke für den Anstoß.

Vor ein paar Tagen bereits kündigte ich eine kritische Überprüfung unserer theoretischen Überlegungen zu Struktur und Systematik von Mensch, Leben und Welt an. Wie sollte sie aufgebaut sein? Schließlich betraten wir Weiterlesen …

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“Die Freiheit der Wahl” – Es gibt keine Alternative zur Auflösung als Erlösung …

Oktober 31, 2014 58 Kommentare
Einmal stirbst du, und dann ist alles Fragen zu Ende.
Und wenn du stirbst, wirst du entweder alles erfahren,
oder du wirst nicht mehr die Möglichkeit haben, zu fragen.
Leo Tolstoi

Diesen Beitrag schrieb Mr. Chattison als Kommentar zum Artikel Köstlichkeiten, kraus und schlicht – und da wieder sehr viele Erkenntnisimpulse enthalten sind, sei er hier zur weiteren Diskussion gestellt. Ein guter Titel wäre auch:

Darüber, wie der „gute“ Mensch durch Unterdrückung seines inneren Wolfes den äußeren befördert …

Die Erde von der Apollo 17 aus gesehen (Bild:Wikpedia)

Zum Film “Die Freiheit der Wahl”:

Zuallererst fühlte ich mich gedrängt, festzustellen, dass dieser Kosmos zu 99,9999…% ein extrem lebensfeindlicher, eben feindseliger Ort ist und das Gefasel von Schönheit und Ordnung desselben (die es tatsächlich gibt, aber nur auf einem extrem abstrakten Niveau) dem Leben selbst gar nichts schenkt.
Betonung auf “Schenken”.

Ohne extremste Ausnahmebedingungen von den kosmischen Standards wäre ein komplexes Leben hier vollkommen unmöglich. (Dringende Empfehlung hierzu: Stanislav Lem – Das Katastrophenprinzip: Die kreative Zerstörung im Weltall von 1983!!!).

Leben erscheint hier als Emergenz von einer wahrhaft endlosen Serie von auf ganz exquisite Weise verknüpften Unwahrscheinlichkeiten.

Und ohne drastischste Umwälzungen selbst innerhalb der bereits existierenden Erde mit bereits vorhandenen einfachen Lebensformen wäre selbst dann immer noch kein komplexes Leben entstanden.

Leben ist also ein Produkt einer schier unendlichen Serie von Katastrophen – von kosmischem Ausmass bis hin zu Myriaden individuell erfahrener Kleinstscheiterungen (Jede Sekunde müssen viele Zellen sterben, damit Dein Leben insgesamt grundsätzlich möglich bleibt!).

Wer da erwartet, dass das Leben ein lauschiger Platz ist und dahingehend konzipiert wurde, der hat da etwas Grundlegendes miss- oder gar nicht verstanden.

Unter dem Druck maximaler Feindseligkeit der Lebensumgebung, der permanenten Weiterlesen …

Nahtoderfahrungen, ein Raum von Licht und Schatten

Februar 19, 2014 46 Kommentare
Die Allegorie auf den Tod des Dauphins stellt dar, was ein Sterbender in einer Totenbett-Vision sehen könnte

Die Allegorie auf den Tod des Dauphins stellt dar, was ein Sterbender in einer Totenbett-Vision sehen könnte (Wikipedia)

Nahtod-Erfahrungen wurden den siebziger Jahren als Erlebnisse von Menschen bekannt, die an der Schwelle des Todes gestanden haben. Untersuchungen belegen aber, dass vergleichbare Begebenheiten zu allen Zeiten und kulturübergreifend berichtet wurden. Sie haben in der Geschichte der alten Kulturen eine deutliche Spur hinterlassen.

Der amerikanische Arzt Raymond A. Moody veröffentlichte 1975 das Buch Leben nach dem Tod: Die Erforschung einer unerklärlichen Erfahrung, in dem er über die merkwürdigen Begebenheiten berichtet, die damit einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde.

Aber seit ca. 25 Jahren hört man nur noch in spirituellen und esoterischen Kreisen von solchen Erlebnissen, da die Menschen sich nicht mehr dazu äußern. Das begann gezielt mit der Meinungsmanipulation über die Existenz der Seele, wo ein Arzt den Ausspruch machte, er habe schon viele Menschen aufgeschnitten, aber noch keine Seele gefunden! Ein Elektriker, der sich der Existenz seiner Seele bewusst war, konterte, er habe auch schon viele Meter Kabel aufgeschnitten und keinen Strom gefunden.

Nun, die Mittel der Manipulation laufen oft sehr subtil ab, aber es ist inzwischen wirklich so, dass Menschen für Weiterlesen …

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Angst vor dem Tod

Oktober 22, 2012 46 Kommentare

Das Thema “Angst vor dem Tod”, wie es Martin in seinem Artikel Wer ist stärker: der Mönch oder der General? antriggerte, ist dermaßen fundamental, dass ich nicht daran vorbeikomme, einige Bemerkungen hierzu anzuschließen:

Frage: Who am I?
Antwort: A temporary face in a cloud

… das ist AUCH und vor allem ganz grundsätzlich wahr. Ich bin eine zeitweilige Erscheinungsform. Anders herum: Der Tod ist die einzige und wirklich unerschütterliche Gewissheit, die wir haben – die notwendige Kehrseite der einzig möglichen Gewissheit “Ich bin”. Tod definiert Leben.

Jeder Mensch kann sich entweder der Wahrheit seines Todes zuwenden und ihm den Stellenwert im Leben geben, der ihm zukommt (und das ist KEINE morbide Angelegenheit), oder sich in Furcht davor abwenden (DIESE Furcht ist morbid!), mit unterschiedlichen Strategien, z.B.

  • Aufschieben: dauert ja noch 30, 40, 50 Jahre … hat noch Zeit.
  • Beschwichtigung: der Tod ist ja nicht endgültig, sondern Übergang zu Paradies, wahlweise Reinkarnation.
  • Ablenkung: da gibt´s unendlich viele Möglichkeiten – Heim, Arbeit, Familie, Sport, Einkaufen, Bücher, Fernsehen, Süchte, Hobbies, oberflächliche Gespräche, tägliche Routinen …

Das MUSS natürlich nicht so sein, ist es aber in vielen Fällen – mehrheitlich, soweit ich sehe. Und das ist für mich der wesentliche Weiterlesen …

Gibt es die Reinkarnation doch?

Der Tod ist nicht der Untergang, der alles aufhebt und zerstört, sondern eine Wanderung und der Beginn eines anderen Lebens, welches ein Ende nicht hat.
Marcus Tullius Cicero, römischer Philosoph, Schriftsteller, Politiker und der berühmteste Redner Roms und Konsul

Bisher war das Thema Seelenwanderung für mich eines aus dem Reich der Science Fiction, Mystik oder Esotherik. Da ich im katholischen Glauben aufgewachsen bin (nicht streng), kam in meinem christlichen Weltbild das erneute Reinkarnieren der Seele nicht vor. Nach meiner Kommunion war mir klar, dass dieses „komische“ Konstrukt einer Religion mit zürnendem Gott und allwissendem, immer Recht-habenden Papst als seinen Vertreter auf Erden für mich wenig akzeptabel vor. Ich sah mich dann besonders auch nach meinem Physikstudium lange als Atheisten. Nach über vier Jahren des Schreibens und Hinterfragens vieler anderer Glaubenssätze finde ich mich im letzten Jahr als Agnostiker, also einem, der sich etwas Schöpfendes vorstellen kann, aber keiner Religion anhängt.

In letzter Zeit habe ich allerdings immer mehr Hinweise darauf bekommen, dass die Idee der Seelenwanderung gar nicht so abwegig ist, das auch im Kontext unserer aktuellen These:

Der Sinn des Lebens könnte sein, zu mehr Erkenntnis des Gesamtbewusstseins des Schöpfers beizutragen.

Hier steckt zwar noch nicht direkt die Idee der Reinkarnation drin. Jedoch wäre es denkbar, dass das Unbewusste (Seele?) nach einem Aufenthalt wo auch immer in einen neuen Körper gelangt, dabei mit einem „frischen“ Geist (Bewusstsein) versehen wird, um sich so als ein am Ende zuträgliches Wesen Schritt für Schritt weiterentwickeln zu können. Soweit waren meine Gedanken, bis ich mich dann in weitere Texte vertieft habe. Angefangen wie immer habe ich mit einen Blick ins Wikipedia. Und es gab dabei mal wieder eine Menge Ahs und Ohs für mich.

Sowohl im Hinduismus als auch Buddhismus ist die Idee der Reinkarnation ein fester Weiterlesen …

Wenn wir in der Hand Gottes sind, sollten wir Kernkraftwerke abschalten

März 17, 2011 1 Kommentar

Unserer Bundeskanzlerin hat heute morgen festgestellt, dass wir uns in den Händen Gottes befinden. Damit hat sie das wichtigste Argument ausgesprochen, warum wir unsere Kernkraftwerke abschalten sollten. Denn was ist, wenn Gott mal wieder nicht über uns wachen konnte, wie jetzt in Japan, zuvor in Tschernobyl und davor in Harrisburg, und den vielen anderen Katastrophen, die wir mit Schrecken verfolgen mussten?

Oder hat Gott uns mit dieser Katastrophe, weil er sich anders nicht mitteilen mag, sagen wollen, dass wir es doch bitte lassen sollen?

Es gibt auch Leute, die argumentieren, dass Deutschland nicht mit der Kerntechnik aufhören kann, weil andere es auch nicht tun.  Da kann man nur entgegen: Wenn Weiterlesen …

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