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Posts Tagged ‘Teilen und Herrschen’

Klimawandel? Schluss mit der Spaltung: Umweltschutz!

Oktober 27, 2019 9 Kommentare

Im Kohlendioxid-Streit bekämpfen viele Aktivisten lieber einander als die Katastrophe, die alle bedroht.

von Andrea Drescher, Erstveröffentlichung auf Rubikon

Es gibt so viel zu tun, jetzt, hier und sofort, um Natur und Klima zu schützen. Doch statt sich gemeinsam dafür einzusetzen, dass Staaten und Konzerne nicht weiter gnadenlos unwiderrufliche Schäden anrichten, prügeln grade in der alternativen Szene Anhänger und Gegner der CO2-These verbal aufeinander ein. Das führt zu einer weiteren Spaltung – auch innerhalb der Friedensbewegung. Man könnte meinen, das ist gewollt. Spaltung kann man überwinden, wenn man will. Im Rahmen meiner Möglichkeiten möchte ich dazu beitragen.

Ich spreche mit jedem. Zumindest mit jedem, der nicht gewaltaffin ist. Darum befinden sich in meiner Filterblase Vertreter aller Gruppen zum Thema Klima. Da gibt es Menschen, die der CO2-These in Bezug auf den Klimawandel nicht folgen — im heutigen Diffamierungsdeutsch „Klimaleugner“ genannt. Dann gibt es Menschen, die von der CO2-These zu 100 Prozent überzeugt sind — diese werden dann oft verächtlich als Klimareligioten bezeichnet. Viel abwertender als mit „Leugner“ und „Religiot“ kann man die Position des Gegenübers kaum bezeichnen. Die Gruppe Menschen, die unsicher sind, die nicht wissen, was richtig oder falsch ist, und die sich mangels fundierter fachlicher Kenntnisse kein eigenes Urteil erlauben, werden meist Skeptiker genannt — eine etwas freundlichere Bezeichnung verglichen mit den beiden anderen Gruppen, aber je nach Position des Diskutanten meist eher abwertend.

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Identitätspolitik und der Terror der Differenz

Es gibt ein neues Online-Magazin, dass recht vielversprechend gestartet ist: RUBIKON. Aus dem Artikel „Angriffe auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt – Die von links wie rechts geschürten „Identitätsillusionen“ zerstören das, was Gesellschaft ausmacht. Ein politischer Essay“ möchte ich die zweite Hälfte gerne komplett nochmals bringen, zumal die Lizenz dies unter Nennung und ohne Änderung erlaubt. Lasst Euch inspirieren. Der erste Teil ist übrigens nicht minder lesenswert:

Identitätspolitik und der Terror der Differenz

Eine andere Strategie zur Brechung der Macht der Vielen besteht im Terror der Differenz. Divide et impera! Teile – oder besser: spalte! – und herrsche! Da die Macht der Vielen aus ihrer Brüderlichkeit erwächst und zu einem einvernehmlichen Handeln führen kann, hätten die Machteliten dem wenig entgegenzusetzen. Deshalb säen sie Zwietracht und schüren Konflikte zwischen den Unterworfenen, damit diese nicht zueinander finden, um gemeinsam ihre demokratischen Ansprüche durchzusetzen. Geheimdienste, Stiftungen und Think Tanks setzen systematisch auf die Kraft der Zersetzung.

Im geostrategischen Interesse etwa werden regionale Konflikt zwischen ethnischen und religiösen Gruppen forciert, um in widerspenstigen Staaten einen ›Regime Change‹ herbeizuführen, damit der Zugriff auf Rohstoffe und die Errichtung von Militärbasen möglich wird. Die militärischen Eingriffe lassen sich der heimischen Öffentlichkeit sogar moralisierend als ›humanitäre Kriege‹ verkaufen. Nicht selten hinterlassen solche Interventionen dann statt der versprochenen Demokratien ›failed states‹, gescheiterte Staaten, in denen trotz etablierter Institutionen kein Gemeinwesen zustande kommt, das diese Strukturen trägt und mit Sinn erfüllen kann.

Als Variante des Soft-Terrors erscheint die Weiterlesen …

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