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Wie Werner von Siemens eine intakte Unternehmenskultur schuf – Teil VI: Wertekonflikte lösen mit Verstand und Gefühl

Akademie für natürliche Führung

Zum Ende des Spannungsbogens dieser Reihe, die Kunst, wie Sie Ihre Ergebnisse verbessern können. Wie das vor Freud eigentlich schon immer gegangen ist:

  • Mit der Widerlegung des Eisbergmodells (Teil II) verfliegt die Phobie vor der grauenvollen Unterseite des Eisbergmodells, die Freud und Schein allen braven Managern eingeredet haben. Diese Phobie schränkt deren Blick und Handlungsfähigkeit ein auf die Oberseite, insbesondere auf Zahlen, Daten und Fakten – und lässt sie die Werte vernachlässigen .

Formuliere das Problem, das Du lösen willst, schriftlich. Zerlege dieses Problem solange in Einzelprobleme, bis es überschaubar wird und lösbar erscheint.

Achte auf den Gesamtzusammenhang, ordne und visualisiere die einzelnen Teile so, daß Du das Ganze überblickst und nichts aus dem Auge verlierst.

Prüfe sodann die Tatsachen und nehme nichts als gegeben hin.

Löse sodann konsequent und treffsicher ein Teilproblem nach dem anderen. (Descartes)

  • Beherrschen Sie nun den nach Freud und Schein unbeherrschbaren Unterteil, indem Sie diesen nach Descartes als System verstehen, viele einzelne arbeitshemmende und ergebnisschädliche Wertekonflikte darin diagnostizieren und einzeln konstruktiv lösen. Die Verbesserung des Teamgeistes in Ihrer Unternehmenseinheit ist dann eine Art „positiver Nebenwirkung“ daraus. Allerdings dürfen Sie das nur für Wertekonflikte Ihres Verantwortungsbereichs tun.

So lähmend Beobachter, die jede kleinste Abweichung vom angekündigten Weg zum Spott benutzen wollen, so viel besser geht das subversiv:

Vorbildprinzip: Erst erfolgreich handeln, dann vielleicht darüber reden. Nach erkennbarem Erfolg sind Erläuterungen glaubhafter.

Wozu ein Ziel wie „Verbesserung des Teamgeistes“? Im Sinne von Descartes und Ihrer Weiterlesen …

Rezension – Evolutionsmanagement – Von der Natur lernen: Unternehmen entwickeln und langfristig steuern

September 23, 2012 1 Kommentar

Klaus-Stephan Otto, Uwe Nolting, Christel Bässler: Evolutionsmanagement – Von der Natur lernen: Unternehmen entwickeln und langfristig steuern, Hanser, 2007

Gras wächst nicht schneller wenn man daran zieht (Remo Largo).

Diese Erkenntnis aus dem Erziehungs- und Bildungsbereich ist direkt auf das Management von Unternehmen übertragbar. Die LeserInnen werden durch das einleitende Zitat mit einer alten Weisheit konfrontiert. Traditionell stammen betriebswirtschaftliche Erklärungsmuster eher aus dem Bereich Technik als aus
dem Bereich Biologie, erstaunlich, hat doch die Evolution erheblich mehr an ausgereiften und langjährig bewährten Weisheiten und Erfolgsmustern vorzuweisen.

Darüber geht es letztlich in dem Buch, innezuhalten und zu reflektieren, ob und wie sich Erklärungsmuster aus der Natur recht zwanglos für Organisations-Prozesse und Strukturen eignen. Die Zerlegung komplexer Sachverhalte in endlose Spezialisierungen macht Dinge nicht automatisch einfacher und ist oft mehr der Mentalität als der Realität geschuldet.

Nicht alle Kapitel können hier angesprochen werden, die wichtigsten Aspekte sind Weiterlesen …

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