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Posts Tagged ‘Tauschökonomie’

Was ist die Matrix? … Scheinwelt versus Realwelt

Agent Smith in Matrix

Was du weißt, kannst du nicht erklären, aber du fühlst es. Du hast dein ganzes Leben lang gespürt, das mit der Welt, was nicht stimmt. Du weißt nicht, was es ist, aber du weißt, es ist da, wie ein Splitter in deinem Verstand, der dich zum Wahnsinn treibt.
Morpheus – im Film Matrix

Unser Verstand ist manipuliert. Nein, es folgt nun keine Verschwörungs-, sondern eine Systemtheorie.

Es gibt etwas, an das wir alle glauben, was uns von Kind an erzählt und beigebracht wurde, was die meisten von uns wohl noch nie in Frage gestellt haben und als unumstößliche Gesetzmäßigkeit hinnehmen. Jedoch ist die Vorstellung von Eigentum, das hier gemeint ist, lediglich ein Konstrukt des menschlichen Verstandes und kommt ansonsten in der Natur eigentlich gar nicht vor. Deshalb ist es eben auch kein unabänderliches Naturgesetz, das gilt, egal ob wir wollen oder nicht, sondern ein juristisches Gesetz, in dem es um das Verfügungsrecht geht. “Was mir gehört, über das darf ich ganz allein bestimmen und andere auch davon ausschließen!” Von Verfügung über Menschen selbst, was man als Sklaverei bezeichnet, haben wir uns weitgehend emanzipiert. Jedoch ist die alleinige Verfügungsgewalt – und damit Macht (!) – über gegenständliche Objekte und Dinge bis heute noch immer völlig legal. Problematisch wird es im Grunde ja auch erst dann, wenn diese Objekte die Lebensgrundlage für andere Menschen bilden oder diese Objekte zur Herstellung eben dieser Lebensgrundlagen erforderlich sind. Dann geraten genau jene Menschen in ein Abhängigkeitsverhältnis vom Eigentümer und damit in eine Position, die es erlaubt, sie auszubeuten, indem sie einen Teil ihrer Arbeitskraft und Lebenszeit an den Eigentümer entrichten müssen, um weiterhin Zugang zu ihren Lebensgrundlagen zu erhalten. Der Eigentümer hat damit indirekt Macht über die Menschen.

Die Medaille des Eigentums hat aber auch noch eine Kehrseite. Während das Eigentum einerseits ein Zustandsattribut darstellt, das wir Dingen zuordnen, steht das miteinander Tauschen auf der Rückseite und stellt als Prozess dar, wie wir mit den Objekten umgehen. Dies praktizieren wir dann tagtäglich. Zumeist unbewusst. An der Kasse, auf eBay, am Kaffeeautomat, im Tauschring und sogar zu Weihnachten mittels Geschenken. Völlig normal. Alltag.
Dabei ordnen wir jedem Objekt einen Wert zu, einen sogenannten Tauschwert. Landläufig auch Preis genannt. Der muss aber auch nicht in Euro sein! Nicht mal in einer anderen Landeswährung!! Man kann einen Tauschwert auch in Zigaretten angeben oder Bananen. Sogar als (Treue-)Punkte oder auch in Minuten Lebenszeit… Wichtig dabei sind nur zwei Sachen: erstens, dass jemand bereit ist, damit zu tauschen und zweitens – ganz wichtig – dass es irgendwie abzählbar ist. Nun ja, das Tauschmittel sollte vielleicht auch knapp sein… Geld erfüllt genau diese Eigenschaften am besten und da wir alle ganz gut damit vertraut sind, tauschen wir in unseren Breiten eben am liebsten mit Euro.

Aus der Vorstellung von Eigentum und der sozialen Praktik des miteinander Weiterlesen …

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Eine kleine Geschichte vom wohligen Tauschen

Dezember 9, 2011 1 Kommentar
Bild: unbekannter Künstler

Bild: unbekannter Künstler

DIE KLEINEN LEUTE VON SWABEDOO, Verfasser unbekannt

Vor langer, langer Zeit lebten kleine Leute auf der Erde. Die meisten von ihnen wohnten im Dorf Swabedoo, und sie nannten sich Swabedoodahs. Sie waren sehr glücklich und liefen herum mit einem Lächeln bis hinter die Ohren und grüßten jedermann.

Was die Swabedoodahs am meisten liebten, war, einander warme, weiche Pelzchen zu schenken. Ein jeder von ihnen trug über seiner Schulter einen Beutel und der Beutel war angefüllt mit weichen Pelzchen. So oft sich Swabedoodahs trafen, gab der eine dem anderen ein Pelzchen. Es ist sehr schön, einem anderen ein warmes, weiches Pelzchen zu schenken. Es sagt dem anderen, daß er etwas Besonderes ist es ist eine Art zu sagen „Ich mag Dich!“ Und ebenso schön ist es, von einem anderen ein solches Pelzchen zu bekommen. Du spürst, wie warm und flaumig es an deinem Gesicht ist, und es ist ein wundervolles Gefühl, wenn du es sanft und leicht zu den anderen in deinen Beutel legst. Du fühlst. dich anerkannt und geliebt, wenn jemand dir ein Pelzchen schenkt, und du möchtest auch gleich etwas Gutes, Schönes tun. Die kleinen Leute von Swabedoo gaben und bekamen gern weiche, warme Pelzchen, und ihr gemeinsames Leben war ganz ohne Zweifel sehr glücklich und fröhlich.

Außerhalb des Dorfes, in einer kalten, dunklen Höhle, wohnte ein großer, grüner Kobold. Eigentlich wollte er gar nicht allein dort draußen wohnen, und manchmal war er sehr einsam. Er hatte schon einige Male am Rand des Dorfes gestanden und Weiterlesen …

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