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Ist der Begriff Freiheit eine hohle Nuss?

November 10, 2017 15 Kommentare

Ausschnitt des Buchdeckels

Ich habe gerade das neue Buch von Axel Schlote mit dem Titel Das Blendwerk von Freiheit, Wohlstand und Demokratie: Die heilige Triade des Egoismus begonnen zu lesen und möchte hieraus eine Passage bringen, die zeigt, wie wenig frei doch Mensch ist, wenn er seine vermeintliche Freiheit dazu nutzt, zu tun, was ihm angeblich so viel Spaß bereitet. Für Axel sieht das mit dem Überleben der Menschheit doch sehr düster aus, sieht er doch noch durch die alte Brille jener Apologeten der liberalen Wirtschaft und Staatsverfechter, die eben dieses Bildnis des schlechten Menschen als Rechtfertigung brauchen, um ihn mit passenden Gesetzen zu bändigen, ihn vor sich selbst zu schätzen. Er hat noch den Homo Oeconomicus im Auge, der aufgrund der intrinsischen Gier nach dem Leben allein auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist (übrigens sehr gut widerlegt von ‚Wild Dueck‘ in seinem Buch Abschied vom Homo Oeconomicus: Warum wir eine neue ökonomische Vernunft brauchen)

Was seinen Blick auf die Freiheit betrifft, so kommt er zumindest zu einem ähnlich Schluss wie es Frithjof Bergmann formuliert: Es gibt kaum Freiheit, da es überwiegend Abhängigkeiten gibt (siehe: Die Freiheit leben). Aber bevor ich schon wieder zu viel schwätze, lassen wir doch mal den Axel ran:


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Anonym-Hierarchisch-Bürokratische-System-Zivilisation (AHBSZ)

November 30, 2014 56 Kommentare
Martin Sigl

Martin Sigl

Martin Sigl postete gerade auf Facebook einen Text, der Wolfgangs Thema der Kollektiven ZivilisationsNeurose (KZN) noch etwas anders fasst und klar macht, dass aufgrund unseres Raub- und Knechtungssystems die Süchte als Flucht weiter zunehmen werden.

Herrschaft und kein Ende

Die allermeisten Menschen leben in einer Welt, die ihnen vor allem widerfährt. Es ist eine Welt, in der ihre Gestaltungskräfte nicht mehr den Erdboden in einer Weise erreichen, wie sie früher schon deshalb üblich war, weil das ursprüngliche Leben gar nicht anders funktionieren konnte. Der Mensch stand mit beiden Beinen auf dem Boden. Diese Veränderung in der Erlebensweise der Welt führt dazu, dass ihre Empfindungen nicht mehr zu dem passen, was ihnen alltäglich widerfährt.

Dieses Auseinanderklaffen von Befindlichkeit und Sein könnte man sogar in der Formulierung ausdrücken: Viele, die erfolgreich sind, sind heimlich krank und viele die so zusagen „privat“ aber eben nicht „öffentlich“ krank sind, sind erfolgreich. Erfolg ist also nicht mehr nur damit gleichzusetzen, dass es den Erfolgreichen gut geht.

Dass dieses bei Menschen, die nicht erfolgreich sind, nicht anders ist, wird eher akzeptiert. Aber im Wesentlichen nehmen sich die beiden „Populationen“ – oder „Stichproben“ nichts.

Entsprechend dominieren zunehmend die chronifizierten psychosomatischen Krankheiten, die vorwiegend durch Psychopharmaka so weit gedämpft werden, dass die Menschen trotzdem oftmals bis ins hohe Alter damit lebensfähig sind. Hinzukommen dann mit der höheren Lebenserwartung kranker Menschen noch Weiterlesen …

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