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Posts Tagged ‘Staatswesen’

Wenn – Staat und Politik – die Basis von „Zivilisation“ sind …

Dezember 31, 2019 17 Kommentare

Eine Regierung muss sparsam sein, weil das Geld, das sie erhält, aus dem Blut und Schweiß ihres Volkes stammt. Es ist gerecht, dass jeder einzelne dazu beiträgt, die Ausgaben des Staates tragen zu helfen. Aber es ist nicht gerecht, dass er die Hälfte seines jährlichen Einkommens mit dem Staate teilen muss.

Friedrich II. der Große 

Ich möchte mal wieder einen Text eines Libertären aufgreifen, der die Unterordnung der Menschen unter ein anonymes Staatswesen anprangert und aufzeigt, was dabei aus eigentlich kreativen Menschen wird, und dass am Ende ein totalitäres Ende kommen muss. Was meint Ihr, hat er Recht?


… oder Tod des Menschen durch Mutation zum politischen Staatsbürger

Wenn Andere es als Freiheit betrachten, gewaltsam in das Leben wieder Anderer und in ihre Eigentumsverhältnisse einzugreifen – das Leben und Eigentum der jeweils – meist vollkommen fremden – Anderen, die sie nach Belieben „in Schubladen“ kategorisieren – fern ab jeglicher Realität und fern ab jeglicher Anerkennung dessen, was die tatsächliche individuelle Natur des einzelnen und zum Bestandteil der künstlichen, toten Masse degradierter Menschen ist – was ist dann noch von der Freiheit übrig und was soll dann noch an Wahrem übrig bleiben? Was macht es dann für einen Unterschied, welche Partei regiert usw.? Ich behaupte: gar keinen. Wenn immer mehr Menschen politisch agieren, urteilen und fordern, ziehen sie alles in ihren giftigen Sog, weil auch immer mehr aus der steigenden Menge derjenigen Betroffenen, die nur in Ruhe gelassen werden wollen, mit einer steigender Wahrscheinlichkeit auch politisch werden, aus dem Gefühl der Ohnmacht heraus, sich ohne den Staat nicht befreien zu können … Der Staat selber wird selbstverständlich mit all seiner Kraft und Ideologie gegenüber der vollkommen fremden Masse immer die Positionen stützen, die ihm die Macht und den Profit erhalten und ausweiten. Ab dem Punkt ist jede Wahrheit hinfällig!

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Vom neuen Götzen! … Nennen wir ihn Staat …

November 3, 2018 23 Kommentare

Seit Kindesbeinen an schallt es uns, welche Wohltat uns doch unser Staat bedeutet: Er schützt uns vor den Bösen und sorgt sich um uns. In vielen Artikel haben wir hier immer wieder anschauen dürfen, dass es auch und besonders auch ganz andere Seiten des Staates gibt, die eben weniger zum Schutz der Armen funktioniert (siehe z.B.: Vom sozialstaatlichen Waterboarding namens Hartz IV), sondern sich hier viel mehr ein Schutz der Reichen entwickelt, und zwar desto reicher, desto schützenswerter.

Meiner meiner ersten Artikel zeigte mit wenigen Gedanken auf, warum der Staat nicht wirklich zuträglich für eine Gemeinschaft ist: Ist der Staat als Gesellschaftsform wirklich sinnvoll? Sich zu viel mit den Irrungen des Staatswesens zu beschäftigen, scheint so manchen geistig ziemlich anstrengend gewesen zu sein. Von einem solchen stammen die folgenden denkwürdigen Zeilen mit Blick auf den Staat:

Friedrich Nietzsche – Bild: Wikipedia

Vom neuen Götzen!

Irgendwo giebt es noch Völker und Heerden, doch nicht bei uns, meine Brüder: da giebt es Staaten.

Staat? Was ist das? Wohlan! Jetzt thut mir die Ohren auf, denn jetzt sage ich euch mein Wort vom Tode der Völker.

Staat heisst das kälteste aller kalten Ungeheuer. Kalt lügt es auch; und diese Lüge kriecht aus seinem Munde: „Ich, der Staat, bin das Volk.“
Lüge ist’s! Schaffende waren es, die schufen die Völker und hängten einen Glauben und eine Liebe über sie hin: also dienten sie dem Leben.
Vernichter sind es, die stellen Fallen auf für Viele und heissen sie Staat: sie hängen ein Schwert und hundert Begierden über sie hin.

Wo es noch Volk giebt, da versteht es den Staat nicht und hasst ihn als bösen Blick und Sünde an Sitten und Rechten.

Dieses Zeichen gebe ich euch: jedes Volk spricht seine Zunge des Guten und Bösen: die versteht der Nachbar nicht. Seine Sprache erfand es sich in Sitten und Rechten.

Aber der Staat lügt in allen Zungen des Guten und Bösen; und was er auch redet, er lügt — und was er auch hat, gestohlen hat er’s.
Falsch ist alles an ihm; mit gestohlenen Zähnen beisst er, der Bissige. Falsch sind selbst seine Eingeweide.

Sprachverwirrung des Guten und Bösen: dieses Zeichen gebe ich euch als Zeichen des Staates. Wahrlich, den Willen zum Tode deutet dieses Zeichen! Wahrlich, es winkt den Predigern des Todes!

Viel zu Viele werden geboren: für die Überflüssigen ward der Staat erfunden!
Seht mir doch, wie er sie an sich lockt, die Viel-zu-Vielen! Wie er sie schlingt und kaut und wiederkäut!

„Auf der Erde ist nichts Grösseres als ich: der ordnende Finger bin ich Gottes“ — also brüllt das Unthier. Und nicht nur Langgeohrte und Kurzgeäugte sinken auf die Kniee! Weiterlesen …

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Von der gefährlichsten aller Evangelien …

Den Libertären Larken Rose haben wir hier schon einige Male kennen gelernt, zuletzt im Artikel Was ist so schlecht an Nazis?. Ich möchte einen weiteren interessanten Vortrag vorstellen, den Larken im Juni 2012 in der Rolle eines Priesters als Predigt vor den Teilnehmern des Porcupine Freedom Festival, kurz PorcFest, in New Hampshire, hielt. In der Predigt zitiert er das erste Buch der Politiker, Kapitel 1, Vers 1 aus dem Regierungsevangelium. Darin sind die Verhaltensregeln für die Staatsgläubigen niedergeschrieben, die sie einhalten müssen, um erlöst zu werden. Hier ein kurzer Auszug:

… Wir [die Politiker] sind eure göttliche Regierung und hier sind eure Gebote:

  • Ihr sollt neben der Regierung keine anderen Götter haben.
  • Ihr sollte keine moralischen Prinzipien und Werte über die willkürlichen Launen der Politiker stellen.
  • Ihr sollt nicht schlecht über die Politiker und uns, die Hohenpriester des Staates reden. Jene, die das tun, sind in unseren Augen Sünder, Terroristen und Kriminelle und sollen für immer in der Versenkung verschwinden.
  • Vergesst niemals den heiligen Wahltag.
  • Verurteilt niemals einen Politiker und ihre Söldner, sonst setzen wir euch auf die NoFlyList.
  • Ehret eure Kongress-Abgeordneten und Senatoren. Es möge genug auf ihr Land regnen, dass euch die göttliche Regierung zuvor genommen hat.
  • Ihr sollt morden, in dem ihr eure Stimmen Denjenigen gebt, die unendliche Kriegshetze betreiben. Ihr sollt töten, wann immer es die Regierung befiehlt. Und das Töten sollt ihr nennen „Landesverteidigung“, dem Land dienen und Demokratie bringen.
  • Es wird nichts Ruhmvolleres geben, als um die halbe Welt zu reisen, und vollkommen fremde Menschen zu ermorden, wenn wir es befehlen.
  • Ihr sollt stehlen, in dem ihr eure Stimme dafür gebt, dass eure Nächsten besteuert werden. Und Jeden, der sich dagegen wehrt, sollt ihr hassen und verfolgen.
  • Ihr sollt begehren eures Nächsten Einkommen, Auto und Haus, und Alles, was euren Nächsten gehört. Ihr sollt eure Regierung anflehen, den Nächsten zu nehmen und euch zu übergeben.
  • Wahrlich sagen wir Euch, dass es gierig und selbstsüchtig ist, das zu behalten, was ihr verdient habt, aber dass es ehrenhaft und tugendhaft ist, uns zu bitten, das wegzunehmen, was eure Nächsten verdient haben.
  • Ihr sollt falsches Zeugnis ablegen, in dem ihr Diebe und Räuber öffentliche Bedienstete nennt, indem ihr Tyrannen und Einbrecher Anführer und Repräsentanten nennt, und indem Diejenigen, die für Freiheit für Alle eintreten, als Kriminelle und Terroristen bezeichnet.
  • ….

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