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Posts Tagged ‘Soziokratie’

Wie Demokratie wirklich gelingen könnte …

Wenn die einen Experten Etwas behaupten, gibt es andere Experten, die etwas Anderes behaupten und weitere Experten, die einen ganz anderen Ansatz zur Lösung einer Aufgabe parat haben.

Ich wünschte, wir kämen möglichst bald zu einer im Ergebnis offenen, öffentlichen und auch für Laien nachvollziehbar geführten Debatte, an deren Ende ein sachlich fundiertes Ergebnis für den besten Weg stünde, dem die Gemeinschaft dann mit Herz und Hand folgen kann.

Wir bräuchten endlich eine öffentliche Arena jenseits der ausgetretenen Pfade von Bundestags – und Landtagsdebatten und den ewig gestrigen Talk Shows …. 

Die digitalen Medien böten potentiell erheblich weitere und differenziertere Räume für sachbezogene und mit Fakten belegbare Auseinandersetzungen über den besten Weg zu Einigkeit und Recht und Freiheit, wonach wir doch brüderlich mit Herz und Hand zu streben angehalten sind.

Doch mir scheint, dass die großen Akteure auf den etablierten Bühnen von Politik und Gesellschaft an einer völlig transparenten Entwicklung von Entscheidungen unter direkter Einbeziehung der Bevölkerung keinerlei Interesse haben …. weil sie dann alle Masken fallen lassen müssten.“

Kommentierte Udo Rohner auf Facebook, und ich stimme 100% zu.

Dass das mit dem Parteiensystem hinten und vorne nicht aufgehen kann, das hatten wir in vielen Beiträgen, aber besonders in diesem Artikel gut dargestellt bekommen: Über unser Parteiensystem, Gleichgültigkeit und das Führenlassen – eine Kritik. Wie das ohne Parteiensystem sehr gut funktionierte, was uns unsere Medien so nie erzähl haben, das konnte man sich im Libyen vor der Zerbombung anschauen, siehe: Können wir von Libyens ehemaliger Basisdemokratie lernen?

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Utopie Commoning? – Ein Blick zurück aus dem 22. Jarhundert

Dies ist der zweite Beitrag einer Serien von Texten, die ich zum Teilen mit Euch zum Thema Commoning erhielt (zum 1. Beitrag). Es ist eine Kurzgeschichte aus der Perspektive eines Mädchens, das sich im 22. Jahrhundert von ihrer Uroma das Leben aus ihrer Zeit erzählen, und dies auf dem Hintergrund ihres heutigen Lebens kaum verstehen kann. Lasst Euch überraschen: 

Ein historischer Tag

Lotte blinzelt noch etwas verschlafen, als sie die Sonnenstrahlen durch ihr Zimmerfenster an der Nase wach kitzeln. Langsam richtet sie sich in ihrem Bett auf und wirft einen Blick hinaus. Die Sonne lugt gerade zwischen einigen Wolken hervor und taucht den ansonsten noch relativ tristen Morgen des Frühjahrs in einen kurzen, fast sommerlichen Anblick. Die Bäume und Sträucher, die sie reichhaltig erblicken kann, sind tatsächlich schon ziemlich grün. Das war der Dreizehnjährigen bis zum Vortag noch gar nicht aufgefallen. Sie öffnet das Fenster und schaut hinaus in die Großstadt des 22. Jahrhunderts, in der sie lebt. Die Vögel zwitschern ihr alltägliches Morgenkonzert, ein paar Hasen und Eichhörnchen huschen umher, ab und an rollt fast lautlos ein kleines Auto vorbei, die vielen Fahrräder sind am Ende lauter. Doch am lautesten erscheinen letztlich die Vielzahl von Unterhaltungen der unzähligen Menschen unten entlang der einspurigen Straße, die sich zwischen weitläufigen Grünstreifen entlang schlängelt. Schließlich wohnen in der Stadt weit über 10 Millionen Menschen. Den Weckruf des Hahns im Garten des Nachbarblocks hat sie heute offenbar verpasst. Lotte atmet tief ein und glaubt, bereits den nahenden Frühling riechen zu können. Der Geruch frischer Blüte liegt jedenfalls in der Luft und gibt Lotte zusätzliche Kraft und Energie, um in den Tag zu starten.

„Mutti und Vati sind nicht in ihrem Zimmer. Offenbar sind sie bereits Weiterlesen …

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Utopie? Commons im Neuen Dorf

Ich habe gerade einige Texte erhalten, die das Thema Commoning weiter ausführen und freue mich, dass ich sie mit Euch teilen darf:

Commons im Neuen Dorf

Im Neuen Dorf bemüht man sich aktiv um den Gemeinschaftssinn. Angetrieben durch den Wunsch, das Bedürfnis eines jeden nach Sicherheit durch gelungene Beziehungen zu seinen Mitmenschen zu stillen, will man hier nicht nur auf nachbarschaftliche Art und Weise nebeneinander wohnen, sondern auch – je nach Belieben – enger miteinander kooperieren. Ziel ist dabei, sich gegenseitig zu unterstützen und sich auch nicht nur in der Not aufeinander verlassen zu können. Weil die Menschen im Neuen Dorf die Commons als etwas erkannt haben, das Gemeinschaft stiften kann, versuchen sie diese, in ihrem Lebensumfeld so weit wie möglich zu etablieren.

Commons ist ein sich zunehmend durchsetzender Begriff für Gemeingüter, bei denen weniger das Besitzen als viel mehr das Pflegen und Nutzen selbiger im Mittelpunkt steht, was dann als Prozess auch als Commoning bezeichnet wird. Da das miteinander Teilen von Dingen aber oft nicht ganz einfach ist, gehört für die betroffenen Menschen neben der Nutzung und Pflege immer genauso dazu, gemeinsame Regeln zu finden, die allen ein Gefühl von Gerechtigkeit vermitteln und dafür sorgen, dass niemand übervorteilt wird.

Für die Menschen im Neuen Dorf ist das Weiterlesen …

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