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Posts Tagged ‘soziale Ökonomie’

Sind Genossenschaften die Lösung zur Begegnung der aufkommenden sozialen Kälte?

Der folgende Artikel war einer der ersten auf meinem Blog, und ich möchte ihn aus gegebenem Anlass doch nochmals nach vorne holen, geht es doch darum, was wir selbst ändern können und wo wir unsere Energie soinnvoll zu einem Leben auf Augenhöhe einbringen könne:

Ich hatte in einem letzten Post von Tony Judt berichtet, der feststellte, dass wir mit der Profitorientierung nicht mehr weiterleben können. Er fordert uns auf, den Staat neuzudefinieren, wieder zu ethisch fundierter, politischer Debatte zurückzufinden, über Alternativen nachzudenken. Und das will ich mit diesem Post versuchen.

Auf der Suche nach alternativen Gesellschaftsmodellen bin ich auf den Begriff der Genossenschaften gestoßen und wollte wissen, welche Vorteile diese haben. In Wikipedia findet man: „Das zentrale Anliegen von Genossenschaften ist es, gemeinsame wirtschaftliche, soziale und kulturelle Bedürfnisse zu befriedigen. Weltweit sind mindestens 700 Millionen Mitglieder an Genossenschaften beteiligt …“.

Das sind schon mal zwei wichtige Botschaften. Die eine behandelt die Bedürfnisbefriedigung, das meint vermutlich auch weniger eine Bedürfnisweckung zu etwas, was ich eigentlich gar nicht brauche. Und das andere ist die beeindruckend hohe Zahl der Mitglieder. Fast ein 1/10 der Weltbevölkerung arbeitet schon in Genossenschaften. In Europa sollen es 140 Millionen Mitglieder in 300.000 Genossenschaften und 2,3 Millionen Arbeitsplätzen geben. Aufgrund dieser großen Zahlen hatte ich mich entschieden, nicht „Werden Genossenschaften wieder modern“ zu titeln. Mich wundert allerdings, dass mir bisher so wenige Genossenschaften begegnet sind.

Erstaunt war ich über Weiterlesen …

Perspektivwechsel: Putzkräfte sind wertvoller als Banker

Roland Forberger geht in seinem Artikel Humankapital: der Preis des Menschen den Auswirkungen in unserer Gesellschaft nach, wenn wir den Menschen nach seinem Können und Nutzen für die Ökonomie  bewerten und be-/ver-ur-teil-en. Passend dazu fand ich einen Artikel, der eine interessante, neue Perspektive auf die Bewertung des Nutzens von Berufsgruppen für unsere Gemeinschaft vornimmt und zu äußerst überraschenden Ergebnissen kommt:

Kann man den gesellschaftlichen Wert von Berufsgruppen ermitteln? Britische Ökonomen haben es versucht. Ihr Resultat: Während Putzkräfte in einem Spital für jeden Euro Lohn, den sie erhalten, einen sozialen Wert von elf Euro schaffen, vernichten Banker acht Euro.

Am schlimmsten sind die Steuerberater

Insgesamt haben die Ökonomen sechs Berufsgruppen analysiert. Hier eine Auswahl: Topmanager in Banken verdienen in Großbritannien zwischen 550.000 und 88 Millionen Euro pro Jahr – und vernichten im gleichen Zeitraum den siebenfachen Wert.

Kinderbetreuer oder Reinigungskräfte im Spital schaffen mit jedem eingenommenen Euro hingegen rund zehn Euro sozialen Mehrwert.

Das negativste Resultat haben die Forscher allerdings für Steuerberater errechnet: Dank ihrer Kenntnisse gehen für jeden Euro, den sie verdienen, rund 50 Euro für die Gesellschaft verloren.

Fundstellen auf ORF.at: Putzkräfte sind wertvoller als Banker

 

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