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Posts Tagged ‘Silvio Gesell’

Das Wunder von Wörgl

Prof. Dr. Wolfgang Berger (Foto: Xing-Profil)

Statisches Geld belässt uns im Zustand einer gefräßigen Raupe, die ihren Lebensraum sinnlos zerstört. Fließendes Geld („Freigeld“) verwandelt uns in einen Schmetterling, der voller Freude lebt und das Blumenmeer nicht zerstört, sondern befruchtet. Die Verwandlung in den Schmetterling ist der einzige Sinn der Existenz der Raupe gewesen. So wird unser wunderschöner kleiner Planet wieder zu dem Paradies, als das Gott ihn erschaffen hat.

Abschlussworte aus dem Artikel Mit fließendem Geld anstelle unseres statischen geht es auch mit unserer Gemeinschaft wieder richtig gut – von einer Fairconomy von Prof. Berger.

Die meisten Deutschen kennen das Wunder von Bern, zumindest die Fußball-begeisterten. Das besiegte Deutschland war 1954 Fußballweltmeister geworden. Die Wenigsten allerdings kennen das Wunder von Wörgl, obwohl dieses viel mehr Brisanz in sich trug, weshalb es auch schnellstens beendet gehörte.

Inzwischen gibt es eine Verfilmung über die Ereignisse in Wörgl, die sich 1932 bis 1934 zutrugen. Ich hatte mir gestern diese Verfilmung Das Wunder von Wörgl des sehr spannenden Wirtschaftsexperiments auf Arte anschauen können. Zu dem, was dort experimentiert wurde, hatte ich 2011 einen Text von Prof. Dr. Wolfgang Berger bringen dürfen: Mit fließendem Geld anstelle unseres statischen geht es auch mit unserer Gemeinschaft wieder richtig gut – von einer Fairconomy.

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Leben wir die falsche Freiheit?

Dezember 12, 2015 6 Kommentare

Alexander Wölk hat mir auf einen Post auf Facebook einen Text eingestellt, den ich hier auch nochmals zur Diskussion stellen möchte, u.a. da ich an anderer Stelle über das Für und Wider von Sozialismus, Kommunismus und Anarchismus laufen hatte und es hier noch einen weiteren Ansatz gibt, den ich auch immer wieder mal hier habe anklingen lassen:

Gedanken zur Freiwirtschaft:

Wie ersichtlich, basiert die wirtschaftliche Freiheit auf dem Grundsatz des freien Wettbewerbes. Er ist der zentrale Freiheitsbegriff, um den sich alle anderen Freiheiten anordnen. Frei ist, wer wirtschaftlich frei ist; und wirtschaftlich frei ist, wer sich ungehindert am Wettbewerb beteiligen kann. Umgekehrt ist unfrei, wer an der Teilnahme am Wettbewerb gehindert oder gar vom Wettbewerb ausgeschlossen ist. Wirtschaftliche Freiheit und damit das Fundament der Freiheit überhaupt ist nichts anderes als das Recht zur Beteiligung am Wettbewerb.
Was dagegen heute die so genannte Freiheit ausmacht, ist die Freiheit politischer Art, die vorwiegend darin besteht, bei irgendeiner Abstimmung, die meist zu Unrecht die Bezeichnung „Wahl“ führt, Ja oder Nein sagen oder irgendeinen Zettel abgeben zu dürfen. Diese politische Freiheit ist vergleichsweise bedeutungslos; sie kann, ebenso wie die persönliche Freiheit und die Freiheit der Religionsausübung, ohne die wirtschaftliche Freiheit gewährt werden und ist dann ein Torso.
Während die wirtschaftliche Freiheit nach dem Gesagten die persönliche Freiheit automatisch mit einschließt, können umgekehrt – wie das Vorhandensein des Proletariats schlagend beweist – persönliche, religiöse und politische Freiheitsrechte bestehen, zugleich aber die entscheidende wirtschaftliche Freiheit der Beteiligung am Wettbewerb vorenthalten und damit der wirtschaftlichen Ausbeutung der Freiheitsberaubten Tür und Tor geöffnet werden.

Otto Valentin, aus „Die Lösung der Sozialen Frage“, 1952 (PDF)

Das ist auf den Punkt gebracht, das ganze Dilemma der „Liberalen“ des 21. Jahrhunderts: Sie haben vergessen, was Freiheit überhaupt bedeutet, und sie haben nie begriffen, wie die zentrale Freiheit, die wirtschaftliche Freiheit in einem monopolfreien Markt (echte Soziale Marktwirtschaft), zu verwirklichen ist.

Die Ordoliberalen der 1950er Jahre kannten wenigstens noch die richtige Definition der Sozialen Marktwirtschaft: eine freie Marktwirtschaft ohne Kapitalismus, die den Sozialstaat gar nicht nötig hat, weil sie prinzipbedingt für natürliche Vollbeschäftigung sorgt, unabhängig vom jeweiligen Stand der Technologie.

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Ist “Die Vertreibung aus dem Paradies” der Verlust der Unterscheidungsfähigkeit zwischen Marktwirtschaft und Privatkapitalismus?

November 11, 2012 153 Kommentare

Stefan Wehmeier hat im letzten Jahr einen bedenkenswerten Artikel geschrieben, in dem er die biblische Geschichte des Sündenfalls ökonomisch interpretiert:

Der Artikel unten ist das konzentrierte Ergebnis einer umfassenden Recherche und einer mehr als vierjährigen Gedankenarbeit, bei der alle Denkfehler bereits im Vorfeld ausgeschlossen wurden. Jede Formulierung und jeder Satz in dem Artikel sind wohlüberlegt, um in der kürzest möglichen Form dem unvoreingenommenen Leser einen Gesamtüberblick über eine im Kern zwar einfache, aber in ihren Auswirkungen maximal komplexe Thematik zu vermitteln, die eigentlich ein ganzes Buch erfordert.

Er hat mir erlaubt, den Artikel, der sich für mich recht schlüssig anhört, hier ebenfalls zu publizieren; und klar, mich interessiert auch Eure Meinung.

Die Rückkehr ins Paradies

Keine andere Geschichte hat jemals so viele Interpretationsversuche hervorgebracht, wie die wunderbare kleine Geschichte von Adam und Eva im Paradies. Es wurde alles hineininterpretiert, was sich an ein unwissendes Publikum verkaufen ließ, so widersprüchlich, sinnlos oder belanglos es auch war. Mit den naiven Interpretationen ließe sich mit Leichtigkeit eine ganze Bibliothek füllen, und wer sich die Mühe machte, sie alle zu lesen, wäre hinterher nicht klüger als zuvor. Doch allein die Tatsache, dass es so viele Interpretationsversuche gibt, lässt darauf schließen, dass die wirkliche Bedeutung der kleinen Geschichte alles andere als belanglos ist.

Tatsächlich beinhaltet der Text, der unter Genesis 2,4b – 3,24 bis heute überliefert ist, ein fundamentales Wissen, das man ihm bei oberflächlicher (gegenständlich-naiver) Betrachtung niemals zutraut, das aber im Nachhinein betrachtet die gesamte Kulturgeschichte der halbwegs zivilisierten Menschheit seit dem „Auszug der Israeliten aus Ägypten“ bis heute erklärt. Worum geht es wirklich in dem Text? Um die Basis allen menschlichen Zusammenlebens und die Weiterlesen …

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