Archiv

Posts Tagged ‘Selbstbestimmung’

Corona und Wir – Selbstbestimmt altern und sterben

Ich, Martin Bartonitz, 61 Jahre alt, schließe mich diesem Aufruf an:

Martin Bartonitz
Betreiber dieses Blogs

Ihr fragt uns nicht – wir reden trotzdem!

Wir sind Menschen [im Original: Bürgerinnen und Bürger] im Alter von 64 – 78 Jahren. Etliche von uns haben Vorerkrankungen.
Nach offizieller Definition zählen wir alle zur Risikogruppe.
Uns selber erstaunt der Gedanke, Teil einer Risikogruppe zu sein.

Wir fürchten das Corona-Virus nicht.

Respekt ja, Angst nein.

Wir sorgen in einer ganzheitlichen Weise für ein intaktes Immunsystem.

Tod und Sterben sehen wir nicht als Risiko. In unseren Familien wurde schon immer gestorben.
Wir haben selber Menschen im Sterben begleitet, unsere Eltern, Freunde, Mitbewohner. Wir sehen das Sterben als bedeutsamen letzten Akt und damit Teil eines guten Lebens, auch wenn es Schmerz, Leid und Trauer einschließt.

Falls wir mit oder am Virus erkranken oder sterben sollten, wünschen wir uns, die uns nahestehenden Menschen um uns zu haben.

So sehr wir begrüßen, dass endlich einmal das menschliche Leben über ökonomische Werte gestellt wird – so sehr entsetzt uns, wie hier das mechanistische Weltbild auf die Spitze getrieben wird.

Wichtig ist rein physisches Überleben, das gesichert werden soll.

Was dem in einer unfassbaren Rigorosität untergeordnet wird, ist alles, was das Leben überhaupt lebenswert macht.

Das wollen wir nicht!

Weiterlesen …

Von der deutschen Kläranlage

Januar 23, 2019 2 Kommentare

Der Spruch entwickelte sich heute in einigen Kommentaren zu meinen folgenden Gedanken, die ich ins Netzwerk warf:

Mal Hand auf´s Herz: Ist es in Europa allein der EU zu verdanken, dass die Menschen in den Ländern in Freundschaft aufeinander zugegangen sind, oder haben wir selbst aus eigenem Antrieb dafür gesorgt, dass wir uns die Hand reichen?
Ich frage, weil ich sehe, dass viele der Meinung sind, dass es wieder Krieg zwischen den Ländern geben würde, wenn es keine EU gäbe. Dabei übersehen die Befürworter der EU, dass dieses Instrument der Reichen allein für den Nutzen ihrer Konzerne steht, also eben nicht für das Wohl der Bürger …

Ein wenig später kam in die Runde der Diskussion dazu:

Weiterlesen …

Fremdbestimmung – Ja, bitte!

Marianne Gronemeyer, emiritierte Professorin für Erziehungs- und Sozialwissenschaften

Der Unterschied zwischen selbstbestimmter und fremdbestimmter Arbeit ist unkenntlich geworden, und das ist ganz im Sinne derer, die das Sagen haben. Es kann ihnen gar nichts Besseres passieren, als wenn die Untergebenen sich ihrer Willensfreiheit rühmen und an ihre Entscheidungsfreiheit glauben. Betrug und Selbstbetrug wirken da einträchtig zusammen. Denn natürlich möchte man sich lieber als Herr im eigenen Hause fühlen denn als Knecht unter fremder Knute.
Marianne Gronemayer

Ich habe Mal wieder einen sehr inspirierenden Text von Marianne Gronemeyer gefunden. Es ist das Skript zu einem Vortrag, den sie anlässlich des 10. Todestages von Ivan Illich am 1. Dezember 2012 auf der Veranstaltung „Narrenfreiheit in Absurdistan“ hielt.

Sie hält ein Plädoyer, die Fremdbestimmung nicht grundsätzlich zu verurteilen. Dabei zeigt sie auf, wie das Leben in Selbstbestimmung den Menschen in seiner Entfaltung eher nicht voran bringt. Marianne zeigt wunderbar auf, was passiert, wenn Jemand für eine herausfordernde Aufgabe vertrausensvoll berufen, also bestimmt wird.

Was diesen Artikel für mich auch so besonders macht, ist ihre Systemanalyse mit Blick auf die Lohnarbeit. Also ab ins Regal und lasst Euch inspirieren:

Fremdbestimmung – Ja, bitte! (Quelle)

Da scheint sich ein Masochist zu Wort zu melden, der ergebenst um Prügel bittet; oder vielleicht ein Zyniker? Oder ein Witzbold? Oder einer, der auf der ‚Flucht vor der Freiheit’ (Erich Fromm) ist und sich lieber unter fremdes Kommando stellt, als sich den Gefahren der eigenen Entscheidung auszusetzen? Normal ist es jedenfalls nicht, um Fremdbestimmung zu betteln, und wer halbwegs bei Courage und Verstand ist, votiert für Selbstbestimmung. Nicht einmal diejenigen, die daraus Kapital schlagen, dass sie Andere nach ihrer Pfeife tanzen lassen können, finden ein ungeteiltes Vergnügen an der Fremdbestimmung. Wer einen Anderen fremdbestimmt, muss mit dessen Widerwillen rechnen, und der hat viele Spielarten: Aufsässigkeit, Rebellion, Nachlässigkeit in der Auftragserfüllung, Flucht in die Krankheit, insgeheime Verweigerung, wenn nicht gar Sabotage. Fremdbestimmung ist selbst aus der Perspektive der Mächtigen immer auch kontraproduktiv, weil demotivierend.

Weiterlesen …

wer geht gerne in die Schule, wer (ging)….?

November 24, 2017 47 Kommentare

Bild: Boot an Land von MiA. Lassen wir es fahren und Neues erkunden ….

Inzwischen pfeifen es schon die Spatzen von den Dächern, dass mit unseren Schulen, die einer 200-Jahre alten Systematik der fabrikalen Produktion von Arbeitern (siehe unbedingt RSA Animate: Changing Education Paradigms) folgen, keine sittlich geistigen Menschen sondern gehorsame Personen (siehe Ulrich Mohr: die Fernsteuerung des zur Person reduzierten Menschen) geformt werden. Dass dies nur im Sinne Jener ist, die den Wert der Arbeit dieser Personen abschöpfen und nicht der Gemeinschaft der Menschen dient, wird immer offensichtlicher. Daher sind alle Aktivisten zu begrüßen, die Schule beginnen, anders zu gestalten, um eben den Menschen nicht von sich selbst zu entfremden (siehe Arno Gruen:  Wo bleibt der freie Wille, wenn wir uns selbst durch erfahrene Unterdrückung ein unbekannter Fremder sind?). Daher möchte ich dieses Projekt im Sinne es der goldenen Nuggets der zukünftigen wirklich freien Welt vorstellen:

wer geht gerne in die Schule, wer (ging)….? (Quelle)

Es geht um unsere Kinder und eine alternative Schule, die bereits aufgebaut wurde.

Der Zachhiesenhof
In Österreich, unweit der deutschen Grenze in der Nähe von Salzburg, wird von einer spirituellen und ökologischen Gemeinschaft eine öffentliche Schule betrieben, die ganz neue Wege geht.
In Zusammenarbeit mit Richard Kandlin, dem durch zahlreiche Vorträge und Seminare bekannten Absolventen der Schetinin-Schule in Russland,
wird dort ein neues ganzheitliches Lehr-/ Lernsystem „befreites Lernen“ umgesetzt, in dem Kinder selbstbestimmt, streßfrei und eigenmotiviert ihr volles eigenes Potential zur Entfaltung bringen können.

Freunde von mir haben sich diese Gemeinschaft am Zachhiesenhof in Seekirchen am Wallersee und ihre Schule, die Weinbergschule, genau angesehen und sie sind begeistert von dem, was dort bereits geschaffen wurde, und von dem Potential, das dort noch verwirklicht werden kann.

Da die Schule jetzt nach mehrjähriger erfolgreicher Vorbereitungs- und Entwicklungszeit dabei ist, sich zu vergrössern und ihr zukunftsweisendes pädagogisches System – die Weinbergpädagogik – auch anderen Schulen in Österreich, der Schweiz und auch in Deutschland zu vermitteln, sieht sie sich leider einer konzertierten Weiterlesen …

Kategorien:Bildung Schlagwörter: , ,

Empfehlung: Konferenz „Agile Verwaltung 2017“

konferenz-agile-verwaltungFür Jene, die in der öffentlichen Verwaltung tätig sind und in der letzten Zeit begannen zu ahnen, dass die Arbeitsweisen hier völlig veraltet sind und eine Auffrischung gut stehen könnte, dem möchte ich die im Folgenden vorgestellte Konferenz „Agile Verwaltung 2017“ am 10. Februar in Stuttgart ans Herz legen. Hier soll erfahren werden können, wie Arbeiten selbstbestimmter gestaltet sein kann und dabei viel effektiver und gleichzeitig effizienter Ergebnisse für alle Beteiligten erzielt werden können.

Der Kongress wird vom Forum Agile Verwaltung (siehe Website) veranstaltet, der Anfang des Jahres gegründet wurde. Als Mitgründer bin ich hier aktiv und habe u.a. die Idee zur Keynote eingebracht. Wir wollten zu Beginn eine Organisation vorstellen, der es gelungen ist, sich komplett auf neue, agile Arbeitsmethoden einzulassen. Und so freue ich mich um so mehr, dass wir einen der Macher von Buurtzorg gewinnen konnten, selbst vorzustellen, wie die Reise dorthin gelang. Buurtzorg ist ein Dienstleister für Heimpflege in Holland, dem es doch seine unkonventionelle Art der Arbeitsorganisation gelingt, doch mehr Zeit für die zu Pflegenden aufzubringen, als es sonst üblich ist. So gelänge es, dass sich die Pflegenden viel besser auf die Bedürfnisse der zu Heilenden einlassen können und – man staune – schneller wieder ins normale Leben entlassen können, bzw. ihr Zustand sich deutlich bessert. Das Arbeitsklima bei Buurtzorg hat sich in Holland schnell rum gesprochen, so dass inzwischen fast 25% der Pflegenden den Weg zu Buurtzorg fanden, u.a. da auch die Krankenversicherung das Potential dahinter erkannten (ich schrieb schon einmal: Buurtzorg – Beispiel für die Neuerfindung von Organisation)

Anschließend wird  Weiterlesen …

Bricht die illuminierte Pyramide nun zusammen? Die Dezentralisierung führt uns in die Society 3.0 …

Das ist die Botschaft von Johann Gevers, dem Co-Founder and CEO of Monetas in Zug:

Nach 10.000 Jahren Zentralisierung [mit der Macht und dem Reichtum in den Händen einer Wenigen] geht es nun in die Dezentralisierung, basierend auf den neuen Technologien des Vertrauens braucht es bald keine Regierungen mehr. Keinen, der das Geldmonopol in den Händen hält. Keinen, der auf einem Technologie-Monopol sitzt. Das ist seine Botschaft: Die Society 3.0 mit Menschen in selbstbestimmter Organisation ist im Kommen!

Das Selbstbestimmungsrecht der Völker als fundamentalste Grundnorm des Völkerrechts

Krieg OrwellSeit einigen Jahren verfolgen wir, wie die „westliche Gemeinschaft“ ihren NATO-Ring immer weiter an die Grenzen Russlands schiebt (siehe) und dabei unsere Medien immer lauter und offensichtlicher Russland als den zu bändigenden Buhman hinstellen. Es riecht immer stärker nach Krieg, sogar die präventive Verwendung von Atombomben ist nun weider denkbarer (siehe die Aussage der neue britische Premierministerin). Aufhänger der wirtschaftlichen Sanktionen gegen Rußland ist die angebliche Annexion der Krim gewesen. Die Wiener Rechtsanwältin Dr. Eva Maria Barki hat nun einen Artikel veröffentlicht, der uns die rechtliche Lage gut darstellt und erkennen lässt, wer der wahre Aggressor ist. Besser wir erkennen diese und lassen uns nicht in den nächsten Krieg mit Russland ziehen. Das wäre dann vermutlich der letzte für uns Europäer. Der USA würde es womöglich gefallen, ist der Krieg doch wieder einmal nicht in ihrem Land …

Das Selbstbestimmungsrecht der Völker als fundamentalste Grundnorm des Völkerrechts (Quelle)

Das Selbstbestimmungsrecht der Völker als Grundrecht jeder demokratischen und gerechten internationalen Ordnung hat immer als Naturrecht gegolten. Es ist als universelles Recht die Voraussetzung für alle anderen Rechte, sowohl des einzelnen als auch jeder Gemeinschaft. Ohne Selbstbestimmung gibt es keine politische Freiheit, ohne Freiheit keine Demokratie und keine gerechte internationale Ordnung. Und ohne gerechte internationale Ordnung keinen Frieden. Alle lokalen Konflikte haben ihren tieferen Grund in der Verweigerung der Selbstbestimmung. Das Selbstbestimmungsrecht der Völker ist daher die wichtigste Voraussetzung für Frieden und das friedliche Zusammenleben der Völker und Nationen.

Als politisches Postulat wurde das Selbstbestimmungsrecht der Völker erstmals vonPräsident Woodrow Wilson in seinem 14-Punkte-Programm zur Beendigung des 1. Weltkrieges aufgestellt, welches nicht nur Motiv für den Waffenstillstand war, sondern auch als Grundlage für die Friedensverhandlungen dienen sollte. Infolge Missachtung der Selbstbestimmung haben diese keinen Frieden gebracht, sondern den Grundstein für neue Konflikte gelegt, die bis zum heutigen Tage nicht gelöst und auch bereits aufgebrochen sind (siehe Naher Osten).

Im 2. Weltkrieg haben Präsident Franklin Roosevelt und der englische Premier Winston Churchill in der Atlantik Charta 1941 die Grundsätze einer zukünftigen Friedensordnung mit dem wichtigstes Ziel der Selbstbestimmung der Völker festgelegt. Auch dies blieben leere Worte, in Jalta herrschte bereits eine andere Sprache. So wie nach dem 1. Weltkrieg wurde auch nunmehr den Völkern der europäischen Mitte die Selbstbestimmung verwehrt und die Hälfte des Kontinents unter Fremdherrschaft gestellt.

Infolge dessen wurde das in den Artikeln 1 und 55 der Charta der Vereinten Nationen als Weiterlesen …

Kategorien:Politik Schlagwörter: , , , , ,

Liegen unsere Fesseln heute nicht mehr um unsere Füße sondern in unserem Kopf?

November 22, 2015 6 Kommentare

Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht, ist zu Recht ein Sklave.
Aristoteles

Ich sah mir heute den Film 12 Jahre als Sklave an. Es ging um eine Geschichte eines freien Schwarzen, der von Menschenhändlern in die Südstaaten verbracht wurde. Dort dauerte es 12 Jahre, bis er in der Lage war, einen Brief an seine Freunde im Norden zu schreiben. Der Film behandelt das Weltbild der weißen Christen, die aus der Bibel ableiteten, dass sie ihre Sklaven züchtigen dürfen, sogar müssen, wenn sie ihnen nicht gehorchen (siehe hier den Trailer). In dieser Zeit hatten die Sklaven häufig noch Fesseln an den Füßen und wurden mit der Peitsche zu einem höheren Arbeitspensum motiviert.

Inzwischen hat sich das Weltbild gewandelt. Auch den Eliten ist klar geworden, dass Arbeiter viel produktiver sind, wenn sie sich aus freiem Willen reinhängen. Es motiviert nun nicht mehr die Peitsche sondern die Möhre Geld, um sich mit diesem ein gutes Leben zu gestalten. Dabei quälen sich dennoch Viele durch die Arbeitswoche, um am 5. Tag sagen zu können, Thanks Good it´s Friday. Und wofür?

Zu viele Leute geben Geld aus,
das sie nicht verdient haben,
um Dinge zu kaufen,
die sie nicht wollen,
um Leute zu beeindrucken,
die sie nicht mögen.
Will Rogers

Haben wir nun die Fesseln in unserem Kopf? Dem geht der folgende Filmspot nach, der klar stellt, dass so weiter zu machen keine Option ist. Im Film wird auch der Titel dieses Artikels als Feststellung gebracht: Weiterlesen …

Die Aufgaben der einzelnen Lebensphasen

Während meiner heutigen Heimfahrt erreichte mich ein Text über das Werden eines Menschen, wie es sein sollte, und was passiert, wenn was schief geht. Wir hatten hier schon viele Male das Thema, dass in unserer westlichen Wertegemeinschaft es eher die Regel ist, dass wir unsere Kinder, aber auch uns Erwachsen in höchstem Maße fremdbestiummt durch die Welt ziehen lassen. Schaut, was uns der folgende Text dazu sagt, was ein Menschen in Selbstbestimmtheit erreicht, und was unter eher Fremdbestimmtheit mit ihm passieren kann:

Die Aufgaben der einzelnen Lebensphasen (Quelle)

Widder

„Ich will.“

Same

Kleinkind 0 – 7 Jahre

Mit der Geburt beginnt das Geisterwachen des Lebensfunkens zur Ich-Erkenntnis. „Ich will“ –ist die Initialzündung des Willens als die eigentliche Lebenskraft impulsiver Selbstbehauptung. Die Lebensaufgabe der Widderphase ist die Bildung des Urvertrauens. Die ersten Erfahrungen des Kindes sind grundlegend für die Vertrauensfähigkeit seines weiteren Lebens. In den ersten Lebensjahren speichert der Verstand alle Informationen wie ein Tonband und erfährt dieserart aus dem Vorgelebten der Umwelt seine Programmierung.

Mögliche Problemstellung: Nur in den seltensten Fällen darf das Kind wirklich so sein wie es ist. Im allgemeinen wird es so konditioniert, wie die Eltern es haben wollen. Durch diese Fremdprogrammierung des Verstandes wird das Kind genötigt, unerwünschte Wesensteile zu verdrängen. Dies macht einen Entwicklungs-Prozess in späteren Lebensphasen erforderlich, diese „Schatten“ zu erkennen, zu erfühlen, anzunehmen und in das ganzheitliche Wesen zu re-integrieren. Dieser Prozess der Transformation reicht oft durch viele Lebensphasen bis ins Alter, da der fremdprogrammierte Verstand durch fälschliche Identifikation mit ihm, mit dem wahren Wesen verwechselt wird. Immer wieder spult er in unaufhörlichem Selbstgespräch seine alten Programme ab, besonders wenn der Mensch mit seinen Verdrängungen konfrontiert wird, was es schwer macht, die frühkindlichen Konditionierungen zu durchschauen und ganz zu sich Selbst zu finden. Die positiven Widdereigenschaften verkehren sich in ihr Gegenteil, wenn sich das Kind nicht angenommen und geliebt fühlen darf. Dann wird Selbstbewusstsein zu Egoismus; Zielstrebigkeit zu Agression und Durchsetzungskraft zu Gewalt.

Weiterlesen …

Gut zu wissen: #‎Putin‬ hat die ‪#‎Krim‬ nicht annektiert

Die seitens USA auch den EU-Politikern aufoktruierten Sanktionen gegen Russland, die unsere eigene Wirtschaft inzwischen immer stärker in Mitleidenschaft, sind im wesentlichen auf die angebliche Annexion der Krim zurückzuführen, so unsere Politiker unterstützt durch unsere Lügenpresse. Inzwischen werden immer mehr Geschütze aufgefahren, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn reichlich Kriegsgerät des Westens ist an der russischen Westgrenze aufgefahren worden. Noch, um gemeinsam Krieg zu üben. Aber wie schnell kann aus Spiel ernst werden? Die Geschichte kennt da reichlich Beispiele (wo bei der Krieg da meist schon gewollt war …).

Prof. Dr. iur. Karl Albrecht Schachtschneider hat nun auf dem ersten Alternativer Wissenskongress 2015 NRW festgestellt: „Putin hat die Krim nicht annektiert. Er war völkerrechtlich dazu verplichtet, die Sezession zu unterstützen. Und das hat er gemacht.“

Hier der passende Ausschnitt aus seiner Rede:

Mir scheint:

Wir erleben gerade ein weiteres Verbrechen an den Menschen dieser Länder, das in Vorbereitung ist. Ob es noch abzuwenden ist?

Wenn wir es alle wollen, und auch hinsehen, könnte es gelingen. Nur zu viele scheinen mir im Hamsterrad nicht die Kraft zu finden, hinsehen zu können. Ob wir später sagen können:

Wir haben es wie unsere Eltern und Großeltern damals gewusst,
aber dieses Mal sind wir eingeschritten!

Siehe weitere Details zum Thema Sezession im Kontext der Selbstbestimmung der Völker hier:

Souveränität der Staaten und Selbstbestimmung der Völker

Heute starren Viele auf das Ende des Besatzungsstatuts …

Foto: H.D.Volz - pixelio.de

Foto: H.D.Volz – pixelio.de

Ich glaube, dass die Wahrheit unzerstörbar ist und die Eigenschaft einer Sprungfeder hat. – wer sie unterdrückt, erhöht ihre Energieladung – wird aber ein Träger der Wahrheit zerstört, geht die Energie auf die verbliebenen Träger über und erhöht deren Energie – wer dann nur einen Augenblick die Kontrolle über die Wahrheit verliert, der erlebt eine solche Energieentladung, dass die Lüge mit einem Streich vernichtet wird.
Jürgen Korthof

Zu den Hintergründen zum Titel siehe: Schlüsseldatum 15.04.2015? Besteht die Möglichkeit der Wiedervereinigung Deutschlands, eines Friedensvertrages sowie der Erhalt der Souveränität? Dazu fragte Jürgen Korthof heute:

Aber ist damit die Besatzung durch Autorität im Kopf nicht sogar bestätigt?

Er wies zur Motivation seiner Frage anschließend auf einen Text von Jeremy Locke aus seinem frisch ins Deutsche übersetzte Buch Das Ende des Bösen zum Thema Autorität hin:

Das Prinzip der Autorität beschreibt das Verhalten von Menschen, die unter der Herrschaft des Gesetzes leben. Das Autoritätsprinzip besagt, dass die Menschen Allem und Jedem gehorchen, von dem sie glauben, dass es sich um eine Autorität handelt. Obwohl das Wer, das Warum und das Was sich im Lauf der Geschichte geändert haben, ist das Verhalten der Menschen stets gleich geblieben; sie gehorchen.

Wenn Menschen beigebracht wird, dass Gehorsam ein Prinzip ist, gehorchen sie. Wenn ihnen beigebracht wird, dass die Quelle von Wert und Wissen in einer anderen Person zu finden ist, statt in sich selbst, gehorchen sie dieser. Dies ist der Rechtsstaat und er lehrt die Menschen, dass ihr Wille dem Willen des Gesetzes und denen, die Gesetze schaffen, untergeordnet ist.

Weiterlesen …

Fassade „Demokratie“

September 11, 2014 384 Kommentare

FASSADENKRATZER

„Wählen bedeutet die Illusion des Einflusses im Austausch gegen den Verlust der Freiheit.“

  Frank Karsten/ Karel Beckmann: Wenn die Demokratie zusammenbricht.    

Die heutige Form der Demokratie wird weithin als die beste aller möglichen Gesellschaftssysteme, als Höhepunkt der politischen Entwicklung der Menschheit, wenn nicht gar als endgültige Entwicklungsform menschlichen Zusammenlebens gepriesen. Freiheit, gleiche Teilhabe und Mitbestimmung, Rechtsstaatlichkeit und Gerechtigkeit, sowie materieller Wohlstand werde durch die moderne Form der parlamentarischen Demokratie garantiert. In ihr entscheide nicht mehr ein Einzelner oder eine privilegierte Schicht diktatorisch über das Volk, sondern dieses bestimme seine Geschicke selbst.

Ursprünglichen Post anzeigen 1.802 weitere Wörter

Ist der neue, authentische Menschentyp Keimzelle des gesellschaftlichen Wandels?

Ich habe gerade einen Artikel wiedergefunden, den ich vor 3 Jahren auf dem SAPERION Blog veröffentlichte, und auch hier nochmals bringen möchte, geht es doch darum, wie der Mensch sein müsste, damit die Welt eine zuträglichere für alle auf ihr Weilenden wird:

Verzaubert Lena die Welt, weil sie dem neuen Typ Mensch entspricht, den Carl R. Rogers als neuen revolutionären Keim in unserer Gesellschaft schon 1980 prognostizierte?

Carl R. Rogers

Carl R. Rogers

Es ist mal wieder etwas später geworden, aber die Musik unseres dörflichen Feuerwehrfests dröhnt noch so laut in mein Zimmer, dass an Schlaf noch nicht zu denken ist und ich mir daher noch mein neues Thema vorgeknöpft habe: der Mensch mit einer intrinsischen Motivation sich zu vervollkommnen. Ich hatte da ja auch schon gestern einen ersten Bezug zu geschaffen, denn auch Prof. Gunter Dueck hatte von ihm gesprochen.

Ausgehend von der Web-Site Self-Determination Theroy habe ich versucht, ob es dazu neben Wikipedia-Artikeln auch andere in Deutsch geschrieben Texte gibt und bin durch Zufall auf die Seminararbeit von Andreas Kreuzinger  gestoßen, die auf mich sehr motivierend wirkte. Er hat über Carl R. Rogers, Begrün­der der Personenzentrierten Gesprächspsychotherapie und seine Ansage „Die Macht dem neuen Menschen und der Revolution, die er in sich trägt“ geschrieben.

Besonders die Auflistung, was den neuen Typ Menschen ausmacht, der Weiterlesen …

10 Gründe, warum Du gerade feststeckst

Dezember 22, 2012 12 Kommentare

Wir haben schon so viel darüber geschrieben, dass wir mit unserer Erziehung durch Eltern, Schulen und Arbeitgeber dafür sorgen, dass wir eher des vermeintlich äußeren Friedenswillens den Wünschen dieser Anderen entsprechen wollen als den eigenen, hier eine schöner Text, sich selbst auf den Weg zu machen, den ich auf myMONK gefunden habe (Wolfgang weiß):

10 Gründe, warum Du gerade feststeckst (und was Du dagegen tun kannst)

Kennst Du die Albträume, in denen Du davonlaufen willst, aber keinen Meter vorankommst? Manchmal ist das echte Leben ähnlich. Schmerzhaft und frustrierend, ein zäher Brei, in den man immer weiter einzusinken droht, ganz gleich wie sehr man sich abstrampelt. Oder wie im Film Blair Witch Project: Du versuchst, dem bösen Wald zu entkommen, einige Stunden später kommt Dir ein Baum bekannt vor, dann noch einer, und Du begreifst: Du bist im Kreis gelaufen, keinen einzigen Meter weiter, dafür noch verzweifelter und verlorener als vor der letzten Runde.

Du bist wieder oder immer noch in einem Job den Du hasst, einer Beziehung, die Dich zerstört, einem Verhalten, das Dich unglücklich macht. Du steckst fest. Und dafür gibt es Gründe. Zum Beispiel einen der zehn folgenden. In dem Moment, in dem Du den Grund erkennst, hast Du einen Wegweiser in der Hand, um herauszukommen aus dem bösen Wald.

#1 Du bist nicht ehrlich zu Dir

Die Selbsttäuschung beherrscht der Mensch noch sicherer als die Lüge.
– Fjodor Dostojewskij

Bist Du sicher, dass das, was Du willst, das ist, was Du wirklich willst? Tief in Deinem Herzen?

Wenn nicht, wirst Du es entweder Weiterlesen …

Kategorien:Erkenntnis Schlagwörter: ,

Lob und Tadel – die Selbstvertrauen zerstörende Kraft

November 1, 2012 5 Kommentare

Seit ich beobachten durfte, wie sich Menschen hinsichtlich ihrer Motivation positiv verändern, wenn sie sich innerhalb eines SCRUM-Prozesses im Team selbst organisieren können, hat mich das Thema Lob und Tadel noch mehr gefesselt. Meine Eltern hatten für uns Kinder, drei an der Zahl, ein Belohnungssystem für gute Zensuren in Klassenarbeiten und Zeugnissen eingeführt. Resultat: es wurde nun mehr für das Geld als für das eigene Interesse an den dem Erkenntnisgewinn durch das Erlernte gearbeitet. Da ich das nachträglich intuitiv als nicht zielführend erachtete, habe ich das meinen drei Kindern nicht mehr angeboten. Sie sollten es allein als subjektiv-eingefärbtes Feedback für ihren Arbeitsstand auffassen.

Nun hat Hannelore Vonier einen weiteren wichtigen Artikel auch zu dieser Thematik auf ihrem Blog veröffentlicht, den ich hier ebenfalls nochmals bringen möchte. Reiht er sich doch gut in die Schaffung einer zuträglicheren Bildung und Organisation ein, aber lest wieder selbst:

Lob und Tadel – die Selbstvertrauen zerstörende Kraft, von Hannelore Vonier

Yequana-Kinder

Yequana-Kinder

Kinder verhalten sich von sich aus sozial. Eine Vorstellung, die uns fremd ist. Durch Erziehung wird das natürliche Sozialverhalten untergraben.

Im Dschungel Venezuelas trifft eine junge Amerikanerin auf die Yequana-Indianer. Fasziniert vom offenkundigen Glück dieser “Wilden”, bleibt sie insgesamt zweieinhalb Jahre bei dem Stamm und versucht, die Ursachen dieses glücklichen Zusammenlebens herauszufinden. Vertraute Denkweisen werden ihr dabei immer fragwürdiger, immer größer wird ihre kritische Distanz zu Zivilisation. Sie erkennt, wie unsere Gesellschaft in jedem Menschen neu die angeborenene Glücksfähigkeit zerstört, und schreibt ein leidenschaftliches Plädoyer für eine Kindererziehung ohne Zivilisationsneurosen. Mit ihrem Buch wurde Jean Liedloff weltbekannt.

Jean Liedloff schreibt viel über die das Selbstvertrauen zerstörende Kraft von Lob und Tadel. Hier ein Ausschnitt:

Ich war Zeuge der ersten Augenblicke im Arbeitsleben eines kleinen Mädchens. Die Kleine war ungefähr zwei Jahre alt. Ich hatte sie bei den Frauen und Mädchen gesehen; während diese Maniok in einen Trog rieben, spielte sie. Jetzt nahm sie ein Stück Maniok vom Haufen und rieb es an dem Weiterlesen …

%d Bloggern gefällt das: