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Moral und Gesetz verhindern Selbstbestimmung und Selbstentsprechung

Foto: Jerzy - pixelio.de

Foto: Jerzy – pixelio.de

Der Bestrafungsmodus erzeugt Angst.
Und die Angst erzeugt Folgsamkeit, Fügsamkeit.
Und diese wiederum Manipulierbarkeit, Verfügbarkeit.
Und diese wiederum MACHT für Denjenigen,
der die Angst an der Leine hält.

Ich möchte nochmals einen Artikel des Mitkommentatoren Mr. Chattison nach vorne holen, den er zum stark diskutierten Artikel Ich schäme mich also bin Ich geschrieben hat. Wir haben hier auf dem Blog einige Male über den Sinn und Unsinn von Gesetzen gesprochen. So war selbst die Goldene Regel schon in Frage gestellt, und auch der Verlust der sozialmoralischen Selbststeuerung durch eine Überregulierung kam zu Sprache. Aber lest selbst, welche Zusammenhänge es über Moral, Gesetz, Schuld, Scham und Sühne zu wissen gibt:

Erst kommt die “Schuld”, dann die “Scham” darüber und dann die “Sühne” dafür.

Damit das funktioniert, muss es Jemanden geben, der die Deutungshoheit besitzt, um irgendetwas als “Schuld” zu deklarieren, denn de lege naturae existiert so etwas nicht.

Diese Deutungshoheit erwächst ausnahmlos NIEMANDEM per se oder eo ipso qua qualitate!
Sie wird entweder usurpiert von eigenen Gnaden oder verliehen durch die Allgemeinheit.

Spätestens hier wird mangels verifizierbarer Alternativen klar, dass das Schuld-Scham-Sühne-Prinzip der reinen Willkür unterliegt.

Wenn etwas der reinen Willkür unterliegt, dann kürt ein Wille ein Etwas zu etwas für diesen Willen Vorteilhaftes, darum Wünschens- bzw. Erstrebenswertes (meist aber keineswegs gleichermaßen für die Allgemeinheit Segensreiches!).

Und Dieserhalben wiederum erstellt dieser Wille ein System, das diesem Willen/Wunsch Rechnung trägt, indem es die Erfüllung zu garantieren hat, indem es durch Regeln, Normen, Gesetze (und damit der Definition von “Richtig” und “Falsch”) einem Belohnungs- wie vor allem Bestrafungsmodus Handlungsspielraum einräumt.

Der Bestrafungsmodus erzeugt Angst.
Und die Angst erzeugt Folgsamkeit, Fügsamkeit.
Und diese wiederum Manipulierbarkeit, Verfügbarkeit.
Und diese wiederum MACHT für denjenigen, der die Angst an der Leine hält.

Wie absurd jegliche Verfechtung von “Scham” ist, mag man allein aus dem unauflösbaren Widerspruch des Gebotes “Du sollst nicht töten!” ersehen.

Derselbe Vorgang, die willkürliche Vernichtung von Leben, wird einmal von der Kirche, dem Staat, der Gesellschaft wortwörtlich Weiterlesen …

Von der Korrelation von Macht und Zins …

Den Begriff der Zinssklaverei hatte ich hier schon mehrfach bemüht. Da kann man auch mal fragen, wie den Zins überhaupt in die Welt gekommen sein könnte. Joachim Weiß findet folgende Antwort auf die Frage:

Wie entstand der Zins?

Am plausibelsten und auch historisch belegt ist für mich die Machttheorie

1. Es beginnt mit der Abgabe in Naturalien. Diese Abgaben kommen ex nihilo. Es sind also nicht etwa „Rückgaben oder -zahlungen“ o. ä., sondern ein Novum für den Abgabenschuldner.

2. Der Abgabenschuldner (z. B. Nachbarstamm) geriet in diese missliche Position, nachdem er von einer fremden Macht unterworfen und zur entsprechenden Leistung gezwungen wurde.

3. Das eroberte Areal des unterworfenen Stammes ist Eigentum des Machthalters (der Eroberer ist der erste Eigentümer – Hudson), wie noch am Beispiel von William nach Hastings zu sehen: Das gesamte (damalige) England gehörte ausschließlich ihm und wurde erst per Magna Carta als Untereigentum an seine Barone verteilt.

4. Die Leistung der Abgabenschuldner ist der erste „Zins“ (Zinnß). Er hat nichts mit irgendwelchen (zuvor) vergebenen „Krediten“ zu tun. Also ZINS 1.

5. Der Abgabenschuldner kann sich allerdings die ihm fehlenden Abgabengüter leihen. Dies bei anderen Abgabenschuldnern, die gerade über ein Über-Soll verfügen.

6. Darüber wird ein „Leih“- bzw. „Schuldschein“ ausgestellt, der natürlich Fälligkeit hat. Dieses Dokument enthält zunächst keinen Zins. Der Vorgang wäre also unter „Solidargemeinschaft“ zu subsumieren, schließlich hatten wir es – vor Einfall der Fremdmacht und Unterjochung des Stammes – mit Stammesgesellschaften zu tun. Stämme kennen keinen Zins.

7. Will der Inhaber des Dokuments vor Fälligkeit an das von ihm zu Fordernde kommen, muss er ein Weiterlesen …

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Von der Umerziehung der „wahnsinnigen“ Deutschen nach dem 2. Weltkrieg

September 27, 2014 13 Kommentare

Schule ist kein Reifungsort, sondern lediglich eine De(sin)formationsorganisation,
um für die Fließbandgesellschaft auf dem Prokrustesbett der Pseudobildung
genormte Unterlegscheiben zu produzieren,
damit die Schrauben des Staates fest genug angezogen werden können!
Mr. Chattison

SchuldIm Geschichtsunterricht wurde uns dargestellt, dass wir sowohl den 1. als auch 2. Weltkrieg allein verschuldet hätten, und dass unsere Eltern und Großeltern sich an den Juden vergriffen hätten, was ich inzwischen schon relativieren konnte. Ich habe damals mit meinen Eltern und Großeltern über das letztere Thema Judenverfolgung sprechen können. Meine Großeltern berichteten, dass sie ihr Obst- und Gemüsegeschäft in der Scharnhorststraße in Dortmund 1934 schließen mussten, da die Kundschaft aufgrund der jüdischen Geschäfte nebenan ausblieben. Da sie schnell anderes fanden, haben sie sich keine großen Gedanken darum gemacht. Das war im Prinzip schon alles. Meinen Eltern waren in der Zeit noch Kinder (geboren 1930/1935). Insofern habe ich das Schuldthema für mich als nicht so relevant abgehakt. Dennoch werden wir regelmäßig daran erinnert. Insofern frage ich mich, muss das denn sein? Zumal auch alle anderen Staaten reichlich blutige Geschichten haben. Und so habe ich nach Gründen gefahndet und bin mal wieder auf das Thema Gedankensteuerung (-> Mind Control) gestoßen, die in diesem Fall Umerziehung heißt. Hier ist ein Ausschnitt eines noch längeren Artikels, der für mich Mal wieder klar macht, dass die Geschichte von den Siegern geschrieben wird, aber lest selbst:

Umerziehung der Deutschen als Teil der Psychologischen Kriegführung (Quelle)

Als das Deutsche Reich dann im Dezember 1941 durch Bündnisverpflichtungen gegenüber Japan in den Krieg gegen die USA hineingezogen worden war, wurde von der US-Regierung sehr bald an der Universität Virginia in Charlotteville die „School for Military Government“ eingerichtet. Ihre Aufgabe sollte es sein, im Auftrage der amerikanischen „Psychological Warfare Division“ Konzepte zu erarbeiten, wie man sich gegenüber Deutschland im und nach dem Kriege verhalten soll. Von Anfang an galt es als ausgemacht, dass der Krieg nur durch die bedingungslose Kapitulation Deutschlands beendet werden könne und dass anschließend das Land von den Siegermächten ganz und gar zu besetzen sei.

Dabei glaubte man, die richtigen Schlüsse aus dem Ende des Ersten Weltkriegs gezogen zu haben; nach der Niederlage mussten zwar die Deutschen im Versailler Friedensvertrag die Alleinschuld am Kriege auf sich nehmen, doch konnten die Alliierten nicht verhindern, dass Deutschland sich trotz der Auspowerung durch immense Reparationszahlungen schon nach 15 Jahren erholt hatte und nach wenigen weiteren Jahren wieder ein Faktor in Europa geworden war. Das sollte sich nicht wiederholen. Der in den USA einflussreiche Psychiater Prof. Langer fasste damals zusammen: „Hitler ist nicht die Ursache des deutschen Wahnsinns, sondern umgekehrt: Da die Deutschen grundsätzlich wahnsinnig sind, haben sie Hitler geschaffen.“ Weiterlesen …

Werden wir immer mehr von unserer Arbeit entgrenzt?

Matthias Jung

Matthias Jung

Auf der gestrigen Veranstaltung neue Arbeit – neue Kultur war auch Matthias Jung anwesend, der wie ich über darüber berichtete. Dadurch bin ich auf seine interessante Dissertation aufmerksam geworden, deren prüfungsvorbereitende Kurzschrift ich hier gerne seiner Erlaubnis wieder geben möchte. Er streift darin uns bekannte Aspekte der Schuld, der Leibe, des Auswirkungen von Arbeitslosigkeit genauso wie das Bedingungslose Grundeinkommen. Weitere gute Denkanstöße, was unser Arbeitskonzept betrifft von Matthias Jung:

Entgrenzung und Begrenzung von Arbeit – Kurze Einführung in den Gedankengang meiner Dissertation

Wer heute von Arbeit spricht, hat mit vielen Herausforderungen zu kämpfen. Schon ein flüchtiger Blick in die Sprachwissenschaft macht deutlich, dass mit »arbeiten« eine Vielzahl unterschiedlicher Begrifflichkeiten gemeint sein können, vom »schaffen« über das »tätig-sein« bis hin zum »werken« und »wirken«. Die gleiche Begriffsvielfalt finden wir auch, wenn wir in die biblischen Schriften schauen. Was also jeweils gemeint ist, wenn jemand von »Arbeit« spricht, muss hinterfragt werden. Arbeit ist nicht gleich Arbeit.

In der Gegenwart beobachten wir, dass vertraute und gewohnte Arbeitsverständnisse ins Wanken geraten. Dies gilt vor allem für das männliche  Weiterlesen …

Gastbeitrag: Verantwortung kann nur derjenige haben, der auch die Macht zur Veränderung besitzt

Nick Mott schrieb als Kommentar auf den Artikel Habe ich als Deutscher eine besondere Verantwortung dafür, dass sich der Holocaust nicht wiederholt? allgemeiner:

Diese Macht hat nicht der “Normalbürger”.

Mein persönliches Lieblings-Beispiel:

Demonstration von 1,3 Millionen Bundesbürgern gegen den Nato-Doppelbeschluss, insbesondere gegen die Stationierung von Pershing II-Rakten in Deutschland.

Die Stationierung wurde nicht nur nicht in Frage gestellt, sie wurde nicht um eine einzige Sekunde verzögert!
Kohl sagte 1982 wörtlich:

Die Bundesregierung steht uneingeschränkt zum Nato-Doppelbeschluss.

– Uneingeschränkt.

Die Meinung von Millionen Bürgern, aus allen politischen Lagern, interessierte wortwörtlich keinen Deut.

Wenn heute Angela Merkel unwidersprochen Weiterlesen …

Wenn alle Menschen gleichermaßen an den Ressourcen der Welt Teil hätten, gäbe es dann noch Schuld?

Wir hatte in den letzten Artikeln immer mal wieder das Wort „Schuld“ angesprochen. Wir kennen Redewendungen wie:

Wer hat Schuld? Wem schulden wir etwas? Der Schuldige muss bestraft werden.

Mit einem Blick mal wieder in Wikipedia habe ich eine Passage zu Schuld und Verantwortung gefunden, die mich anschließend den Titel dieses Artikels forumlieren ließ:

Kaufmann entwickelt und belegt im Verlauf seiner weiteren Ausführungen die Theorie, dass Schuldgefühle in der Kindheit erlernt werden, wenn Eltern und vergleichbare Autoritäten Verbote ohne nachvollziehbare Rechtfertigungen aussprechen und bei deren Nichtbefolgung mit Strafe drohen. Der Inhalt des Schuldgefühls ist dann für Kaufmann hauptsächlich die Angst vor Strafe angesichts der Verletzung eines zufälligen Gebots. Was unter anderem erkläre, wieso manche Menschen wegen unbedeutender Kleinigkeiten in Schuld vergehen, während andere die größten Verbrechen mit ruhigem Gewissen verüben. Kaufmann nennt Schuldgefühle eine „ansteckende Krankheit, die die Befallenen schädigt und die in ihrer Nähe Lebenden gefährdet. Die Befreiung von der Schuld kündigt den Anbruch der Autonomie an.

Dass er mit dem letzten Satz richtig vermuten könnte, zeigt eine Erzählung, die ich Weiterlesen …

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