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Posts Tagged ‘Schopenhauer’

Vom Staate und seinen Dienern

Mir wurde erlaubt, einige Kapitel aus einem Buch zu veröffentlichen, das sich mit unseren Themen hier beschäftigen. Das folgende Kapitel schaut kritisch auf das Konzept von Staat und die Rolle des Menschen als Diener in seinen Institutionen. In den letzten Kommentierungen auf dem Blog ist der Begriff „Feindseligkeit“ immer wieder unter die Lupe genommen worden. Er wird zwar hier nicht explizit genannt, trieft aber an vielen Stellen zwischen den Zeilen heraus. Der Autor sieht den Menschen als grundsätzlich schlecht an und folgt noch dem inzwischen veralteten Bild(?) des HOMO OECONOMICUS, daher würde es am Ende auch mit dem Staat nicht wirklich gut funktionieren können. Dennoch gibt es zum Schluss einen Hinweis darauf, welche Kleinigkeit organisiert werden könnte, damit es besser wird, aber lest selbst:

Vom Staate und seinen Dienern

aus: Die universale Urkraft und das moralische Genie
Notate und Komplemente (nicht nur) zur Philosophie von Arthur Schopenhauer

Der Begriff des Staates bezeichnet, ohne jede Wertung, bloß ein Organisations- und Gewaltmonopol, bezogen auf ein abgrenzbares Territorium und für die darauf wohnenden Menschen. Unabhängig von der Entstehung oder Legitimation eines bestimmten Staates umfaßt der Begriff das Gefüge der öffentlichen Einrichtungen zur Regelung der Begebenheiten und Verhältnisse zwischen den Mitgliedern einer territorial zusammengefaßten Gemeinschaft. Das sagt alles – und auch nichts, soweit der fabrikmäßige Massenmord an ganzen Volksgruppen ebenso unter den Staatsbegriff fällt wie der friedliche Wohlfahrtsstaat; immer aber, im Guten wie im Schlechten, beinhaltet der Begriff des Staates, daß er durch physische Gewalt oder Androhung dieser nachhaltig in das Handeln der einzelnen Mitglieder der Gemeinschaft eingreifen kann, nicht umgekehrt.

Diese Macht, welche nicht dem Naturzustand entspricht und erst konstituiert werden muß, rechtfertigt sich nicht durch sich selbst, sondern ist Weiterlesen …

Gibt es die Reinkarnation doch?

Der Tod ist nicht der Untergang, der alles aufhebt und zerstört, sondern eine Wanderung und der Beginn eines anderen Lebens, welches ein Ende nicht hat.
Marcus Tullius Cicero, römischer Philosoph, Schriftsteller, Politiker und der berühmteste Redner Roms und Konsul

Bisher war das Thema Seelenwanderung für mich eines aus dem Reich der Science Fiction, Mystik oder Esotherik. Da ich im katholischen Glauben aufgewachsen bin (nicht streng), kam in meinem christlichen Weltbild das erneute Reinkarnieren der Seele nicht vor. Nach meiner Kommunion war mir klar, dass dieses „komische“ Konstrukt einer Religion mit zürnendem Gott und allwissendem, immer Recht-habenden Papst als seinen Vertreter auf Erden für mich wenig akzeptabel vor. Ich sah mich dann besonders auch nach meinem Physikstudium lange als Atheisten. Nach über vier Jahren des Schreibens und Hinterfragens vieler anderer Glaubenssätze finde ich mich im letzten Jahr als Agnostiker, also einem, der sich etwas Schöpfendes vorstellen kann, aber keiner Religion anhängt.

In letzter Zeit habe ich allerdings immer mehr Hinweise darauf bekommen, dass die Idee der Seelenwanderung gar nicht so abwegig ist, das auch im Kontext unserer aktuellen These:

Der Sinn des Lebens könnte sein, zu mehr Erkenntnis des Gesamtbewusstseins des Schöpfers beizutragen.

Hier steckt zwar noch nicht direkt die Idee der Reinkarnation drin. Jedoch wäre es denkbar, dass das Unbewusste (Seele?) nach einem Aufenthalt wo auch immer in einen neuen Körper gelangt, dabei mit einem „frischen“ Geist (Bewusstsein) versehen wird, um sich so als ein am Ende zuträgliches Wesen Schritt für Schritt weiterentwickeln zu können. Soweit waren meine Gedanken, bis ich mich dann in weitere Texte vertieft habe. Angefangen wie immer habe ich mit einen Blick ins Wikipedia. Und es gab dabei mal wieder eine Menge Ahs und Ohs für mich.

Sowohl im Hinduismus als auch Buddhismus ist die Idee der Reinkarnation ein fester Weiterlesen …

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