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Aufklärung 2.0: Vom Recht auf eine andere Meinung …

Dezember 25, 2017 21 Kommentare

Jens Wernicke

Wir fühlen uns frei. Aber wenn wir diesen schmalen, kleinen Korridor verlassen, dann sind wir plötzlich raus. Niemand fragt mehr, wer wir sind. Keiner kennt uns mehr!
Jens Wernicke – Mitinitiator und Herausgeber des Online-Magazins Rubikon

Ich möchte in meinem Zyklus Aufklärung 2.0 einen weiteren Analysten und Publizisten vorstellen, der unsere Wirklichkeit im wahren Sinne des Wortes ent-täuscht. Ich möchte auch gar nicht viele eigene Worte bringen und lieber den Text zum Interview, das Ken Jebsen mit Jens Wernicke führte, der zuletzt das Buch Lügen die Medien?: Propaganda, Rudeljournalismus und der Kampf um die öffentliche Meinung veröffentlichte, und dessen Artikel ich bisher als äußerst inspirierend empfand, anklingen lassen:

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Jens Wernicke gehört zu den mutigsten Journalisten der Republik. Was ihn seit Jahren umtreibt, ist der Niedergang der Meinungsvielfalt als einen wesentlichen Bestandteil der Demokratie. Mundtod gemachten Stimmen eine Chance geben, gehört zu werden, ist ein Sache, sich konkret gegen eine von neoliberalen Strukturen beherrschte Gesamt-Presse zu positionieren, eine andere. Wernicke betreibt mit dem Presseportal Rubikon eines der meinungsstärksten Kanäle in Netz. Der Name ist Programm. Der Rubikon wurde für Jens Wernicke spätestens mit dem 11. September 2001 überschritten.

Mit der Bush-Losung „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns“ wurde ein Universalwerkzeug in den Massenmedien erschaffen, das jederzeit und gegen jeden in Stellung gebracht werden kann und gebracht wird. Es geht um die vollständige Kontrolle der öffentlichen Meinung. Ins Fadenkreuz und damit zum Abschuss freigegeben wird jeder, der es wagt, öffentlich Herrschaftskritik zu äußern. Dabei spielt es keine Rolle, ob er es privat oder als professioneller Journalist tut. Auch ist es vollkommen unerheblich, auf welche Branche sich seine Kritik bezieht oder wie wasserdicht seine Fakten sind.

Jedwede Kritik, die an die Substanz des Systems geht, dieses als bigott und in Verbrechen verstrickt demaskiert, wird Weiterlesen …

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