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Posts Tagged ‘Roboter’

Wenn der Handel ein Webfehler unserer gesellschaftlichen Ordnung ist, was dann?

Dezember 28, 2014 24 Kommentare

Wir hatten schon das Zinsgeldsystem als auch die unbeschränkte Mehrung von Eigentum als einen Webfehler unserer gesellschaftlichen Ordnung erkannt(?). Als einen weiteren möchte ich die Erkenntnis von Bernd Mullet vorstellen, der den Handel von Waren, also dem An- und wieder Verkauf zum eigenen Nutzen als ein schädliches Element aufmerksam machen. Auf seiner „wertfreien“ Webseite Kein Handel schreibt er über sich:

Der Autor steht dafür, nicht nur das Geld, sondern auch den Handel abzuschaffen. Er ist der Meinung, Handel ist die Ursache für Armut, Krieg, Hunger, Umweltzerstörung und weiteres Elend.

Es gibt zu einer Gesellschaft, die auf Handel beruht, eine Alternative: Eine Gesellschaft, die auf Vertrauen basiert.

Ich möchte hier nicht seine Kritiken am Handel aufgreifen sondern seinen Vorschlag für die Versorgung der Menschen in einem System ohne Geld und Handel vorstellen. Bernd hat mir erlaubt, den folgenden Artikel hier nochmals zu veröffentlichen:

***

Versorgung (Quelle)

Selbstverständlich stellt sich die Frage, wie versorgt man sich, wie kommt man an Lebensmittel, Wohnung, Kleidung und das alles? Da es kein Geld mehr gibt, kann man ja nicht mehr einfach in den Supermarkt gehen und kaufen.

Stimmt. Soll man auch nicht. Ist auch nicht notwendig. Die Versorgung ist noch einfacher als in der aktuellen Gesellschaft. Statt Supermärkte gibt es Versorgungslager, die für alle Tag und Nacht zugänglich sind. Dorthin werden die Produkte aus den Werkstätten, Fabriken, Feldern gebracht und werden dort sachgerecht gelagert. Menschen, die sich die Verwaltung dieser Lager zur Weiterlesen …

1. Mai – Tag der Arbeit – oder sind wir unterwegs in die Freizeitgesellschaft?

Ulrich Kampffmeyer bemerkte auf seiner Facebook-Seite zum Artikel Maschinen verdrängen Menschen auf Spiegel Online:
Was wir schon immer wussten – die Automatisierung der Arbeit durch Maschinen und Software verdrängt den Menschen. So gesehen sind Büros ohne Workflow, ohne Collaboration-Software, ohne elektronische Archivierung, ohne ECM … die letzten Paradiese der menschlichen Arbeit, Oasen des Wohlfühlens, wo der Mensch noch Mensch sein darf, wo menschliche Arbeit noch einen Sinn hat, … Es wird Zeit für eine Aufarbeitung der Auswirkungen der Informationsgesellschaft und der industriellen Automatisierung. Das menschliche Selbstverständnis ist in Gefahr. Der Sinn des Lebens reduziert sich auf Konsumieren und auf der Coach abhängen.

In einer der dann folgenden Bemerkungen hat Roman H. Lustig, der hier schon einmal zu Wort kam (siehe: das System versagt), folgende kleine aber bedenkenswerte Replik gegeben:

Die Befreiung breiter Massen von der Last des alltäglichen Broterwerbes wäre tatsächlich eine große Errungenschaft für die Menschheit und technisch in jedem Fall machbar, somit eine realisierbare Utopie. Allein infolge dreier maßgeblicher Problemkreise wird die an sich köstliche Suppe (bis dato) dann gründlich versalzen sein:

1. AUF GESELLSCHAFTLICHER EBENE ergibt sich insbesondere das von Herrn Caspers schon angesprochene „VERTEILUNGSPROBLEM“. Bis dato brachte noch jede historisch realisierte Gesellschaftsordnung (die gegenwärtige in den westlichen Demokratien inbegriffen) „Ungleichheit“ hervor, war somit ein Ungleichheitssystem, und zwar im größeren oder kleineren Ausmaß. Wir können nun annehmen, dass unter den gegenwärtigen gesellschaftlichen Verhältnissen die ungleiche Verteilung der Güter drastisch zunehmen wird, wenn nur noch wenige am Produktionsprozess beteiligt sind (zum einen als Eigner von Produktionsfaktoren wie Grund und Boden, Realkapital und monetäres Kapital, was insbesondere die Shareholder inkludiert; zum anderen als Weiterlesen …

Nachlese: Roboter werden Deinen Job vernichten – Federico Pistono

November 29, 2012 48 Kommentare
Federico Pistono

Federico Pistono trägt im Beta-Haus Köln vor

Ich hatte heute Gelegenheit, unsere inspirierende Jugend live zu erleben. Selten habe ich einen so authentischen, in sich ruhenden und lockeren, die mögliche zuträgliche Zukunft klar vor Augen und gleichzeitig so viel Lebensfreude austrahlenden junge Mann gesehen: Federico Pistono. Da kann man nur sagen, lass die Krise kommen. Es braucht sie für den Wachwechsel. Das Alte hat es bald hinter sich und das Neue steht in den Startlöchern (siehe auch: Schläfst du noch – oder lebst Du schon?).

Anlass war der Köln-Stop auf seiner Welt-Tour zur Buchvorstellung im Coworking Space Beta-Haus in Köln. Vor 4 Jahren kam er auf die Idee zum Buch Robots will steal your job but that´s OK. Einerseits führte er anhand einer Reihe von Beispielen aus (z.B. 2,5% der Bevölkerung lebt von Fahr-Jobs, die wegfallen werden), wie exponentiell immer stärker weitere Roboter eingesetzt werden, um die stubiden Arbeiten zu erledigen. Andererseits machte er klar, dass wir uns darüber freuen dürfen. Denn es ist an der Zeit für einen Paradigmenwechsel des Arbeitens. Wir werden nicht mehr arbeiten, um zu leben, sondern wir werden Tätigkeiten nachgehen, die uns Freude machen (siehe crealiity.com). Denn die Robeter werden zum überwiegenden Teil die Produkte unseres Bedarfs fertigen und zur Verfügung stellen.

Ich will gar nicht lange mehr erzählen und Euch lieber in den Genuss des folgenden Weiterlesen …

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