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„Wir leben in einem völlig schizophrenen System.“

Februar 11, 2018 17 Kommentare

Sebastian Fitzek – viel gelesener Romanautor der Genre Krimi und Thriller (Foto: Wikipedia)

…. Der streitbare Schweizer Soziologe Jean Ziegler hat recht, wenn er in diesem Zusammenhang bemerkt: Jedes Kind, das an Hunger stirbt, wird ermordet [z.B. hier]. Anders als er in seinen Vorträgen und Sachbüchern will ich mit diesem Roman nicht meine entrüstete Stimme erheben oder ihnen eine Mittäterschaft durch Unterlassen vorwerfen. So wie ich Abertausende von Freiwilligen in Hilfsorganisationen in aller Welt bewundere und respektiere, habe sich vollstes Verständnis für die ohnmächtige Untätigkeit der meisten unter uns.

Wir leben in einem völlig schizophrenen System. Mal wird uns gesagt, wir sollen unser Haus dämmen, um Energie zu sparen. Dann sollen wir unsere funktionstüchtigen Autos in die Schrottpresse fahren, um die Wirtschaft anzukurbeln [Stichwort: Abwrackprämie]. Mal werden wir aufgefordert, keine T-Shirts mehr aus Bangladesch zu kaufen. Dann heißt es, ohne diese Einnahmen würden die Näherinnen in den Fabriken noch schlechter dastehen. Schließlich werden wir von unseren Politikern zum Sparen für die Altersvorsorge ermuntert, gleichzeitig werden die Leitzinsen gesenkt, damit günstige Kredite uns verlocken, immer mehr Dinge auf Pump zu kaufen, die wir nicht brauchen.

Sicher, der Verbraucher hat eine große Macht, etwas zu verändern, aber es wäre zu einfach, ihn für die Auswüchse des Systems verantwortlich zu machen. Wenn die Regel des Fußballspiels diejenige Mannschaft zum Sieger erklärt, die die meisten Tore schießt, darf man sich nicht darüber wundern, wenn alle aufs Tor stürmen. Und wenn unsere Wirtschaftsordnung denjenigen belohnt, der das meiste Geld hat, ist es paradox, von den Bürgern Verzicht zu verlangen. …

Das lässt sich im Nachwort zum Thriller Noahvon Sebastian Fitzek lesen, der Ende 2014 auf dem Markt kam. Ich lese inzwischen kaum noch Romane und greife viel lieber zum Sachbuch. Dieses Buch wurde meiner Frau von einer Freundin mit dem Hinweis empfohlen: „Das ist spannend und es lässt sich viel über unsere ver-rückte Welt lernen.“. Nun hatte mir meine Frau das Buch mit dem Hinweis geschenkt: „Das könnte Dich auch interessieren, denn es werden viele der Verschwörungen angesprochen, über die Du auf Deinem Blog schreibst.“, und es stimmt.

Der Autor versteht es, spannend zu schreiben, mehrere Erzählstränge gut aufeinander zulaufenzulassen, und der Geschichte immer wieder neue Wendungen zu geben. Die Protagonisten lässt er vor dem inneren Auge plastisch erstehen. Wir begleiten die Hauptfigur Noah, die sein Gedächtnis verloren hat und durch einen Artikel in einer Zeitung einen Trigger erhält, wieder zurück in sein Leben zu finden. Am Ende geht es um einen Wettlauf, die Welt vor einer für die meisten Menschen tödlich ablaufenden Viruserkrankung zu retten. Die Motivation für die Erschaffer des Krankheitserregers ist Weiterlesen …

Wenn die Zukunft um Hilfe riefe …

Oktober 13, 2016 8 Kommentare

… was wäre dann zu tun?

Barry Jünemann, Buchautor

Barry Jünemann, Buchautor

Es ist nun fast zwei Jahre her, dass ich meine Artikel Kartenhaus des Glaubens – Interview mit Barry Jünemann und Gibt es eine Strategie, den „Eliten“ ein Schnippchen zu schlagen?  veröffentlichte. Zeit, daran anzuknüpfen und über das neue Buch von Barry zu schreiben. Seit seiner Jugendzeit lässt ihn das Thema, dass es hinter den Kulissen Mächtige gibt, die die Geschicke unserer Welt steuern, nicht mehr los. Ich kenne genügend Menschen, die das als eine Unmöglichkeit erachten und dies als die krasseste aller Verschwörungstheorien sehen. Mit diesem Buch verpackt Barry seine langjährigen Rechercheerkenntnisse in Romanform.

Er lässt die Geschichte in unserer heutigen Zeit spielen, in der ein Junge „geistigen Besuch“ aus der Mitte dieses Jahrhunderts erhält. Die Zeitreise erfolgt also nicht mit dem materiellen sondern mit dem geistigen Körper eines Menschen der Zukunft. Empfänger des Geistes ist ein Junge aus einer typisch amerikanischen Familie, im Beruf erfolgreiche Eltern, deren gefestigtes Leben mit dem Ereignis aus den Fugen gerät. Als sie feststellen, dass ein anderer Mensch den Körper ihres Sohnes übernommen hat, um um Hilfe für die zukünftige Menschheit zu bitten, wenden sie sich an einen Journalisten um Unterstützung.

Ich habe hier auf dem Blog immer wieder auf Anzeichen hingewiesen, dass es eine Gruppe von Menschen gibt, die wiederholt öffentlich darüber sprechen, dass sie an einer neuen Weltordnung mitwirken (New World Order). Einer Ordnung mit einer Weltregierung, einer Weltreligion. Einer Ordnung, in der eine kleine Elite auf Kosten aller anderen lebt. Wobei alle Anderen auf eine deutlich geringe Zahl als heute reduziert sind. Barry lässt in Gesprächen mit dem Jungen weitere Details dieser „möglichen“ Welt schildern. Dabei führt er nochmals aus, woher diese Eliten kommen, sprich welche Wurzeln sie haben: Sie seien Nachfahren der Annunaki, die vor vielen Jahren auf die Erde kamen, die damaligen Primaten genetisch manipulierten, um am Ende menschliche Sklaven für sich arbeiten lassen zu können (siehe u.a. Bruderschaft der Schlange – Vorgänger der Freimaurer-Logen?). Weiterlesen …

Wie wirklich ist die Wirklich, wenn der Wissenschaftswahn neue Erkenntnisse gar verhindert?

Wir haben hier immer wieder das Thema von Erkenntnisgewinn gehabt (z.B. hier und hier), der behindert wird durch Manipulation mit falschen oder unvollständigen Nachrichten. Andreas Zeuch hat die Tage wieder mal ein Buch gelesen und rezensiert, das sich mit unseren angeblich so unzweifelhaften Wissenschaften beschäftigt. +

Kevin ist ja einer jener Vertreter von Wissenschaft, die schon sehr dogmatisch rational daran gehen und den Aspekt des gesunden Menschenverstandes völlig ablehnen.

Was passiert, wenn auch Wissenschaft Dogmatiken entwirft und mit allen Krallen verteidigt, darüber handelt das neue Buch von Rupert Sheldrake: Der Wissenschaftswahn: Warum der Materialismus ausgedient hat. Die folgenden Dogmen betrachtet er kritisch:

  1. Alles ist mechanischer Natur.
  2. Materie besitzt grundsätzlich kein Bewusstsein.
  3. Die Gesamtheit von Materie und Energie ist immer gleich.
  4. Die Naturgesetze stehen ein für alle mal Weiterlesen …
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Gastbeitrag: Ich hasse Teams

Der folgende Beitrag inzwischen der zweite von Erich Feldmeier, ein sich auf mehreren Wissensgebieten bewegender selbstständiger Projektleiter und Berater für Innovation. Seiner erster Artikel hier Die Bedeutung von Introvertierten in einer lauten Welt und ist einer der gern gelesenen Artikel hier. Auch dieser Artikel befasst sich indirekt mir dem Nachsehen der Leisen unter uns.

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Dies ist eine Rezension des Buchs Ich hasse Teams von Svenja Hofert und Thorsten Visbal (Eichborn, 2010). Es ist ein nützliches Buch aus der Praxis für die Praxis.

Im Buch ‚ich hasse teams – wie Sie die Woche mit Kollegen überleben‘ werden Beispiele aus der (Personal-)Berater-Praxis geschildert, die wahrscheinlich jeder schon mal erlebt hat. Die Kapitel sind in Wochentage und Personen gegliedert, was das Buch sehr anschaulich macht. Der Alltag im Unternehmen wird somit aus verschiedenen Perspektiven und der Sicht ‚Der Anderen‘ gezeigt.

Menschen sind -glücklicherweise- verschieden.

Das Buch tappt lobenswerterweise nicht in die Falle, diese Perspektiven zu bewerten, bzw. in die alten Schwarz-Weiss-Muster Gut/Böse einzuteilen. Einige besonders lesenswerte Passagen kurz zusammengefasst. Mein persönlicher Schlüsselsatz -nachgewiesen aus dem Beratungsalltag- lautet etwa wie folgt:

Ein engagierter Projektmanager hat Mitarbeiter beobachtet, die zusammengerechnet nicht mehr als 20 Minuten am Tag ihrer Arbeit nachgingen … bei seinem Chef löste er Ärger(!!!) aus, so genau wollte er es gar nicht wissen. Das Wegsehen der Führungskräfte bei Weiterlesen …

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