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Die Tribute von Panem -Teil 2 – Sutherland ruft zur Rebellion auf – eine andere Kritik

Dezember 1, 2013 31 Kommentare

Autorin von The Hunger Games – Tribute von Panem (Foto: Wikipedia)

Ich hatte mir gestern Nacht mit Familie den 2. Teil von Die Tribute von Panem- The Hunger Games angeschaut und stelle fest, dass da reichlich Zündstoff zum Nachdenken und Rebellieren in der eigenen Welt liegt. Ich möchte hier ein paar Zeilen eines „Filmkritikers“ bringen, der es für mich recht gut formuliert, welche Gesellschaftskritik mit dem Film transporitiert wird. Und das interessante dabei: der Medienwirbel ist so immens, dass man sich fragen kann, ob die Journalisten die eigentliche Kritik nicht erkennen oder ob sie sie erkennen und unter dem Mantel des Nicht-Erkennes die Werbetrommel mächtig rühren?

… Viele wohlwollende Kritiker in den Zeitungen sehen in dem Film vor allem eine Mediensatire auf die allgegenwärtigen Casting- oder Reality-Shows wie das Dschungelcamp (Beispiel Zeit online). Diese Sichtweise greift aber zu kurz. Ich finde es hochinteressant und bemerkenswert, dass eine – wohlgemerkt, amerikanische – Autorin das Thema der Ungleichheit thematisiert. Die materielle Not der Menschen im Distrikt 12, in dem Katniss lebt und aufwächst, ist gewollt. Das Regime der Hauptstadt, deren Bewohner in Saus und Braus leben, hat ein hohes Interesse daran, dass sich an den Verhältnissen nichts ändert. Das ist nicht so sehr eine Parabel auf irgendwelche totalitären Regimes der Vergangenheit, sondern auf den Kapitalismus der Gegenwart, in dem zum Beispiel internationale Konzerne in Chile Lachsfarmen anlegen, die die Lebensgrundlagen der örtlichen Fischer zerstören.

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Aufruf zur Rebellion – oder: wo bleibt die Demokratie?

Hans A. Pestalozzi (unbekannter Bildautor)

Den folgenden Text schrieb der Schweizer Hans A. Pestalozzi nach seinem Ausstieg als Managementberater, und es liest sich wie eine Zusammenfassung unserer Diskussionen hier auf dem Blog, bis auf die direkte Aufforderung zur aktiven Tat:

Sie behaupten, sie wollten den Frieden – und bereiten den Krieg vor.
Sie behaupten, sie müßten den Krieg vorbereiten, um den Frieden zu schützen, und verschweigen, daß diese Formel noch immer zu Krieg geführt hat.
Sie behaupten, sie wollten unsere Souveränität schützen, und machen uns vom Ausland abhängig.
Sie behaupten, sie wollten das Volk schützen, und provozieren seine Vernichtung.
Sie behaupten, vor dem Regime in Moskau auf der Hut sein zu müssen, und liefern uns dem Regime in Washington aus.
Sie behaupten heute, gegen die kommunistische Weltrevolution kämpfen zu müssen, und behaupten morgen, das Sowjetsystem sei am Ende.
Sie behaupten, mit dem Bundesgrenzschutz die Grenzen der Republik verteidigen zu müssen, und setzen ihn gegen die eigenen Bürger ein.
Sie behaupten, uns vor totalitären Staaten schützen zu müssen, und arbeiten mit faschistischen Regimes zusammen.
Sie werfen uns »Zerstörung des politischen Friedens« vor, und meinen Polizeieinsatz gegen Andersdenkende.
Sie predigen Dialog, und drohen mit dem Rücktritt.
Sie geben sich demokratisch, und verbieten die Teilnahme an Demonstrationen.
Sie loben den Schutz der Minderheiten, und berufen sich auf eine angebliche schweigende Mehrheit.
Sie pochen auf die Ganzheit der Demokratie, und schließen die Randgruppen aus.
Sie werfen uns vor, kritiklos irgendwelchen Drahtziehern zu folgen, und knieten zwölf Jahre vor dem »Führer«.
Sie nennen uns Chaoten, Kriminelle, Asoziale, und machen aus der Polizei brutale Schlägerbanden.
Sie geben vor, den Rechtsstaat schützen zu müssen, und verhaften unsere Nachkommen gleich massenhaft.
Sie berufen sich auf internationale Abmachungen, und knallen uns mit chemischen Waffen nieder, die im Kriegsfall verboten sind.

Sie warnen uns vor der Militarisierung der Jugend im Osten, und führen bei uns den Weiterlesen …

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