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“Was hat man denn aus dieser (Nazi-)Vergangenheit wirklich an dauerhaft Wertvollem gelernt?”

März 27, 2017 8 Kommentare

Bild: Martin Bartonitz in Amsterdam 2016

Mit Blick auf den Artikel „Hitlers Justiz ist nun auch Adenauers Justiz!“ sowie der Auflistung von Politikern mit Nazi-Historie möchte ich einen persönlichen Rückblick wagen:

Man überlege! Man bedenke!

Wer wurde denn in der Zeit der damaligen Diktatur des absoluten Übels nicht mit hineingesaugt in den Sog des Wahnsinns und der Willkür…
Wer stand nicht da und salutierte… gezwungenermaßen… denn wer damals nicht “freiwillig” mitmachte, mit sichtlichem Enthusiasmus, der war sofort suspekt, wurde beobachtet und bespitzelt. Wem konnte man sich denn wirklich anvertrauen? Das war auch so in der Lokalpolitik… und im Schulwesen auf allen Ebenen. Als gebürtiger Bayreuther (Jahrgang 1936) habe ich noch in Erinnerung, wie es damals war. Meine Lehrerin in der ersten Klasse (1942) in Feuchtwangen war absolut überzeugt von der “Richtigkeit” und “Berechtigung” des damaligen Regimes, und vom Direktor unserer Schule wurden wir auch immer wieder “belehrt” und mit der damals üblichen und erforderlichen Propaganda sehr laut, sehr gezielt und bewusst belabert, während wir Kinder gewissermaßen im Schulhof in “Reih und Glied” … “angetreten” dastehen mussten … mit ausgestrecktem Arm salutierend… bis zum Geht-nicht-mehr, bis so einige von uns in der Sonnenhitze umkippten, sich in der Hose versauten, oder kotzten. Schon Kinder wurden drangsaliert, indoktriniert, und gezwungen sich anzupassen und einzufügen. Auch wir mussten die damaligen Parolen auswendig lernen und nachplappern. Auch wir mussten die damaligen Lieder singen, und an bestimmten National-“feier”-tagen durch die beflaggte Stadt “marschieren, und die Fahnen schwingen“. So war es damals. Welche Familie war denn davon nicht direkt oder indirekt betroffen? Wer einen Beruf ausüben wollte, hatte wohl keinerler Wahl oder Ausweg, sich dem Weiterlesen …

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Über die Angst der Machteliten vor dem Volk …

Februar 21, 2017 6 Kommentare
mausfeld_270

Prof. Rainer Mausfeld

Ich hatte schon einmal einen viel angeschauten Vortrag von Prof. Rainer Mausfeld zum Thema Demokratie gepostet (siehe: „Warum schweigen die Lämmer?“ – Techniken des Meinungs- und Empörungsmanagements). Nun hat er nachgelegt, ebenfalls empfehlenswert. Zum Youtube-Video ist wie folgt geschrieben:

Die Angst der Machteliten vor dem Volk

Wenn eine überschaubare Gruppe von Menschen dauerhaft über die große Masse Macht ausüben will, ist die Stabilität des Systems nur dann zu erreichen, wenn man die wichtigste Ressource kontrolliert. Wissen.

Was das Volk nicht weiß, noch nicht einmal erahnt, kann es auch nicht auf die Barrikaden bringen.

Nach diesem simplen Prinzip herrschen die sogenannten Eliten nun schon seit Tausenden von Jahren über ihre jeweiligen Untertanen. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein System sich „Demokratie“ nennt oder nicht.

Immer sind es nur sehr wenige, die bestimmen, was offiziell überhaupt gewusst wird. Umso allergischer reagiert jeder Machtapparat auf sogenannte Whistleblower, die man früher abwertend als Verräter bezeichnete. Verräter wie Snowden destabilisieren die Machtpyramide, indem sie dem Volk, den Massen, die Möglichkeit geben zu erkennen, wie man sie beherrscht. Herrschaft kann aber nur effektiv agieren, wenn sie unsichtbar bleibt.

Vor allem auf dem Feld der Sozialforschung hat die Elite gegenüber dem Bürger einen enormen Wissensvorsprung. Die Machthaber kennen das Wesen „Mensch“ heute derart genau, dass sie ihn bis in die kleinsten Teile zerlegen und manipulieren können und das auch tun. Dass wir alle kaum etwas davon mitbekommen, stützt diese Aussage.

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Medienkompetenz … Wie funktioniert Kriegspropaganda und was kann man dagegen tun?

Es gibt massiven Machtmissbrauch in der Politik.
Nehmen Sie das nicht so widerspruchslos hin.

Daniele Ganser

In Fortsetzung zum Artikel „Warum schweigen die Lämmer?“ – Techniken des Meinungs- und Empörungsmanagements möchte ich noch einen Vortrag des Schweizer Historiker und Friedensforscher Dr. Daniele Ganser bringen, der mit obiger  Überschrift am 23.10.2015 nach Berlin in das Kino Babylon einlud . Aufgrund der enormen Nachfrage sprach der Schweizer an zwei zusätzlichen Tagen vor ausverkauftem, 500 Zuhörer fassenden Saal über die Mechanik der Propaganda. Der Fokus lag auf der Macht der Massenmedien. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag, wenn es darum geht, ein Volk auf einen Krieg vorzubereiten.

Im Vorfeld jedes Kriegs erschaffen die Massenmedien ein Feindbild. Angst als Hebel, und das Verbiegen der Wahrheit als Ziel. So wurden und werden Kriege medial vorbereitet. Wer sich davor schützen will, gerade dieser Tage, muss ins Archiv der Geschichte. Es geht darum, das Muster der Mechanik zu dechiffrieren, die Techniken uns Ausspielkanäle der Kriegspropaganda zu benennen.

Ganser ist als Historiker, der nur anhand von Fakten argumentiert, längst selbst ins Fadenkreuz der Propagandamaschine geraten. Dennoch beugt er sich nicht dem Druck, der auch – oder gerade – auf Wissenschaftler ausgeübt wird und der vor allem über die zahllosen Kanäle der Rüstungsindustrie die wirtschaftliche Zerstörung der Abtrünnigen zum Ziel hat.

Für den Triumph der Bösen reicht es, wenn die Guten nichts tun!

Ganser tut aber nicht nichts. Er tut viel. In diesen Zeiten, in denen Krieg längst wieder alltäglich geworden ist, gibt es nur noch wenige Wissenschaftler, die ihre Stimme erheben und auf ihr Gewissen hören. Dr. Daniele Ganser ist einer von ihnen:

Dass Daniele mit seinen Vorträge seitens der Systemmedien in die Ecke der Verschwörungstheoretiker gestellt wird, zeigt, wie sehr er an den Sockeln dieses Systems rüttelt. Beispiele der Diffaarmierungsrhetorik: Weiterlesen …

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Wie die CIA-gesteuerten Medien Agitation und Propaganda mit den „Panama Papers“ betreiben

Die SZ ist – genau wie FAZ, SPIEGEL, ZEIT, BILD, WELT und selbst die TAZ – ganz oben auf der Liste derjenigen deutschen Medien, die man von Seiten der USA in allen Fragen der Außen-, Wirtschafts- und Geopolitik kontrollieren möchte und faktisch kontrolliert. Dazu muss man sich nur den grotesk-“harmonischen” Chor der Lügen (dazu gehört das gezielte Verschweigen von Informationen) und Verzerrungen anschauen, den diese Medien tagtäglich aufführen.

Wenn also nun ausgerechnet die “Süddeutsche Zeitung”, eine Lizenzpresse der Besatzungsmächte, ein vermeintliches “Datenleck” zugespielt bekommt und diese Informationen in Zusammenarbeit mit den Staatssendern WDR und NDR unter der Federführung des CIA-Mannes Mascolo politisch ausschlachtet, statt objektiv auszuwerten, dann ist nicht weiter verwunderlich, dass ein russischer Präsident, dessen Name laut Mascolos eigenem Eingständnis nicht ein einziges Mal in diesen Unterlagen erwähnt wird, im Zentrum der Propaganda steht.

Die mit Zwangsgebühren finanzierte ARD stellt Vladimir Putin, der mit dieser westlichen Offshore-Firma also keinerlei Geschäftsbeziehungen hat, genauso in den Mittelpunkt wie die CIA-kontrollierte Süddeutsche Zeitung.

Die Propagandaschau

icij_pp525 Das selbsternannte „Internationale Konsortium Investigativer Journalisten“ ist ein Zusammenschluss von CIA-Propagandisten und offenbart seine Zielkoordinaten schon auf der ersten Seite: „Tied to Putin“

In seinem Buch „Gekaufte Journalisten“ beschreibt der langjährige FAZ-Journalist Udo Ulfkotte aus eigener Erfahrung und Mitwirkung, wie die US-amerikanische CIA und auch deutsche Geheimdienste die Medien in Deutschland kontrollieren und ausgewählten Leitjournalisten Texte in die Tatstatur diktieren, die die öffentliche Wahrnehmung im Sinne der USA manipulieren und steuern sollen.

Der ehemalige CIA-Agent Robert Baer schildert im Interview, wie er bei der CIA damals half, Jugoslawien systematisch zu zerstückeln, öffentlich die Serben für den Zerfall des Vielvölkerstaates verantwortlich zu machen und dazu reihenweise Journalisten und hochrangige Politiker – bis zum Staatspräsidenten – mit Millionen Dollar gekauft wurden.

James F. Tracy, außerordentlicher Pro­fes­sor für Medienwissenschaften an der Atlanic Universität in Florida, schildert in seinem Artikel „Die CIA und die Medien: 50 Tatsachen, die in der Welt bekannt…

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Das Mär von Weltbildern

Wir sind nicht Sklaven der Wörter, denn wir sind Herren der Texte.
Weinrich 1970. 24.

Ich möchte einen Kommentar von „der kleine Hunger“ als eigenständigen Artikel zur Diskussion stellen. Es geht um unsere Sprache. Ist sie eher ein Gefängnis unserer Gedanken und behindert uns mehr als dass sie uns geistig weiterbringen könnte? Wir haben schon auf dem Blog darüber gesprochen, ob unsere Worte mächtig sein können. Wir haben gesehen, dass Sprache zu propagandistischen, also zu Zwecken der Ver-führung verwendet werden kann (siehe Mind Control). Was nun?

Das Mär von Weltbildern

Gesellschaften konstituieren sich in Sprache, nicht in Bewusstsein.

Reine Abstraktionen bedingen eine begrenzte Weltsicht und somit eine bedingte (vorgegebene Sichtweise in deren Begrenzung sich der Einzelne selbst begrenzt)

Ob reine Abstraktionen für das sog. Denken notwendig sind, lasse ich mal offen.

Vielleicht mal darüber ins Klaren kommen, dass Wörter wie „Seele“, „Liebe“, „Sprache“ reine Denkakte bezeichnen. Die Sprache als solche gibt es nicht. Wenn wir es genau nehmen, gibt es auch die Einzelsprache nicht. Auch sie ist schon ein theoretischer Begriff, abstrahiert aus der Summe der Sprachhandlungen ganz bestimmter Menschen.
Ein weiteres Phänomen, die Etikettierung, Katalogisierung (Schubladen), welche der eigenen Begrenztheit dazu dient, sich seiner Begrenztheit nicht gewahr zu werden oder sich aus dieser Begrenztheit heraus bildet. Somit wird die eigene Begrenztheit zum eigenen Gefängnis und Andere zu deren Insassen, ob sie nun wollen oder nicht. So schließt sich Gesellschaft als solche selbst ein und dafür schafft sie sich sogar noch eigene Regularien und ihre eigenen Wärter.
Weil sie die Wörter haben, glauben sie, sie hätten auch die Weiterlesen …

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Offener Brief: Ich zahle nicht für Kriegshetze! Frau Prof. Dr. Karola Wille

In Forsetzung zum meinem letzten Artikel Muss uns unser #Zinsgeldsystem am Ende immer in den großen #Krieg führen? möchte ich noch Bezug nehmen, auf die derzeit unübersehbare Kriegstreiberei in unseren Medien als auch unsere Politikern. Wenn ich die Wahl hätte, zahlte ich nicht für diese Hetze, aber auch nicht für die Einsätze unserer Militärs/Nachrichtendienste in der Ukraine.

Gerne möchte ich einen offenen Brief bringen, der gut zum Ausdruck bringt, was auch ich denke.
Wer den Brief lieber vorgelesen mag, inklusive einiger Filmsequenzen, für den gibt es ein Video am Ende.


Mitteldeutscher Rundfunk
Anstalt des Öffentlichen Rechts
Intendanz
Frau Prof. Dr. Karola Wille
– persönlich / aber nicht vertraulich –
04360 Leipzig

Ich zahle nicht für Ihre Kriegshetze!
Kein Rundfunkbeitrag von … … …

Sehr geehrte Frau Prof. Wille,

ich hatte Ihnen bereits einmal geschrieben wegen über den MDR verbreiteter Hetze. Sie hatten mir damals nicht geantwortet. Nun, ich hatte nichts anderes erwartet. Irgendein Mensch, der Ihnen da auf die Nerven geht mit der Forderung ehrlicher, neutraler Berichterstattung. Wozu sollten Sie da Zeit investieren?

Heute schreibe ich Ihnen trotzdem wieder. Es ist diesmal noch ernster. Es geht diesmal um die NATO-Kriegshetze, die auch Ihre Sender unkommentiert ausstrahlen. Nun, wie Sie als ausgebildete Juristin sicher wissen, ist das nicht nur eine Verletzung des Grundgesetzes, sondern auch eine Straftat. Und da Sie alles verantworten, was in Ihrem Aufgabenbereich als Intendantin liegt, sind Sie persönlich verantwortlich zu machen auch für Aussagen verschiedener Personen auf Ihren Sendern (egal ob Angestellte, freischaffend Beauftragte oder Interviewpartner) mit Aussagen, die geeignet sind, einen Angriffskrieg vorzubereiten oder dazu aufzustacheln, wenn Sie diese nicht entsprechend kommentieren.

Wie Ihnen ganz bestimmt bekannt ist, stirbt die Wahrheit vor dem Krieg. Warum ist das so? Zum einen, weil der künftige Weiterlesen …

Frieden geht anders: Offener Brief an Frau Miosga – ARD-Tagesthemen – Berichterstattung

Screenshot

ARD-Tagesthemen vom 26.8.13

An Frau Miosga -Tagesthemen

redaktion@tagesschau.de
https://www.facebook.com/tagesschau
https://twitter.com/tagesschau

ARD-Tagesthemen vom 26.8.13
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Sehr geehrte Frau Miosga,

ich habe in den letzten Jahren ja schon einiges an Pro-Kriegspropaganda in der Tagesschau und auch in den Tagesthemen gehört , aber die von Ihnen heute zu verantwortende Sendung ist an Verkürzung, Verdrehung von Fakten bzw. Umständen und der Ansammlung unverblümter einseitiger Propaganda wirklich kaum noch zu toppen……………

1. Sie sagten sinngemäß: “Es ist völlig egal, wer das Giftgas eingesetzt hat, auf alle Fälle muss gegen das Assad-Regime eingegriffen werden.” und Herr Pertes hat Ihnen nach dem Mund geredet, obwohl auch er es besser wissen müsste. Einen Krieg anzufangen ohne zu zuweisenden Grund ist laut Internationalem Recht ein Kriegsverbrechen. Wer solch ein Vorgehen propagiert macht macht sich strafbar, denn er/sie stört laut Grundgesetz das friedliche Zusammenleben der Völker – und ist eigentlich zu bestrafen…

2. Sie haben behauptet, dass sich der Westen seit mehr als zwei Jahren aus dem Konflikt “raus hält”. Schauen Sie keine Nachrichten, lesen Sie keine Zeitungen? Die USA haben seit Jahren massenweise “Rebellen” in Lagern in Jordanien ausgebildet und schicken diese Mörder-Banden ( Al-Qaida-Gruppen aus Libyen, Al-NUsra, ect.) schwer bewaffnet über die Grenzen. Die USA schrecken auch nicht davor zurück, Al-Qaida-Banden zu unterstützen und mit denen zusammen zu arbeiten, die ihnen in Libyen schon so nützlich waren. Die USA sorgen seit Beginn des Konflikts über Quatar und Saudi-Arabien dafür, dass diese Terror-Banden über unseren NATO-Partner Türkei ständig ausreichend mit Waffen und Munition versorgt werden. Die Regierung und die Armee Assads bekämpfen also eine von außen Weiterlesen …

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