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Posts Tagged ‘Pisa’

Wandel – auch durch menschenwürdige Bildung

Seit Jahren pfeifen es die Spatzen von den Dächern:

Die Menschheit erlebt einen Zeiten- und Bewusstseinswandel in allen Lebensbereichen – also auch im Bildungssektor.

Für den Wandel im Bildungssektor lege ich mit meinen Ausführungen zur MENSCHENWÜRDIGEN BILDUNG ein Fundamental-Konzept vor.
Meine Darstellung des Fundamental-Konzepts ist holzschnittartig auf Prozessfaktoren begrenzt. Sie enthält drei Teile:

  1. Prozessfaktoren menschenUNwürdiger Bildung
  2. Die Geisteshaltung menschenwürdiger Bildung
  3. Die anthropologische Basis menschenwürdiger Bildung

1. Prozessfaktoren menschenUNwürdiger Bildung

Menschenwürdige Bildung wird besonders deutlich vor dem Hintergrund menschenUNwürdiger Bildung. Meine These:

Das System gegenwärtiger Schulbildung ist menschenUNwürdig!

Meine Einschätzung begründe ich mit acht Prozessfaktoren:

  1. mit dem Schulpflichtgesetz,
  2. mit dem Bildungsziel,
  3. mit dem Curriculum,
  4. mit dem Notensystem,
  5. mit dem Qualitätsmaßstab,
  6. mit der   Kopf-Füßler-Bildung,
  7. mit der   Bildungsgrundlage,
  8. mit der   Ökonomisierung.

Im Einzelnen:

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Eltern wissen das nicht! – unsere Bildung betreffend

Januar 13, 2017 1 Kommentar

eltern-wissen-das-nicht

Autor: Dr. Antonio Quanto

Ich wollte die Tage noch eine Rezension zu einem kleinen Büchlein mit dem Titel ELTERN wissen das nicht! verfassen, das den Weg in meinen Briefkasten gefunden hatte. Nun ist mir heute eine hereingekommen, die mir schon recht passend ist, daher hier direkt vorgestellt. Bevor es aber los geht, möchte ich noch von meiner Assoziation und die meiner besseren Hälfte zur Gestaltung von Titel und Umschlag erzählen:

Hallo, ich bin ELTERN und warum werde ich hier über den Kamm geschoren? Woher weiß der Autor das? Das ist aber jetzt herablassend … Und dann auch noch die Nationalflagge, die uns vermutlich mit Absicht auf dem Kopf stehend verpasst wurde 😦

Wenn ich nicht auch einen netten Brief mit dem Buch bekommen hätte, wäre ich vermutlich nich so schnell ans Lesen gegangen. Und ich habe doch noch Einiges neue über unser Bildungssystem erfahren, obwohl es ja hier regelmäßig Artikel dazu gab (wobei mir der mit am Besten gefällt: Der heimliche Lehrplan die Schulpflicht betreffend). Genug der Vorrede, hier nun die Rezension

ANTONIO QUANTO <Eltern wissen das nicht> -Kundenrezension einer Mutter (bei amazon)-

Der Titel hat mich angesprochen. Ich wurde hineingenommen in ein leicht lesbares, fiktives Gespräch, zu dem der Bundeselternrat eingeladen hat. Zwischen dem Referenten Dr. Antonio Quanto und den interessierten Eltern entwickelt sich ein Dialog über den “blinden Fleck” im Bildungssystem, der auch anderen Eltern die Augen öffnen könnte, — und auch Lehrern und hoffentlich auch Bildungspolitikern.

Drei Aspekte sind für mich neu:

  1. Es sind dies die zwei Prinzipien, die Dr. Quanto in die Diskussion einführt.
    Er nennt sie das “maskuline Bildungsprinzip” und das “feminine Bildungsprinzip”. Mir wurde plötzlich klar, dass gerade der Leistungsdruck, unter dem unsere Schulkinder leiden, der aber auch uns Eltern – als sog. “Hilfslehrer der Nation” – manches Mal zur Verzweiflung bringt, die Folgen eines maskulin orientierten Schulsystems sind. Wenn das Schwergewicht in der Schule auf der Beurteilung der Leistungen liegt und die Schulbildung im Hinblick auf Sozialkompetenz und Selbstkompetenz jede Menge Defizite aufweist, – ist das auf ein maskulin orientiertes Wertesystem zurückzuführen.
  2. Der zweite – für mich neue Aspekt – zeigt mir zum ersten Mal, wie die PISA-Studie als Ausdruck des maskulinen Prinzips eine Schulbildung verhindert, in der unsere Kinder auch in ihrer Persönlichkeit ernstgenommen und gefördert werden.
  3. Als dritten Aspekt und Lösung bietet Dr. Quanto die Grundlage eines jeden Bildungsprozesses, nämlich die “Anatomie des Selbst” nach Sören Kierkegaard. Er stellt sie in anschaulicher Form und in einer Sprache dar, die alle verstehen können.

Dieses Buch regt auf neue Weise zum Nachdenken über unser Schulsystem an und geht m. E. über die bereits bekannte Kritik an unserer Schulbildung hinaus.
Die tieferen Ursachen und historisch begründeten Bildungsprinzipien sind mir als betroffene Mutter besonders deutlich geworden und ich stimme mit dem Autor darin überein, dass die Bildung der Zukunft als Synthese von maskulinem und femininem Prinzip ganzheitlich sein muss, also integral.

Ich hoffe sehr, dass die verantwortlichen Bildungsexperten sich von den Thesen des Autors ansprechen lassen, – mit wachem Bewusstsein und offenem Herzen. Ich vertraue darauf, dass der Quantensprung in der Schulbildung bevorsteht und die Vorschläge des Autors für eine Bildungsrevolution Eltern und Elternvertretungen aufrütteln. Ich bin überzeugt, dass die bisherigen Bemühungen, mit denen in freien Schulen experimentiert wird, ein Schritt in eine integrale Zukunft sind und den Erfordernissen des dritten Jahrtausends gerecht werden.

Etwas befremdlich wirkt in unseren Tagen des Genderismus die Unterscheidung von maskulin und feminin. Der Autor führt uns Anfangs in die Weiterlesen …

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Was ist eigentlich gute Bildung?

Horst Költze

Horst Költze

Ausbildung ohne Bildung führt zu Wissen ohne Gewissen

Daniel Goeudevert

Dieses Mal habe ich eine Buchempfehlung. Es geht mal wieder darum, was wir mit unseren Kindern in der Schule verANSTALTen. Horst Költze, ehemaliger Rektor einer Grund- und Hauptschule fühlt PISA auf den Zahn und plädiert, unser Schulsystem auf den Kopf zu stellen. Nicht nur unsere Kinder und Eltern hätten etwas davon, aber lest selbst, was er zu sagen hat:

***

Seitdem PISA im Jahr 2000 wie ein Schicksal über die Bildungsrepublik Deutschland hereingebrochen ist, wird in allen Lebensbereichen über Bildung geredet. 94 Prozent der Eltern wollen für ihre Kinder eine „gute Bildung“. Und ich gehe davon aus, dass Sie, liebe Leser zu diesen 94 Prozent gehören.

WAS ABER IST GUTE BILDUNG???

Über diese Frage sind viele Bücher mit vielen unterschiedlichen Antworten geschrieben worden. Alle Antworten können zwei Grundpositionen zugeordnet werden: Entweder geht es um den jungen Menschen selbst, um seine individuelle Persönlichkeit, oder es geht um Sachinhalte, mit denen die junge Generation für Macht-Interessen funktionalisiert wird.

Zwei Beispiele verdeutlichen diese beiden Positionen:

Das erste Beispiel liefert die Antike:

Denn schon vor zweieinhalb Tausend Jahren waren die Menschen über die Antwort auf die Bildungsfrage unterschiedlicher Meinung.

Die Persönlichkeits-Position vertrat Sokrates. Er kann als erster Menschenbildner des Abendlandes gelten, der in Athen eine individuelle, menschenwürdige Bildung praktizierte. Sokrates wollte die jungen Menschen durch seine Weiterlesen …

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Wer es im Leben zu etwas bringen will, muss früh trainieren! Das weiß die Wissenschaft schon lange, nur die Politik nicht

Ich verfolge seit einigen Jahren die aktuellen Erkenntnisse in der Gehirnforschung und langsam kann einem der Kragen platzen, wenn man wie jetzt wieder die Ergebnisse der Pisa-Studie vorgelegt bekommt und feststellen muss, dass es in Deutschland mit der Ausbildung nicht wirklich voran geht. Lächerlich, wenn man meint, allein mit dem Verschenken von Büchern schlauere Kinder zu bekommen.

Ich lese derzeit in einem Buch mit einer Sammlung von Artikeln zum Lernen (Lernen lassen – Abenteuer Bildung) und habe darin passend gestern ein Interview mit Prof. Wolf Singer gelesen, das nochmals eindrücklich klar macht, wie fahrlässig unsere Politiker Weiterlesen …

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