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Posts Tagged ‘Organspende’

Leichenschändung

September 8, 2018 7 Kommentare

Egon W. Kreutzer, Autor und Verleger – mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint (Klick führt zu seiner Web-Seite)

Juristisch wird die Leichenschändung als „Störung der Totenruhe“ (Strafgesetzbuch §168) bezeichnet und vom Staat als Straftat verfolgt, sofern Vorsatz vorliegt.

Die Entnahme von Organen aus einem menschlichen Körper, dessen Funktionen noch dazu möglichst so lange aufrecht erhalten werden, bis das Transplantationsteam zur Verfügung steht, nachdem die zumindest nicht unumstrittene Diagnose „Hirntod“ gestellt wurde, erfüllt den Tatbestand der Störung der Totenruhe, es sei denn, der einstige Inhaber des Leichnams oder dessen nächste Verwandten haben dies ausdrücklich gestattet.

Wenn ein Bundesminister nun zu der Überzeugung kommt, ein Toter sei nichts als ein Ersatzteillager, aus dem sich Mediziner nach Belieben bedienen können, so lange nicht nachgewiesen ist, dass der einstige Inhaber des Leichnams dem widersprochen hat, ist dies, auch wenn Jens Spahn einräumt, dies bedürfe noch einer ausführlichen Diskussion, zunächst einmal der Ausdruck einer fragwürdigen Wertschätzung des Menschen, die sich kaum noch von der Wertschätzung des Metzgers für ein Stück Schlachtvieh unterscheidet. In beiden Fällen stehen bloße Nützlichkeitserwägungen im Vordergrund.

Doch kommen wir zu den praktischen Auswirkungen:

Ist es nach der gültigen Regelung so, dass der lebende Mensch seine Entscheidung, seine Organe im Todesfall spenden zu wollen, ganz bewusst getroffen hat und sich auch ganz bewusst entschieden hat, seinen Organspender-Ausweis mit sich zu führen – oder eben auch nicht, ändert sich die Situation nun vollständig.

Statt der Chance, dass der Organspender-Ausweis von Polizei, Notarzt, Klinik-Personal oder Angehörigen gefunden wird, was die Organentnahme erst ermöglicht, haben die Transplantationsmediziner nun die Chance, innerhalb der kurzen Frist, die für die Transplantation zur Verfügung steht, ein Dokument des Widerspruchs nicht zu finden, um danach, wie der Frisör, beim Haareschneiden zu erklären: „Tut uns leid. Was weg ist, ist weg.“

Es ist eine Sache der Logik:

Ein Mensch ist eindeutig als Organspender identifiziert,
wenn sein Organspenderausweis vorgefunden wird.

Ein Mensch ist jedoch nicht eindeutig als Organspender identifiziert,
wenn sein Widerspruch nicht aufgefunden wird.

Genau diese Logik soll nach dem Willen von Jens Spahn nun aber außer Kraft gesetzt werden.

Wer also nicht will, dass sein Körper nach seinem Tod ausgeschlachtet wird, der muss diesen Widerspruch unverwischbar und unverlierbar mit sich herumtragen. Geldbörse und Brieftasche können verlorengehen oder verlorengegangen werden. Es bleibt eigentlich nur die Tätowierung übrig, und die an möglichst vielen Körperstellen, weil ja nicht klar ist, was zum Beispiel nach einem Motorrad-Unfall an heiler Haut noch übrig bleiben wird.

Damit aber muss der Lebende lebenslänglich eine zutiefst intime Weiterlesen …

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Der Organtransplantationsmafia wird Tür und Tor geöffnet …

September 5, 2018 36 Kommentare

Bild geliehen aus dem lesenswerten Artikel „Ist Spahn selbst bereits ein schwerer Pflegefall?“ auf qpress (Klick aufs Bild führt zum Artikel)

Als Organspender bin ich selbst am Ende meines Lebens noch reich. Ich kann einem anderen das Leben schenken.
Franz Beckenbauer

In einer rein materiell gedachten Welt mag der Austausch von Ersatzteilen auch im menschlichen Avatar machbar erscheinen. In einer Welt, in der eine Seele sich in diesen Avatar inkarniert und neben dem physischen Körper noch weitere feinstoffliche Körper besitzt, die viel mehr noch von der Seele erfasst sein sollen, wäre davon auszugehen, dass Seelenanteile mit dem Ersatzteil wandern (das Thema wird auch hier gestriffen: Heilen, Fühlen, Lieben – sei Du die Veränderung)

Da unser neuer Bilderberger-geprüfte (siehe) neue Gesundheitsminister gerade das Thema Organspende auf den Zwang-Kopf stellen will und so die Diskussion um das Thema nun heiß läuft, möchte ich mich auch gleich nochmals beteiligen, ohne auch auf meinen alten Artikel zu verweisen, der reichlich gelesen wurde: Wissenswertes rund um die Organspende …, daraus das folgende Zitat:

Seitdem ich selber hirntote Patienten versorgt habe,
glaube ich weder an den Hirntod noch an seine Definition.
Ich glaube meinen Augen, meinen Händen und meinem Gespür.
Andrea von Wilmowsky

Anja Voit hat auf Facebook einige Perspektiven aufgemacht, die klar machen, welche Verbrechen mit der Idee, nicht auf Spenden zusetzen sondern das Recht auf Unversehrtheit aufzugeben und eine Organspende vorzusehen, wenn nicht ausdrücklich widersprochen wird. Puh: Weiterlesen …

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„Es sind die Lebenden, die den Toten die Augen schließen, und die Toten, die den Lebenden die Augen öffnen.“

Das Thema Organspende hatte ich hier auch schon behandelt, und der Artikel wird noch immer gut gelesen. In dem Atikel Wissenswertes rund um die Organspende … kommt gleich zu Anfang eine Krankenschwester zu Wort:

Seitdem ich selber hirntote Patienten versorgt habe,
glaube ich weder an den Hirntod noch an seine Definition.
Ich glaube meinen Augen, meinen Händen und meinem Gespür.
Andrea von Wilmowsky

Das folgende Video spürt dem Thema auf eine weitere Art nach. Es analysiert den Tod an sich und es sieht so aus, dass es auch hier wie an vielen anderen Stellen eine Wahrheit gibt, die unserem Kulturkreis abhanden kam, aus welchen Gründen auch immer. Ich stelle auch dieses ins Regal und mag jeder für sich seine eigenen Rückschlüsse ziehen:

Über die Schattenseiten einer Bluttransfusion …

Oktober 31, 2017 4 Kommentare

Blutbeutel (Foto: Bernardo Peters-Velasquez –  pixelio.de)

In unserem Gesundheitssystem, das zu den besten der Welt gehört, sind manche Dinge, die selbstverständlich sein müssten, nicht selbstverständlich. Es kann nicht sein, dass wir Patienten über bestimmte Dinge nicht aufklären, obwohl sie unter Medizinern bekannt sind.
Professor Kai Zacharowski, in Das gefährliche Blut – FAZ

Im Schnitt werden in Deutschland 4-5 Millionen Transfusionen pro Jahr, also geschätzte 4 Millionen Liter Blut verbraucht.

Mit Blick auf den Artikel Wissenswertes rund um die Organspende …, möchte ich einen weiteren Aspekt hinzufügen. Ich habe gerade eine Doku über die Gefahr von Bluttransfusionen, die eine kleine Transplantation sind und schon vor Jahrzehnten als Verursacher von klumpigem Blut und anderem verdächtigt wurde, angeschaut. Alles Wissenschaft. Die Ärzte, die das Ganze in die Hand nahmen, wurden anfangs als Nestbeschmutzer betitelt. Sie hielten weltweit Vorträge, vor allem in Kliniken und in L.A. trat Zacharowski auf. Man bedenke, die deutsche Politik fühlt sich da nicht verantwortlich. Letztendlich sind die Initiatoren des Films, also die, die das ganze an Aufklärung durchzogen, Whistleblower.

In L.A. gab es eine Auszeichnung und er sprach vorm Publikum, bevor Clinton dran war. Ach ja, ein Anwalt für Medizinrecht kommt da auch zu Wort. Es geht ums Ökonomische. Beim Glyphosat geht´s ums Ökologische. Es geht immer um die Haftung, Schmerzensgeld. Interessant auch das Thema DRK, haben sich gewunden, geht´s doch um Profit und „das haben wir schon immer so gemacht“.

In deutschen Operationssälen werden pro Jahr über vier Millionen Bluttransfusionen gegeben. Seit einigen Jahren verdichtet sich ein Verdacht: Transfusionen helfen zwar Leben retten, können aber auch gefährliche Nebenwirkungen haben. Es gibt deutlich mehr Komplikationen nach Operationen, Krebserkrankungen können zurückkehren oder viele Jahre später auftreten. Die Fachwelt weiß dies schon länger. SWR-Recherchen haben es 2014 in dem Film Böses Blut an die Öffentlichkeit gebracht, in dem auch Alternativen aufgezeigt wurden. Mit dem Patient Blood Management lässt sich durch gezielte Maßnahmen vor größeren Operationen ein großer Teil der Transfusionen einsparen.

Schaut Euch den Film von Ulrike Gehring, der am 04.11.2016 in Berlin mit dem Film- und Fernsehpreis des Hartmannbundes ausgezeichnet worden ist, an (ist auf der Seite eingebettet?:
Gefährliche Bluttransfusionen – Was hilft gegen das Risiko?

Und was lässt sich 2 Jahre später erkennen, was hat sich seither getan? Weiterlesen …

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