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Posts Tagged ‘Ordnung’

Das innere Spiel: Das Prinzip Ordnungsmuster

Heinz-Peter Wallner

Heinz Peter Wallner hat in meinen Augen ein wunderbares Buch darüber geschrieben, was es braucht, um miteinander in Harmonie uns zuträglich weiterzuentwickeln, sich von antrainierten Gewohnheiten zu trennen, die aber anstehende not-wendige Veränderungen verhindern:

Das innere Spiel: Wie Entscheidung und Veränderung spielerisch gelingen.

Herr Wallner hat nun auf dem Blog der Initiative Wirtschaftsdemokratie den Artikel Hindernisse sind nicht allmächtig – Prinzipien der Entwicklung veröffentlicht, der die Essenz des Buches, die 6 Prinzipien des Spiels sehr gut herausarbeitet. Hier das 6. und letzte Prinzip aus dem Artikel:

Das Prinzip Ordnungsmuster

Jede Lebensform ist ein Ordnungsmuster, also das Gegenteil von Unordnung. Alles Leben ist ein Streich gegen das Gesetz von der Zunahme der Entropie, der Zunahme von Unordnung (in geschlossenen Systemen, wie das Ludwig Boltzmann beschrieben hat). Dafür aber braucht Leben Energie und zwar eine ständige Energiezufuhr. Wir müssen uns dafür „öffnen“. Ohne Energiezufuhr zerfällt jedes Leben zu Staub.

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Vom subjektiven Kampf der Ordnenden und Chaoten

Januar 12, 2013 3 Kommentare

Die Kraft der Unterschiedlichkeit

Im Gesellschafts-System können, dank ihrer Macht, offensichtlich-offenbarwerdend zwei Kräfte wirken. Chaos und Ordnung. Deren Ursache-Wirkungs-Verhältnis ist nebulös, weil sowohl Chaos Ordnungskräfte hervorrufen, als auch Ordnungsbestrebungen Chaos verursachen kann.

Befreien wir uns mal aus dem täglich erscheinenden Nebel und postulieren das Chaos als Auslöser für das Notwendig-Werden von Ordnung (Chaos kann nicht aus einer Ordnung entstehen!) – und reflektieren das Wesen des Lebens in uns hinein. Dann erkennen wir unser Chaos und unsere Ordnung für UNSERE Existenz. Daneben erkennen wir eine weitere Ebene unserer Aufmerksamkeit: Das Chaos und die Ordnung der Welt. Damit beginnt eine subjektive Bewertung der DYNAMIK. Die Einen empfinden!, zu wenig Chaos – zu viel Ordnung, die Anderen empfinden!, zu viel Chaos – zu wenig Ordnung.

Mit der Bewertung entstehen Absichten: Sich entweder für die Weiterlesen …

Über die Gratwanderung zwischen Chaos und Ordnung im Information Management und einen notwendigen kulturellen Wandel #ITBDMS #ECM

Oktober 24, 2012 4 Kommentare

Ich war gestern auf der DMSExpo in Stuttgart. Es ist die Hauptmesse der Branche für die Verwaltung unstrukturierter Informationen (Content). Waren es bisher gescannte Dokumente, Office-Dateien, elektronische Fomulare oder E-Mails, so kommen nun auch noch die Web-Seiten selbst hinzu.

Dr. Urlich Kampffmeier, Geschäftsführer der Project Consult

Dr. Urlich Kampffmeyer, Geschäftsführer der Project Consult

In seiner Keynote sprach auch Dr. Ulrich Kampffmeyer den sich vollziehenden kulturellen Wandel an, wie ich ihn in meinem letzten Artikel beleuchtete. Aufgrund der Unmengen an produzierten Daten und den immer schneller werdenden Zyklen an Technologien als auch Geschäftsmodellen ist er der Meinung, dass der Wandel nicht mehr technologisch zu bewältigen sei. Es braucht zunehmend eine Kultur (Culture) des Vertrauens. Seine Argumentationskette dazu möchte ich im Folgenden nachzeichnen.

Ordnen von Steintafeln und Papier

Als wir unsere Geschäftsdokumente noch auf Steintafeln oder Papier schrieben und archivierten, haben wir sie geordnet. Etwas zu ordnen ist rein menschlich, hat es doch was mit Energie sparen zu tun. Denn, was ich immer in gleicher Weise tue, ist energetisch günstiger. So hat sich in der Neuzeit der Bürodreikampf entwickelt: Falten, Lochen, Abheften.

Ordnen elektronisch und Metadatensuche

Und weil wir über lange Jahre unsere Akten in Lagern, Regalen, Aktenordner mit Registern verwaltet haben, hat sich das auch im Dateimanager unserer Betriebssysteme niedergeschlagen. Und in der nächsten Stufe auch in den elektronischen Aktenanwendungen (DMS, eArchive). Letztere mit dem Vorteil von durchsuchbaren Metadaten, verbesserten Zugriffsrechten und Aufbewahrungspflichten.

Google-Suchen und Enterprise Search

Während die ECM-/DM-Systeme noch Suchmasken mit Feldern für die einzelnen Metadaten anboten, ist mit Einzug der Suchmaschienen ein neue Suchkultur eingezogen: Ein Suchfeld reicht aus(?). Ungelöst sieht Herr Kampffmeier noch das Suchen mit Einschluss anderer Sprachen. So würden inzwischen Informationen auf Chinesisch von 40% im Internet ausmachen, aber bisher nicht berücksichtigt.

Ordnen versus Chaos

Es ist offensichtlich, dass das Suchen im ungeordneten Chaos des Internets eine große Weiterlesen …

Ist die zunehmende Verwendung der Redewendung „immer mehr“ Ausdruck der nicht mehr beherrschbaren Unordnung?

Mir ist in den letzten Tagen aufgefallen, dass in immer mehr Artiklen die Redewendung „immer mehr“ verwendet wird. Ist dies ein klarer Ausdruck für Guidos These der zunehmenden Unordnung. Die These des Mayakalenders besagt ja auch, dass jede Phase der Bewusstwerdung zeitlich deutlich kürzer wird. Mein Eindruck ist, das in allen Bereichen wir nur noch ein Chaos wahrnehmen:

  1. Unsere Politiker machen nicht mehr wozu sie da sind und geben den Eindruck des Rumwurtschelns
  2. Die Ökonomen wissen keinen Rat mehr, wie die Wirtschaft geplant werden könnte, denn alle ihre Annahmen brechen gerade zusammen
  3. Die Kriegstrommeln werden immer lauter und der 3. Weltkrieg scheint gar nicht mehr so unwahrscheinlich
  4. In unseren „fabrizierenden“ Schulen werden die Kinder krank oder Verweigern sich
  5. Fast 1/4 der lohnarbeitenden Bevölkerung ist krank und es wird immer noch schlimmer
  6. Man weiß kaum noch, wie man sich ernähren soll, ohne sich zu vergiften

Ist das Böse so groß geworden, dass uns der Wunsch zum Guten immer stärker wird?

Ich habe auf Facebook eine Diskussion gestartet: https://www.facebook.com/martin.bartonitz/posts/335381323161064

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Über die aktuelle Transformation unserer Gesellschaft, Ordnung versus Chaos

Ich habe gerade einen längeren Kommentar geschrieben als eine Antwort auf einen Artikel, der das Thema Ordnung aufgriff im Kontext von Records Management (kurz: Aufbewahrung von geschäftlicher Kommunikation aufgrund von Regularien) und Enterprise Search. Es geht um die Frage, ob Informationen von den Menschen geordnet abgelegt werden sollen (kostet Energie) oder ob gescheite Such-Software im Streitfall in der Lage ist, ungeordnet abgelegte Information doch vollständig wieder zu finden.

Da ich inzwischen davon ausgehe, dass wir mitten in einer gesellschaftlichen Transformation stecken, bin ich der Meinung, dass das Thema rechtliche Aufbewahrung mit der Transformation von der Konkurrenz- in die Kooperationsgesellschaft gegessen sein sollte. Hier ist mein Text:

—-

Lieber Uli,

erst einmal möchte ich Dir für diesen sowohl inhaltlich als auch stilistisch sehr gelungenen Artikel danken, insbesondere für den Link eingangs, denn diskutiere ich über Ordnung und Unordnung unseres Kosmos seit ein paar Wochen auch auf meinem privaten Blog und habe Weiterlesen …

Anarchie ist eben nicht Chaos und Gewalt: es geht um keine Hierarchie in verantwortungsvoller Selbstorganisation

Kurzeinführung:

und noch ein neuer, der noch etwas mehr Details bringt:

 

 

 

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