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Posts Tagged ‘Oligarchie’

Das System

Juli 26, 2020 2 Kommentare

All diese rastlose Rederei …
all diese endlose Palaverei…
all diese sinnlose Litanei…
all dieses manipulierte Animieren…
ist nichts als Spinnerei…
über den angeblichen „amerikanischen Traum“…

Es ist nichts anderes als Narretei,
Macherei, Vorhalterei, Vorräuschung,
Zirkus, Zauberei, Zappellei,
Propaganda, Pappelei, Politik,
Illusion, Ideologerei…
Versprechungen…
die nur die Dummen
verlocken, verführen, und verleiten…
und in allen Dingen nichts als
Unmut, Frust, und Ärger
vertiefen und verbreiten…
Versprechungen werden sehr leicht
und locker gemacht…
und immer wieder von Neuem…
aufgekocht, aufgewärmt, frisch gewürzt
und als “neuer Fraß” aufgetischt…
und wer in diese gestellten Fallen
und gegrabne Gruben fällt…
der wird hinterher nur
so mehr oder weniger
von der Obrigkeit ausgelacht…

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Zeiten des Übels

Juli 12, 2020 7 Kommentare

Ah, ja, leider so war’s bisher
und so isses…
uneingeschränkt, grenzenlos,
absolut totalitär…
ein gruseliges, grausames Malheur…
Lügner werden geliebt…gelobt,
angeheuert, befördert,
und von gerichtlichen Strafen befreit.
Idioten werden belohnt
und besonders gut bezahlt…
Wer sich aber wagt,
die Wahrheit zu sagen,
und gegen die wilden Wellen und Wogen
der Willkür und des Wahnsinns
zu rudern oder zu schwimmen…
der wird weggeschwemmt…
der wird belangt, belästigt, bedroht…
denn die Lügnerei, die Unehrlichkeit,
die Halunkerei, das Hintergehen,
die plutokratische Plünderei,
die Beschämung und Schindluderei,
Nepotismus, Narzismus, Nihilismus,
oligarchischer Opportunismus und Ausbeuterei
sind hierzulande heutzutage an der Tagesordnung,
und das oberste Gebot…
Wer sich hier wundert… der denke nur…
und weiß dann sogleich…
wer, was, wie, wann, warum… und wo…
😦

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Darüber, dass heutige Oligarchen wie die alten Feudalherren über dem Gesetz stehen …

September 29, 2019 15 Kommentare

Die Fürsten früherer Jahrhunderte ritten auf der Jagd durch die Getreidefelder und scherten sich nicht um die Schäden, die sie dabei anrichteten. Die heutigen Fürsten richten ihre Schäden global an, und leben sicher hinter Mauern aus juristischen Konstrukten. Aber gleich, ob gottgegebene Rechte behauptet werden oder die Verantwortung hinter einem dutzend Gesellschaften verborgen wird, in beiden Fällen ist das Ergebnis das Privileg, über dem Gesetz zu stehen, und beide haben sich die Mistgabeln als Antwort ehrlich verdient.

Der heutige Mensch wächst in einem Bewusstsein auf, in einem Rechtsstaat zu leben, wo die Gewaltenteilung dafür sorgt, dass dem Bürger kein Unrecht wieder fährt, und sollte es mal so sein, ihm geholfen wird. Und das beginnend mit den Revolutionen wie der in Frankreich, als es den Feudalherren sprichwörtlich an den Kragen ging. Der folgende Text macht aber klar, dass es den neuen Feudalherren mit dem rechtlichen Konstrukt von Konzerne und juristischer Personen gelungen ist, aus der Verantwortung zu stehlen, sprich als Eigentümer nicht belangt werden können, wenn sie Unrecht geschehen lassen. Und wieder was zum herrlich Daraufumkauen:

Der Sturm auf die Bastille am 14. Juli 1789 (Bild: Wikipedia)

Über dem Gesetz

Als im Jahre 1789 das französische Volk die Mistgabeln ergriff und die Herrschaft des Adels beendete, waren es die Privilegien dieser Klasse, die den Zorn besonders befeuerten. Sie mussten keine Steuern bezahlen, sie standen über dem Recht, das für das gemeine Volk galt; die Gleichheit vor dem Gesetz gilt, bei aller Widersprüchlichkeit, die es Armen wie Reichen untersagt, Brot zu stehlen und unter Brücken zu schlafen, als eine der großen Errungenschaften des 19. Jahrhunderts. Privilegien wie jene des Adels gibt es nicht mehr – oder doch? Sind sie nur dem öffentlichen Blick besser verborgen?

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Soziale Metastasen

Mai 30, 2019 2 Kommentare

Ah, ja, immer tiefer und klaffender
wird die Kluft…
Immer schlimmer wird der „Duft!“…
Das ideologische Tal,
das einst noch überbrückbar erschien,
und durch guten Willen
auch überquerbar war,
hat sich erweitert,
und das Land ist bedroht
in Morast und Kot zu versinken…
Alles ist krass, krumm, und geht schief,
immer stinkender wird der Gestank,
immer unerträglicher wird der militante Mief.
Auf der einen Seite sind
die triumphierenden, totalitären Trumplikaner,
diese verdammten, verfluchten Narzissten, Nihilisten,
extreme Mistmacher, geistig Vernachtete,
totalitäre Exkrementalisten,
Oligarchen, Plutokraten, Rassisten,
unterstützt von Bankerbanditen,
manipuliert von der ausbeutenden Monetenmafia,
und von persönlich profitierenden Opportunisten…
und auf der anderen Seite sind
die nahezu total Verdummten,
die nicht wissen, was sie machen sollen…
die nur meckern, maulen, und grollen…
die in ihrem eigenen Mist wühlen,
rühren, stochern, rampunieren und rollen…
von denen nahezu ein jeder
im ganzen Land herum rennt…
endlos palavernd, und sich selbst,
ohne jegliche Belege und Beweise
als einen besseren Kandidaten…
als einen Wählbareren…
für den obersten Posten
in der Exekutive ernennt…

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Mit der neoliberalen Revolution ist der öffentliche Debattenraum kollabiert und damit die politische Intelligenz geschrumpft …

Prof. Dr. Rainer Mausfeld: „Während der neoliberalen Revolution wurden die Reichen durch die Sozialdemokraten systematisch von Beiträgen für die Gemeinschaft entlastet. Wir sprechen über 55 Milliarden € pro Jahr.“
Bild: entnommen aus seinem Vortrag, via Klick auf das Bild erreichebar

Das Gerechte ist nichts anderes als das für den Stärkeren Zuträgliche!
Platon, in der Staat

Wir hatten Herrn Mausfeld schon einige Mal hier hören können, immer wieder zum Thema, wie es  um unsere Demokratie steht, und warum das so ist, speziell das Meinungsmanagement ansprechend, das die wahren Mächte hinter unserem politischen Bühnenbild über ihre Medien befeuert (1, 2). In dem folgenden Beitrag geht Herr Mausfeld auf die aktuelle öffentliche Debattenkultur ein, die derzeit so im Argen liegt, dass von den Ideen der Demokratie als Schaffung einer Welt von Freien und Gleichen nichts mehr zu sehen sei.

Er führt dies auf eine schleichend stattgefundene Revolution der neoliberalen Ideologie zurück, bei der sogar die Sozialisten kräftigst mitgemischt haben. Er stellt dabei fest, dass dennoch viele ihrer Stammwähler noch immer meinten, dass sie ihnen wohlgesonnen seien. An dem folgenden Bild macht er klar, wie aus einem gesunden möglichen Debattenraum nur noch ein minimaler Teil des alternativlosen Denkens übriggeblieben ist:

Herr Mausfeld stellt dazu fest, dass ein großer Teil der Intellektuellen der Meinung ist, dass man das Volk nicht an wichtigen Entscheidungen beteiligen müsse: Weiterlesen …

„Wenn wir Demokratie schützen wollen, müssen wir über Eigentum reden“

Wir müssen uns entscheiden: Wir können eine Demokratie haben oder konzentrierten Reichtum in den Händen weniger – aber nicht beides.
Louis Brandeis, einflussreichster Juristen der USA und Richter am Obersten Gerichtshof.

In vielen Beiträgen habe ich herausgearbeitet, dass unsere Demokratie nur noch den Schein einer Beteiligung des Volkes darstellt (zuletzt hier und hier). Ich habe mir gerade Gespräch angeschaut, das Ken Jebsen mit Paul Schreyer geführt hat, dem Auto des Buchs Die Angst der Eliten: Wer fürchtet die Demokratie? Nach der Lektüre bleibt die Erkenntnis:

Wir haben keine Demokratie, wir werden von reichen Schnöseln regiert. Wie lange noch?

Ich habe hier wieder viel dazu gelernt, u.a. dass es in der Weimarer Republik Elemente der direkten Demokratie gab, als das Volk über wichtige Themen wie z.B. die Enteignung der Fürsten oder die Beschaffung von Kriegsschiffen befragt wurde, und wie es dazu kam, dass dieses Element doch noch aus dem Grundgesetz verschwand.

Paul arbeitet für mich sehr gut heraus, woran wir festmachen können, dass die gewählten Vertreter nicht für die Vielen sondern im Wesentlichen für die wenigen sehr Reichen entscheiden, und warum das so ist. Als friedliches Mittel zum Umsteuern sieht er die Mittel der direkten Demokratie (siehe dazu den Verein Mehr Demokratie, deren Mitglied ich schon länger bin) , also die Bürgerentscheide, wie sie in der Schweiz stattfinden und wie sie noch in der Weimarer Republik auch hier üblich waren, und wie sie auch im Grundgesetz in Artikel 20 Absatz 2 verankert sind, allerdings gut verklausuliert.

Auf youtube ist der folgende Text zum Gespräch veröffentlicht: Weiterlesen …

Plutokratie, Oligarchie, Diktatur

Mai 9, 2018 9 Kommentare
Wer nur diktiert
und willkürlich das Diktat praktiziert…
Wer nur mit anderen, gleich übelgesinnten,
total korrupten Lokalfaschisten persönlich profitierend,
eigennützig kooperiert und narzistisch konspiriert…
Wer alle andern in der Welt
nur pervers provoziert und bewußt konfrontiert…
Wer alle im In- und Ausland
mit Gewaltanwendung bedroht und brutalisiert…
Wer alle anderen in der Welt
des Lügens bezichtigt…
Wer aber seine eigenen Lügen
als angebliche „Wahrheit“ akzeptiert…
Wer alle anderen in der Welt
nur beschimpft, belästigt, belangt,
beschuldigt, belügt, hintergeht, ausbeutet, erniedrigt und betrügt…
Wer seine eigenen Landsleute
wie Schafe behandelt, herdet, hürdet, treibt und verführt…
Wer seine eigenen Lügen
so mehr oder weniger nicht nur
“legitimiert” und “legalisiert,”
sondern auch exportiert und globalisiert…
Wer die Medien misshandelt und hinterhältig manipuliert…
Wer “Fakten” erfindet und propagandiert…
Wer alles entartet, entmenscht, verdreht und entstellt…
Wer Gerechtigkeit, Humanität und Menschlichkeit
bewusst untergräbt und gezielt zerstört…
der ist ein Diktator …
totalitär lebensbedrohend…
 für das eigene Land
und die ganze Welt.
Leider ist das heutzutage die internationale Norm…
und die Gefahr für eine friedliche Existenz
in Freiheit und Frieden
ist direkt bedrohlich und enorm!
Gerhard A. Fürst
9.5.2018

Gerhard A Fürst

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Steht am Ende eines nach Profit strebenden Systems die Oligarchie?

November 28, 2016 11 Kommentare

Daniele Ganser, den wir zum Thema Medienkompetenz schon einmal anhörten, hat vor einer Woche einen weiteren Erkenntnis-bringenden Vortrag in Landau gehalten. In diesem zeigt er auf, dass das US-Imperium eine Oligarchie ist. Schauen wir mal, was wir bei Wikipedia zu dem Begriff finden:

Die Oligarchie (von griechisch ὀλιγαρχία oligarchia „Herrschaft von Wenigen“, zusammengesetzt aus ὀλίγοι oligoi „Wenige“ und ἀρχή archē „Herrschaft“) ist in der klassischen (antiken) Verfassungslehre die Entartung der Aristokratie. …

Grundformen der Verfassungen (nach Polybios):

Anzahl der Herrscher Gemeinwohl Eigennutz
Einer Monarchie Tyrannis
Einige Aristokratie Oligarchie
Alle Demokratie Ochlokratie

Die Oligarchie bei Platon (427–347 v. Chr.) ist die gesetzlose Herrschaft der Reichen, die nur an ihrem Eigennutz interessiert sind. Sie fällt wie die Aristokratie unter die Herrschaft der Wenigen, wobei diese als gesetzmäßige, am Gemeinwohl ausgerichtete Herrschaft gilt. … Grundsätzlich bestand in der antiken Staatstheorie seit Platon die Idee, dass jede am Gemeinwohl orientierte Herrschaftsform (Monarchie [auch: Basileia], Aristokratie, Demokratie) ein entartetes, nur an den Interessen der Herrschenden orientiertes Gegenstück hat (Tyrannis, Oligarchie, Ochlokratie).

Aus der Annahme heraus, dass diese sechs Grundformen der Verfassungen notwendigerweise instabil sind, hat vor allem Polybios die Idee des Verfassungskreislaufs entwickelt, die diese Herrschaftsformen zueinander in Beziehung setzt.

Zu Beginn zeigt er am Beispiel verschiedener eingefärbter Weltkarten, wie die Imperien in der bisherigen Geschichte aussahen. Dann belegt er, wo überall in der Welt die USA mit Militärbasen vertreten sind, und vergleicht dies mit den Einflussbereichen von Russland, China und Europa. Ergebnis: Es gibt nur ein Imperium. Und das hat inzwischen 20 Millionen Tote seit 1945 „auf einem Leichenberg aufgehäuft“. Und das unter dem Deckmantel der Demokratisierung. Und diese Kriege wurden entgegen den Kriterien der UNO Charta geführt, in denen es illegal ist, wenn ein Land ein anderes überfällt.

Ein untrügliches Zeichen der Oligarchie ist, dass sich zwar die Politiker auf der Bühne abwechseln, sich aber das Gesicht der Kriege der letzten 70 Jahre nicht ändert. Keine der Parteien hat sich für den Frieden einsetzen können. So mag jeder Präsident mit Frieden-versprechenden Worten wie zuletzt auch Obama seine Führerschaft angetreten haben. Aber aus dem YES WE CAN mussten wir auch hier ein NO WE CAN´T konstatieren. Ganser spricht klar aus: Obama hat zu unrecht den Friedensnobelpreis erhalten, ganz im Gegensatz zu Martin Luther King. Dieser hatte u.a. das US-Imperium ebenfalls kritisiert.

Inzwischen sind die Machtverhältnis der USA so, dass Weiterlesen …

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Demokratie ist nur eine Illusion…

September 9, 2016 29 Kommentare

eine Vortäuschung, eine Verfälschung, ein Vorwand…
ein Theater, eine Spielerei, eine Zauberei,
ein Zirkus zur Unterhaltung,
nur ein profitabler Betrieb
für gierige Oligarchen und plündernde Plutokraten,
für die Superreichen und für Bankerbanditen
ein gezieltes Betreiben
für die Bewahrung und Aufrechterhaltung
der „Rechte“ und Privilegien der Mächtigen,
der eigennützig regierenden Dämonen,
die alles unternehmen um ihre
„Dämonkratie“
für ein gesichertes, garantiertes,
endloses Leben in Luxus
zu schützen, zu verteidigen und zu schonen.

Für sie, den angeblich „großen“ Gestalten,
die die Menschenmassen der Kleinen
wie Marionetten, wie Puppen und Hampelmänner manipulieren
und für nichts als Dumme und Deppen halten,
ist das alles nur eine
„Dummokratie!“

Ihr modus operandi:
Halte die da unten immer relativ arm,
damit sie täglich gezwungen sind
nichts anderes zu tun
als zu arbeiten, zu schaffen,
zu schuften und zu schinden,
zu sparen, um die wenigen Pfennige
ihrer Verdienste zusammenzuraffen,
um ihre Rechnungen zu begleichen,
um Anweisungen „von oben“ zu befolgen,
und Steuern zu zahlen,
um mühsam überleben zu können,
um eingespannt und beschäftigt zu sein,
um total ermüdet und ermattet zu sein,
damit sie zu kritischem Denken und Handeln
keinerlei Zeit finden!

Demnach, eine wirklich wahre,
ein ehrliche, eine aufrichtige
eine funktionierende
Demokratie,
gibt es nicht!

Gerhard A. Fürst
9.9.2016

Gerhard A Fürst

Als Antwort auf:
Vom Demokratieverständnis der Eliten und der Masse …

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Eine Demokratie haben wir schon lange nicht mehr …

Matthias Lubos Demokratie

Die Milieuforschung hat vielfältige Belege dafür geliefert, dass die Mitte der Bevölkerung überzeugt ist, man sei längst in nachdemokratische Zustände abgedriftet. Die Mitte wendet sich von der Politik ab. Und so sind Parteien nur noch Repräsentanzen siech vor sich hindämmernder Lebenswelten.
Wolfgang Koschnick

Fazit des sehr lesenswerten Artikels Die Demokratien zerlegen sich selbst von Wolfgang Koschnick, Autor des Buchs Eine Demokratie haben wir schon lange nicht mehr: Abschied von einer Illusion:

Wenn man nämlich die Bürger befragen würde, würden die antworten: „Wir sind politikverdrossen, weil die Politiker aller politischen Parteien uns dafür Tausende von guten Gründen liefern. Nicht die Verdrossenheit ist das Problem, sondern eine Politik, die nur Verdruss bereitet.“

Die gewissermaßen urdemokratische Gesellschaft der Gleichen und vor allem Gleichberechtigten, die miteinander in einer horizontalen Sozialbeziehung standen, hat sich im Verlauf vieler Jahrzehnte zur Gesellschaft der Ungleichen und vor allem Ungleichberechtigten gewandelt, die in einer vertikalen Sozialbeziehung zueinander stehen. Historisch gesehen hat die Herrlichkeit der Illusion von demokratischer Gleichheit und Gleichberechtigung nur eine kurze Zeit gedauert. Dann sind die vordemokratischen Strukturen mit vollerer Wucht als je zuvor wieder durchgeschlagen.

Doch die in praktisch allen etablierten Demokratien herrschende und sich kontinuierlich weiter ausbreitende Politikverachtung kann nur Gründe haben, die im System der etablierten Demokratien selbst ruhen. Das System „repräsentative Demokratie“ selbst hat die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit erreicht. Und wenn sich die Verantwortungsträger weiter gegen die Erkenntnis wehren, dass der Niedergang der Herrschaftsform „Demokratie“ bereits in vollem Gange ist, dann wird das Ende der Demokratie unvermeidlich sein und gewissermaßen über Nacht über alle hineinbrechen. Und wenn sie sich einmal nicht mehr dagegen wehren sollten, ist es auch längst viel zu spät.

„Warum schweigen die Lämmer?“ – Techniken des Meinungs- und Empörungsmanagements

Prof. Rainer Mausfeld

Prof. Rainer Mausfeld

Erst wenn wir bereit sind,
die Illusion der Informiertheit,
die Illusion von Demokratie
sowie die Illusion von Freiheit anzuerkennen,
werden wir uns nicht mehr täuschen lassen.

Das Thema Mind Control, in Deutsch als Bewusstseinskontrolle oder auch Meinungsmanagement gekannt, hatte ich schon einige Male hier aufgegriffen. Den Faden möchte ich weiter spinnen, können wir doch gerade beobachten, wie Griechenland vom Rest der EU in Knechtschaft genommen wird, ohne dass es zu empörten Aufständen kommt. Die Herde schweigt, also lässt sich ungeniert die Sklaverei vorantreiben? Prof. Rainer Mausfeld erklärt uns, warum das möglich ist.

Aus seinem Vortrag noch sehr interessante Aussagen, u.a. mit Blick auf den aktuellen Ukraine- und Syrien-Krieg:

Nixon interpretierte das Schweigen der Herde (=Volk) als eine Zustimmung zum Vietnam-Krieg.
Minute 4:00

Wir haben noch nie richtige Demokratie gesehen, denn wir werden von wenigen Familien regiert, die alles dafür tun, dass ihre elitäre Stellung unantastbar bleibt. 70% der US-Bürger hätten gleich Null Einfluss auf die Politik, denn:

Der Kern einer Verfassung muss der Schutz der reichen Wenigen vor den armen Vielen sein.
James Madison, 4. USA-Präsident, Minute 8:00

Mind Control via Massenmedien als soziale Narkotika:

Man muss die Bürger mit einer Flut von Informationen überziehen, so dass sie die Illusion der Informiertheit haben.
Paul F. Lazarsfeld, Minute 19:00

Herr Mausfeld stellt eine Reihe von Fakten dar, mit welchen psychologischen Mitteln die Menschen im Staat so gut getäuscht werden, dass sie die Täuschung in der Regel nicht bemerken. Sein Fazit:

Erst wenn wir bereit sind, die Illusion der Informiertheit, die Illusion von Demokratie sowie die Illusion von Freiheit anzuerkennen, werden wir uns nicht mehr täuschen lassen.

Also, viel Spaß beim weiteren Erkenntnisgewinn:

Ukrainische Verhältnisse in Deutschland – und Kriegsgefahr in Europa. Wem nützt´s? Wen stört´s?

Februar 22, 2014 38 Kommentare

Brzezinski drückt damit eine bis heute gültige amerikanische Strategie aus: Die USA wollen Russland auch in seiner unmittelbaren Nachbarschaft so weit wie möglich zurückdrängen. Spielen die Europäer dabei etwa in der Ukraine mit und verschlechtern sich deren Beziehungen zu den Russen, kann dies den USA nur recht sein.

Ohne die Ukraine – das weiß man in Washington und Moskau – ist Russland im Falle eines Angriffes kaum noch zu verteidigen. Hat Putin Albright ernst genommen, weiß er, dass er Angriff kommen wird  – zur Not erstmal durch 100 000 Demonstranten. Das sind in Wirklichkeit gar nicht so viele Menschen. In der Ukraine liegen auch noch sowjetische Truppen, die Schwarzmeerflotte braucht die Häfen der Krim – kann also auch dort ganz schnell zu Eskalationen kommen.

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