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Posts Tagged ‘ohne Geld’

Warum beWERTen wir alles? Sollten wir uns nicht besser ganz von diesem Paradigma befreien?

November 16, 2018 34 Kommentare

Ich hatte vor Kurzem einen Text von Carsten Rachov im Artikel Weg vom Schuldgeld, hin zum unantastbaren Lebensgeld … hier ins Regal gestellt. Er scheint Viele anzusprechen, denn er wird mit viel Interesse gelesen. Johannes Anunad hat dazu einen Kommentar geschrieben, den ich hier als eigenständigen Artikel nochmals nach Vorne holen möchte, geht er doch konzeptionell noch einen wichtigen Schritt weiter:

Arbeit im Sinne von reinem Gelderwerb ist keine Option mehr für mich – bereits seit 2013. Johannes Anunad, Lebensforscher sagt: „Dafür fasse ich überall, wo ich gebraucht werde, einfach tatkräftig mit an.“

Ich finde es faszinierend, mit welcher Rafinesse, Gedankenverdrehungen und Eloquenz hier ein im Grunde eben nach diesen Ausführungen über 6.000 Jahre altes Paradigma mit schönen Worten weiter ums Überleben kämpft: GELD. Zur Klarstellung: Ich greife hier nicht den Autor an – er schreibt lediglich nieder, was ich als Zeitgeist kenne und auch selber beschreibe. Ich verteufele auch nicht das GELD. ABER: Wir können (noch) anders wählen!

Zunächst die Gretchenfrage: Wollen wir lieber das kleinere Übel – oder etwas wirklich NEUES wählen??? Ganz konkret: WAS ändert sich denn wirklich, wenn es „Gratisgeld“ gäbe? Wenngleich schuld(en)- und zinsfrei? Das übrigens wird den Kryptowährungen ja ebenfalls nachgesagt – und obendrein der Vorteil der dezentralen „Wertschöpfung“…
NICHTS ändert sich letztlich am Prinzip: Die Menschheit verbleibt weiterhin im Paradigma, dass alles etwas „kostet“, alles einen „Wert“ hat – auch der Mensch übrigens 😉 – der weiter in Geld ausgedrückt werden muss. IST DAS NATÜRLICH??? für mich: NEIN: Es ist lediglich Gehirnakrobatik, was ich hier gelesen habe – die ich selber allerdings ebenfalls früher einmal absolvierte… und dafür UBUNTU, den Gradido, alle möglichen Regionalwährungen und Zeitkonten, das „Informationsgeld usw. studierte. Es bleibt letztlich überall beim beWERTen!

Ich lade alle Leserinnen und Leser dazu ein, sich einmal selber zu prüfen, ob sie in der Lage sind, einem anderen Paradigma zu folgen: Der Bedingungslosigkeit des eigenen Selbstausdrucks. Im Vertrauen darauf, dass sie ein Grundrecht auf Leben haben – wie die ganze Natur übrigens – für das NICHTS bezahlt werden muss. Wo NICHTS verlangt wird, erwartet wird – weder von ihnen selber von anderen, noch von allen Anderen ihnen gegenüber… und dass ALLE anderen Menschen, einige früher, andere etwas später, dazu ebenfalls in der Lage sind, weil es ihrer Grundnatur entspricht, sich bedingungslos auszudrücken in ihrer eigenen Art und dafür von ihrer Mitwelt Anerkennung zu genießen: WERTSCHÄTZUNG also statt beWERTung.
UNMÖGLICH??? eben: Genau deswegen gibt es das Geld und wird es auch in diesem Artikel erneut verargumentiert – als angeblich unabdingbare „Organisationserfordernis“ gewissermaßen, damit Gesellschaft funktioniert. Weiterlesen …

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Die Welt ist schlecht! Ein Mythos?

Die folgende kleine Geschichte reiht sich gut in meine Sammlung ein, die ich begann, als ich zu lange hinter die Bühne des Lebens geschaut hatte (Stichwort: Schattenregierung) und ich bedrohlich eine wachsende Ohnmacht in mir wahrnahm. So entschloss ich mich, nun auch nach der anderen Seite des Lebens zu schauen: Welt retten? Wo viel Licht ist, ist starker Schatten? Besser wir leuchten die Welt mit guten Beispielen ganz aus …. Aber nun zur Geschichte:

Rob Greenfield

Rob Greenfield

Unsere Medien zeigen uns laufend Bilder darüber, wie schlecht unsere Welt ist. Da gab es Einen, der das nicht glauben wollte und der sich auf den Weg machte. 4.000 Km weit flog er mit nichts als seiner Kleidung auf dem Leib. Kein Geld, kein Telefon, keine Taschen mit irgendwas, nichts, ok einem Reisepass. Diese Dokumentation halfen ihm 26 Menschen mit ihrem Mobile. Nach fast einem Monat zurück war für ihn, Rob Greenfield, klar:

Die Welt ist gut!

Hier ist die Liste von Filmen, die sein altes Weltbild erschütterten: 23 Films That Changed My Life

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Abschied von der Wachstumsgesellschaft

Januar 21, 2013 1 Kommentar

Von Karin de Miguel Wessendorf aus “Thurnfilm/Heinrich-Böll-Stiftung”

In Zeiten der Krise gewinnt die Diskussion um die Grenzen des Wachstums an Bedeutung. Schon lange warnten Experten und Expertinnen, in einer wachstumsorientierten Gesellschaft seien Krisen vorprogrammiert. Schließlich sei unendliches Wachstum in einer endlichen Welt nicht möglich. Die ursprünglich aus Frankreich stammende Décroissance-Bewegung schlägt als Alternative eine Abkehr von der Wachstumsgesellschaft vor. Unter dem Motto „Weniger haben, um besser zu leben“ plädieren die Verfechter/innen der Décroissance für eine Wachstumsrücknahme. Diese bedeutet aber nicht nur eine Reduzierung des Konsums, der Produktion und des Ressourcenverbrauchs, sie setzt ein grundlegendes Umdenken und eine Umstrukturierung des gesellschaftlichen Zusammenlebens voraus, hin zum Aufbau von autonomen, sparsamen und solidarischen Gesellschaften. In den von der Krise erschütterten Ländern Südeuropas gewinnt die Décroissance-Bewegung zunehmend Anhänger/innen. Die Menschen zweifeln an einem System, das das Versprechen von Wohlstand nicht gehalten hat, und experimentieren mit alternativen Formen der ökonomischen und sozialen Organisation.

degrowth284pxSzene auf einem bargeldlosen Tauschmarkt in Barcelona. Foto: Thurnfilm/Heinrich-Böll-Stiftung 

Experimente mit alternativen Formen ökonomischer und sozialer Organisation

In Spanien hat die Krise das Leben vieler Menschen in wenigen Jahren dramatisch verändert. Die Zahl der Arbeitslosen stieg im November 2012 auf fast 5 Millionen. Die Arbeitslosenrate bei Menschen bis zu 35 Jahren beträgt über 50%. Betroffen sind vor allem junge Akademiker/innen, die trotz hoher Qualifizierung keinen Einstieg in den Arbeitsmarkt finden. Angesichts der angespannten Lage auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt in den Städten, ziehen immer mehr Menschen aufs Land. Die sogenannten neorurales versuchen ihr Glück in der Landwirtschaft oder hoffen zumindest auf geringere Lebenshaltungskosten. In den Städten entsteht währenddessen eine neue ökonomische Kultur, die in vielen Fällen auf Geld verzichtet und stattdessen auf tauschen, recyceln und teilen setzt. Aus der Protestbewegung der Empörten sind die asambleas de barrio, die Stadtviertelversammlungen, entstanden, in denen Nachbarschaftshilfe organisiert wird.

Barcelona ist eine Brutstätte für das Experimentieren mit alternativen und solidarischen Formen der Ökonomie. Während viele Betriebe schließen müssen, starten hier Hunderte von …weiter.

Ein Weg in eine Zukunft ohne Geld

November 18, 2012 4 Kommentare

Dieser Artikel wurde auf Wunsch des originären Autors wieder gelöscht. Ebenso seine Kommentare.

Ich respektiere seinen Wunsch.

Die noch vorhandenen Kommentare sind daher nicht unbedingt verständlich …

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