Archiv

Posts Tagged ‘natürliche Marktwirschaft’

Die Irrelevanz von „Recht und Gesetz“ [im Kapitalismus]

September 10, 2017 20 Kommentare

In letzter Konsequenz macht die Natürliche Wirtschaftsordnung wiederum das Grundgesetz obsolet, weil es nicht mehr zur Anwendung kommt. Die Grundrechte brauchen nicht mehr „garantiert“ zu werden, sie sind faktisch vorhanden, sobald eine konstruktive Verbindung von Individual- und Sozialprinzip besteht, indem durch die selbstregulative Eliminierung leistungsloser Kapitaleinkommen es prinzipiell das Beste für alle bedeutet, wenn jeder Einzelne nur das Beste für sich anstrebt, was jeder gesunde Mensch ohnehin tut.
Stefan Wehmeier – Verfechter der natürliche Wirtschaftsordnung – Webseite Opium des Volks

An anderer Stelle hatten wir schon einmal erfahren, dass die uns bekannte Staatsfrom mit all seinen Gesetzen im Wesentlichen zum Schutz von Eigentum erschaffen worden wäre (siehe Vortrag von Prof. Rainer Mausfeld: „Warum schweigen die Lämmer?“ – Techniken des Meinungs- und Empörungsmanagements). Stefan Wehmeier meint, dass auch das Grundgesetz nicht mehr benötigt würde, wäre unsere Wirtschaft natürlich frei. Im Folgenden ist er her gegangen und interpretiert einzelne wichtige Artikel des Grundgesetztes FÜR die Deutschen aus dem Blickwinkel einer natürlichen Wirtschaft (fett und kursiv Geschriebenes sind die Gesetzestexte):

Die Irrelevanz von „Recht und Gesetz“ (Quelle)

Die im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland beschriebenen Grundrechte werden prinzipiell durch ein gesetzliches Zwischentauschmittel mit  Wertaufbewahrungsfunktion (Zinsgeld) und ein privates Bodeneigentumsrecht ad absurdum geführt.

Artikel 1
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Die Würde des Menschen wird immer mehr angetastet, solange eine fehlerhafte Geld- und Bodenordnung zu leistungslosen Kapitaleinkommen führt, welche zwangsläufig die Bevölkerung mit exponentiell steigender Tendenz in eine immer ärmere Mehrheit von Zinsverlierern (Proletarisierung) und eine immer reichere Minderheit von Zinsprofiteuren (Dekadenz) aufspaltet.

(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

Der allgemeine Frieden setzt absolute ökonomische Gerechtigkeit voraus. Ökonomische Gerechtigkeit ist nicht gegeben, solange die Proportionalität von marktwirtschaftlich erbrachter Leistung und Gegenleistung (Bezahlung) mit exponentiell steigender Tendenz durch leistungslose Kapitaleinkommen gestört wird. Die Summe leistungsloser Kapitaleinkommen beträgt gegenwärtig (2009) etwa 550 Milliarden € pro Jahr, was einem durchschnittlichen Nettolohnverzicht von 1200 € pro Monat für alle Zinsverlierer entspricht.
Der Zusammenbruch der Volkswirtschaft (Liquiditätsfalle) steht somit kurz bevor. Danach kann es keinen Frieden mehr geben. Weiterlesen …

Brauchen wir eine Marktwirtschaft und wenn ja welche?

November 8, 2014 7 Kommentare
Adam und seine Frau im Garten Eden, Lucas Cranach d. Ä. (1530) (Foto:Wikipedia)

Adam und seine Frau im Garten Eden,
Lucas Cranach d. Ä. (1530) (Foto:Wikipedia)

Damit der ganze Schwachsinn halbwegs funktioniert, müssen die sozialistischen Planwirtschaften ihre Arbeitersklaven im Land einschließen, während die kapitalistischen Marktwirtschaften ihre Spießbürgerschaft vor übermäßiger Einwanderung aus Zinsverliererstaaten schützen müssen.
Stefan Wehmeier – Opium des Volkes

Ich hatte vor einiger Zeit schon einmal einen Artikel von Stefan Wehmeier hier veröffentlicht. Nun gibt es davon eine Überarbeitung, in der wir Vieles unserer Diskussionen wieder erkennen können. Die Meme machen die Runde …

Was mich derzeit umtreibt ist, ob zum zuträglichen Leben wirklich Dinge brauchen, die wir nur in stark verflochtener Gemeinschaft herstellen können., seien es Fahrräder, Kameras, Computer und Internet oder auch nur so ein einfacher Bleistift, der schon den Einsatz tausender anonym „füreinander“ abeitender Menschen braucht (Quelle):

Wir stehen somit in extremer Abhängigkeit und sind völlig lebensunfähig, wenn die Ströme unserer sekundären Energien wie  Strom, Öl, Kohle oder Gas unterbrochen werden. Der heutige Wirtschaftskreislauf würde sofort zum Erliegen kommen, die Lebensmitel nicht mehr verteilt werden. Ende im Gelände? Also brauchen wir einen Markt, nur welchen?

Stefan Wehmeier geht in seinem Artikel auf die uns bekannten Marktwirtschaften ein, welche Ideen ihr inne wohnen und stellt eine weitere in den Raum, von der er ausgeht, dass sie die Menschen wieder zurück in Paradies führen würde. Es hört sich ebenfalls nach einer Neuen Weltordnung an, allerdings eine ohne die durch Obertanen und besonders Hintertanen praktizierte Herrschaft? Aber lest selbst: Weiterlesen …

%d Bloggern gefällt das: