Archiv

Posts Tagged ‘Mündigkeit’

Schule erzieht zur Dummheit durch Halten in Unwissenheit …

Antreiben

Antreiben

Die Menschen werden unwissend geboren.
Aber nicht dumm.

Dumm werden sie erst durch Erziehung.
Bertrand Russel

Und ein weiteres Mal möchte ich den heimlichen Plan unseres Bildungssystems aufgreifen. Conny Dethloff hatte uns vor einiger Zeit in seinem Artikel aufgezeigt: In der Schule verlernen Schüler das Denken. Und auch diese Kritik eines Lehrers am Schulsystem hatte es in sich.

Meine Meinung zum Schulsystem ist inzwischen, dass damals, als die Leibeigenen aus dem kleinen Käfig ihres Leibherren in die „Freiheit“ entlassen wurden, sie nur in ein größere Sklavenfarm gelangten, nur eben mit moderneren, weniger erkennbaren Gittern. Denn wer sich frei fühlt, der ist am Ende arbeitsamer, so die Idee dahinter. Und eines der Werkzeuge, sie zu noch besserem „Nutzvieh“ für die vielen „Ex-Leibherren“ gedeihen zu lassen, ist eben dieses zum gleichen Zeitpunkt eingeführte Schulsystem  (auch diese kleine Geschichte verdeutlicht den Hasenfuß der damaligen Gesellschaftstransformation).

Nun habe ich noch einen Vortrag entdeckt, der aufzeigt, wie dieses Schulsystem wirkt, und was es mit den Menschen macht, die es durchlaufen. Freerk Huisken meint am Anfang zu obigem Zitat, dass Herr Russel einen guten Punkt trifft, aber es eine wichtige Ergänzung benötigt:

Die Menschen werden durch Erziehung nicht nur dumm gemacht sondern große Teil von ihnen werden durch Erziehung in  Unwissenheit gehalten. Und Unwissenheit sollte man nicht mit Dummheit verwechseln. Es fällt nicht unter Dummheit, wenn man die neue Rechtschreibung nicht be­herrscht, nur schlecht lesen und rechnen kann, die Nebenflüsse der Donau, die chemische For­mel von Schwefelsäure nicht kennt oder von Feuerbach noch nie etwas gehört hat. Das ist fehlendes Wissen, das kann man sich aneignen. Besser: das könnte man sich aneignen, wenn das Schulwesen tatsächlich das Anliegen verfolgen würde, den Nachwuchs solide in die „Kulturtechniken“ einzuführen und ihm gediegenes Wissen über Natur und Gesellschaft zu vermitteln. Tut es aber nicht.

Dummheit ist dagegen nicht das, was man nicht lernt. Unter Dummheit fällt vielmehr ziemlich viel von dem was man lernt, und zwar als Hauptschüler wie als Gymnasiast und als Student. Es fällt darunter die Ausstat­tung der Jugend mit einer Fülle falscher Urteile über Gott und die Welt. Das liegt nicht daran, dass sich Schulbuchverfasser und Lehrer ein­fach nur irren, wenn sie die Schüler mit ihren Lehren über Demokratie und Faschismus, über Geld und Markt, über Fa­milie und Staat traktieren. Das tun sie auch. Aber das trifft nicht die Sache. Dafür sind die Dummheiten viel zu resistent gegen Argumente und haben bereits zu viele Jahrzehnte in Schulbüchern überdauert. Die frühzeitige An­eignung einer gehörigen Portion Dummheit braucht es vielmehr für die geistige Ausstattung der Heranwachsenden. Gefordert ist sie für Leistungen, die mündige Bürger ständig zu erbringen haben: nämlich für die freiwillige Unterordnung unter alle Zwänge und Sachzwänge dieser Gesellschaft. Und weil die Lebensplanung aller Bürger in der Konkurrenzgesellschaft nicht aufgehen kann, deswegen gehört zu den Dummheiten, die man lernen soll, auch die Ausstattung des Verstandes mit lauter falschen Urteilen über die Gründe, warum das mit Karriere und Selbstverwirklichung so häufig nicht klappt. Dummheit ist also — zusammengefasst — die Summe parteilichen Denkens, mit der der erzogene Mensch es fertig bringt, alle politischen und ökonomischen Beschränkungen seiner Interessen zu verarbeiten und dabei brav zu bleiben.

Und so ist der überwiegende Teil der Menschen eben noch nicht in der wahren Wissensgesellschaft angekommen. Aber macht Euch wie immer selbst ein Bild von seinen Denkimpulsen. Über das Unterrichtsfach „Erziehung zum selbstbewussten Konkurrenzsubjekt„:

Weltbürgertum und Mündigkeit

Wir haben immer wieder von der neuen Weltordnung (New World Order = NWO) gesprochen, einem Begriff, der uns seit Ende der 80er Jahre zunehmend von unseren Regierenden der westlichen Welt präsentiert. Ziel ist ihnen eine Eineweltregierung. Die Idee ist, dass bei nur noch einem herrschenden, Regel gebenden, kontrollierenden Gremium (wir erinnern uns an den Big Brother von Orwells 1984) Friede auf der Erde herrschen sollte. Denn die allmächtige Gestapo/Stasi würde dann jedwede Aufstände im Keim ersticken können. Und es gibt die andere Seite, die eine direkte Demokratie in einer gemeinsam Welt sieht. Ich hatte schon mal über den Wettlauf dieser beiden Lager geschrieben.

Rudolf Kuhr beschreibt die Anforderungen an einen Bürger, der eine solche Welt tragen sollte. Ich gehe nicht mit allen Punkten mit, dennoch sollte es helfen, friedlicher miteinander umgehen zu können? Aber lest selbst:

Ein Beitrag zum neuen Weltbürger-Bewußtsein

Ziel des neuen Weltbürger-Bewußtseins ist es, in der gesamten Menschheit eine politische Einheit zu sehen, um ein friedliches Miteinander zu erreichen. Um diese Vorstellung verwirklichen zu können, müssen genügend einzelne Menschen ihre innere Stabilität, ihre Identität aus sich selbst heraus in individueller Verbundenheit zum Weltganzen gebildet haben und nicht durch Bekenntnisse zu religiösen oder ethnischen Gruppierungen, die sich von anderen Menschen abgrenzen. Das heißt, sie müssen in der Lage, also innerlich so stabil sein, ihre Verbundenheit zum universellen Menschentum über ihre Verbundenheit zu einem religiösen oder ethnischen Bekenntnis zu stellen, wenn sie ein Weltbürgertum nachhaltig praktizieren wollen.

Wie die Realität zeigt, entstehen in unserer Zeit immer wieder Weiterlesen …

Kategorien:Gesellschaft Schlagwörter: , , ,

Würde uns die Zensur von Pornographie weiterbringen?

Februar 14, 2013 48 Kommentare

Von den Isländer war in letzter Zeit häufiger zu lesen, dass sie sich nicht ihre Selbstbestimmung nehmen lassen. Heute gab es dann eine Meldung, zu denen viele ambivalent stehe werden. Denn da wird getitel:

Island will Online-Pornos verbieten
Zensur für einen guten Zweck: Als erstes westliches Land könnte Island pornografische Inhalte im Internet blockieren.

Einerseits könnte es gut sein, wenn wir weniger zuträgliche Informationen von jungen Menschen fernhalten, die durch ihren Wahrnehmung Schaden nehmen könnten. Auf der anderen Seite ist zu ahnen, dass mit dem Beginn von Zensur diese sich schnell auf andere Themen ausweiten kann. Hinzukommt, dass Zensur wiederum wenig hilft, da Information dem Wasser gleich, seine Bahnen suchen wird.

Auf den Artikel hatte mich Jemand aufmerksam gemacht und auf meinen Hinweis …:

Die Frage ist, wenn sie schauen, ob das, was sie dort zu sehen bekommen, so förderlich ist. Die Frauen müssen häufig genug hinhalten (die Frau als Freiwild) und der Mann strotzt vor Kraft (und macht die ganze Nacht durch -> Hochleistungssportler). Von Zärtlichkeit wenig zu sehen. Wer nicht gelernt hat, kritisch ins Leben zu schauen, wir das als Verhaltensregeln selbst implementieren. Und kommt dann in den Stress. Brauchen wir einen Art-gerechten Pornomarkt?

… ergänzte sie passend:

Gesehen wird es so oder so. Und so mehr man ein „TABU“ daraus macht – umso „intensiver“. Wir haben damals extra die übelsten FSK18-Western geschaut. Nicht weil wir wollten oder das toll fanden – sondern weil wir es nicht Weiterlesen …

%d Bloggern gefällt das: