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Zwischen kollektiver Ethik und individueller Moral gesund bleiben …

Dezember 23, 2015 11 Kommentare

Nach dem ich mit meinem letzten Artikel voraussichtlich so manchen Katholiken die Festtage gestört habe, so möchte ich doch noch was Versöhnliches bringen. Ich bin von einer Bekannten auf die Arbeiten von Carsten Rachow aufmerksam gemacht worden und möchte gerne einen ersten Text von ihm bringen. Er unterstützt Menschen darin, ihre Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Ich finde, dass sein Weltbild sich sehr gut in dem folgenden Artikel erkennen lässt. Carsten zeigt auf, wann die Leiden eines Menschen beginnen, die ihn zunehmend aus seiner Gesundheit führen und was er tun kann, um wieder dorthin zu kommen.

Ich habe inzwischen einige Texte von ihm gelesen. Dabei gefällt mir besonders sein Standpunkt gut, dass alle Texte immer ein ICH-Produkt sind und daher keine absolute Wahrheit tragen kann. Auch gefällt mir, dass er auf die Deversität von Denkmodellen setzt. Es ist ihm ein Graus, auf die graue, stagnierende Uniformität zu setzen. Das passt übrigens auch zu dem neuesten Artikel von Prof. Gunter Dueck, der weniger brave Bewahrer sehen möchte als mutige Querdenker, die das Neue zu bereiten in der Lage sind (Die jetzt noch Besten, die nötige Neubesinnung und „Brave thinking“).

Nun macht Euch aber wieder selbst ein Bild von Carstens IBANETIK:

Das Gute als Ethik und MoralQuelle

paragraphDas Symbol für einen Paragraphen ist „§“. Man beachte, wie man zwei Bewegungen oder Ströme hineindeuten kann: eine S-förmige Strömung, die von oben kommt und auf eine S-förmige Strömung trifft, die ihr von unten begegnet. Am Berührungspunkt bildet sich ein „Hohlraum“, eine Öffnung, gebildet aus beiden Strömungen. Und wir Menschen, so nebenstehendes Bild, hängen mit unserem Geist mittendrin in dieser Öffnung. – Mir gefällt diese Deutung. Sie kommt von mir (lacht …)

Diese beiden Strömungen sollen natürlich für die „Bewegungen des Guten“ stehen. Ich verstehe das Gute oder die Gutheit als eine in der Tat transzendente Qualität, als etwas, was dem menschlichen Wesen bereits geschenkt wurde, unabhängig von Erziehung und Sozialisation. Die „von oben“ kommende Strömung der Gutheit bezeichne ich als Ethik; die „von unten“ kommende als Moral. Das, was von oben kommt, hat transzendierenden oder transpersonalen oder überindividuellen Charakter; das, was von unten kommt, hat individuellen Charakter. So trifft – in jedem Wesen – individuelle Moral permanent auf eine transzendierende Ethik – und umgekehrt.  Und all dies geschieht von Moment zu Moment in jedem Menschen.

Transzendierende Ethik

Aus unserer menschlichen Perspektive heraus kann Ethik verstanden werden als ein Geflecht von Regeln, Werten und Gesetzen, welches über das einzelne Individuum hinausreicht und eine verbindende Wirkung entfalten soll. Ethische Gebote entfalten eine Weiterlesen …

Das Gewissen

März 17, 2013 19 Kommentare

Oder: Leben Tiere in einer Höheren Ordnung als Menschen?

Bevor ich aus meiner Sicht ein paar Worte spreche zur Frage von Gewissen und Moral, versuche ich durch einen Blick ins Reich der Natur das Grundproblem zu beschreiben.

Tiere hätten kein Bewusstsein über ihr Handeln, sagt man – und, sie unterschieden sich grundsätzlich vom Menschen, weil dieser seinen Geist reflektieren könne. Was entsteht (z.B.) aus dieser „besonderen Fähigkeit? Ich zitiere:

Es ist ein wichtiges Ziel der vergleichenden Psychologie endgültig festzustellen, ob Tiere über die metakognitiven Fähigkeiten des Menschen verfügen. Wenn das so ist, könnten diese auch auf Bewusstsein und Selbst-Gewahrsein gründen. (Dr. J. David Smith,)

Wer wissen möchte, was „metakognitive Fähigkeiten sind, findet einige Erläuterungen hier http://de.wikipedia.org/wiki/Metakognition.

Sammeln wir ein paar Blicke, über die schwerlich diskutierbar ist, auf die „reale“ Verschiedenheit von Tier und Mensch.

Es gab und gibt weltweit kein einziges Tier,

Kategorien:Bildung, Ethik, Gesellschaft Schlagwörter: ,

Warum ist der Mensch korrupt?

Februar 17, 2012 70 Kommentare

Gerade ist ein Suchender mit der Frage

Warum ist der Mensch korrupt?

auf diesem Blog gelandet. Vermutlich weil nun selbst unser Bundespräsident, den wir uns alle als ehrenwert und tugendhaft vorstellen und für solches Handeln werbend wünschen, selbst in diesem Licht steht …

Ja, warum sehen wir so viele Regelbrechungen, die mit dem Mehr-habe-wollen in Verbindung stehen (das Thema war der zweite Antrieb, das Chaos dieser Welt verstehen zu wollen, siehe den zweitmeist mit 4.500 Kilcks gelesenen Artikel Compliance: Warum man sich um die Einhaltung von Regeln kümmern sollte und nicht wegschauenauf unserem Blog).

Wann verletze ich jemand Anderen?
Wenn es um mein Überleben geht?
Aber bei der Korruption geht es um meinen Vorteil, weniger um mein Überleben. Warum dann?
Weil ich ein Psychopath bin, und nicht empfinden kann, dass der andere durch mein Handeln zu Weiterlesen …

Kategorien:Ethik, Gesellschaft, Politik Schlagwörter: , , , ,

Mit unserer Profitorientierung können wir nicht mehr weiterleben

Februar 27, 2011 7 Kommentare

Hamster (Quelle: Wikipedia)

So lautet der Artikel von Michael Hesse im Kölner Stadt-Anzeiger vom 24.02.2011. Er bespricht das Buch Dem Land geht es schlecht: Ein Traktat über unsere Unzufriedenheit des US-Historikers Tony Judt. Sein Artikel beginnt mit einer Sequenz, die ich 1:1 hier wiedergeben möchte, weil ich sie anders formuliert nur verbiegen würde. Er formuliert sehr kompakt, was ich vor Kurzem in meinem Post Keine gute Kultur, sagt mir meine Intuition: konstante Arbeitslosenzahl, Zocken mit Geld, Hungern durch Fleisch, riskante Großprojekte … ausgesprochen habe:

„Wir leben in einer verkehrten Welt. Es ist ein untrügliches Gefühl, dass in unserem Leben etwas nicht stimmt. Dass der Lauf der Dinge in unserer Gesellschaft etwas Grundfalsches an sich hat. Obwohl der private Wohlstand gewachsen ist, hat die öffentliche Verwahrlosung zugenommen. Es geht um vernachlässigte Schulen, Arbeitslose, Wohnungslose, zahlungsunfähige Kommunen. Die soziale Kälte hat zugenommen, und die Integration der sozial Schwachen gestaltet sich schwieriger. Wir kennen kaum mehr Antworten auf die großen sozialen Fragen unserer Zeit, geschweige denn die der Zukunft.

Tony Judt sieht als Grund dafür, das seit 30 Jahren verherrlichte Gewinnstreben. Es geht nicht mehr um Wert sondern um Kosten. Es wird nicht mehr hinterfragt, was eine Entscheidung für das Gemeinwohl bedeutet sondern Weiterlesen …

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