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„Wie gehe ich damit um, dass die Menschen meiner Heimat sagen, es ist OK wenn wir verschwinden, unser Land anderen gehört, weil wir wertlos sind?“

Januar 21, 2017 1 Kommentar

(Bitte nicht wundern, ich muss diesen Artikel aus technischen Gründen nochmals posten)

annadoraPUH, mal wieder. Ich habe Annadora vor etwa 5 Jahren das erste Mal in Berlin am Hauptbahnhof getroffen, bevor ich mich auf den Heimweg nach Köln begab. Über Facebook hatten wir uns ausgetauscht und da ich fast jede Woche zwischen Köln Berlin pendel, ergab sich halt die Gelegenheit, auch mal in Realität zu sprechen. Annadora ist fast 10 Jahre älter als ich, sprich 67, und kam vor 6  Jahren zurück nach Deutschland, und so kann ich noch recht gut nachempfinden, was sie zu erzählen weiß. Sie ist gebürtige Berlinerin, geboren in der schwierigen Nachkriegszeit. Sie lebte 40 Jahre in den USA, dennoch ist Deutschland, speziell Berlin ihre erste Heimat. In dem folgenden Video spricht sie über ihre Eindrücke, nachdem sie wieder zurück in ihre vermeintliche Heimat kam. Und das sind irritierende Dinge, die sie zu erzählen weiß. Unterm Strich bleibt festzuhalten: In diesem Land läuft ganz furchtbar was schief.

Sicher wandeln sich Kulturen, so dass man sich fremd vor kommen wird, wenn man nach so langer Zeit wie Annadora wieder nach Hause kommt und nichts mehr ist, wie es mal war. Dennoch, es kann nicht gut sein, wenn junge Menschen vor lauter programmierten Schuldkomplexen sich so schämen, dass sie sich von den „neuen“ Mitbürgern alles gefallen lassen.

In dem ersten Video erzählt Annadora, die sich lange Zeit mit Bewusstseinserweiterung befasste, über die Zeit ihrer Kindheit in Deutschland und was ihr in den letzten 6 Jahren wenig Erbauliches zustieß. Im Zweiten Teil spricht sie darüber, was es mit ihr gemacht hat und versucht eine Erklärung. Ihr Bericht lohnt sich für alle, die in der Nachkriegszeit geboren wurden, aber auch den Jüngeren mag es einen Eindruck des krassen Wandels geben. Da wir uns auf Facebook immer wieder mal begegneten, habe ich ihren bewegenden Erkenntnisprozess recht gut mitverfolgen können:

Teil zwei (allein die Metapher des Wasserstrudels bei Minute ca. 1:13h ist das Zuhören Wert: Wer sich ohne Kampf in den Strudel ergibt, hat seine Kraft noch, wenn ihn dieser am Ende wieder ausspuckt): Weiterlesen …

„Wie gehe ich damit um, dass die Menschen meiner Heimat sagen, es ist OK wenn wir verschwinden, unser Land anderen gehört, weil wir wertlos sind?“

Januar 15, 2017 7 Kommentare

Der Artikel musste aus technischen Gründen nochmals gepostet werden, bitte hier klicken

Armes Deutschland – nochmal …

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

wenn man DAS so liest, was dieser Duberr so schreibt, gewinnt der Titel dieses Threads, nämlich „Armes Deutschland! Was ist nur daraus geworden?“, wieder an Bedeutung.

Auch wenn ich weit weg bin von Deutschland, so bin ich nicht aus der Welt. Ich bekomme auch von Ferne her sehr wohl mit, dass viele Deutsche hasserfüllt auf Fremde herabschauen und protestieren.

Woher kommen diese ängstlichen Gefühle, jemand könne ihnen etwas wegnehmen? Und dann ausgerechnet solche armen Leute? Die wollen doch nur ein Dach über dem Kopf haben und Essen zum Leben. Mehr nicht.

Widerstand ist geboten

Da müsste man als abhängig arbeitender Mensch doch viel mehr Widerstand den kapitalistischen Unternehmen entgegenbringen, die es durch Erpressung – „entweder weniger Lohn oder wir gehen nach Fernost“ – geschafft haben, ein einst blühendes und wohlhabendes Hochlohnland derart in den Ruin zu treiben, dass viele Familien nicht mehr ein noch aus wissen. Auch das Finanzwesen räumt ab und treibt das Land in den Ruin. Nach wie vor übrigens – nichts hat sich geändert nach der Finanzkrise.
Gewinner sind Manager, Investoren, Spekulanten und Aktionäre. Die können den Rand nicht voll genug kriegen. Gegen die sollte man sich auflehnen – aber doch nicht gegen arme Menschen, die nichts als ihr Leben retten wollen.

Warum riskieren Leute wie dieser Duberr hier so eine große Lippe, lassen es aber zu, dass man ihnen ständig den Lohn weiter kürzt und ihnen immer wieder kümmerliche Inflationsraten vorrechnet, indem Dinge in den berühmten Einkaufswagen wandern, die kein Mensch mehr braucht und deshalb auch nicht kauft und inzwischen spottbillig sind, wie etwa ein Videorekorder für Kassetten. Ja, der und viele andere unsinnige Dinge liegen im monatlichen Einkaufswagen. Klar, was kostet denn so ein Videorekorder heute noch? Wenige Euros nur. Senkt erfolgreich die Inflationsrate.

Die ist im Jahresdurchschnitt für 2016 mit 0,38 angegeben. Was für ein grandioser Betrug!

Schon Medikamente schlagen mit einer Teuerungsrate von mehr als Weiterlesen …

Pharaonentum und Leben gegen Kost und Logis

Oktober 17, 2016 21 Kommentare

pyramidofcapitalism

Die Wenigen, die das System verstehen, werden dermaßen an seinen Profiten interessiert oder so abhängig von seinen Vorzügen sein, daß aus ihren Reihen niemals eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, geistig unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne je Verdacht zu schöpfen, dass das System ihnen feindlich ist.
Den Gebrüdern Rothschild nachgesagt, die diesen Spruch vor Geschäftspartnern in London 1863 geäußert haben sollen

Martin Sigl hat in einem Kommentar zum Artikel Eine Demokratie haben wir schon lange nicht mehr … den Hinweis auf seinen Artikel gegeben, für den er ein paar Jahre recherchiert und nachgedacht hat, und den ich hier gerne ergänzend bringen möchte. Er spannt uns den geschichtlichen Bogen der andauernden Sklaverei vom Reich der Sumerer, über das der Ägypter und Römer, der Zeit des Feudalismus mit der klerikal-adligen Herrschaft bis hin zu unserem vermeintlich vom Volk beherrschten Politiksystem, wo sich dieses Volk gerade anschauen muss, wie es abgeschafft wird(?). Also macht Euch wieder selbst ein Bild, was Martin in seinem zukünftigen Buch „Herrschaft und kein Ende“ u.a. zu erzählen wissen wird:

Es gibt zwei zentrale Instrumente der Herrschaft:

Das primäre Instrument der Herrschaft ist die Gewalt. Ohne Adel keine Gewalt und ohne Hochadel keine Könige und Kaiser. Es gibt keinen Staat, der nicht dieses Gewaltmonopol beanspruchen müsste, um funktionieren zu können. Jeder Staat muss die Gewalt monopolisieren, was bedeutet, er muss den Bürger seine Freiheiten rauben.

Sekundär: Nur auf der Grundlage dieser primären Gewalt ist das Primat der Wirtschaft über alle sonstigen Wahl- oder Entscheidungsmöglichkeiten von Bürgen dieser Staaten realisierbar unter der Voraussetzung der weitestgehenden Dominanz einer kapitalbasierten Konzernwirtschaft mit bezahlter Arbeit – der so genannten sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung – und der diese steuernden, kontrollierenden und ausbeutenden „Finanzwirtschaft“, die alles andere ist als eine Wirtschaft, denn alles, was diese psychopathisch-verbrecherischen Zocker produzieren, ist nicht nur Armut – denn ein „armer“ Mensch auf eigenem Grund und Boden könnte sich ja gut ernähren -, sondern Elend, da ja eben dieser Grund und Boden – wie auch alle sonstigen Produktionsfaktoren – zunehmend der Verfügungsgewalt der Besitzer des Geldsystems und der „Finanz-Institute“ unterworfen werden. Den meisten Menschen fehlt diese Perspektive völlig.

Rund ein Drittel der Menschen eines Staates Weiterlesen …

Migration: Kausalität und Konsequenz

Januar 24, 2016 21 Kommentare

Eine Fortsetzung zu meinem Artikel: PEGIDA: Ihr seid nicht das Volk! Ihr seid Scheiße! mit Blick auf die laufende Diskussion dort:

Kausalität und Konsequenz

Jegliches Gewässer hat irgendwo eine Quelle,
und diese liefert Flüssigkeit in gemächlichem Fließen
Wird daraus aber ein reißender Fluß,  ein rasanter Strom,
aus all diesem mengenhaften Ergießen,
mit heftigen, unüberseebaren Massen,
mit forcierter,  gewaltiger Schnelle,
so ahnt man sofort dahinter stecken
ungut treibende und gefährliche Kräfte,
dessen Ursprung und Ursache zu untersuchen.
es sehr ratsam ist und wohl erwiesen.
Manchmal bin ich besorgt
daß die allzu reichliche Flut
meiner eigenen Worte
auch viel zu überflüssig ist.
Und vielleicht steht so manches Produkt
meiner poetischen Palaverei
allzu oft nur anklopfend, um Einlaß bittend,
ungeachtet und ignoriert
vor verschlossener Pforte.
Das ist allerdings nicht überall der Fall.
Dennoch man verzeihe mir
meinen gelegentlich allzu überschwänglichen Worteschwall.
Es soll keine Vortäuschung sein!
Man kann nicht unbedingt alles wissen,
aber man bekommt
von vielen Anzeichen und Andeutungen
doch mehr als nur eine gewisse Ahnung.
Man kann dabei nicht kommentarlos
zur Seite stehen, nur so beobachten,
sondern man äußert sich,
und wenn es richtig erscheint
so erteilt man eine Warnung oder Ermahnung.
Mein bisheriger Appell in ähnlichen Dingen
hatte in der Hauptsache nur friedlichen Zwecken gedient,
aber wenn sich urplötzlich etwas sehr
alarmierend bewegt und unerklärlich rührt,
so fragt man sich:
“Was steckt wohl hier nicht nur rumorend,
sondern rebellierend und randalierend
unter der Decke?”
So erschien mir von Anfang an
dieses gegenwärtige, urplötzliche Zerplatzen
und Zerreißen aller vermeintlich festen “Nähte,”
dieses Zersprengen und Überwältigen
aller Grenzzäune, aller geschlossenen Schranken,
und aller messerscharfen Stacheldrähte…
dieses massenhaft unüberseebare,
unkontrollierbare Menschengedränge
und diese nun schon langanhaltende
menschliche Überflutung.
Sie ist nicht mehr in Grenzen zu halten.
Dämme sind unterspült, umgangen und durchbrochen.
Flüsse werden überquert durchschwommen,
Meeresfluten haben schon vielen Fliehenden
das Leben genommen.
Dahinter stecken manipulierend und übel treibend
zahllose Ausbeuter- und Schleuserbanden,
sicherlich auch in hohen Regierungsposten.
Sie kassieren, sie profitieren,
und vollkommen ignoriert
werden die Zahlen der Opfer
und die menschlichen Kosten.
Länder, Kulturen eines Kontinents
werden durch getriebene Menschenströme
überflutet, überlastet, und überfordert.
Sie kommen aus einer Region
der Brutalität, des Haßes, der Gewalt, der Verwüstung,
aus einer Region der nahezu endloser
Unruhen und Kriege…
aus einer Region des Todes und der Zerstörung…
aus einer Region der Verwüstung, Entrüstung, und Empörung,
einer Region der religiösen Fanatiker,
der ideologischen Extremisten,
und profitierenden Ausbluter und Opportunisten…
die eigenützig, egoistisch, und narzistisch
von Außen und von Innen mitmischen…
und die entstehenden Resultate
und tragischen Konsequenzen…
dann der gesamten Menschheit
als sofort zu lösende Problematik auftischen.
Absolutes Chaos ist die direkte Konsequenz
aller intern angestachelten Konflikte
und der von außen inszenierten
und gesteuerten Intervention!
Wer sind hier die eigentlichen Treiber,
die Leiter, die Luder, die Ausbeuter,
die Schinder und Schänder.
die Lenker, und Henker.
Man nenne sie alle bei Namen…
wer sie sind, wo sie sind,
was sie tun und treiben,
was sie wirklich wollen…

Man helfe nur Menschen
in wirklich wahrer Not!
Aber diejenigen, die Gewalt verüben,
die ganz bewußt nur Unrecht verrichten,
die Unruhen verursachen,
die Unmut und Unwillen verbreiten,
man sende sie sofort zurück
von woher sie kamen!

Ich kann nur hoffen
all das hier von mir Gesagte
ist nicht nur langweilig poetisches Gelaber
über die gegenwärtig chaotisch
überschwemmte, und überflutete
“Kultur des Aber!”
Ich hoffe meine Worte
sind nicht vollkommen verschwendet,
vergeudet, verloren, und ohne Gewinn!
Ich hoffe sie haben
nicht nur “Hand und Fuß,”
sondern in gewisser Hinsicht
hat auch einen besonders
für- und vorsorglichen Sinn!

Gerhard A. Fürst
23.1.2016

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Die WAHRHEIT kommt ans Licht … ganz langsam … Teil 2

August 16, 2015 46 Kommentare

Die WAHRHEIT kommt ans Licht … ganz langsam … Teil 1
Die WAHRHEIT kommt ans Licht … ganz langsam … Teil 2
Die WAHRHEIT kommt ans Licht … ganz langsam … Teil 3
Die WAHRHEIT kommt ans Licht … ganz langsam … Teil 4

WAHRHEIT. Die alleinige Anwesenheit von Richtigkeit und die gänzliche Abwesenheit von Falschheit, wobei umso wahrer erscheint, was am längsten für wahr angesehen wird ? Nun, das Thema hatten wir bereits. Picasso bemerkte bezüglich der WAHRHEIT:

Gäbe es nur eine Wahrheit, könnte man nicht hundert Bilder zum gleichen Thema malen.

Picasso – Über Kunst – Diogenes – S. 112

… oder hundert UPDATES für ein Internet-Projekt verfassen, oder hundert Beiträge für einen Blog schreiben, denn WAHRHEIT bedeutet ein Werk vollenden zu können, aber …

[… h]ast du schon jemals ein fertiges Bild gesehen ? Ein Bild oder irgend etwas anderes ? Weh dir, wenn du sagst, du wärst damit fertig ! …
Ein Werk beenden ! Ein Bild beenden ! Wie albern ! Einen Gegenstand beenden heißt ihn fertigmachen, ihn umbringen, ihm seine Seele rauben, ihm wie dem Stier die Puntilla geben ! …

Picasso – Über Kunst – Diogenes – S. 111

Wofür aber offenbaren sich all die ANDEREN in ihrer Diversität von hundert, und weit mehr, verschiedenen Lebensformen, um das eigentliche Thema des Lebens zu verkörpern, und wofür versuchen wir EINEN, durch unseren Fortschritt, gentechnisch Organismen nach unseren Vorstellungen zu vollenden, als Produkt mit geplanten Eigenschaften ? Wo liegt die WAHRHEIT zwischen diesen beiden, gänzlich verschiedenen, Herangehensweisen, wobei die erste, wie wir so sagen, bereits Jahrmillionen währt, während die unsrige bereits nach wenigen Jahrzehnten für inoffizielle Grabesstimmung sorgt, aber als offizielles Freudenfest weltweit verkauft wird ? Was machen die ANDEREN so ANDERS ?

Weiterlesen …

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