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Posts Tagged ‘Mauerfall’

Tag der „Deutschen Einheit“, da werde ich doch glatt nostalgisch…

Fall der Berliner Mauer am 9.11.1989 (Foto: Wikipedia)

Könnt Ihr Euch noch an die Bilder erinnern? Menschen, die halbverhungert, in Lumpen gekleidet und mit dreckigen Lappen an den Füßen über scharfkantige Mauerreste kletterten, stolperten, stürzten, sich wieder aufrappelten oder – sofern sie dazu nicht mehr in der Lage waren – auf allen Vieren weiterkrochen, um im nächsten Supermarkt über das Bananenangebot herzufallen? Bananen übrigens, die im grenznahen Raum plötzlich ein mehrfaches von dem kosteten, was man im ehemals westdeutschen Hinterland dafür berappen musste? Ja, das waren noch Zeiten…

Es gab übrigens auch andere Bilder, aber die sah man nicht im TV. Geschäftsleute, die aktenkofferweise ihre Post in den Osten karrten, um sie dort für 0,35 Ostmark pro Brief wieder gen Westen zu versenden. Bewohner aus den angrenzenden „alten“ Bundesländern, die die östlichen Bankfilialen verstopften, um 20 DM umzutauschen und damit den nächsten Wocheneinkauf zu tätigen. Lawinen von Schrottautos ohne Hoffnung auf TüV, die im unterversorgten Osten weit über ihrem Wert an die naiven da an Gewinnsucht und Betrug nicht gewöhnten Zonenfuzzis verscherbelt wurden. Heerscharen von Versicherungsvertretern und Anlageberatern, die den dussligen Ossis sinnlose Verträge zu irrwitzigen Konditionen aufschwatzten, Initiatoren von sogenannten Pyramidenspielen, die einigen Wenigen zu mehr Geld verhalfen, indem sie viele andere um ihre Ersparnisse brachten – und dabei natürlich selbst ordentlich absahnten. Grundstücksspekulanten, die ganze Straßenzeilen für ein Butterbrot aufkauften. Nicht zu vergessen die Treuhand, die Betriebe für symbolische Beträge an private Interessenten verscherbelte, welche dann wieder alles herausholten, was sich noch zu Geld machen ließ, um den Rest an irgendwelche Grundstücks- oder andere Spekulanten weiterzuverscherbeln – und sich dabei eine goldene Nase zu verdienen. Weiterlesen …

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Gedanken zum 9. November 1989 – 10 Tage später aufgeschreiben

November 9, 2014 1 Kommentar

Gedanken zum 9. November 1989

Durchbrecht den Wall,
Reißt ab Stein um Stein,
Haltet offen das Tor,
Befreite Menschen laßt ein.

Heißt sie willkommen
Mit frohen Herzen,
Und helft ihnen lindern
Der Vergangenheit Schmerzen.

Weder Kerkermauern,
Noch Gitter aus Stahl,
Verhinderten ihr Verlangen
Nach freier Wahl.

Reicht Euch die Hände
Als Weiterlesen …

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Gedanken zu den deutschen 9. Novembern …

November 8, 2014 35 Kommentare

Menschenmengen auf der Berliner Mauer am 9. November 1989 nach dem historischen Mauerfall (Foto:Wikipedia)

Neun (9) heilige Zahl. 3 x 3 (drei steht für das Umfassende, die Vermittlung, Zahl der Trinität (Vater, Mutter, Kind/ These, Antithese, Synthese/ Vater, Sohn Geist/Osiris, Isis, Horus) ). Die Neun bedeutet das Vollkommene, das Himmlische, göttliches Bewusstsein. Bei den Chinesen ist die neunstöckige Pagode das Abbild des Himmels.

November: ich ging auf der Webseite von Terramesa spazieren. Und stellte für mich fest, dass der Monat November in unserem Sprachraum was zu tun zu haben scheint mit einer Verbindung (N) von Emotionen und Kraft, die ihren Resonanzraum im Solarplexus haben (o), die zu einer Bewegung (v gesprochen wie w –Welle), durch Kommunikation (e – Resonanzraum Kehlchakra) genährt (m-wie Amme) hin zur Fülle (b) mit einer Verbindung von Herz und Verstand durch Kommunikation (e-Kehlchakra) in Richtung (r) hier Vollkommenheit (9)

Also November 9

Jahrestag; Jubiläum. Führt uns dieses Datum in diesem Landstrich wirklich hin zur Vollkommenheit?

9. November 1989

Fünfundzwanzig Jahre Mauerfall. Mir ist als wäre es gestern gewesen. Wenn ich dieser Tage die Bilder der Menschen auf der Mauer sehe, kommen mir nach vor die Tränen. Es war eine riesige Anspannung, die von uns abfiel. Ich möchte Euch ins Gedächtnis rufen, wie es brodelte, wie in einem Dampfkochtopf kurz vor der Explosion. Wie Angst da war, vor dem was wohl geschehen könnte. Die große Frage, ob es zur Gewaltanwendung durch die Staatsmacht und durch die Besatzungsmacht kommt, wie in Prag 1968, in Ungarn 1956, oder in der DDR am 17. Juni 1953.

Wie aber all die Angst uns nicht abhielt, auf die Straße zu gehen, „Runde Tische“ zu initiieren, zu sagen, dass es nun genug ist, wir nicht leben wollten wie die Tiere im Zoo, wo zwar jeder rein konnte, aber die Tiere nicht raus. Wir die ewig gleiche Propaganda so satt hatten, den Mangel, aber vor allem die Lügen. Über die Ereignisse in China z.B., die ökologischen Katastrophen im eigenen Land…. Angst, die sich auch speiste aus dem Wissen, dass es im Falle einer Eskalation für uns kein Ausweichen gab. Denn, was viele inzwischen vergessen haben, in den Wochen vor dem 09. November waren die Grenzen für uns in alle Richtungen, selbst in das beliebte und unkompliziert zu erreichende Nachbarland Tschechoslowakei dicht . „Kein Ort. Nirgends“. – Nun, es kam anders. Was wir damals nicht wussten, die Sowjetunion hatte keine Möglichkeiten mehr, die Staaten des Ostblocks finanziell zu halten. Was sie bis dahin tat. Möglich war das durch die hohen Rohstoffpreise, die es in den Jahrzehnten vorher am Weltmarkt gab. Praktisch sind wir verkauft worden. Erst die 17 Millionen aus der Weiterlesen …

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