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Posts Tagged ‘Matriarchat’

Die Mutter und die artgerechte Fürsorgegemeinschaft – die postpatriarchale Alternative!

Treppenhaus, sinnbildlich für spiralförmige Aufwärts- oder Abwärtsbewegung, Bild: Martin Bartonitz 2019

Wir werden von dem real gelebten Kapitalismus nicht erwarten dürfen, dass dieser das Interesse daran hat, die Weichen für eine Gesellschaft zu stellen, in der nicht mehr leistungslos von Mensch und Umwelt gelebt wird.
* Zinsgeldsystem führt zur Umverteilung von Arm nach Reich und Zwangswachstum mit immer mehr Umweltzerstörung. 
* Repräsentative Demokratie gepaart mit Lobbyismus führt zu Korpokratie, es ist damit eine Scheindemokratie zum Wohle der Konzerne und ihren Eignern, siehe den (verhöhnenden?) Amtseid: „… den Nutzen des Volkes zu mehren, …“

Diesen Text postete ich heute morgen in Facebook

Dass das kapitalistische System der Verwertungs- und Profitgesellschaft dabei ist, an sein Ende zu kommen, sprich Mensch, Tiere und Mutter zu vernichten, wird in dieser Zeit immer besser erkennbar (messbar an der Ausrufung des Klimanotstands?). Die Profiteure dieses Systems scheinen nun hektisch dabei zu sein, ihre Eineweltregierung möglichst bald stehen zu haben (nächster Schritt: Vereinigte Staaten von Europa), um ggf. damit noch eine Wende einläuten zu können. Sprich, die maximale Steuerung der Menschenfarmen zu erreichen, so dass der Raubbau mit diktatorischen Mitteln zurückgefahren werden kann.

Da ist die Frage, ob es nicht doch eine Möglichkeit gibt, dieser extremen herrschaftlichen Diktatur etwas anderes entgegenzusetzen. Ich fand gerade einen Text, mit einer Alternative, den ich hier gerne ins Regal stellen möchte:

Die Mutter und die artgerechte Fürsorgegemeinschaft – die postpatriarchale Alternative! (Auszug aus: Vom Postpatriarchat zur matrifokalen Gemeinschaft?)

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Die Sippe als egalitäre und mutterrechtliche Gemeinschaft

Dezember 29, 2018 3 Kommentare

In den letzten Tagen hatte ich reichlich Muße und so nahm ich ein Buch in die Hand, das schon lange in einem großen Stapel noch zu lesender Bücher darauf wartete, von mir erschlossen zu werden: Wie wir wirklich leben wollen – Aussichten auf eine ganzheitliche Gesellschaft – HOLON NETzwerk für integrale Entwicklung. Das Buch wird mit einem Text beworben, der gut zu meiner Suche nach einer besseren Welt passt:

Die Erneuerung unserer Gesellschaft wird immer dringender. Doch was brauchen wir dazu? HOLON ist der Auffassung, dass es für eine friedliche Welt nicht nur um das Lernen neuer Wege der Kooperation und Solidarität und um Demokratiereformen geht. Wir brauchen noch viel mehr menschliche Reifung durch Erkennen und Befördern der uns Menschen von Natur aus eigenen Spiritualität, verbunden mit Weiterentwicklung des Bewusstseins und fundamental neuem Denken. In letzter Zeit ist viel die Rede von neuen Netzwerken, die über das bisher Gedachte und ein oft im nationalen Rahmen befangenes Bewusstsein hinausgehen müssen. Es gilt auch hier, die positiven Seiten der ja überhaupt nicht so neuen Globalisierung wahrzunehmen. Dem Anspruch auf Ganzheitlichkeit verpflichtet, kann HOLON nicht dabei stehen bleiben, unsere heutigen gesellschaftlichen Zustände zu bejammern oder gar Schuldige dafür zu benennen. Daher versuchen die acht Autoren kollektiv und individuell die Frage zu beantworten, wie denn das Leben und die Gesellschaft, die sie sich wünschen, aussehen könnten.

Aus dem Buch möchte ich eine Passage bringen, die recht gut eine Theorie wieder gibt, die ich als Saharasia-Theorie von James DeMeo kennengelernt habe. Forschungen zeigten, dass in Westeuropa ausgegrabene Skelette, die vor die Zeit von etwa 5.000 bis 7.000 Jahren datiert wurden, kaum Tötungsmerkmale aufwiesen. Ab etwa 3.000 vor unserer Zeitrechnung waren nur noch 50% der Menschen eines natürlichen Todes gestorben. Der folgende Text versucht zu beschreiben, wie die Gemeinschaftsstrukturen beschaffen waren und was den Wandel in die heutigen Strukturen forcierte.

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Mündet das Patriarchat in den Transhumanismus?

Ich bekam gestern den folgenden Artikel in Facebook auf meine Pinwand gepostet und möchte ihn gerne zur Diskussion stellen, sieht er doch den Menschen im Transhumanismus, also der Verschmelzung mit der Technik als nächste Entwicklungsstufe münden. Was meint Ihr?

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Oswald Spengler (Foto: Wikipedia)

Oswald Spengler (Foto: Wikipedia)

Ich möchte zum Thema Patriarchat gerne die Thesen des Oswald Spengler aus seinem Buch Zyklen und Cäsaren – Mosaiksteine einer Philosophie des Schicksals: Reden und Schriften Oswald Spenglers empfehlen (Zyklenlehre, Untergang des Abendlandes):

Zu jedem historischen Aufstieg gibt es auch einen Niedergang.
In seinem „Der Untergang des Abendlandes“ richtet sich Spengler gegen eine lineare Geschichtsschreibung, welche die Geschichte „der Menschheit“ als Geschichte des Fortschritts erzählt.

Demnach entstehen Völker und Kulturen, haben einen Höhepunkt und vergehen letztendlich wieder. So schließt sich immer wieder ein Kreis, in dem ständig dieselben Muster und Stufen durchschritten werden. Die Geschichte hat keinen Anfang und kein Ende, sondern läuft ewig innerhalb dieser Kreisläufe weiter.

Der Übergang von Patriarchat zum Horus-Zeitalter läuft demnach ebenfalls über viele Jahrhunderte als Ende des einen und Beginn des neuen großen Zyklus.

Es entspricht der „Pubertät der Menschheit“, in der sich das Weiterlesen …

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Das geheime Wissen der Frauen

Ein Faktor, der zum Ende der Hexenjagd beitrug, war die Tatsache, dass die herrschende Klasse die Kontrolle über sie zu verlieren begann und in die Schusslinie ihrer eigenen Repressionsmaschine geriet, da sich die Denunziationen nun gegen ihre Mitglieder zu richten begannen. […] Ganz so, wie der Staat die Hexenjagd begonnen hatte, ergriffen die Regierungen nacheinander auch die Initiative, um sie wieder zu beenden … Bis zum 18. Jahrhundert begann die europäische Intelligenz sogar, sich mit dem erreichten Aufklärungsgrad zu brüsten und die Geschichte der Hexenjagd selbstbewusst umzuschreiben: derart, dass die Verfolgungen als Ergebnis mittelalterlichen Aberglaubens erschienen. […]
Aus dem Schluss des Artikels Eine andere Wahrheit über die Hexenverfolgung …

Dass Vieles in unserer Welt gezielt auf den Kopf gestellt wurde, hatte ich schon in meinem Artikel Warum steht unsere Welt auf dem Kopf? festgestellt.  Ich bekam diese Woche den Hinweis auf das Lexikon Das geheime Wissen der Frauen von Barbara G. Walker, das reichlich Nachweise aufzeigt, welches Wissen uns durch den Prozess der Christianisierung („Christianisierung ist wörtlich das Verdrängen des Arianischen Glaubens“bitte nochmals lesen) vorenthalten wird. Ich werde  in der nächsten Zeit immer wieder Mal daraus berichten. Zum Start möchte ich direkt die Einleitung bringen, die mir schon viel Vorfreude signalisierte:

Frauen Wissen 1 Weiterlesen …

Die globale Stammesgesellschaft

Oktober 26, 2015 66 Kommentare

Sippenhaus der Minangkabau auf Sumatra / Indonesien

Sippenhaus der Minangkabau auf Sumatra / Indonesien

Den folgenden Text hat Zeitzeuge_ww3 am Artikel Gaddafis Libyen war Afrikas reichste Demokratie hinterlassen und ich möchte ihn an dieser Stelle nochmals als eigenständigen Artikel zur Diskussion stellen, geht er doch auf ein Abstimmungsverfahren ein, dass die Machtpyramide „auf den Kopf stellt“. Das zahlenmäßig mit 5 Millionen Menschen größte noch nach den folgenden Prinzipien lebende Volk sind die Minangkabau auf Sumatra (siehe hier und hier):

Die globale Stammesgesellschaft

Ideen sind gefragt, wie wir unser Zusammenleben nach dem Zusammenbruch gestalten wollen, ohne in die Fallsticke zu geraten, die uns den fatalen Zustand unserer Gegenwart gebracht haben.
bedeutet: ich halte mich nur an Regeln, die ich akzeptiere. Kann ich am Zustandekommen einer Regel nichts beitragen, so sinkt die Chance, dass ich dieser Regel folge. Ergo muss ein jeder Mensch bei der Entscheidungsfindung beteiligt werden. Aber wie soll das gehen, bei Millionen von Menschen, funktioniert doch diese Form der vollendeten Demokratie nur im kleinen Masstab. Hier die Idee:

Einer von hundert.

Die Drunbar-Zahl ist eine physiologische Grenze unseres Verstandes, wonach uns es nur möglich ist, mit 100-150 Person direkte soziale Kontakte aufzubauen, darüber hinaus versagt unsere biologische Bauweise. Dementsprechend muss das soziale Miteinander an dieser Erkenntnis ausgerichtet sein.

Die Menschen organisieren sich basisdemokratisch in kleinen Gruppen zu 100 Personen und entscheiden über ein Problem. Ist die Entscheidung getroffen, so wird Weiterlesen …

Das Ende des Partiarchats

Nach Frau Prof. Dr. Claudia von Werlhof kann man das Patriarchat als die Idee einer Gesellschaft bezeichnen, die am Ende unabhängig ist von der Natur und der Mutter. Der Krieg sei die Geburtsstunde des Patriarchats, die egalitäre Gemeinschaften verdrängt haben. Das Patriarchat hat das Konzept des Eigentums erfunden. Hat man vorher etwas zum Nießbrauch besetzt, so wurde nun erobert, um sich etwas zu Eigen zu machen. Fortschritt der patriarchalen Gesellschaft war primär ausgerichtet auf die Optimierung von Raub und Profitmaxierung.

Auch die Vorstellung der Schöpfung hat sich zu diesem Zeitpunkt gewandelt. War es vorher ein Auffassung des Schöpfens aus sich selbst heraus, gab es nun den Vater, der die Welt mechanistisch herstellte. In dem Spruch „Der Krieg ist der Vater aller Dingen“ ist gut der männliche Aspekt herauszuhören, der bis hin unsere Art und Weise der Produktion zu erkennen ist. Wir zerstören das natürliche und transformieren in Künstliches. Es findet demnach eine dauernde Zerstörung statt, wie vieles Andere auch derzeit exponentiell, so dass auch der Letzte heute erkennen kann, dass unser Planet so bald am Ende ist.

Matriarchat heißt nicht Herrschaft der Frauen über die Männer sondern es geht hier um ein Leben auf Augenhöhe. Die früheren Bauern zum Beispiel brauchten keinen Staat. Sie haben sich mit den Nachbarn geeinigt, wie sie mit den Allmenden umgingen. Das ging dann nach den Bauernkriegen im 15. Jahrhundert bei uns zu Ende. Die Herrschaft zog dann endgültig auch in unseren Landen ein und eignete sich die Allmenden an.

Die Frage ist, wie wir anfangen könnten, Herrschaft wieder aufzulösen. Darauf geht Frau von Werlhof am Ende ein. Wer Herrschaft und Kontrolle abgäbe, wird feststellen, dass sich Harmonie und Frieden um einen herum einfinden wird.

Aber hört selbst ein Mal rein:

Sind Saaten ursprünglich Produkte der Gewalt?

Dezember 20, 2014 8 Kommentare

In meinem letzten Artikel habe ich das Thema Nationalstolz in die Diskussionsrunde geworfen. Heute bekam ich dazu noch den folgenden Text von Joachim Weiß, der sich damit befasst, wie sich das Staatswesen entwickelt hat. Hier kommen weitere interessante Gedanken zur Entstehung von Staatswesen hinzu, u.a. wie Menschen früher über ihre Führer gedacht haben, inkl. der Herleitung von „Heil“:

SIND STAATEN URSPRÜNGLICH PRODUKTE DER GEWALT?

Wie ist der Übergang vom herrschaftsfreien Urzustand zum Zustand Herrscher/Beherrschte zu erklären? Warum haben die herrschaftsfreien Menschen sich auf diesen Übergang überhaupt eingelassen? Das ist bis heute noch nicht vollständig geklärt und es gibt verschieden Theorien.

Die meisten „Staaten“ in der Geschichte waren Gottkönigtümer („Monarchien“). Die Bevölkerung nahm dort den Herrscher gerade NICHT als Unterdrücker wahr, sondern als vom Himmel eingesetzten und des öfteren auch einen Himmelsgott vertretenden, der sie nicht etwa unterdrückte, sondern ihnen Heil brachte und für Ordnung in der Gesellschaft und analog im Universum sorgte, den sie also dringend zu brauchen meinten.
Diesen Staaten sind Konsenstheorien der Staatsentstehung meineswissens auch fremd. Das Königtum kam für diese Leute ganz klar nicht von den Menschen, sondern vom Himmel.

Der Nutzen bestand höchstwahrscheinlich darin, eine gemeinsame Weiterlesen …

Was sagen uns Mythen über Lilith, Adam, Eva, Maria, Horus …

August 26, 2014 64 Kommentare

In den vergangenen Wochen tauchten hier in Nebensätzen immer mal wieder alte Mythen auf, bei denen ich das Gefühl habe, dass wir ihren Sinngehalt zu einseitig sehen. Mir persönlich sind uralte Menschheitsmythen Energien die mit den Informationen die sie transportieren bis zu uns gelangten, so dass wir sie vielleicht teilweise entschlüsseln und ihre archaischen Aussagen in uns integrieren und leben können.

Auge des Horus mit Heqat-Einteilungen(Wikpedia)

Dazu fällt mir das „Auge des Horus“ ein. Interpretiert wird es ziemlich oft als das „Allsehende Auge“ an der Spitze der Pyramide, als Zeichen der Freimaurer und anderer geheimer Gruppen, die die Menschheit auslöschen, mindestens aber ausbeuten wollen. Übersehen wird dabei, dass sich die Formen des Horusauges und unserer Zirbeldrüse, dem Organ unserer Intuition, ähnlich sind. Stellt sich doch die Frage warum wir das nicht erkennen können und wollen.

Ein berühmter ägyptischer Mythos berichtet von einem Streit zwischen Horus und seinem Widersacher Seth, dem Gott der Finsternis. In einem Kampf schlug Seth dem Horus ein Auge aus und zerschmetterte es, so dass es in sechs Teile zerfiel. Thoth, der Gott der Magie und der Heilkunst, sammelte die Teile des Auges auf und fügte sie zusammen. Das geheilte Auge übergab er dann wieder dem Horus. Statt es aber selbst zu benutzen, opferte Horus sein Auge. Er setzte es seinem Vater Osiris, dem ägyptischen Totengott, als drittes Auge ein. Damit erweckte er in Osiris ein neues Bewusstsein und brachte Licht in die Dunkelheit der Unterwelt. Aus diesem Mythos entwickelte sich die Hieroglyphe des Horusauges, das ein Symbol für alle Opfergaben und Sinnbild für Licht, Ganzheit und Heilung wurde.

Sumerische Göttin – Lilith? (Foto: Wikpedia)

Meine Einlassungen heute beziehen sich auf Lilith. Im vergangenen Frühjahr habe ich mich länger und tiefgründiger mit den Informationen, die über sie zu finden sind, beschäftigt. Lilith wird immer noch verschwiegen oder dämonisiert als kinderfressendes Ungeheuer. Dem ist nicht so. Mir repräsentiert sie die weibliche Energie in all ihren Facetten. Ob Frau oder Mann, wir tragen diese Energien, wenn auch in unterschiedlichen Anteilen, in uns. Daher mag es sich lohnen die Perspektive zu ändern, den Blick auf sie breiter zu fassen, für Frauen, für Männer. – Mir ist sie nah, mir ist sie fern. Ich mag was sie repräsentiert, die Bandbreite weiblicher Existenz.

Lilith die erste Frau Adams, erschaffen aus dem gleichen Material, ihm ebenbürtig und gleichwertig steht für die starke , selbstbewusste, eigenständige Frau.
Spuren finden sich noch im Sohar, einem der drei heiligen Bücher der Hebräer.-
Ein Terrakottarelief aus 2.000 vor Christus zeigt Lilith als sumerische Göttin die auf einem Löwenthron steht, Zeichen der Macht. Eulen rahmen den Löwenthron ein, Zeichen der Weisheit. Sie trägt als Göttin Flügel, was bedeutet sie ist fähig die Grenzen von Zeit und Raum zu berschreiten, eine schöne nackte Frau, so wie sie sein soll, Nacktheit steht für Reinheit, nichts verbergend, nicht furchteinflößend. Die Füße Vogelkrallen, was ein Hinweis ist, dass ihre Heimat eher der Himmel als die Erde ist. Die ganze Gestalt wehrhaft und fluchtbereit.
Im Sohar steht weiter, dass sie den Namen Gottes anrief, als Adam von ihr verlangte “unten zu liegen”, wozu sie nicht bereit war. Wie hätte sie Gott beim Namen rufen können, hätte sie nicht in starker Verbindung zu ihm gestanden. Im anderen Fall wäre ihr der Name nicht bekannt gewesen. Ein Zeichen starker spiritueller (geistiger) Verbindung, ihrer Ebenbürtigkeit.

Und weiter steht dort, dass Weiterlesen …

Paidoarchat – Das Zeitalter des Kindes

Februar 7, 2014 3 Kommentare

Bernard Gregor Dietrich

Bernard Gregor Dietrich

Paidoarchat ist der Name des neuen Zeitalters. Das Matriarchat, in dem der Mensch noch wie ein Kind unter der Mutter Natur lebte und ihr gehorchte, ging zu Ende, als die Griechen die eigene Individualität unter Sokrates, Platon, Sophokles, Aristoteles und Alexander der Große entwickelten. Damals begann das Patriarchat, das bis heute vorherrscht. Der Mensch sah sich mehr als Herr der Natur. Doch diese Zeit geht jetzt zu Ende.

Kapitel  1. Einleitung

Das Patriarchat, das Zeitalter, in dem der Mensch versucht, über der Natur zu stehen, ja sie auszubeuten, herrscht bis heute vor. Heute spüren wir aber, dass dieses Zeitalter nicht mehr weiter gehen kann. Die Umweltkatastrophen, Krankheiten und Krisenherde überall auf der Erde, all dies deutet auf das Ende des Patriarchats hin. Das neue Zeitalter des Kindes, das Paidoarchat, wie ich es nenne, das Zeitalter des Kindes, beginnt – so nennen es die Dichter und Denker – jetzt. Der Name Paidoarchat (gr. das Zeitalter – Arché, des Kindes – paidos) klingt zunächstbefremdlich. Aber das Paidoarchat ist die konsequente Fortführung der beiden ersten Zeitalter.

Zuerst gab es das Matriarchat, das Zeitalter, in dem die Menschen noch unter der Weiterlesen …

Über die Vertreibung aus dem Paradies, und warum gehen wir nicht einfach wieder dorthin zurück?

Menschen sind faszinierende Wesen. Sie sind mit viel Intelligenz ausgestattet worden. Und mit zwei Überlebenstechniken, die unterschiedlicher nicht sein können: Kooperations- und Konkurrenzfähigkeit. Leider ist der Mensch vor einigen tausend Jahren aus dem Paradies des Matriarchats in das unterdrückende Patriarchat vertrieben worden. Lebten die Menschen früher in Fülle und konnten bedingungslos schenken und unter Gleichen (ohne Hierarchie) in Freiheit leben und im Konsens (Kooperation) ihr Leben bestimmen,  so hat ein Klimawandel vermutlich dazu geführt, dass dann das Wenige nicht mehr geschenkt werden konnte. Jetzt musste es gegen Räuber verteidigt (Konkurrenz) werden.

Nun sind wir mittlerweile soweit, dass wir wieder Fülle haben, über die wir bedingungslos wieder Schenken könnten. Nur verharren wir in alten Mustern (Gewohnheiten), weil kaum Jemand weiß, dass wir es auch wieder anders gestalten könnten. „Never touch Weiterlesen …

Auf der Suche nach einer besseren Welt: von Commons = Allmende = Gemeingut und dem bedingungslosen Schenken

Diskutant Stefan sagt: „Eine der wichtigsten Erkenntnisse, die ich in 2000 bei der Arbeit an freier Software hatte, war: Es handelt sich nicht um eine Geschenk-Ökonomie, die nur funktioniert, wenn wieder zurück geschenkt wird. Es handelt sich gar nicht um Ökonomie. Bei der freien Software existiert die Koppelung zwischen Geben und Nehmen nicht. Wenn ich freie Software programmiere, dann tue ich das, weil ich es will. Wenn ich einen Artikel in Wikipedia erfasse, tue ich das, weil ich etwas zu einem Thema weiß, und nicht, weil ich morgen dafür die Wikipedia lesen darf. Ökonomie beinhaltet immer ein Tausch-Element, und davon will ich wegkommen. Die Menschheit ist reich genug, alle notwendigen Dinge so zu produzieren, dass wir alle gut leben können, und zwar nach folgendem Prinzip: Wir nehmen uns das, was andere geschaffen haben, und sie haben es aus keinem anderen Grund geschaffen, als dass sie es schaffen wollen, weil ihre individuelle Selbstentfaltung darin besteht, weil sie ihre Persönlichkeit darin ausdrücken, Dinge in die Welt zu setzen – Gedanken, Tassen, Computer, Käsekuchen, Gemälde oder was auch immer.

Als ich das in dem Artikel »Lasst uns die Spielregeln ändern« auf dem sehr interessanten Blog keimform.de gefunden hatte, sagte mir meine Intuition, ja, da ist was dran. Viele mich umgebende Menschen geben Weiterlesen …

Wollen wir lieber kooperativ Alle gewinnen oder konkurrierend nur Wenige gewinnen lassen?

Ich werde nun etwas Ungewöhnliches tun und einen kompletten Text von Prof. Gunther Dueck hier wiedergeben, weil ich ihn einfach so genial finde und er den Aspekt des kooperativ  – und konkurrenzgeprägten Marktes damit auf den Punkt bringt:

Prof. Gunter Dueck (Foto: Twitter Profilbild)

Frauenquoteund Wirtschaftsauffassung, von Prof. Dueck

Wirtschaft ist, laut Brockhaus, die „Gesamtheit aller Einrichtungen und Tätigkeiten zur Befriedigung menschlicher Bedürfnisse an Gütern und Dienstleistungen.“ Spätestens seit Alfred Rappaport’s Buch Creating Shareholder Value (1986) ist Wirtschaft vielleicht „die Gesamtheit aller im harten Wettbe-werb untereinander unternommenen Anstrengungen, den Wert der eigenen Unternehmen zu steigern.“ Einmal geht es um Menschen, das andere Mal um Geld und Macht. Sie wissen schon, was ich damit andeuten möchte?

Frauen vertrauen im Durchschnitt mehr dem Urteil ihrer emotionalen Intelligenz, Männer im Durchschnitt mehr ihrer analytischen Intelligenz. Diese beiden Intelligenzen kommen zu verschiedenen Wirtschaftsauffassungen. Der EQ verhilft zur Einsicht der Kooperation, der kalt berechnende IQ kämpft offen um seinen Vorteil. Ich kann das hier nicht in Kürze wissenschaftlich beweisen, ich belasse es hier bei einem illustrierenden Beispiel, das Sie alle kennen:

Ein Mensch („Innovator“) hat eine Karte, in der ein Goldschatz in der Südsee verzeichnet ist. Er muss nun einen Schiffseigner („Investor“) und einen im Pazifik erfahrenen Kapitän („Unternehmer“) finden, die mit einem Schiff hinsegeln und den Schatz holen. Dazu heuern sie Matrosen zum Mindestlohn an und Weiterlesen …

matriarchale versus patriarchale Wirtschaft

Ich habe gerade einen Artikel von Helmut Kretzl in den Salzburger Nachrichten mit dem Titel Frauen versus Männerwirtschaft gefunden, in dem über die Arbeiten zweier Wirtschaftswissenschafterinnen berichtet wird. Hatte ich ja schon mehrfach darüber geschrieben, dass wir mit unserem aktuellen Wirtschaftssystem nicht mehr lange so weiter machen können, die beiden Frauen gehen ebenfalls stark mit ihr in die Kritik. So sagt Frau Werlhof:

… die gesamte Gesellschaftsordnung (ist) patriarchal geprägt …. Die jetzigen Krisen seien „der vorläufig letzte Ausdruck einer Wirtschaftsweise, die nicht die Versorgung der Bedürfnisse der Menschen zum vorrangigen Ziel hat, sondern in erster Linie die Versorgung der Bedürfnisse des Kapitals“: nämlich Akkumulation durch Profit. Damit werde am Ende der Kette kein wirklich konkreter, sondern vor allem ein abstrakter Reichtum produziert, „eben Kapital, in Form von Geld – auch virtuellem ’Finanzkapital’ und von Waren, Maschinerie, und Kommando, also Befehlsstrukturen“.

Weiter heißt es in dem Artikel: Weiterlesen …

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Ein Plädoyer für die Verwendung des Begriffs „Matriarchat“

Januar 30, 2011 9 Kommentare

Der Begriff Matriarchat ist genauso wie der Begriff der Anarchie in unserer Gesellschaft völlig fehlverankert, wie noch gerade in den ZDF-20-Uhr-Nachrichten vom Sprecher selbst für den aktuell chaotischen, nicht ohne Gewalt ablaufenden Protest in Ägypten, fälschlich anstelle von Anomie verwendet. Warum dies so ist, kann ich noch nicht nachvollziehen. Da dem aber so ist, versuchen viele Forscher, dem Kind einen anderen Namen zu geben, um nicht selbst in einem negativen Rampenlicht zu stehen, da die Begriffe derzeit falsch beleuchtet werden.

Die 1986 gegründete, internationale Akademie HAGIA setzt sich für die Weiterverwendung des Begriffs Matriarchat ein, auch wenn er derzeit noch mit der Herrschaft der Frau verwechselt wird, da ähnlich dem Patriarchat ableitbar. Es wäre besser, den schon einmal verankerten Begriff weiterzuverwenden und ihn „nur“ umzudefinieren, nämlich stehend für eine mütterlich=sorgsam, im Gleichgewicht miteinander umgehende Gesellschaft. Weitere Details sind dem Artikel der Akademie zu entnehmen, deren Lektüre ich empfehle: Warum der Begriff Matriarchat?

Nachtrag vom 25.10.2011:

Jede Meinung hält sich so lange, wie neue Informationen das Bild ins Wanken bringen. Mit diesem Artikel wurde ich nun überzeugt, dass es besser ist, nicht für das kooperative Zusammenleben ohne Hierarchien den Begriff des Matriarchats zu verwenden. So schreibtGerhard Bott in seinem Artikel
Zum Wortstamm „arché“ im Begriff „Matriarchat“

Das Argument der deutschen „Matriarchatsforschung“ , dass „archy“ zwar immer Herrschaft bedeutet , nur bei matriarchyangeblich nicht, entbehrt jeder Logik.  Ein so unlogischer deutscher Sonderweg hat deshalb , auch seiner Provinzialität  wegen, keine Chancen , wissenschaftlich ernst genommen zu werden. Nichts hat dies ja deutlicher gemacht als die „Anti-Gimbutas-Kampagne“. (vgl. dazu meinen Essay in diesem Blog  ).  Dies ist auch der Grund, warum sich so bedeutende Wissenschaftlerinnnen wie Marija Gimbutas und Gerda Lerner ausdrücklich von dem  Begriff   „Matriarchat“  distanziert haben.

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Sei kein Frosch – Du kannst auch etwas zum Besseren tun

Januar 23, 2011 1 Kommentar

Zertifikat der Rainforest Alliance

Zertifikat der Rainforest Alliance

Ich habe mich vor einigen Wochen umgeschaut, wo mit der Einhaltung von Regeln (=Compliance) in den Discounter-Flyern, die wir am Wochenende ohne Ende in unseren Briefkästen vorfinden, geworben wird. Ich dachte mir, dass sich hier vielleicht ein Maß an Durchdringung von Regeleinhaltungen erkennen lässt. Und ich habe gestaunt. Es hat sich mittlerweile doch ziemlich viel Gutes getan.

Das mir neueste Zertifikat ist das der Rainforest Alliance. Durch die Zertifizierung (rund 100 Kriterien) wird gewährleistet, dass auch die forstwirtschaftliche Nutzung nachhaltig ausgerichtet ist und somit zum Erhalt der Artenvielfalt beiträgt und natürliche Ressourcen bestmöglich schützt sowie den örtlichen Gemeinden ein Auskommen sichert. Verbraucher unterstützen durch den Einkauf von Produkten mit diesen Siegeln den Umweltschutz und fördern eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Erzeugung.

Gefunden hatte ich das Zertifikat im Prospekt von Kaiser´s für Chiquitas Bananen. Beim Googeln habe ich noch entdeckt, dass auch McDonald´s inzwischen nur noch Kaffee von entsprechend zertifizierten Produzenten verwendet. Aber auch die Plantagen-relevanten Produkte von Tchibo, Kraft Foods und Nestlé sind danach zertifiziert. Weiterlesen …

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