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Brechung der Zinsknechtschaft

November 4, 2017 12 Kommentare

Geiz und Wucher und Misstrauen müssen noch für eine Weile unsere Götter bleiben. Denn nur sie können uns aus dem Tunnel der ökonomischen Notwendigkeit ans Tageslicht leiten.
John Maynard Keynes, bekannter Ökonom des letzten Jahrhunderts

Profilbild von Marigny de Grilleau auf Facebook

Die NSDAP hatte in ihrem Parteiprogramm das Thema Brechung der Zinsknechtschaft (siehe Wikipedia). Laut dem Zeitzeugen Wilhelm Landig war es eins der Zugpferde für die junge Wählerschaft. Auch Jesus hatte etwas gegen den Wucher, und schmiss die Geldverleiher aus dem Tempel. Und weil die Zusammenhänge des Wuchers heute kein Thema mehr im Schulunterricht ist, weiß auch kaum ein Ökonom darüber. Wissen könnte man, wenn die Arbeiten von Silvio Gesell zur Freiwirtschaft studiert würden. Lincoln und Kennedy wussten darum, hatten auch schon an der Geldschöpfung zum Wohle der Allgemeinheit statt der Superreichen gedreht. Wie es ihnen anschließend ergangen ist, wissen wir (siehe).

Gerne möchte ich einen heutigen Kommentar  von  Marigny de Grilleau hier veröffentlichen, der das Thema Zinsgeld nochmals im Kontext unserer heutigen Parteien aufgreift und die Wichtigkeit klärt:

Vor Kurzem hatte ich eine Diskussion über das Geldsystem und wegen dieser meiner Ansicht, zu allererst am Geldsystem anzusetzen entgegen Marx, der an den Produktionsverhältnissen ansetzt. Erst nach Umbau des Geldsystems andere Regularien einzuflechten die eine humane Arbeitswelt ermöglichen – unter anderem auch der Vorschlag eines bedingungslosen Grundeinkommen – hat man mich eben dieses Fanatismus der alleinigen Wahrheit predigend beschuldigt und kurzerhand gesperrt. Apologeten Ditfurths tun dies auf gleiche Art und Weise, da werden Geldsystemkritiker in der „NeurechteEsoterischeVerschwörungsecke“ verortet. Mich hat man dann letztendlich in ein Märchenbuch geschrieben, geschrieben auch deswegen – weil ich auch noch von einer zinsfreien Zeit die es im Mittelalter gab – bekannt mit der Begrifflichkeit „Goldenes Mittelalter“ berichtete, in dem über 300 Jahre Wohlstand und Wachstum ohne Arbeitsdruck und Geldsorgen herrschte (siehe einen meiner ersten Artikel: Mit fließendem Geld anstelle unseres statischen geht es auch mit unserer Gemeinschaft wieder richtig gut – von einer Fairconomy).

Um 1450, als das Zinsgeld wieder eingeführt wurde, beginnt das sog. „Finstere Mittelalter“ … Professor Dr. Dr. Berger vertritt dieselben historischen und gesicherten Ansichten – wie ich, bezüglich des zinsfreien „Goldenen Mittelalters, hier zu finden:

natürlich konterkariert das so manch einem seine Weiterlesen …

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Fei Lun – das fliegende Rad – Das älteste Währungssystem der Welt

fei-lun

Warum sollte sich ein Staat, also sollten WIR uns von einer unabhängigen Zentralbank abhängig machen und dort Geld für Zinsen leihen? Hatten sich sowohl Lincoln als auch J.F. Kennedy gefragt, wollten anders, bekam ihnen aber nicht … (siehe)

Ich habe schon lange nicht mehr das Thema Schuld und Zinsgeld behandelt, also wird es mal wieder Zeit. Inzwischen gibt es viele Bücher und Artikel, die aufdecken, wie das moderne Sklavensystem via zinsbasiertem Kredit funktioniert, so dass am Ende die Kluft zwischen Arm und Reich immer rasanter zunimmt und auch noch den Mittelstand verzehrt (siehe), so dass am Ende nur noch ein Krieg für einen neuen Zyklus sorgen kann (3. Weltkrieg? -> Urkaine). Zeit, sich nach Alternativen umzuschauen, um dieses Joch abzuwerfen? Maria Lordes stellt in ihrem Artikel ein schon mal funktionierendes Geldsystem im alten Asien vor:

Eine Währung ohne Geld – Dezentralisiert – Jeder kreierte zinsfreien Kredit für Jedermann von Maria Lordes

Es gibt bis heute keine ernstzunehmende akademische Arbeit – weder von Historikern noch von Ökonomen – welche erfolgreich die asiatischen Währungssysteme erforscht und verglichen hat. Nur unzureichend wurde analysiert, was die treibenden Motive für die substitutiven und komplementären Währungssysteme waren.

Einig sind sich alle Forscher, dass in China vor 9000-11000 Jahren Rinder die Wertebasis für allen Handel darstellten. Daraus resultierte jedoch kein Tauschhandel, wie oft verkannt, sondern ein Kreditsystem. Wer Rinder, d.h. Güter hatte, war kreditwürdig. China entwickelte sich nicht vertikal sondern horizontal, über eine Vielfalt autonomer landwirtschaftlicher Märkte, mit eigenen Währungssystemen, die alle kreditbasiert funktionierten und keine Konvertierung zu komplementären Währungen vorsahen und wünschten.

Es war keine Gemeinschaftswährung – sondern ein persönliches Kreditsystem – Jeder für Jeden.

Über die Jahrtausende hinweg organisierten sich die unterschiedlichen Klans und Stämme zu einem Staat, der jedoch kein Kreditsystem als Währung betreiben konnte. Es war also ein co-existierendes Wertesystem angesagt, welche sich beide gegenseitig nicht ersetzen konnten. Kredit kann nun mal nie im anonymen funktionieren – sonst verkommt es zu Cash – was übrigens chinesisch ist und die staatlichen Münzen umschreibt. 

Dieses Kreditsystem ist bekannt als Fei Lun und geht zurück in die frühe chinesische Geschichte, als das Papier noch nicht einmal erfunden war und mit Kreide angeschrieben wurde. Jeder konnte bei Jedem anschreiben lassen und durch Weiterlesen …

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