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Posts Tagged ‘Lehrer’

Die Aufgabe eines wirklichen Lehrers …

September 3, 2016 57 Kommentare

Die Aufgabe eines wirklichen Lehrers,
ist nicht die eines Schäfers,
der seine Schützlinge nur,
wie dumme, brave, blökende „Schafe“
in einer Herde, in Hürden gehalten,
eingeengt, eingepfercht,
von „Hunden“ bewacht und getrieben,
(angeblich von „Wölfen“ geschützt und geschont)
über Wiesen und Felder geführt,
deren „gebotener“ Inhalt
als „einziges“ Futter zu fressen ist,
damit sie all alle schön dick und fett werden,
damit sie regelmäßig geschoren werden können,
damit sie genützt >>> gehetzt >>> gebraucht >>> werden können,
damit man sie dann auch ermahnt = bzw. „ermuntert“
unentwegt weitere Schäflein in die Welt zu setzen,
die man auch „erziehen“ = züchten kann,
um dann auch beizeiten abgeschlachtet zu werden,
oder wenn veraltet,
geschlaucht, verbraucht, entkräftet, verachtet
dann aussortiert, entsorgt und verscharrt zu werden.

Die Aufgabe eines gewissenhaften Lehrers
ist nicht zu entleeren, nicht zu entfernen,
nicht zu verhindern, nicht zu verneinen,
sondern sich mit den Schützlingen
als Gemeinschaft zu vereinen.

Die Aufgabe eines Lehrers
ist zu begeistern, anzuspornen,
zu probieren, zu experimentieren, zu testen, zu meistern,
das Geheimnisvolle zu enthüllen
und die Leere zu füllen,
den Hunger und Durst der Neugierde
und des Lernwillens zu erwecken,
zu befriedigen und zu stillen.

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Wohl dem, der einen wahren Lehrer hat …

März 22, 2013 1 Kommentar

Thomas D. Landberg, neuer Autor auf der Initiative WirtschaftsDemokratie kommt in seinem Artikel Wozu brauche ich einen Lehrer? zum Schluss:

Jeder Lernende wie auch jeder Sportler kennt Phasen des gefühlten Stillstandes, wenn sich scheinbar keine Verbesserung des Status quo mehr einstellen will. Die wenigsten wissen, dass gerade dann unter der Oberfläche höchst konstruktive und wichtige Umbau- und Etablierungsprozesse ablaufen. Es ist die Zeitspanne, in der sich alles Neue den Weg ins Unterbewusstsein bahnt und die neu erlernten Fertigkeiten beginnen sich zu automatisieren. Dadurch wird der Grundstein gelegt, die nächste Entwicklungsstufe nehmen zu können. Jeder Versuch, diese Phase überspringen zu wollen, weil ja vermeintlich nichts Neues mehr passiert, verhindert den gerade entstehenden Fortschritt und die notwendige Integration ins Gesamtsystem. In der Medizin nennt sich dieser natürliche Mechanismus: Homöostase. Er bezeichnet die Fähigkeit einer Selbstregulation mit dem Ziel der Herstellung eines Gleichgewichtszustandes in einem offenen, dynamischen System durch einen internen, regelnden Prozess. Homöostase beschreibt das fließende Gleichgewicht zwischen einem Organismus und seiner Umwelt. Wird dieses Gleichgewicht durch einen (Übungs-) Reiz gestört, sorgt der Organismus in einer entsprechenden Erholungsphase dafür, durch eine Leistungserhöhung das Gleichgewicht zwischen Anforderung und Leistungsfähigkeit wieder herzustellen. Eine solche „Überanpassung“ wird auch Super- oder Hyperkompensation genannt und ist die Grundlage eines jeden (Übungs-) Erfolgs. Sobald eine Belastung auf den Organismus einwirkt (das gilt sowohl für den materiellen Körper als auch für das Energiesystem), passt das Weiterlesen …

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Wie die Begeisterung von Schülern von der Mentalität ihrer Lehrer abhängt …

Januar 24, 2013 34 Kommentare

Dass die Beurteilung von Schülern von der emotionalen Verbindung ihres Lehrers zu ihnen abhängt, dürfte mittlerweile kein Geheimnis sein. Je nach Nasenfaktor kann bevorzugt werden oder eben nicht, im schlimmsten Fall gar schikaniert. Ob bewusst oder unbewusst, am Ende fehlt es an Objektivität. Und wenn wir wissen, wie wichtig am Ende die Zensuren sind, die den weiteren Werdegang beeinflussen, dann sollte uns diese Systematik zu denken geben.

Wie stark die Abhängigkeit von der persönlichen Struktur einer Lehrkraft ist, konnte ich im Herbst letzten Jahres beobachten. Ich bin ausgebildete Lehrerin und biete inzwischen als selbständiger Coach Schulen an, Klassen auf ihren Fahrten zu begleiten und mittels Spielen zum Thema Kooperativen zu erfahren, wie sich das Miteinander hierbei anfühlt.

Kooperation war auch der Anknüpfungspunkt mit Martin. Wir hatten uns in einer Facebook-Gruppe zum Thema Matriarchat kennengelernt und uns vor einem Jahr von dort gemeinsam auf den Weg gemacht, die Facebook-Gruppe Kooperation statt Konkurrenz zu gründen. Die Gruppe hat inzwischen fast 300 Mitglieder und reichlich Material zusammengetragen.

Nun aber zurück auf den Punkt. Ich hatte zwei Gruppen begleitet, deren Verhalten unterschiedlicher nicht hätte sein können. Als Aktion hatte ich einen Niedrigseilgarten mit verschiedenen Aufgaben vorbereitet: Weiterlesen …

Darüber, wie Mensch gedeihen sollte: Das Leitbild der Freien Schule Heckenbeck

Die Schule ist seit 1911 Mitglied dieser Vereinigung

Die Schule ist seit 1911 Mitglied dieser Vereinigung

Wir hatten schon viel über den fürchterlichen Zustand unserer Art zu bilden diskutiert. Nun hat uns Ralf Mölln (Danke!)  heute Abend einen längeren Kommentar von zum Post Eure Kinder sind nicht Euer Besitz, sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst… hinterlassen und da es aber wieder einmal so ein wichtiger Text ist, der nicht übersehen werden sollte, bringe ich ihn nochmals als eigenständigen Artikel. Es handelt sich um das Leitbild der Freien Schule Heckenbeck, die ich als nachahmenswertes Beispiel erachte, wie Schule funktionieren sollte.

<<<< Beginn: Leitbild der Freien Schule Heckenbeck >>>>

Im Zentrum stehen unsere Kinder. Wir halten drei Elemente für wesentlich im Hinblick auf die Entwicklung von Kindern.

  1. Kinder benötigen Erwachsene als präsente Beziehungspartner und orientierende Vorbilder.
  2. Sie brauchen eine tragende Gemeinschaft, in der sie sich geborgen fühlen und
  3. Herausforderungen, die sie weder über- noch unterfordern, sondern sie in ihren Stärken und Fähigkeiten bestätigen.

Um einen Schulort zu gestalten ist es wichtig, dass die Erwachsenen auch für sich ein Umfeld gestalten, in dem sie sich wohl fühlen und entwickeln können. Nur so können sie ihrer Vorbildfunktion gerecht werden.

Wir verstehen unser Projekt als eine lernende Gemeinschaft aus Eltern, Kindern und Begleitpersonen, die sich an diesem Leitbild orientiert. Wir arbeiten daher eng mit den Elternhäusern und mit außerschulischen Lernorten zusammen.

Nachfolgende Punkte beschreiben einen Idealzustand, an dem wir uns orientieren und der uns leitet.

Anerkennung und Respekt

Grundlegend für unser Projekt ist der Respekt gegenüber allen Weiterlesen …

Entwurf einer neuen Struktur von Schulfächern und passender Lehrerskills

Februar 28, 2012 33 Kommentare

Natürlich gibt es Phänomene im Menschen und im direkten Miteinander, die sich jedoch ebenfalls in gesellschaftlichen Phänomen spiegeln.
Schauen wir dazu auf die Schule. Funktioniert die Schule? Ja, sie funktioniert, bestens organisiert erheben sich Glanzlichter aus der Masse, womit sich Masse im negativen Sinne leicht definieren lässt.

Warum funktioniert Schule gerade SO?

In größeren Schulen gibt es mehrere Jahrgangsklassen. Wie werden die Schüler auf die Klassen verteilt? Willkürlich, Beliebigkeit waltet, als gäbe es keine Unterschiede zwischen den Kindern.

Wie wurden die Lehrer ausgebildet? Gab es vor Studienbeginn eine Analyse, welcher Lehrer-Typ zu welchem Fach passt? Nein! Gibt es eine Kompetenzanalyse, welcher Lehrer zu welcher Weiterlesen …

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Kritik an unserem Schulsystem: darüber, wie wir unsere Kinder verdummen ….

Ohne weitere Worte, denn die braucht es nicht mehr, um Anderes zu wollen …

Ein Lehrer pro Fach aber ein Schüler alle Fächer

… und wenn wir dann noch genauer hinschauen, wie die einzelnen Schulfächer WIRK-lich ausschauen …

„Die sieben Lektionen des Lehrers“ von John Taylor Gatto

  1. Die erste Lektion, die ich unterrichte, ist Verwirrung (S. 18).
    So werde alles, was an Schulen gelehrt wird, aus dem Zusammenhang gerissen, sei der Stundenplan ein „Flickenteppich“, würde den Schülern nur ein „Werkzeugkasten oberflächlicher Begriffe“ mitgegeben. Die Kinder müssten die Lerninhalte so akzeptieren, wie sie vermittelt werden, und dann so wiedergeben. Kritisches Denken werde unterbunden, denn dann könnten ja auch z.B. die Dogmen des Lehrers hinterfragt werden.
  2. Das zweite Fach, das ich unterrichte, ist die unentrinnbare Zugehörigkeit zu einer bestimmten Schicht.
    … Meine Aufgabe besteht darin, dafür zu sorgen, dass es den Kindern gefällt, mit Kindern gleichen Niveaus zusammengesperrt zu werden oder dass sie es zumindest widerspruchslos erdulden. Wenn ich meine Sache gut mache, können sich die Kinder nicht einmal vorstellen, anderswo zu sein, denn ich habe ihnen beigebracht, die höheren Lernniveaus zu beneiden und ihnen mit Ehrfurcht zu begegnen, auf die darunter liegenden Niveaus dagegen mit Verachtung herabzublicken“ (S. 20). So lerne jedes Kind, dass es – auch später als Erwachsener – „den ihm angemessenen Platz in der Pyramide hat“ (S. 21).
  3. Das dritte Fach, das ich unterrichte, ist Gleichgültigkeit (S. 21).
    Selbst wenn Lehrer einen interessanten Unterricht machen oder Weiterlesen …
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