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Posts Tagged ‘Kultur’

Identität ist Kultur, ist Wurzeln

Dezember 25, 2017 213 Kommentare

Ich fragte heute ‚unsere‘  Waldgängerin …:

Kannst Du mir sagen, was so toll an der deutschen Kultur sein soll? Ich hatte das schon mehrfach in der rechten Szene nachgefragt, aber am Ende kommt da er sinnfreies bei rum. Aber vielleicht gelingt er Dir ja?

… und bekam die folgende Antwort, die ich gerne weiter zur Diskussion als eigenständige Artikel stellen möchte:

Titelbild des Blocks teutoburgswaelder

Wer nicht im Zyklus der eigenen Identität /der eigenen Kultur in Verbindung mit den eigenen Wurzeln steht, ist wurzellos und deshalb identitätslos und einer jener „Neubürger“, die so eifrig verkünden, daß wir alle gleich seien und uns nicht abgrenzen dürfen.

Man will die Menschen entwurzeln. Das ist auch gelungen. Da Menschen aber nicht identitätslos leben können, schafft man neue Identitäten, z.B. „Rechts“, und „Links“ oder „Fan von Bayern München“ (Siehe Mausfeld-Vorträge).

Für mich ist Identität gleichbedeutend mit der eigenen Kultur, etwas anderes kann Identität auch gar nicht sein. Da ich kulturschaffend bin, ist diese Frage eigentlich überflüssig. Ich schaffe Identität immer neu im Zyklus der Jahrhunderte aus mir heraus, weil ich in der Tradition meiner Vorfahren stehe und diese „nur“ weiter führe.

Wenn ich etwas mache, im Sinne von „erschaffe“, neu „erstelle“, ist das Ergebnis deutsch. Ich mache mit Sicherheit nichts eigenes „afrikanisches“. Was aus mir kommt, ist deutsch. Was soll es sonst sein? Man kann keine andere Identität annehmen, man ist an die Identität gebunden, wo man geboren ist.

Über dieses Links-Rechts-Gedöns wird das Thema Identität – und wer will – diese den Völkern eigene Identität abschaffen, prima vergessen. Na ja gut, wenn man keine eigene Identität hat, ist solch eine Aussage, solch ein Denken, völlig natürlich. Was ich für mich selbst nicht empfinde, kann ich auch nicht bewußt wahrnehmen und deshalb auch nicht in mein Denken einbringen.

Deutsche Kultur wird seit 1945 totgeschwiegen bzw. tot gemacht. Das gilt für alle Bereiche: Musik (Popmusik/Rockmusik-Veramerikanisierung der Musik), Kunst, Bildende Kunst (Beuys war ein ganz übler Vorreiter der Bagatellisierung /Häßlichmachung der Kunst, die sogenannte moderne Kunst hat erfolgreich die klassische Kunst, die schöne Kunst, die gegenständliche Kunst, verdrängt, mit allen üblen Folgen auf die Gesellschaft), Literatur … Bin ich nicht so bewandert, deshalb um nähere Infos selbst suchen, ich denke aber es werden nie wieder deutsche Klassiker entstehen, einfach weil Deutsch-sein nicht mehr gefühlt wird.

Das Totmachen geschieht zuallererst übers Schlechtmachen alles Deutschen („Volksmusik ist out/unmodern“) via Medien/Gesellschaft und später auch übers aktive Blockieren deutscher Kultur bzw. Kulturschaffender. Blockieren kann man Menschen sehr einfach im Neoliberalismus, am besten ist, man hält sie arm, dann haben sie auch keinen Einfluß.

Ich könnte darüber Romane schreiben, aber das wäre nicht sinnvoll, weil Jemand, der nicht kulturschaffend ist, dies nicht verstehen würde. Ich verstehe solche Fragen auch nicht wirklich, hoffe aber einigermaßen rüber gebracht zu haben, was für mich Deutsch-sein heißt.

Eure Waldgängerin

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„Wie gehe ich damit um, dass die Menschen meiner Heimat sagen, es ist OK wenn wir verschwinden, unser Land anderen gehört, weil wir wertlos sind?“

Januar 21, 2017 1 Kommentar

(Bitte nicht wundern, ich muss diesen Artikel aus technischen Gründen nochmals posten)

annadoraPUH, mal wieder. Ich habe Annadora vor etwa 5 Jahren das erste Mal in Berlin am Hauptbahnhof getroffen, bevor ich mich auf den Heimweg nach Köln begab. Über Facebook hatten wir uns ausgetauscht und da ich fast jede Woche zwischen Köln Berlin pendel, ergab sich halt die Gelegenheit, auch mal in Realität zu sprechen. Annadora ist fast 10 Jahre älter als ich, sprich 67, und kam vor 6  Jahren zurück nach Deutschland, und so kann ich noch recht gut nachempfinden, was sie zu erzählen weiß. Sie ist gebürtige Berlinerin, geboren in der schwierigen Nachkriegszeit. Sie lebte 40 Jahre in den USA, dennoch ist Deutschland, speziell Berlin ihre erste Heimat. In dem folgenden Video spricht sie über ihre Eindrücke, nachdem sie wieder zurück in ihre vermeintliche Heimat kam. Und das sind irritierende Dinge, die sie zu erzählen weiß. Unterm Strich bleibt festzuhalten: In diesem Land läuft ganz furchtbar was schief.

Sicher wandeln sich Kulturen, so dass man sich fremd vor kommen wird, wenn man nach so langer Zeit wie Annadora wieder nach Hause kommt und nichts mehr ist, wie es mal war. Dennoch, es kann nicht gut sein, wenn junge Menschen vor lauter programmierten Schuldkomplexen sich so schämen, dass sie sich von den „neuen“ Mitbürgern alles gefallen lassen.

In dem ersten Video erzählt Annadora, die sich lange Zeit mit Bewusstseinserweiterung befasste, über die Zeit ihrer Kindheit in Deutschland und was ihr in den letzten 6 Jahren wenig Erbauliches zustieß. Im Zweiten Teil spricht sie darüber, was es mit ihr gemacht hat und versucht eine Erklärung. Ihr Bericht lohnt sich für alle, die in der Nachkriegszeit geboren wurden, aber auch den Jüngeren mag es einen Eindruck des krassen Wandels geben. Da wir uns auf Facebook immer wieder mal begegneten, habe ich ihren bewegenden Erkenntnisprozess recht gut mitverfolgen können:

Teil zwei (allein die Metapher des Wasserstrudels bei Minute ca. 1:13h ist das Zuhören Wert: Wer sich ohne Kampf in den Strudel ergibt, hat seine Kraft noch, wenn ihn dieser am Ende wieder ausspuckt): Weiterlesen …

„Wie gehe ich damit um, dass die Menschen meiner Heimat sagen, es ist OK wenn wir verschwinden, unser Land anderen gehört, weil wir wertlos sind?“

Januar 15, 2017 8 Kommentare

Der Artikel musste aus technischen Gründen nochmals gepostet werden, bitte hier klicken

Veranstaltungshinweis: Ökoligenta – Die Messe für bewusstes Leben und ein gesundes Miteinander

November 14, 2016 12 Kommentare

Und wieder haben wir uns mitreißen lassen von dem ganzen Polit-Schwachsinn. Es war in Wirklichkeit ein Riesentheater für das dumme Volk. Beide Kandidaten kommen aus dem selben Dunstkreis der Mächtigen , der Politmafia. Wie in den Protokollen dargestellt, wurde ein perfektes Schauspiel geliefert. Dem Volk wurde ein echter Gegensatz zwischen den beiden Kandidaten vorgegaukelt. Das Volk hat diesen Blödsinn auch noch gefressen .Glaubt tatsächlich wirkliche Demokratie erlebt zu haben. Besonders auch wegen des “unerwarteten“ Ausgangs . Die Mächtigen haben eine Totalverarschung veranstaltet. Dem Volk kann man wirklich nicht helfen. So ist es und so bleibt es. Nur weiter so!
Ernst Duberr in einem Kommentar auf dem Blog zu den Wahlen in den USA

Dass es schon richtig richtig viele Menschen gibt, die diesem Trubel schon längst den Rücken gekehrt haben und ihr eigenes Ding machen, ihren ganz eigenen Lebensstil pflegen, darüber schrieb ich im zweiten Jahr des Blogs in dem Artikel Die Kulturell-Kreativen sind überall. Zur gleichen Zeit bekam ich das Buch Jamilanda – die öko-ligente LebensArt in die Hand. Hierin beschreibt Alexander Baltosée in romanform wie ein intelligentes Leben in einem Dorf aussehen kann, das eben die Ökologie und aber auch den Menschen nicht zerstört. Ich schrieb dazu:

Sein roter Faden spinnt sich von der Art des offenen, transparenten Umgangs miteinander, über die freie Ausbildung unserer Kinder hin zu mündigen, kritischen, sich selbst liebenden und damit selbstbewussten Wesen, über Aspekte der Landschaftsgestaltung  inkl. Permakultur, über die Art der gemeinsamen Nutzung von Werkzeugen, der alternativen, ganzheitlichen Heilkunde, bis hin zu einem alternativen Geldsystem (hier denkt er mir noch nicht weit genug, was aber auch gut ist, erschreckt er womöglich sonst). Und er erzählt von noch vielem Interessanten mehr. In Allem liegt viel Spiritualität, weniger im religiösen Geiste als viel mehr der Erkenntnisgewinnung, wie wir eine Welt erschaffen können, in der wir zu mehr Glück finden und in der wir für den Menschen handeln und wirtschaften und nicht für einen Markt der Profite.

Alexander hatte viele Orte dieser Art besucht und überall entsprechende Anregungen erhalten, die er dann in seinem wirklich lesenswerten Buch zusammengefügt hat. Nun hat er weitere Menschen gefunden, mit denen er zusammen eine Ausstellung auf die Beine gestellt hat: Weiterlesen …

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Deutschland, Deutsch-Sein …

November 26, 2014 41 Kommentare

Deutschland galt von der Reichsgründung an bis vor den beiden Weltkriegen als das Land der Dichter und Denker. Immerhin satte 33 Jahre, die entwicklungstechnisch ausreichten, um sehr konkret in den Fokus ganz anderer Mächte zu geraten. Ich sage mal so: Ziele muss man definieren, um sie treffen zu können. Dazu gehören durch Grenzen geteilte Landgebiete, und dazu gehören Völker mit verschiedenen Kultur-Charakteren.
Kurz
Das Ganze fragmentierte sich künstlich durch Willkür.

Einerseits mittels Machtbesessenheit von kirchlichen und weltlichen „Fürsten“, andererseits durch wie auch immer entstandene Aversionen gegen andere Völker. Denke ich an die Barbaren des Germanentums, denke ich an die Heiligen, die über die Germanen her fielen, um sie wahres Barbarentum zu lehren. Amen.

Zur Entstehung Deutschlands hier ein Kommentar zu der Frage, wie Deutschland entstand:

„Deutschland hat sich über einen längeren Weiterlesen …

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Wurden neben Körper, Verstand und Geist unsere Emotionen vergessen?

Februar 22, 2013 37 Kommentare
Die vier Himmelsrichtungen: Handeln, Denken, Fühlen und Sprechen

Die vier Himmelsrichtungen: Handeln, Denken, Fühlen und Sprechen

Ich hatte heute ein erkenntnisreiches Gespräch mit Kasriel, einem nativen Menschen mit Wurzeln bei den ursprünglichen Bewohnern Nordamerikas. Aufgewachsen ist er in Deutschland, ist Sozialarbeiter und lebt aber heute in Schweden, weil es ihm hier zu „eng“ wurde. Es war die Fortsetzung eines nächtlich-gestrigen ersten Gesprächs über den Blick auf unsere Welt durch die Augen einer anderen Kultur. Dazu kommt noch ein Artikel auf BUERGERSTIMME. Kasriel sagte in diesem Gespräch:

Nicht unser Geist, unser Denker ist unser Bewusstsein, sondern unsere Gefühle. In unserer westlichen Welt hat man uns diese vierte Säule unsere menschlichen Wesens vorenthalten.

Lieber Wolfgang, das war nun das letzte Puzzlesteinchen, Danke für Deine Geduld mit mir. Denn eigentlich es ist so einfach, das zu verstehen:

Vom Emotionalen Körper

Unser irdisches Leben beginnt als Embrio. Dieser wächst bekanntermaßen in unserer Mutter heran. Unser Geist ist hier noch nicht Weiterlesen …

Auf welche Dinge legen Sie in ihrem Arbeitsleben den größten Wert?

Oktober 26, 2012 2 Kommentare

Wir sind der Meinung, dass auf lange Sicht gesehen Afrikas Beitrag für die Welt aus dem Bereich der menschlichen Beziehungen stammen wird. Die großen Weltmächte haben vielleicht Wunder darin vollbracht, der Welt ein industrielles und militärisches Antlitz zu verleihen, aber das große Geschenk wird aus Afrika kommen –
Der Welt ein menschlicheres Gesicht zu geben.

Steve Biko 1970
Politischer Aktivist, der wegen seiner Überzeugungen sterben musste.

So beginnt das Buch Ubuntu – So arbeiten Ihre Teams entspannt und effektiv zusammen der Bestseller-Autoren Stephen Lundin und Bob Nelson. Da diese Beiden noch leben, hoffe ich mal, dass mir das Schicksal von Steve Biko auf erspart bleibt, wenn ich mich als ein Unterstützer seiner Idee oute 😉

Das Buch bringt in Romanschreibe eine äußerst zuträgliche Führungskultur rüber. Es geht um nicht mehr, als das Gefühl der Erfüllung beim Arbeiten. Und was aber die Unternehmensführung mehr freuen wird: diese Kultur führt zudem zur Steigerung der Produktivität.

Was ist Ubuntu?

Die afrikanische Lebensphilosophie mit dem süd-afrikanischen Zulu-Wort Ubuntu lässt sich in dem folgenden Satz kurz beschreiben:

mir geht es nur gut, wenn es Allen gut geht, denn ich bin ein Teil von ihnen

Viele afrikanische Menschen sind mit dieser Denkweise aufgewachsen und sie ist für sie wie das Atmen. Etwas detaillierter beschreiben es die Autoren über die Stimme eines der Protagonisten so: Weiterlesen …

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