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Posts Tagged ‘Kreativität’

Konfliktbewältigung im Umfeld von Kooperation oder Konkurrenz …

Ich gewinne, in dem ich dafür sorge, dass du verlierst!

Dass Kooperation deutliche Vorteile gegenüber Konkurrenz bietet, habe ich hier schon einige Male zur Diskussion gestellt. Die Einen weisen darauf hin, was unsere Konkurrenzgesellschaft alles an Fortschritten erzeugt hat. Alfie Kohn weist darauf hin, dass in der Kooperation noch viel mehr möglich wäre, und es dabei auch keine Verlierer geben muss. Alfie Kohn spricht in dem folgenden Beitrag über Konkurrenz und Wettbewerb als Grundpfeiler unserer heutigen Gesellschaft. Zahlreiche Konditionierungsmechanismen und gesellschaftliche Mythen existieren, die unsere Kinder heute weiterhin auf ein ewiges „Gegeneinander“ trimmen. Zu dem Beitrag ist auf youtube zu lesen:

Liegt es wirklich in der menschlichen Natur, egoistisch und böse zu sein und sind Krieg und Konkurrenzdenken unausweichlich? Gibt es gute Gründe dafür, dass unsere gesellschaftlichen Strukturen auf Konkurrenz basieren und spornt uns dies zu Höchstleistungen und Erfolg an?

Oder handelt es sich beim Wahn des Wettbewerbes letztlich um eine künstliche, obrigkeitsgegebene Struktur, die dem Fortschritt unserer Gesellschaft und der Gesundheit des Planeten direkt und IMMER NOCH im Wege steht?

Von Forschungen, Studien und massiven Erkenntnissen der letzten Jahre und Jahrzehnte, zu einem Thema welches selten in dieser Deutlichkeit im deutschen Sprachraum aufgegriffen wird.

Kooperation kommt zurück! Hurra!

In Kooperation gemeinsam zu wirken heißt nicht, dass das ohne Konflikte abläuft. Konflikte sind das Salz in der Suppe. Es geht nur darum, wie damit umgegangen wird. Aber macht Euch wie immer selbst ein Bild der Einsichten von Alfie:

Das Original dieses Vortrages in englischer Sprache ist hier zu finden:

https://www.youtube.com/watch?v=S4si1HaDmLg

Weiteres zum Thema in Buch von Alfie Kohn: Mit vereinten Kräften. Warum Kooperation der Konkurrenz überlegen ist

Kreativität – Phantasie – Hirngespinste

November 4, 2014 39 Kommentare

Dass Menschen kreativ sein können, beweist die Buntheit unserer Lebensgestaltungen. Denke ich allein an die stetige Perfektionierung von Abhör- und Bespitzelungsmethodiken, denke ich an die Perfektionierung von Vernichtungswaffen und deren rationalen Bemäntelung, denke ich an den destruktiven Geist des Lebens. Denke ich an konstruktive Kreativität, fallen mir viele Beispiele ein für gegenseitige Hilfe, die das Schicksalhafte des Leben erleichtern helfen; Menschen erfanden in diesem Sinne eine Vielzahl von sehr pragmatischen Lösungen, die der Selbstliebe und der Nächstenliebe Gestalt geben konnten.

Mit der Phantasie dagegen ist das so eine Sache. Kindern wird sie meist nachhaltig ausgetrieben – nutzlos in einer Welt, die scheinbar von einer Vernunft betrieben werden muss. Und manchem erscheint Phantasie gar als gefährlich – auf diesem Feld könne man auf „dumme“ Ideen kommen. Tatsächlich jedoch ist die Welt als Heimat des Menschen ein Reich, in dem die Phantasie Vielfältiges in Form, Farbe und Funktion erschuf. Wer in diesem Reichtum zu gehen lernte, weiß, wovon ich spreche. Und manch einer wird meine Auffassung teilen: Erst dieser Reichtum ermögliche unsere Existenz in einer feindseligen Welt.

Hirngespinste. Sind direkt nicht mein Thema, aber sie sind ebenso wie Kreativität und Phantasie für mich erfahrbar: Als Paranoia, als Größenwahn, als abstruses Gedankengut. Hier von geistigen Krankheiten zu sprechen, liegt mir fern. Da ich nach wie vor davon ausgehe, dass die Symptome einer Ursache nicht krank sind, wenn sie der Ursache entsprechen. Hirngespinste entstehen also durch was? Endogen, im Menschen selbst? Oder exogen, durch äußere Einwirkung? Braucht es im Menschen gar eine endogene Veranlagung, um beeinflussbar von Gespinsten, Gespenstern zu sein?

Die Phantasie also angesiedelt zwischen Pragmatismus und Irrsinn?

Grüße mit der Bitte um Eure Meinungen zum Thema sendet Euch
Wolfgang Federleicht

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