Archiv

Posts Tagged ‘Kooperation’

Schmerzgrenze – wann sind wir aggressiv?

November 8, 2015 26 Kommentare

Zu kooperieren, Anderen zu helfen und Gerechtigkeit walten zu lassen, ist eine global anzutreffende, biologisch verankerte Grundmotivation.
Joachim Bauer

Was löst Aggressionen aus? Die Neurowissenschaft stellt nun fest, dass der Mensch eben nicht von einem Aggressionstrieb gesteuert wird. Unser primärer Antrieb ist der der Bindung zwecks Gelingens einer sozialen Kooperation.

Schmerzen lösen Aggressionen aus. Aber, und das ist eine neue Erkenntnis: Die Schmerzsysteme in unserem Gehirn reagieren nicht nur, wenn unser Körper Gewalt erfährt sondern auch dann, wenn ein Mensch sozial ausgegrenzt wird, gedemütigt, nicht geachtet wird (= Verachtung) wird oder wenn er wichtige Bindungen verliert, wenn sich Jemand abwendet. Nun wird klar, warum auf Ausgrenzungen und Demütigungen ein Mensch aggressiv reagiert.

Damit wird auch nochmals die kindliche Bindung zu den Eltern interessant. Die Eltern müssten das Kind nicht verwöhnen. Das Kind muss insgesamt spüren: diese Eltern mögen mich, sie sind an mir leidenschaftlich interessiert. In einer solchen Bindung machen vollzogene Strafen zu Korrektur von Verhalten dem Kind nichts aus. Das Kind braucht solche emotionalen Bindungen mit Erwachsenen. Aber auch Erwachsene brauchen ein soziales Netz, in dem vertraut werden kann.

Aber auch Gesellschaft mit einer größeren Spanne von Armut und Reichtum geraten in das Spannungsfeld von größerer Aggressionen. Arme Menschen nehmen sich gegenüber jenen im Reichtum lebenden als ausgegrenzt wahr. In solchen Ländern sind die Mord und Selbstmordraten deutlich höher.

In dem folgenden Video spricht Joachim Bauer über die neuen Erkenntnisse der Neurowissenschaften rund um das Thema Aggression, über die er auch in seinem Buch Schmerzgrenze: Vom Ursprung alltäglicher und globaler Gewalt schreibt. Ein hörenswerter Beitrag, wie ich finde, da er mit einem alten Mythos des von Grund auf schlechten Menschen aufräumt:

Weitere interessante Bücher von Joachim Bauer:
Selbststeuerung: Die Wiederentdeckung des freien Willens
Das Gedächtnis des Körpers: Wie Beziehungen und Lebensstile unsere Gene steuern
Arbeit: Warum sie uns glücklich oder krank macht

There is something extraordinary happening in the world – 8 indications

Oktober 18, 2015 35 Kommentare

This time I will post an article of an Brazilian author and entrepreneur, trying to create with his friends a new model, a new system and maybe helping to create a new economy. Gustavo Tanaka is discussing eigth aspects, which are transforming our societies:

Gustavo Tanaka

Gustavo Tanaka

There is something extraordinary happening in the world (source)

We still haven’t realized of something extraordinary that is happening.
A few months ago, I freed myself from society, I’ve released myself from attachments I had and fear that locked me to the system. And since then, I started seeing the world from a different perspective. The perspective that everything is changing and most of us have not even realized that.

Why is the world changing? In this post I’ll list the reasons that take me to believe this.

1 — No one can stand the employment model anymore.

Each one is reaching its own limit. People that work in big corporations can’t handle their jobs. The lack of purpose starts to knock the door of each one as a desperate scream coming from the heart.
People want to escape. They want to leave everything behind. Look how many people trying to become entrepreneurs, how many people going on sabbaticals, how many people depressed in their jobs, how many people in burnout.

2- The entrepreneurship model is also changing

A few years ago, with the explosion of the startups, thousands of entrepreneurs, ran to their garages to create their billion dollar ideas. The glory was to get funded by an investor. Investor’s money in hand was just like winning the World Cup.
But what happens after you get funded?
You become an employee again. You have people that are not aligned with your dream, that don’t give a damn to the purpose and everything turns into money. The financial return starts to be the main driver.
Many people are suffering with this. Brilliant startups start to fall because the model of chasing money never ends.
We need a new model of entrepreneurship.
And there is already many good people doing this.

3- The rise of collaboration

Many people have already realized that makes no sense to go alone. Many people awake to this crazy mentality of Weiterlesen …

Wider-Sprüche

September 28, 2015 72 Kommentare

Ich mag nicht lügen. Mir ist das viel zu anstregend, mir genau zu merken, wem ich welche Lüge erzählt habe.
Bekannter bei einem Bierchen

Ich möchte einen weiteren Artikel von Thomram´s Blog bringen, der gut zu meinen eigenen Überzeugungen passt, dass es uns viel besser in einer Welt der Kooperation als der Konkurrenz ergehen würde. Luckyhans machte sich nochmals Gedanken darüber, was für einen Wechsel zu tun wäre.

Wider-Sprüchevon Luckyhans

Oft wundern wir uns über das Verhalten der Menschen um uns herum und finden es nicht ehrlich, nicht passend, nicht nett, nicht konsequent, nicht sinnvoll etc. Obwohl wir dabei ganz bewußt an andere Menschen mit unserem eigenen Maßstab herangehen.

Wundern wir uns auch über unser eigenes Verhalten?

Obwohl unser Körper und die Natur uns ständig vormachen, daß es nur auf der Basis vonkooperativer Zusammenarbeit und gegenseitiger Abhängigkeit ein Leben in Fülle und eine vernünftige Entwicklung geben kann, sind wir auf ungebremsten Egoismus und brutale Konkurrenz fixiert, die vor allem Leid und Mißgunst schaffen.
Warum nur?

Gut, wenn sich die machtgeilen Psychopathen, welche die Weltherrschaft anstreben, irrsinnig verhalten, dann kann man das noch verstehen (wenn auch nicht gutheißen).

Aber warum sind wir “normalen” Menschen nicht in der Lage, unser eigenes alltägliches Verhalten vernünftig, normal, kooperativ, eben menschlich zu gestalten?

Solange wir miteinander umgehen, ohne uns in irgendeiner “Wettbewerbssituation” zu fühlen (!), solange sind wir nett und freundlich zueinander, gönnen uns gegenseitig die ehrlich erarbeiteten Früchte unseres Handelns und kommen gut miteinander aus.

Sobald wir aber uns “in Konkurrenz zueinander” fühlen – ob als Arbeits”kollegen”, als “Verbraucher”, als “Mitschüler” oder sogar als “Nachbarn” – fühlen wir uns dem anderen gegenüber als Feind und tun Dinge, die wir eigentlich gar nicht wollen.

Warum ist das so?

Warum haben wir es bereits verinnerlicht, daß wir immerzu kämpfen müssen?

Denn wie wir hier bereits klar nachgewiesen haben, entsteht die allfällige Konkurrenz aus einem “Webfehler” im Schuld-Geldsystem, nämlich daraus, daß die Zinsen nicht mit dem Kredit zusammen “als Geld geschaffen” werden, somit im System als Geld gar nicht vorhanden sind, und daher die Kreditnehmer sich diese gegenseitig “abjagen” müssen.

Daß also der “Wettbewerb” ganz klare ökonomische Gründe hat und keinesfalls “in der Natur des Menschen” liegt.

Daß darüber hinaus seit Menschengedenken mit Hilfe der Aufteilung und gegenseitigen Aufhetzung der Menschen untereinander alle Machtstrukturen der wenigen über die vielen ihre Staaten, Kirchen und sonstigen Einrichtungen an der Spitze der jeweiligen Pyramiden gehalten haben – das ist doch alles seit Jahrzehnten, seit Jahrhunderten bekannt.

Warum schaffen wir es nicht, uns daraus zu lösen?

Einfach den Menschen neben uns zu umarmen und ihn zu achten?

Selbst kluge Menschen lassen sich auch heute noch von solch unsinnigen Phrasen einfangen, Weiterlesen …

Ist nach Sozialismus / Kommunismus und Kapitalismus nun der „Kooperative Individualismus“ die Lösung?

Gib mir die Macht über die Gesetzgebung
und es ist mir egal, wer das Geld bucht!

Franz Hörmann, frei nach Rothschild´scher Manier:
Gib mir die Kontrolle über die Währung eines Landes
und es ist mir egal, wer die Gesetze macht.

Dass nach dem Niedergang des (real-existierten) Kommunismus nun auch der Kapitalimus ins Straucheln gerät, scheint nicht mehr übersehbar. Fragt sich, was könnte danach kommen. Es müsste etwas sein, das die Umverteilung von Vermögen von Arm nach Reich nicht mehr ermöglicht, dass die Ressourcen unserer Erde nachhaltig (eigentlich mach ich das Wort nicht) nutzt, die Automatisierung berücksichtigt, sprich die Zeit für das Arbeiten der Menschen anpassen lässt und unsinnige Arbeiten vermeide lässt, und so am Ende unsere Nerven und Umwelt schont.

Könnte der im Folgenden beschriebene Vorschlag eines „Kooperative Individualismus“ der Weg in die nächst „höhere“ Stufe einer Organisation führen, die eine Gemeinschaft auf Dauer trägt?

Ein demokratischer Lösungsvorschlagein Text von Prof. Franz Hörmann

Da die zunehmende Automatisierung der Produktionsprozesse menschliche Arbeitskraft mehr und mehr überflüssig macht, wird irgendeine Variante des bedingungslosen Grundeinkommens die einzige Möglichkeit sein, zunehmende Verelendung der Bevölkerung zu verhindern. Die dafür erforderlichen Geldbeträge können aber ganz offensichtlich weder durch Steuern noch durch weiter steigende Staatsschulden finanziert werden. Die bestehenden Geldschulden im System sollten den Schuldnern vollständig erlassen und die Gläubiger mit demokratisch geschöpftem „Vollgeld“ (welches als funktionales Geld einer nachvollziehbaren, auf bestimmte Rechnungskreise beschränkten Verwendung unterliegt) entschädigt werden.

Eine mögliche Lösung könnte darin bestehen, zu diesem Zweck dem Staat (d.h. der Gemeinschaft aller BürgerInnen) die Kompetenz zur Geldschöpfung konkret zu diesem Zweck (als ausgegliederter elektronischer Rechnungskreis, also als funktionales Geld) zu übertragen. Jede MitbürgerIn erhält (z.B. auf ihr/sein Sozialversicherungskonto) jenen Betrag gutgeschrieben, der es ihr/ihm ermöglicht, Güter und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs (Lebensmittel, Kleidung, Miete, Energie, Fahrtkosten, Gesundheit etc.) zu erwerben.

Die dafür erforderliche Geldschöpfung könnte durch den Buchungssatz „Kassa an Eigenkapital“ einer transparent überwachten, demokratischen Nationalbank (dNB) erfolgen. Die Preise für die in diesem Rechnungskreis zur Verfügung gestellten Güter und Dienstleistungen müssten dazu jedoch zunächst streng reguliert werden, d.h. es müsste sichergestellt werden, dass Verkäufer auf eine das Angebot übersteigende Nachfrage mittels Kapazitätsausweitung und nicht mit Preissteigerungen reagieren. Bei der Kapazitätsausweitung könnten die Anbieter dieser Güter und Dienstleistungen dann wiederum von Menschen unterstützt werden, die mit diesem funktionalen Geld über das Niveau der bedingungslosen Grundversorgung hinaus belohnt (bezahlt) würden. Das Festschreiben des Gewinns dieser Anbieter ist insofern gerechtfertigt, als sie einerseits selbst ja ebenfalls die bedingungslose Grundversorgung erhalten und andererseits auch exklusiv ihre Waren in diesem speziellen Rechnungskreis anbieten dürfen. Bei Bezahlung würde dieses funktionale Geld dann sofort wieder  Weiterlesen …

Gerechtigkeit – ist ein Gleichgewicht der Natur

OSBEEE

Den folgenden Text habe ich auf Facebook aufgeschnappt. Mit einem der Macher dahinter hatte ich auch schon telefonieren können. Das Konzept hinter dem alternativen Banken-/Geldsystem OSBEEE hört sich so an, als hätte es das Potential für ein faires Miteinander, so dass die derzeit mal wieder stark zu beobachtende Trennung in Reich und Arm der Vergangenheit angehören könne.

Die NATÜRLICHEN MECHANISMEN
Sie sind energetisch, in ihrem Lebensraum, im Ergebnis immer = ausgeglichen.

Gerechtigkeit –
ist nicht nur ein mathematisch, rationales Denken, um etwas wieder in das Gleichgewicht zu bringen.

Gerechtigkeit –
ist auch ein Gefühl, das aus kosmischer Energie, Strahlung, Schwingung, wie auch immer man es benennen möchte, entsteht und die auf uns Wirkt.

Gerechtigkeit –
ist ein Prozess natürlicher Mechanismen, in dem aus dem Sieg, im Kampf des Stärkeren, sich eine pyramidenförmige Hierarchie gebildet hat.
Gemessen an der menschlich physischen Kraft, gab es ein annähernd gleiches Kräfteverhältnis
und nur eine kleine Pyramide der Hierarchie im natürlichen Leben.
Hierarchie der Familie
Hierarchie der Verwandtschaft
Hierarchie der Gemeinde

Gerechtigkeit –
wurde unterdrückt durch List, Lüge, Täuschung, Manipulation und mit der Gewalt von Waffen, nur so wurde die Pyramide der Hierarchie immer größer.
Hierarchie der Völker
Hierarchie der Religionen
Hierarchie der Firmen
Hierarchie der Streitmächte
Hierarchie des Geldes

Die Basis dieser Pyramieden-HIERARCHIE sind alle Mensch, die unter der Last der Weiterlesen …

Verantwortungsbewusstsein als Kern von Altruismus oder Kooperation

Nach meiner Erfahrung (siehe: Darwin hatte es doch gewusst: Evolution stützt sich mehr auf Kooperation als auf Konkurrenz) ist es für die Menschen am schwierigsten zu erkennen, dass die Frage nach dem „Wer ist schuld?“ eher nebensächlich ist. Obwohl das die erste Erkenntnis aus dieser Information ist. Es geht nicht mehr darum, welcher Politiker, welcher Bankenchef oder welcher Manager etwas verbockt hat oder sich unmenschlich verhält, da das so gut wie jeder tut. Die Denkweise, dass der Stärkste überlebt und man sich gegen jeden anderen behaupten muss, ist so weit in unsere Gesellschaft verflochten, dass man egal wohin man schaut, Menschen findet, die dieses Konzept bis zum Äußersten umsetzen, ohne Rücksicht auf andere Menschen. Es ist sozusagen „normal“ geworden und wer sich gut anpasst hat an die Regeln dieses Systems, der ist auch wirtschaftlich oder beruflich erfolgreich, weil er sich durchsetzen kann. Das trifft aber nicht für die Mehrheit der Menschen zu, denn im Konkurrenzkampf gehen viele unter, weil sie entweder nicht Teil dieses Machtspiels sein wollen oder weil sie nicht die Möglichkeiten haben zu konkurrieren. Alle Menschen sind von Geburt an soziale Wesen, lässt man ein Baby ohne Zuneigung, so stirbt es, obwohl es mit Nahrung und allem, was der Körper braucht, versorgt wird. Das heißt die Schuldfrage ist nicht „Wer?“ sondern „Was?“ – es muss etwas sein, das Jeden von uns treffen kann und das Jeder lernen kann. Und es muss nach der Geburt erlernt werden. Ich möchte das mit einer Meditationstechnik verdeutlichen, die jeder gerne einmal selbst ausprobieren kann, es ist einfach nur eine Übung für den Geist.

Stellt euch vor, die Welt ist ein großes Haus mit lauter Fenstern drin.

Weiterlesen …

Hat dieses neue genossenschaftliche Geldsystem das Zeug, die Geldkrise zu wenden?

November 1, 2014 62 Kommentare

osbee_logo

OSBEEE:Money ist das globale ergänzende Geldsystem, das auf Wert, Nachhaltigkeit, Verantwortung und Fairness basiert. Zins und Spekulation existieren darin nicht mehr.

Diese genossenschaftlich organisierte neue übernationale Wirtschafts- und Finanzwelt ist heute, am 1.11.2014 an den Start gegangen. Laut den Machern dient OSBEEE dazu, unsere Gemeinschaft auf neue Füße zu stellen, ja eigentlich wieder auf die Füße, schauen wir uns an, was heute auf dem Kopf steht:

Ärzte zerstören die Gesundheit,
Anwälte zerstören die Gerechtigkeit,
Universitäten zerstören Wissen,
Regierungen zerstören Freiheit,
die Massenmedien zerstören Information und
Religionen zerstören Spiritualität.

OSBEE werde zu einem Für-einander und Mit-einander anstelle des Gegen-einanders, also Kooperation statt Konkurrenz führen und dafür sorgen, dass genau das Zerstörerische gewendet wird. Die Basis dieses neuen Geldsystems ist das Weiterlesen …

%d Bloggern gefällt das: