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Posts Tagged ‘Kooperation’

Führt uns die Technik der Blockchain von der verschwenderischen Konkurrenz zur effektiveren Kooperation?

Dezember 29, 2016 12 Kommentare

Ich habe mir gestern einen wunderbaren Vortrag von Primavera De Filippi angeschaut und anschließend recherchiert, ob schon Jemand über die hier vorgestellten Ideen geschrieben hat, und bin fündig geworden. Wie schon mehrfach auf dem Blog dokumentiert, bin ich davon überzeugt, dass Kooperation ein viel zuträglicheres Mittel für eine nachhaltige Gemeinschaft ist als die Konkurrenz, die von Kapitalisten zu ihrem eigenen Nutzen wie eine heilige Monstranz vor sich hergetragen wird. Der folgende Artikel von Julian Feder unterstreicht meine Ansicht und führt gleichzeitig eine für mich neue Technologie ins Feld, die Blockchain, die die Transformation unserer Organisationen in die nächste Entwicklungsstufe unterstützen könnte (Übersetzung stammt von mir):  

Von der Konkurrenz zur Kooperation Quelle

Ameisen, Vogelschwärme und Fischschulen haben mindestens eine faszinierende Profession gemeinsam: sie haben alle die unheimlich beeindruckende Fähigkeit, in hoch-komplexen Systemen wirklich erstaunlich kollektive Leistungen zu organisieren.

Ohne die Koordination durch eine beliebige zentrale Verwaltung managen diese einfachen Kreaturen die außergewöhnlichsten Leistungen. Termiten-Kolonien zum Beispiel sind mit einer absolut atemberaubenden Architektur von Lüftungsschächten, Baumschulenn, Autobahnen und was man sich sonst noch vorstellen kann, ausgestattet – ordentlich organisiert von etwas, das wie ein gut durchdachter Master-Plan wirkt. Diese Eigentümlichkeit dieser Völkergemeinschaften ist so beeindruckend, dass man hier eine kollektive, geistige Intelligenz walten sehen könnte.

termiten

Jenseits unserer Vorstellungskraft: metaphorische Termitenhügel.

Möglicherweise können wir nicht entscheiden, ob dieses scheinbar intelligente Verhalten eine „echte“ Intelligenz ist oder nur eine anhaltende Illusion, eine Simulation von Kognition sozusagen. Was wir aber wissen ist, dass es eine emergente Eigenschaft von sehr einfachen Regeln ist, dass jeder Einzelne im Kollektiv instinktiv folgt, ohne sich des größeren Schemas der Dinge bewusst zu sein.

Die einzelnen Ameisen, so stellt sich heraus, hinterlassen Spuren in ihrer Umgebung, die das Verhalten ihrer umliegenden Genossen beeinflusst, so dass diese selbst wieder Blinker für ihren Mit-Insekten aussetzen und so weiter. Im Laufe der Zeit entsteht aus der massiven Aggregation einzelner aufeinander aufbauender Signale das, was wir als scheinbar intelligentes Verhalten wahrnehmen, das in seiner Komplexität die summierten Fähigkeiten der singulären Insekten überschattet.

Dieses Prinzip der Synergie – das Ganze ist größer als die Summe seiner Teile – ist für uns kein fremdes Konzept. Seit Tausenden von Jahren sind wir dabei, Weiterlesen …

Von unserer „menschlichen Natur“ …

Dezember 14, 2016 6 Kommentare

Der Mythos unserer Gesellschaft ist, dass der Mensch von Natur aus kämpferisch, individualistisch und egoistisch sei. Genau das Gegenteil ist aber der Fall. Man kann nur konkret über die menschliche Natur reden, wenn man anerkennt, dass es bestimmte menschliche Bedürfnisse gibt, nach Gemeinschaft, nach engem Kontakt, danach geliebt zu werden, Anschluss zu haben, akzeptiert zu werden. Gesehen zu werden, angenommen zu werden für das, was wird sind. Wenn diese Bedürfnisse erfüllt werden, entwickeln wir uns zu Menschen, die mitfühlen und kooperativ sind, und Empathie für Andere haben. Das Gegenteil, das wir so oft in unserer Gesellschaft sehen, ist eine Verzerrung der menschlichen Natur, und zwar nur deshalb, weil diese Bedürfnisse nur für wenige Menschen erfüllt sind.

Das ist die Schlusssequenz des folgenden Videos, in dem dargestellt wird, dass der Mensch eben nicht genetisch geprägt ist sondern die Gene jene nach Lebenserfahrung aktiviert werden oder eben auch nicht. Dazu hatten wir hier auch schon einmal Bruce Lipton zu Wort kommen lassen: Wir sind eben nicht Gen-gesteuert! Darüber wie wir werden, was wir sind …. In dem Video wird über mehrere interessante Studien gesprochen, die die These untermauert:

Damit wäre auch geklärt, dass sich in unserem Genpool eben nicht Weiterlesen …

Beitrag statt Tausch: Kann die Peer-Ökonomie die Welt retten?

Dezember 10, 2016 10 Kommentare
Stefan Siefkes

Stefan Siefkes

Die meisten Menschen haben wahrscheinlich noch nicht verstanden, dass der Kapitalismus die tiefere Ursache dieser Probleme ist, aber immer mehr Menschen glauben auch nicht mehr ernsthaft daran, dass er sie lösen könnte. Noch zögern viele, sich diese Tatsache einzugestehen (oder sie gar offen auszusprechen), da sie keine besseren Alternativen kennen – und eine unbegründete Hoffnung scheint immer noch besser als Hoffnungslosigkeit. Aber sobald klar wird, dass es eine Alternative gibt, besteht kein Grund mehr, in dieser Selbsttäuschung zu verharren.
Christian Siefkes

Im letzten Artikel hat Stefan Wehmeier die Lanze für eine freie Marktwirtschaft mit einem Geldsystem gebrochen, dass die Menschen nicht als Zinssklaven ausbeuten lässt (siehe: Nimmt die Sklaverei immer mehr zu?). Nun möchte ich  ein weiteres Mal auf eine Ökonomie hinweisen, in der die Menschen nicht wie in den letzten Jahrhunderten – oder auch der freien Marktwirtschaft – in Equivalenten tauschen sondern einfach nur beitragen, ohne direkt davon partizipieren zu wollen. Es geht um ein Wirtschaften, das unter der Bezeichnung Peer-Ökonomie bekannt geworden ist.

Christian Siefkes hat seine eigenen Erfahrungen in seinem Buch mit dem Titel Beitragen statt tauschen: Materielle Produktion nach dem Modell Freier Software nieder geschrieben und wagt ein Blick in die Zukunft. Er hat die Unterschiede der uns bisher bekannten Produktionssystematiken mit der Peer-Ökonomie herausarbeitet und zudem untersucht, ob diese im Umfeld der Software-Entwicklung aufgekommene Produktionsweise auch bei mit materiellen Gütern möglich wäre.

Gerne möchte ich seinen Ausblick des Buches hier zur Diskussion stellen:

Ausblick – Die Entwicklung einer Peer-Ökonomie

Dieser Text begann mit der Frage, wie weit das Potenzial der Peer-Produktion reicht – Produktion auf Basis von Teilen und Kooperation statt von Eigentum und Konkurrenz. Es stellte sich heraus, dass es keinen Grund gibt, warum die Peer-Produktion auf Dauer auf der Nische der Informationsgüter beschränkt bleiben sollte, wo sie zuerst entstand.

Wir haben gesehen, dass die Menschen ihre Wünsche als Produzent/innen und ihre Bedürfnisse als Konsument/innen in Übereinstimmung bringen können, indem sie unangenehme Aktivitäten wegautomatisieren, indem sie Aufgaben so gestalten, dass sie mehr Spaß machen und indem sie weniger angenehme oder unbeliebtere Aufgaben höher gewichten (Aufgabenversteigerung). Dies ermöglicht es allen, nach eigenem Ermessen zu entscheiden, was für Aufgaben sie übernehmen und wie viel Zeit sie darauf verwenden wollen. Die Ergebnisse der Kooperation können, soweit sie frei kopierbar sind (wie etwa Information), allen unbeschränkt zur Verfügung stehen (»Teile, was du kannst«); andernfalls können sie unter den Beitragenden gemäß deren Präferenzen und Wünschen aufgeteilt werden. Hier sind verschiedene Modelle denkbar – Flatrate, flache Allokation, maßgeschneiderte Produktion mit Abrechnung gemäß Produktionsaufwand oder Präferenzgewichtung (Produktversteigerung) -, mit denen die interne Aufteilung auf faire Weise und ohne Beschränkung individueller Wünsche organisiert werden kann.

Menschen können Peer-Projekte initiieren oder ihnen beitreten, um gemeinsam die Dinge herzustellen, die sie Weiterlesen …

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Von der Solidarität innerhalb von Kartellen

Wir hatten hier schon viel über Konkurrenz und Kooperation gesprochen und dabei festgestellt, dass die beiden Mechanismen immer wirken. In den kleineren Gruppen kooperieren wir mit einander, um im Wettkampf gegen die anderen Gruppen besser bestehen zu können. Dass dieser Mechanismus in unserem eingerichteten Geld- und Bodensystem am Ende dazu führt, dass ein paar Wenige sich untereinander so solidarisch verhalten, dass ihre Konzerne alles beherrschen und den Rest für sich arbeiten lässt, das wird in diesen Artikel von Stefan Wehmeier behandelt auf Facebook als Kommentar erhalten). Zeit für einen Systemwechsel?

Von der Solidarität innerhalb von Kartellen 

Das zivilisatorische Mittelalter kann erst mit dem evident werden der globalen Liquiditätsfalle (Armageddon) beendet werden,…

ich viel lieber vom „öffentlich-rechtlichen“ Fernsehen auch noch die letzten Gehirnzellen abtöten, anstatt das „Unmögliche“ zu wagen:

Was passiert, wenn nichts passiert?

…denn für alles andere reicht die Restintelligenz des „Normalbürgers“ nicht aus. Die Masse des deutschen Volkes sagt sich bis heute…

(Gustave Le Bon, Psychologie der Massen) „Mit einem kleinen Vorrat von Redewendungen und Gemeinplätzen, die wir in der Jugend erlernten, besitzen wir alles Nötige, um ohne die ermüdende Notwendigkeit, nachdenken zu müssen, durchs Leben zu gehen.“

…und lässt s

Würde der „Normalbürger“ selbständig denken, müsste er auch dann, wenn es sich nicht anhand der originalen Heiligen Schrift (die Bibel bis Genesis_11,9 sowie ein wesentlicher Teil der Nag Hammadi Schriften) beweisen ließe, zu den folgenden Ergebnissen kommen:

Selbständiges Denken

1. Das in Genesis_2 beschriebene Paradies ist die freie (d. h. monopolfreie) Marktwirtschaft, weil absolute soziale Gerechtigkeit nur durch vollkommene marktwirtschaftliche Konkurrenz erreicht und dauerhaft aufrechterhalten werden kann: Marktgerechtigkeit

2. Die in Genesis_3 beschriebene Erbsünde ist der die marktwirtschaftliche Konkurrenz einschränkende Privatkapitalismus, weil alle Zivilisationsprobleme, die sich überhaupt thematisieren lassen, nur daraus erwachsen: Überwindung des Kapitalismus

3. Jesus von Nazareth war der erste Denker in der bekannten Geschichte, der die Natürliche Wirtschaftsordnung erkannte, denn keine andere Erkenntnis, die bereits zu seiner Zeit möglich war, hätte ihn zur berühmtesten Persönlichkeit der Welt gemacht, auf der bis heute die planetare Zeitrechnung basiert: Der Jüngste Tag Weiterlesen …

„Im Zeitalter der Kooperation wird das Leben zum permanenten Eiertanz“

Im Zeitalter der Kooperation ist der Stress gegenüber dem Zeitalter der Konkurrenz noch mal größer geworden.

Wie versprochen, hier also mal ein paar “gegenläufige Gedanken” zum Thema Kooperation (siehe: Konfliktbewältigung im Umfeld von Kooperation oder Konkurrenz …)

Es ist ein paar Monate her, da zeigte mir ein Siebenjähriger voller Stolz sein erstes Zeugnis. Es war ein Text, der über sage und schreibe zweieinhalb Seiten ging: eine akribische Beurteilung vor allem des Sozialverhaltens des Kindes: arbeitet mit anderen zusammen, benimmt sich freundlich, macht im Unterricht mit, verhält sich in der Gruppe entgegenkommend, geht aktiv auf andere zu, übernimmt Verantwortung, reagiert bei Konflikten so und im Umgang mit Schwächeren so und so weiter und so fort. Lose dazwischen eingebettet ein paar Informationen über die Leistungen im Rechnen, Schreiben, Lesen.
Ich dachte an mein erstes Zeugnis: da gab es Noten in sechs Fächern (Mitarbeit, Betragen, Lesen, Rechnen, Schrift und Rechtschreibung). Für zusätzliche Bemerkungen waren damals zwei Zeilen vorgesehen.

Heute leben wir im Zeitalter der Kooperation. Das heißt, für erbrachte Leistungen werden keine Noten mehr verteilt, die die Kinder miteinander vergleichen können, stattdessen wird der Charakter des Kindes zerlegt und selbst zur Leistung gemacht. Freundlichsein, Lächeln, Mitmachen, Teilen, Rücksicht nehmen, Zuhören, Akzeptieren, Sich-freuen-können, Friedfertigkeit usw. sind im Zeitalter der Kooperation die neuen Leistungen, die erbracht werden müssen, wenn man ein guter Schüler sein und es später im Beruf zu etwas bringen will.

Der folgenschwere Irrtum besteht also darin zu glauben, dass es keine Konkurrenz mehr gibt, wo man sich Weiterlesen …

Schmerzgrenze – wann sind wir aggressiv?

November 8, 2015 26 Kommentare

Zu kooperieren, Anderen zu helfen und Gerechtigkeit walten zu lassen, ist eine global anzutreffende, biologisch verankerte Grundmotivation.
Joachim Bauer

Was löst Aggressionen aus? Die Neurowissenschaft stellt nun fest, dass der Mensch eben nicht von einem Aggressionstrieb gesteuert wird. Unser primärer Antrieb ist der der Bindung zwecks Gelingens einer sozialen Kooperation.

Schmerzen lösen Aggressionen aus. Aber, und das ist eine neue Erkenntnis: Die Schmerzsysteme in unserem Gehirn reagieren nicht nur, wenn unser Körper Gewalt erfährt sondern auch dann, wenn ein Mensch sozial ausgegrenzt wird, gedemütigt, nicht geachtet wird (= Verachtung) wird oder wenn er wichtige Bindungen verliert, wenn sich Jemand abwendet. Nun wird klar, warum auf Ausgrenzungen und Demütigungen ein Mensch aggressiv reagiert.

Damit wird auch nochmals die kindliche Bindung zu den Eltern interessant. Die Eltern müssten das Kind nicht verwöhnen. Das Kind muss insgesamt spüren: diese Eltern mögen mich, sie sind an mir leidenschaftlich interessiert. In einer solchen Bindung machen vollzogene Strafen zu Korrektur von Verhalten dem Kind nichts aus. Das Kind braucht solche emotionalen Bindungen mit Erwachsenen. Aber auch Erwachsene brauchen ein soziales Netz, in dem vertraut werden kann.

Aber auch Gesellschaft mit einer größeren Spanne von Armut und Reichtum geraten in das Spannungsfeld von größerer Aggressionen. Arme Menschen nehmen sich gegenüber jenen im Reichtum lebenden als ausgegrenzt wahr. In solchen Ländern sind die Mord und Selbstmordraten deutlich höher.

In dem folgenden Video spricht Joachim Bauer über die neuen Erkenntnisse der Neurowissenschaften rund um das Thema Aggression, über die er auch in seinem Buch Schmerzgrenze: Vom Ursprung alltäglicher und globaler Gewalt schreibt. Ein hörenswerter Beitrag, wie ich finde, da er mit einem alten Mythos des von Grund auf schlechten Menschen aufräumt:

Weitere interessante Bücher von Joachim Bauer:
Selbststeuerung: Die Wiederentdeckung des freien Willens
Das Gedächtnis des Körpers: Wie Beziehungen und Lebensstile unsere Gene steuern
Arbeit: Warum sie uns glücklich oder krank macht

There is something extraordinary happening in the world – 8 indications

Oktober 18, 2015 35 Kommentare

This time I will post an article of an Brazilian author and entrepreneur, trying to create with his friends a new model, a new system and maybe helping to create a new economy. Gustavo Tanaka is discussing eigth aspects, which are transforming our societies:

Gustavo Tanaka

Gustavo Tanaka

There is something extraordinary happening in the world (source)

We still haven’t realized of something extraordinary that is happening.
A few months ago, I freed myself from society, I’ve released myself from attachments I had and fear that locked me to the system. And since then, I started seeing the world from a different perspective. The perspective that everything is changing and most of us have not even realized that.

Why is the world changing? In this post I’ll list the reasons that take me to believe this.

1 — No one can stand the employment model anymore.

Each one is reaching its own limit. People that work in big corporations can’t handle their jobs. The lack of purpose starts to knock the door of each one as a desperate scream coming from the heart.
People want to escape. They want to leave everything behind. Look how many people trying to become entrepreneurs, how many people going on sabbaticals, how many people depressed in their jobs, how many people in burnout.

2- The entrepreneurship model is also changing

A few years ago, with the explosion of the startups, thousands of entrepreneurs, ran to their garages to create their billion dollar ideas. The glory was to get funded by an investor. Investor’s money in hand was just like winning the World Cup.
But what happens after you get funded?
You become an employee again. You have people that are not aligned with your dream, that don’t give a damn to the purpose and everything turns into money. The financial return starts to be the main driver.
Many people are suffering with this. Brilliant startups start to fall because the model of chasing money never ends.
We need a new model of entrepreneurship.
And there is already many good people doing this.

3- The rise of collaboration

Many people have already realized that makes no sense to go alone. Many people awake to this crazy mentality of Weiterlesen …

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