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Posts Tagged ‘Konzerne’

Diese Megamaschine besitzt keine Bremse …

Fabian Scheidler, Mitbegründer von Kontext TV, Theater- und Opernautor, analysiert in seinem Buch Das Ende der Megamaschine: Geschichte einer scheiternden Zivilisation, wie sich unser kapitalistische System in den letzten 500 Jahren entwickelt hat. Er schaut sogar noch viel weiter nach vorn und bespricht die Einführung des ersten Geldystems im alten Griechenland und zeigt auf, dass hier schon immer gleich der Krieg mit drin steckte. Zu dem folgenden Interview ist noch zu lesen:

In seinem Buch geht Fabian Scheidler den Wurzeln der Zerstörungskräfte nach, die heute die menschliche Zukunft infrage stellen. … Dieses System sei nicht, wie es der Mythos der Moderne will, aus dem Pioniergeist von Entdeckern und Händlern hervorgegangen, sondern aus einer engen Verflechtung von Kriegswirtschaft, Staatsmacht und Finanziers. Die tiefgreifende Verflechtung von Staaten und Großunternehmen sei bis heute eines der zentralen Hindernisse für die notwendige sozial-ökologische Transformation. Angesichts von Klimachaos, Finanzcrashs und der sich verschärfenden sozialen Spaltung stoße heute ein ganzes Zivilisationsmodell an seine Grenzen.

Interessant auch sein Hinweis, dass schon in die ersten Stadtstaaten wie Venedig eine enge Kopplung von Großunternehmern und Staat vorhanden ist. Herr Mausfeld hat uns in seinem Vortrag Warum schweigen die Lämmer, aufgezeigt, dass der Staat allein zum Schutz der Habenden vor den Nichthabenden eingerichtet wurde. Und von Herrn spricht davon, dass uns im Wechsel der Staatsorganisationen nur das Bühnenbild gewechselt wurde, jedoch die Macht bei diesen Großhabenden/Herrschenden verblieben sei.

Fabian ist der Meinung, dass sich dieses System kaum mehr transformieren lässt, und es aufgrund nicht vorgesehener Bremsen seinem Ende entgegen ginge. Er sieht aber schon anhand vieler kleiner Projekte, dass schon Neues im Alten entstünde. Stellt sich die Frage, wie reibungslos sich der Übergang gestalten lassen kann. Aber hört mal selbst rein:

Landraub – ein weiterer Grund für flüchtende Perspektivlose

Es gibt einen unvorstellbare Geldmenge, die nach weiteren Anlagemöglichkeiten sucht, um sich mit hohem Gewinn weiter zu vermehren. In den letzten Jahren ist nun das Anbauland als Investitionsmöglichkeit in den Fokus der Anleger gekommen. Der folgende Film zeigt den Irrweg aus, dem die Globalisierer folgend und wo am Ende viele Menschen noch weniger haben und aufgrund von Perspektivlosigkeit nach lebenswerteren Orten suchen. Wir schreiten voran, weiter auf den Abgrund zu. Ist der Mensch doch jene Fehlentwicklung der Natur, wie sie Hoimar von Ditfurth während meiner Schulzeit schon formulierte. Filmausschnitte:

Zum Film ist zu lesen:

Die Folgen des modernen Kolonialismus – So entstehen Flüchtlinge

Seit der letzten Finanzkrise gilt Ackerland als zukunftsträchtige Kapitalanlage. Auch in Deutschland versuchen Großinvestoren landwirtschaftliche Flächen zu erwerben, was eine Reihe gesetzlicher Regelungen aber zumindest erschwert. Für Bodenspekulanten sind da andere Länder wesentlich interessanter.

Ein paar dieser Länder hat der österreichische Journalist Kurt Langbein besucht. Sein neuer Film „Landraub“ zeigt die sozialen, ökonomischen und ökologischen Folgen für jene Regionen, in denen der Ausverkauf der Ackerflächen gerade stattfindet. Und dieser Film ist nicht gerade arm an skandalösen Geschichten.

Beispiel Kambodscha

Um Platz für Zuckerrohrplantagen zu schaffen, werden in Kambodscha ganze Dörfer niedergebrannt. Rund 500.000 Kambodschaner sind von der Vertreibung betroffen. 65 Prozent der Anbaufläche des Landes hat die Regierung an Großinvestoren verpachtet. Beschleunigt wurde dieser Prozess ausgerechnet durch eine EU-Handelsinitiative. Diese Initiative ermöglicht den ärmsten Ländern dieser Welt den zollfreien Export ihrer Produkte auf den europäischen Markt. Seitdem wird in Kambodscha auf über 100.000 Hektar Zucker angebaut und in riesigen Mengen in die EU verkauft.

Skandalöses Verhalten der EU

Eine skandalöse Geschichte. Das EU-Parlament hat bereits vor zwei Jahren darauf aufmerksam gemacht, und trotzdem wurde dieser menschenrechtsverachtende Handel nicht gestoppt. Allein im letzten Jahr sind wieder mehr als 10.000 Leute vertrieben worden. (Kurt Langbein, Regisseur des Films ‚Landraub‘)

Perfide Landnahme in Sierra Leone

Aber nicht immer ist der Skandal so offensichtlich wie in Kambodscha. In anderen Fällen verläuft die Landnahme ganz friedlich und ist vertraglich geregelt: Weiterlesen …

Er hält das Patent, das Monsanto zerstören und die Welt verändern könnte!

Dezember 1, 2015 9 Kommentare
Paul Stamets

Paul Stamets

Wenn es etwas zu lesen und teilen gibt, dann lass es dieses sein. Der Inhalt diese Artikels hat das Potential, die Welt auf verschiedene Weise zu verändern.

Und während Monsanta es gefallen würde, dass sich dieser Artikel nicht viral verbreiten würde, so ist alles, was wir erbitten können, diese Information zu teilen, so dass diese so viele Menschen wie möglich erreichen.

In 2006 wurde einem Mann namens Paul Stamets ein Patent gewährt.  Obwohl Paul der führende Mycologist (Pilzkundler) unserer Welt ist, so hat das Patent nur wenig Aufmerksamkeit und Öffentlichkeit erfahren. Warum ist das so? Wie von leitenden Angestellten der Pestizidbranche zu erfahren ist, repräsentiert sein Patent „die erschütterndste Technologie, deren Zeugen wir je wurden“. Und wenn hier von erschütternd gesprochen wird, dann ist damit die chemische Pestizidindustrie gemeint.

Was hat Paul herausgefunden? Der Pilzkundler hat aufgezeigt, was Mutter Natur kreiert hat, um sich vor Getreide-vernichtenden Insekten zu erwehren. Es ist das, was SMART-Pestizide genannt wird. Diese Pestizide biete eine sichere und fast permanente Lösung, um über 200.000 Arten von Insekten in Schach zu halten – allen Dank gilt den „Magie“ von Pilzen.

Paul machte nicht anderes als entomopathogenic Fungi (Pilze, die Insekten töten) zu nehmen und diese so zu züchten, dass sie keine Sporen entwickeln. Dies sorgt dafür, dass die Insekten die Pilze essen und sich damit sprichwörtlich von innen heraus selbst zu Pilzen wandeln. Weiterlesen …

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Was bedeutet es, wenn der Konzern eine juristische Person ist?

Oktober 24, 2015 10 Kommentare

Erde

Ein Konzern ist nur seinen Shareholdern verpflichtet, nicht jedoch der Gesellschaft … Das ist kein Naturgesetz sondern eine juristische Entscheidung.
Noam Chomsky

Ich hatte vor einiger Zeit geschrieben: Sind die Konzerne wuchernde Krebszellen unseres von Grund auf kranken Gesellschaftssystems? Das folgende Video ist eine Dokumentation darüber, wie es zu diesen Konzernen kam. Ein wichtiger Aspekt ist dabei das Konstrukt der juristischen Person. Auf diese Idee sind ein paar helle Köpfe gekommen, als in den USA die Gleichstellung der „Farbigen“ gesetzlich geregelt wurde. Nun sollten auch Corporation einen ähnlichen Status erhalten.

Besonders gewinnbringend ist es, wenn die Konsequenzen des Profitierens von der sich nicht interessierenden Gesellschaft getragen wird. (Minute 16)

Die Dokumentation zeigt sehr gut das psychopathische Verhalten von Konzernen auf. Ein „Konzern“ kümmert sich wenig um das Leid und die Gefühle der Mitarbeiter. Wenn nichts mehr aus einem Elendviertel zu holen ist, dann zieht die Karavane der Ausbeutung eben weiter.

Auch die Gefährdung der Konsumenten ist egal. So werden Produkte hergestellt, die sowohl Tiere als auch Menschen erkranken lassen, besonders an Krebs, was wiederum die Pharmaindustrie wachsen lässt.

Der Film arbeitet heraus, dass es nicht an den Konzernlenkern selbst läge, denn diese müssten sich den Weiterlesen …

#TTIP, #CETA, #ISDS – Sind die Konzerne wuchernde Krebszellen unseres von Grund auf kranken Gesellschaftssystems?

Februar 23, 2015 44 Kommentare

Schmerz ist das Zerbrechen der Schale,
die dein eigenes Erkennen umgibt.
Kahlil Gibran

In letzter Zeit bewegte mich zunehmend mit Blick auf TTIP und CETA (in wenigen Sekunden erklärt)  das Thema der sich immer weiter unserer Erde bemächtigenden Konzerne (siehe u.a.:Heimliche Bodenreform: Spekulanten kaufen in großen Stil deutsches Ackerland). Am Ende sehe ich nun das Bild der Konzerne als Krankheitssymptom eines zutiefst kranken Organismus. Sprich, wir könnten das, was wir in unserer Gesellschaft beobachten auf unseren menschlichen Körper beziehen.

Die nach außen scheinenden Krankheitssymptome sind nach neuesten Erkenntnissen Signale, die anzeigen, dass etwas Grundsätzliches im Körper nicht mehr ordentlich funktioniert. Viele unserer Krankheiten sind leicht und die Symptome verschwinden wieder schnell. Eine unserer schwerwiegenderen Krankheiten mit zunehmender Tendenz ist der Krebs. Es deutet alles darauf hin, dass Krebes besonders bei schlechter Nahrung, giftiger Umwelt und bei viel Stress im Alltag auftritt. In der Regel frisst der Krebs sich stetig vermehrend alles Gesunde um sich auf, bis er durch den Tod des Menschen selbst sterben muss.

Aber es gibt Hoffnung: Menschen, die ihre Lebensweise mit Auftreten des Krebses komplett umstellen und sich auch auf positive Gefühle einstellen, scheinen via Selbstheilungskräfte diesen Krebs besiegen zu können (siehe Beispielund wer am Krebs „totsicher“ verdient …).

Für mich deutet alles darauf hin, dass unsere seelenlosen, ja psychopathisch wirkenden Konzerne den unkontrolliert wachsenden Krebsgeschwüren gleichen, die gerade im Sinne der Gewinnmaximierung dabei sind, unsere Erde zu Weiterlesen …

Wie Siecheland sich den Banken und Konzernen unterwirft, Zinsgeld sei Dank …

Februar 17, 2015 13 Kommentare

banken und konzerne

Wir können es uns schon seit langem nicht mehr leisten, uns täglich als derart dumm zu erweisen, uns selber zu plündern. Wenn Jeder Jedem den Wohlstand nimmt – im Kopf so einiges nicht stimmt!
Juergen Korthof

Stell Dir vor, Du bist Einwohner von Siechenland, und Siechenland ist ein Dorf (Gemeinde) in der großen Verbandsgemeinde EUROPA und damit Deine Menschen Geld haben, um Produkte und Dienstleistungen einfach untereinander zu tauschen, druckst Du es nicht SELBST und bestimmst auch nicht SELBST mit Deinen Einwohnern demokratisch über eine AGB ab, sondern Du mietest ab jetzt gegen Zins bei den gleichen privaten Geschäftsleuten, bei der auch die große VBG Europa Zahlen im Computer gemietet hat. Und damit Deine Menschen, die jetzt automatisch zu BÜRGErN wurden, auch Bargeld haben, darfst Du einen Teil der gemieteten Zahlen in der zentralen Dorfdruckerei auf Papierzettel drucken.

Der blöde Nebeneffekt bei dieser global fremd- und privat gesteuerten Wirtschaftsart ist, dass die privaten Zahlenvermieter gemäß Ihrer eigenen AGB Dir jedes Jahr ein Teil der Zahlen aus Deinem Dorf-Computer wieder ausbuchen dürfen, als Zinsanteil (Miete).
Damit Dein Gemeinderat aber die fließende Geld- bzw. Zahlenmenge gleich halten kannst, also der Geldfluss nicht austrocknet, muss er wieder neue Schulden machen, also neue Zahlen mieten.

Dieser Anteil wird von Jahr zu Jahrzehnt größer durch den Zinseszins-Effekt (Exponentiell) und Du bist gezwungen, immer und immer wieder neue Zahlen zu mieten, um den Zahlungsfluss aufrecht zu halten.

Denn der Gemeinderat hat zwei Probleme: Weiterlesen …

Kategorien:Ökonomie, Gesellschaft, Politik Schlagwörter: , , , , ,

War die Befreiung aus der Leibeigenschaft nur ein Trick der neuen Herrscher?

September 1, 2013 37 Kommentare

„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen
aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit.
Unmündigkeit ist das Unvermögen,
sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.
Immanuel Kant (1784)

Ich möchte gerne eine These in die Runde werfen. Ich hatte gestern wieder Gelegenheit, während einer Zugfahrt zu diskutieren. Dieses Mal ging es um die Befreiung der Menschen aus der Leibeigenschaft aufgrund der Aufklärung. Dabei stieß uns Folgendes auf:

Im bis dahin herrschenden Feudalimus gehörten 90% der Menschen ihren Herren. Diese Menschen arbeiteten zu 90-95% auf dem Land (Menschenfarm). Und Jene, die noch frei waren, mussten den Zehnten an den Lehensherrn zahlen (heute ist der Zehnte übrigens für Gutverdiener deutlich höher).

Mit der Industrialisierung mit Beginn des 18. Jahrhunderts kamen zunehmend Fabrikanten und Händler auf die Bühne, die auch Menschen als Ressource brauchten und konkurrierten nun mit den adligen Großgrundbesitzern um diese.

Und was geht da besser als einen geschickten Schachzug zu machen: man wiegele die Leibeigenen auf, sich zu „befreien“ hin zur staatsbasierten Republik.

Die weiterhin Mittel- und Grund-losen Ex-Leibeigenen waren nun frei. Sich zumindest zu entscheiden, bei welchen Lohnherren sie ihren Leib zu Markte tragen wollten.

Ein wenig mehr Lohn als bei den Adligen zog die Menschen in die Fabriken der Neureichen (sicher gab es auch anderen Stadtzulauf …)

Unterm Strich bleibt festzustellen: das Herrschen ist geblieben, nur die Weiterlesen …

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