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Leseempfehlung: Mit kollektiver Intelligenz die besten Lösungen finden

August 21, 2016 2 Kommentare

Wer andere ausschließt, schließt sich selber ein!
Gerhard A. Fürst *1

Siegfried Schrotta

Siegfried Schrotta

Es gibt eine neue kleine Schrift von Siegfried Schrotta, der zusammen mit Erich Visotschnig das Systemische Konsensieren erfunden hat (siehe das SK-Prinzip), die sich damit beschäftigt, wo die Fehler in unseren demokratischen Entscheidungsverfahren liegen, und was getan werden kann, um zu besseren Lösungen für Alle zu kommen.

Siegfried zeigt auf, dass in der Art und Weise, wie wir abstimmen, viel Potential verloren geht und meist die falschen Lösungen auf den Weg gebracht werden.

Wenn mehrere Lösungen zur Entscheidung anstehen, dann gewinnt häufig genug eine Lösung mit viel Ablehnungspotential bei allen anderen Teilnehmern, da dieses nicht visibel würden. Seine erste Empfehlung ist daher, pro Lösung eine Stimmabgabe einzuholen. So würde schnell sichtbar, welche der vorgeschlagenen Lösungen den geringsten Widerstand während der Einführung erwarten ließen.

Abstimmung

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Erich Visotschnig

Als weitere Optimierung schlägt er vor, nicht ein Ja / Nein / Egal abzufragen sondern auf einer Skala von 1 bis 10 zu werten: 1 für unbedingte Zustimmung und 10 für absolute Ablehnung. Hier zeigt sich dann noch viel differenzierter die eigentlich Stimmungslage der Befragten.

Und wenn jetzt noch her gegangen wird, die stark Ablehnenden nach ihren Vorbehalten zu fragen, um mit diesem Wissen gemeinsamen nach noch viel besseren Lösungen zu „forschen“ … Wer noch nie bei einer Großgruppenmoderation mit gemacht hat, mag sich vielleicht nicht vorstellen können, wie hier eine kollektive Intelligenz zu wirken beginnt. Besonders wenn die Großredner durch entsprechende Methodik zum Schweigen gebracht werden, so dass auch die Introvertierten sich trauen, ihre Idee vorzutragen.

Das Verfahren wirkt wie bei Erfindungen: Weiterlesen …

Becoming One: Bedeutung und Wichtigkeit von Konsens

In unserer Diskussion zur „Arbeit“ ist immer wieder auch das Thema „Herrschen“ angesprochen worden. Daher möchte ich hier mal wieder einen Artikel von Hannelore Vonier bringen, der sich mit Gesellschaftsformen beschäftigt, in denen auf Augenhöhe miteinander gelebt wird. Es macht deutlich, was es bedeutet, seine Verantwortung nicht abzugeben: es braucht Zeit, sich einer Entscheidung zu widmen und alle Pros und Cons zu verstehen, um eine für die Gemeinschaft optimale und nachhaltige Lösung zu finden:

Becoming One: Bedeutung und Wichtigkeit von Konsens (Quelle)

Die Verwendung des Wortes ‘Konsens’ ist in. Obwohl die Mehrheit den Begriff nicht versteht. Journalist/innen verteilen ihn beliebig über Texte.

In seinem Buch Irokesen und Demokratie beschreibt Thomas Wagner, um was es geht:

Egalitäre oder herrschaftsfreie Gesellschaften zeichnen sich gegenüber staatlich verfassten mit Zentralinstanzen dadurch aus, dass sie über spezifische Institutionen verfügen, die sowohl die Lösung von Konflikten als auch die Vermeidung von politischen wie ökonomischen Ungleichheitsstrukturen bewältigen.

Sie wurden von Max Weber als regulierte Anarchien bezeichnet und stabilisieren herrschaftsfreie Ordnungen, ohne dass hierfür eine herrschaftliche Zentralinstanz oder eine juristische Bürokratie in Anspruch genommen werden kann.[1]

Konsens heißt ‘einverstanden sein’

Konsens (Betonung auf der zweiten Silbe; lat. consentire = übereinstimmen) bedeutet die Weiterlesen …

eine Charta darüber, wie wir wirklich leben wollen …

Februar 21, 2013 4 Kommentare

Wir selbst hatten hier schon an Entwürfen einer neuen Gesellschaftsordnung gearbeitet (u.a.. für Schulfächer). Ich bin nun auf einen weiteren Entwurf aufmerksam gemacht worden, der in der Frühlingskonferenz 2013 – Mehr Demokratie – aber wie? Welche Wege führen zur Selbstbestimmung? am 22.- 24.03 2013 im Gästehaus Leestahl (Leestahl 3, 21368 Dahlenburg) in offener Runde mit weiteren Entwürfen anderer Organisationen diskutiert und weiter entwickelt werden sollen:

Personen und Organisationen, die einen solchen gemeinsamen Prozess des Zusammenkommens und der Weiterentwicklung der Demokratie verantwortlich mitgestalten wollen, sind herzlich dazu eingeladen. Angesichts der global dramatisch zunehmenden Schere zwischen Arm und Reich und den Tendenzen zu einem technokratisch und militärisch reagierendem neoliberalen europäischen Superstaat, wird es höchste Zeit, solche Entwicklungen nicht nur zu kritisieren, sondern zusammenzukommen und klar zu formulieren, „Wie wir wirklich leben wollen“.

Die Veranstaltung wird ausgerichtet und moderiert vom Initiativkreis Demokratiekonferenz. Von diesem ist auch der Entwurf Charta für ein Europa der Regionen eingebracht worden. An diesem wird seit 2008 seitens mehrerer Organisationen gearbeitet und liegt nun in Version 3.0 vor. Viele der enthaltenen Prinzipien sind den Lesern meines Blogs schon bekannt. Und ja, Guido, auch hier lässt sich vermuten, dass es so etwas wie ein morphogenetisches Feld geben könnte …

Vorwort der Charta für ein Europa der Regionen

Wir leben in einem schönen, lebendigen, wohlhabenden Land, in einem im Vergleich zu früheren Weiterlesen …

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