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Posts Tagged ‘Konkurrenz’

Eine Erfolgsgeschichte: wie das Mängelsiegel „made in Germany“ zum Qualitätssiegel wurde

Dezember 2, 2015 3 Kommentare

Foto: Wikipedia

Was kaum einer weiß: „made in Germany“ sollte in England die Konsumenten vor den Billigwaren aus Deutschland schützen.

Wie das?

Nun, da müssen wir die Zeit bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts zurückspulen. Damals war England die Weltmacht, die 50% der Erde kontrollierte. Der Handel mit den kontrollierten Ländern machte das Land reich.

Zudem hatte England sich durch die Entwicklung erster wirkungsvoller Dampfmaschine durch den Schotten James Watt ab 1770 einen großen technologischen Vorsprung herausgearbeitet.

In Deutschland nahm die Industrialisierung erst zur Mitte des 19. Jahrhunderts Fahrt auf. Damit nahm Deutschland für das britische Empire die Rolle ein, die heute China in den letzten Jahren für die westliche Welt spielte.

Die deutschen Nachahmerwaren waren billig, und eben von mangelnder Qualität. So sah sich die englische Regierung gefordert, ihre Konsumenten vor diesen Waren zu schützen und beschloss 1887 den Merchandise Marks Act 1887. Importwaren mussten ab jetzt entsprechend gekennzeichnet sein.

Klar, was passierte: Diesen Makel wollen Verlierer im Wettbewerb in der Regel nicht auf sich sitzen lassen. Und so wurde überall in Deutschland eine Qualitätsoffensive gestartet. Und es dauerte nicht lange, da waren die Waren genauso gut und dann besser, aber preislich immer noch billiger.

So war „made in Germany“ am Ende ein Gütesiegel: Weiterlesen …

Wider-Sprüche

September 28, 2015 72 Kommentare

Ich mag nicht lügen. Mir ist das viel zu anstregend, mir genau zu merken, wem ich welche Lüge erzählt habe.
Bekannter bei einem Bierchen

Ich möchte einen weiteren Artikel von Thomram´s Blog bringen, der gut zu meinen eigenen Überzeugungen passt, dass es uns viel besser in einer Welt der Kooperation als der Konkurrenz ergehen würde. Luckyhans machte sich nochmals Gedanken darüber, was für einen Wechsel zu tun wäre.

Wider-Sprüchevon Luckyhans

Oft wundern wir uns über das Verhalten der Menschen um uns herum und finden es nicht ehrlich, nicht passend, nicht nett, nicht konsequent, nicht sinnvoll etc. Obwohl wir dabei ganz bewußt an andere Menschen mit unserem eigenen Maßstab herangehen.

Wundern wir uns auch über unser eigenes Verhalten?

Obwohl unser Körper und die Natur uns ständig vormachen, daß es nur auf der Basis vonkooperativer Zusammenarbeit und gegenseitiger Abhängigkeit ein Leben in Fülle und eine vernünftige Entwicklung geben kann, sind wir auf ungebremsten Egoismus und brutale Konkurrenz fixiert, die vor allem Leid und Mißgunst schaffen.
Warum nur?

Gut, wenn sich die machtgeilen Psychopathen, welche die Weltherrschaft anstreben, irrsinnig verhalten, dann kann man das noch verstehen (wenn auch nicht gutheißen).

Aber warum sind wir “normalen” Menschen nicht in der Lage, unser eigenes alltägliches Verhalten vernünftig, normal, kooperativ, eben menschlich zu gestalten?

Solange wir miteinander umgehen, ohne uns in irgendeiner “Wettbewerbssituation” zu fühlen (!), solange sind wir nett und freundlich zueinander, gönnen uns gegenseitig die ehrlich erarbeiteten Früchte unseres Handelns und kommen gut miteinander aus.

Sobald wir aber uns “in Konkurrenz zueinander” fühlen – ob als Arbeits”kollegen”, als “Verbraucher”, als “Mitschüler” oder sogar als “Nachbarn” – fühlen wir uns dem anderen gegenüber als Feind und tun Dinge, die wir eigentlich gar nicht wollen.

Warum ist das so?

Warum haben wir es bereits verinnerlicht, daß wir immerzu kämpfen müssen?

Denn wie wir hier bereits klar nachgewiesen haben, entsteht die allfällige Konkurrenz aus einem “Webfehler” im Schuld-Geldsystem, nämlich daraus, daß die Zinsen nicht mit dem Kredit zusammen “als Geld geschaffen” werden, somit im System als Geld gar nicht vorhanden sind, und daher die Kreditnehmer sich diese gegenseitig “abjagen” müssen.

Daß also der “Wettbewerb” ganz klare ökonomische Gründe hat und keinesfalls “in der Natur des Menschen” liegt.

Daß darüber hinaus seit Menschengedenken mit Hilfe der Aufteilung und gegenseitigen Aufhetzung der Menschen untereinander alle Machtstrukturen der wenigen über die vielen ihre Staaten, Kirchen und sonstigen Einrichtungen an der Spitze der jeweiligen Pyramiden gehalten haben – das ist doch alles seit Jahrzehnten, seit Jahrhunderten bekannt.

Warum schaffen wir es nicht, uns daraus zu lösen?

Einfach den Menschen neben uns zu umarmen und ihn zu achten?

Selbst kluge Menschen lassen sich auch heute noch von solch unsinnigen Phrasen einfangen, Weiterlesen …

Verantwortungsbewusstsein als Kern von Altruismus oder Kooperation

Nach meiner Erfahrung (siehe: Darwin hatte es doch gewusst: Evolution stützt sich mehr auf Kooperation als auf Konkurrenz) ist es für die Menschen am schwierigsten zu erkennen, dass die Frage nach dem „Wer ist schuld?“ eher nebensächlich ist. Obwohl das die erste Erkenntnis aus dieser Information ist. Es geht nicht mehr darum, welcher Politiker, welcher Bankenchef oder welcher Manager etwas verbockt hat oder sich unmenschlich verhält, da das so gut wie jeder tut. Die Denkweise, dass der Stärkste überlebt und man sich gegen jeden anderen behaupten muss, ist so weit in unsere Gesellschaft verflochten, dass man egal wohin man schaut, Menschen findet, die dieses Konzept bis zum Äußersten umsetzen, ohne Rücksicht auf andere Menschen. Es ist sozusagen „normal“ geworden und wer sich gut anpasst hat an die Regeln dieses Systems, der ist auch wirtschaftlich oder beruflich erfolgreich, weil er sich durchsetzen kann. Das trifft aber nicht für die Mehrheit der Menschen zu, denn im Konkurrenzkampf gehen viele unter, weil sie entweder nicht Teil dieses Machtspiels sein wollen oder weil sie nicht die Möglichkeiten haben zu konkurrieren. Alle Menschen sind von Geburt an soziale Wesen, lässt man ein Baby ohne Zuneigung, so stirbt es, obwohl es mit Nahrung und allem, was der Körper braucht, versorgt wird. Das heißt die Schuldfrage ist nicht „Wer?“ sondern „Was?“ – es muss etwas sein, das Jeden von uns treffen kann und das Jeder lernen kann. Und es muss nach der Geburt erlernt werden. Ich möchte das mit einer Meditationstechnik verdeutlichen, die jeder gerne einmal selbst ausprobieren kann, es ist einfach nur eine Übung für den Geist.

Stellt euch vor, die Welt ist ein großes Haus mit lauter Fenstern drin.

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Bei Pferderennen und Wahlen gewinnen immer nur die Einen …

Pferderennen - typischen Beispiel einer konkurrierenden Gesellschaft

Pferderennen – typischen Beispiel einer konkurrierenden Gesellschaft

Wenn Wahlen etwas verändern könnten,
wären sie schon längst verboten.
Mark Twain

Der folgende Vergleich von Pferderennen und wahlen kam gerade auf Facebook vorbeigeflogen und irgendwie trifft er das, was wir hier des häufigeren auch besprochen haben:

—–

Bei jeder Art von Rennen steht der Sieger bereits vorher fest: Das Ziel.

Das Ziel gewinnt immer. Das Ziel ist schon da, bevor die Teilnehmer an den Start gehen. Der, der das Ziel definiert, kann nicht verlieren. Er bestimmt Anfang und Ende des Rennens. Jedes Rennens. Aber vor allem bestimmt nur er, wo die Rennbahn beginnt und wo sie endet.

Egal, was du bei einem Rennen gewinnen kannst, z.B wenn dein Favorit als Erster durch’s Ziel geht, die echten Gewinne werden außerhalb jeder Rennbahn gemacht. Das was der Rennbahnbetrieb an offiziellen Gewinnen ausschüttet, sind nur Peanuts. Jedes Rennen ist damit ein Trick. Ein Ablenkungsmanöver. Klassische Rennbahnen suggerieren, dass nur auf der vorher festgelegten Bahn Gewinne und Gewinner gemacht werden können. Politische Rennbahnen suggerieren, dass nur im Demokratiebetrieb mit Partei X Gewinne und Gewinner gemacht werden können.

Das alles ist Schwindel.

Demokratie 2.0 lebt vor allem davon, dass die wesentlichen Weiterlesen …

Der Urzeitcode – Kein Mensch müsste Hunger leiden seit 1988 !

Februar 16, 2014 13 Kommentare

Das ist ein schönes Beispiel, wie Konzerne im eigenen Interesse Informationen zum Wohl der Menschen im Schrank verschwinden lassen, um sich nicht den eigenen Ast abzusägen. Und damit ist es auch gleichzeitig ein klares Beispiel dafür, dass dieses Marktsystem des Konkurrierens unterm Strich nur gut für den einen Sieger ist, nicht jedoch für die Gemeinschaft Aller.

Ich habe den Titel des Artikels unverändert von dem Einsteller dieses Videos auf Youtube übernommen:

Und noch ein ergänzendes Video dazu: Weiterlesen …

Wettbewerb ist ein hochgradiges Charakter-, Beziehungs- und Gesellschaftsgift …

Dezember 30, 2013 2 Kommentare

Gemeinsam schaffen wir es besser (Foto: Peter Draschan – pixelio.de)

… so lautet das Fazit von Christian Felber in seinem Buch Kooperation statt Konkurrenz: 10 Schritte aus der Krise. Ich hatte mich einem meiner Lieblingsthema nochmals gewidmet, da Kollegen dabei sind, in Lüneburg ein kooperatives Netzwerkt zur Förderung der Region auf die Füße zu stellen und sie für Investoren noch Informationsmaterial brauchten. Dabei rausgekommen ist der Artikel Über die Mythen der Konkurrenz, den ich auf dem Blog der Initiative Wirtschaftsdemokratie veröffentlicht habe. Grund dafür, ihn hier zu publizieren, waren drei Artikel, die entsprechende Krisen beleuchteten, die wir auch hier schon mehrfach angeschaut hatten: Finanz-, Nahrungsmittel- und Gesundheitskrise. Ich sehe, ähnlich wie Herr Felber, dass ein wesentlicher Grund für die Krisen das konkurrierende Verhalten, das uns als seeligmachend eingetrichtert wird, ist.

Was ich in dem Artikel nicht angesprochen hatte, ist die Beobachtung von Herrn Andreas Exner, die er in seinem Artikel Konkurrenz ohne Herrschaft? Mythen der Kapitalismuskritik, Teil 1 formuliert: Weiterlesen …

Sollten wir besser vom Gewinner- zum Nicht-Kampfprinzip wechseln?

September 30, 2013 46 Kommentare

Ein gewisses Maß an Ignoranz führt zum Glück, stellte Erasmus von Rotterdam fest.
Dem hält Rüdiger Lenz entgegen, dass Ignoranz die höchste Form von Gewalt sei.

Startschuss beim Wettlauf - Foto Paulwip  / pixelio.de

Startschuss beim Wettlauf – Foto Paulwip / pixelio.de

Auf diesem Blog haben wir immer wieder darüber gesprochen, dass wir in unserer Gesllschaft das Prinzip der Konkurrenz viel stärker gewichten als die Kooperation, und dass letztere aber für eine gesunde Gemeinschaft wesentlich tauglicher ist. Rüdiger Lenz meint zu unserer auf Konkurrenz aufbauenden Ökonomie:

Wettbewerb ist eine schönere Beschreibung für das Wort Wettkampf.

Eine Gesellschft, die den Kampf um Alles und gegen Jeden als sinnvoll erachet, tut dies, weil in ihr der Zins und ZinsesZins als Werkzeug zur Umverteiling von Arm nach Reich manipuliert durchgesetzt wurde. Der Motor unserer Kampfkultur sei das Schuldgeldsystem….

Dieses Prinzip fördert zunächst den Wettbewerb, der aber dann im Wettkampf mündet und zum Motor eine „Angriffskriegsführung“ und Kriegsinszenierung gegen einen äußeren Feind das vorherrschende Finanzwirtschaftssystem perpetuiert.

Das Nichtkampf-Prinzip von Rüdiger Lenz ist eine brillante Möglichkeit, einmal darüber nachzudenken, in was für einer Gesellschaft wir leben würden, wäre das oberste Prinzip Weiterlesen …

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