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Posts Tagged ‘Konkurrenz’

Warum es keinen Sinn macht, für Politiker eine Akademie Zwecks Professionalisierung anzubieten …

Dezember 3, 2018 1 Kommentar

Ich lese gerade Mal wieder in dem sehr erhellenden Buch Das System: Die Machenschaften der Macht von Hans Herbert von Arnim, Prof. für Verfassungsschutz und Parteienkritiker. Ich habe mich besonders in der letzten Zeit zunehmend gefragt, warum unsere Politiker immer weniger den Eindruck von Vollprofis hinterlassen? Hans Herbert bringt es so auf den Punkt:

Was diese Politiker stattdessen lernen, das hat uns der alte Meister Schopenhauer in seiner Schrift Die 38 Kunstgriffe der Eristischen Dialektik aufgeschrieben. Und dass so das Ringen um mehr Gemeinwohl auf der Strecke bleibt, dass unterstreicht noch die folgende Seite aus Hans Herberts Buch: Weiterlesen …

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MitGefühl*

November 1, 2018 13 Kommentare

Der folgenden Beitrag wurde auf Facebook gepostet und ich möchte ihn nur mit einer Frage am Ende ergänzen, den ein Vater mit Blick auf die Erziehung seiner Kinder heute stellte ins Regel stellen:

Wenn wir oder unsere Kinder und Enkelkinder noch am Ende unseres Jahrhunderts auf der Erde leben wollen, müssten wir langsam damit aufhören, diesen Planeten in einen Ort zu verwandeln, wo all das weitgehend verloren gegangen ist, was unsere bisherige Entwicklung ermöglicht hat:

fruchtbare Böden, sauberes Wasser, gesunde Luft, und nicht zuletzt die unglaubliche Vielfalt an Lebensformen, die sich hier auf der Erde heraus gebildet hat.

Wir könnten nicht leben ohne die Pflanzen, nicht ohne die Tiere, ja noch nicht einmal ohne die Mikroben, die es alle schon lange vor uns gab und mit denen wir viel enger verbunden und von denen wir viel abhängiger sind, als wir uns das selbst einzugestehen bereit sind.

Wir könnten es uns eingestehen, wenn wir wollten. Aber wir tun es nicht. Weil man nur das wollen kann, was einem wirklich am Herzen liegt.

Wir wollen, dass unsere Kinder und Kindeskinder sich auf diesem Planeten zu Hause und geborgen fühlen, dass sie ihre vielfältigen Talente und Begabungen entfalten und ein glückliches Leben führen können. Wir wollen nicht, dass sie später einmal anklagend mit dem Finger auf uns zeigen und ratlos vor dem stehen, was wir aus unserer Erde gemacht haben.

Und so lasst uns einsetzen, für ein Leben mit den Strömen der Natur. Ein Leben ohne Kampf und Zerstörung der Harmonien von Mutter Erde. Mit unserem Vorbild kann unsere Arbeit, kann unser Nehmen und Geben wieder zum Teil des großen Naturkreislaufes werden.

Wettbewerb und Egoismus können in Grenzen gehalten werden. Wettbewerb, bei dem wir nicht in den Himmel wachsen, bei dem wir nicht auf die Idee kommen können, die ganze Welt zu beherrschen, das ist eine gesunde Kraft zur Stärkung unseres Daseins.
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Führt uns die Technik der Blockchain von der verschwenderischen Konkurrenz zur effektiveren Kooperation?

Dezember 29, 2016 12 Kommentare

Ich habe mir gestern einen wunderbaren Vortrag von Primavera De Filippi angeschaut und anschließend recherchiert, ob schon Jemand über die hier vorgestellten Ideen geschrieben hat, und bin fündig geworden. Wie schon mehrfach auf dem Blog dokumentiert, bin ich davon überzeugt, dass Kooperation ein viel zuträglicheres Mittel für eine nachhaltige Gemeinschaft ist als die Konkurrenz, die von Kapitalisten zu ihrem eigenen Nutzen wie eine heilige Monstranz vor sich hergetragen wird. Der folgende Artikel von Julian Feder unterstreicht meine Ansicht und führt gleichzeitig eine für mich neue Technologie ins Feld, die Blockchain, die die Transformation unserer Organisationen in die nächste Entwicklungsstufe unterstützen könnte (Übersetzung stammt von mir):  

Von der Konkurrenz zur Kooperation Quelle

Ameisen, Vogelschwärme und Fischschulen haben mindestens eine faszinierende Profession gemeinsam: sie haben alle die unheimlich beeindruckende Fähigkeit, in hoch-komplexen Systemen wirklich erstaunlich kollektive Leistungen zu organisieren.

Ohne die Koordination durch eine beliebige zentrale Verwaltung managen diese einfachen Kreaturen die außergewöhnlichsten Leistungen. Termiten-Kolonien zum Beispiel sind mit einer absolut atemberaubenden Architektur von Lüftungsschächten, Baumschulenn, Autobahnen und was man sich sonst noch vorstellen kann, ausgestattet – ordentlich organisiert von etwas, das wie ein gut durchdachter Master-Plan wirkt. Diese Eigentümlichkeit dieser Völkergemeinschaften ist so beeindruckend, dass man hier eine kollektive, geistige Intelligenz walten sehen könnte.

termiten

Jenseits unserer Vorstellungskraft: metaphorische Termitenhügel.

Möglicherweise können wir nicht entscheiden, ob dieses scheinbar intelligente Verhalten eine „echte“ Intelligenz ist oder nur eine anhaltende Illusion, eine Simulation von Kognition sozusagen. Was wir aber wissen ist, dass es eine emergente Eigenschaft von sehr einfachen Regeln ist, dass jeder Einzelne im Kollektiv instinktiv folgt, ohne sich des größeren Schemas der Dinge bewusst zu sein.

Die einzelnen Ameisen, so stellt sich heraus, hinterlassen Spuren in ihrer Umgebung, die das Verhalten ihrer umliegenden Genossen beeinflusst, so dass diese selbst wieder Blinker für ihren Mit-Insekten aussetzen und so weiter. Im Laufe der Zeit entsteht aus der massiven Aggregation einzelner aufeinander aufbauender Signale das, was wir als scheinbar intelligentes Verhalten wahrnehmen, das in seiner Komplexität die summierten Fähigkeiten der singulären Insekten überschattet.

Dieses Prinzip der Synergie – das Ganze ist größer als die Summe seiner Teile – ist für uns kein fremdes Konzept. Seit Tausenden von Jahren sind wir dabei, Weiterlesen …

Beitrag statt Tausch: Kann die Peer-Ökonomie die Welt retten?

Dezember 10, 2016 10 Kommentare
Stefan Siefkes

Stefan Siefkes

Die meisten Menschen haben wahrscheinlich noch nicht verstanden, dass der Kapitalismus die tiefere Ursache dieser Probleme ist, aber immer mehr Menschen glauben auch nicht mehr ernsthaft daran, dass er sie lösen könnte. Noch zögern viele, sich diese Tatsache einzugestehen (oder sie gar offen auszusprechen), da sie keine besseren Alternativen kennen – und eine unbegründete Hoffnung scheint immer noch besser als Hoffnungslosigkeit. Aber sobald klar wird, dass es eine Alternative gibt, besteht kein Grund mehr, in dieser Selbsttäuschung zu verharren.
Christian Siefkes

Im letzten Artikel hat Stefan Wehmeier die Lanze für eine freie Marktwirtschaft mit einem Geldsystem gebrochen, dass die Menschen nicht als Zinssklaven ausbeuten lässt (siehe: Nimmt die Sklaverei immer mehr zu?). Nun möchte ich  ein weiteres Mal auf eine Ökonomie hinweisen, in der die Menschen nicht wie in den letzten Jahrhunderten – oder auch der freien Marktwirtschaft – in Equivalenten tauschen sondern einfach nur beitragen, ohne direkt davon partizipieren zu wollen. Es geht um ein Wirtschaften, das unter der Bezeichnung Peer-Ökonomie bekannt geworden ist.

Christian Siefkes hat seine eigenen Erfahrungen in seinem Buch mit dem Titel Beitragen statt tauschen: Materielle Produktion nach dem Modell Freier Software nieder geschrieben und wagt ein Blick in die Zukunft. Er hat die Unterschiede der uns bisher bekannten Produktionssystematiken mit der Peer-Ökonomie herausarbeitet und zudem untersucht, ob diese im Umfeld der Software-Entwicklung aufgekommene Produktionsweise auch bei mit materiellen Gütern möglich wäre.

Gerne möchte ich seinen Ausblick des Buches hier zur Diskussion stellen:

Ausblick – Die Entwicklung einer Peer-Ökonomie

Dieser Text begann mit der Frage, wie weit das Potenzial der Peer-Produktion reicht – Produktion auf Basis von Teilen und Kooperation statt von Eigentum und Konkurrenz. Es stellte sich heraus, dass es keinen Grund gibt, warum die Peer-Produktion auf Dauer auf der Nische der Informationsgüter beschränkt bleiben sollte, wo sie zuerst entstand.

Wir haben gesehen, dass die Menschen ihre Wünsche als Produzent/innen und ihre Bedürfnisse als Konsument/innen in Übereinstimmung bringen können, indem sie unangenehme Aktivitäten wegautomatisieren, indem sie Aufgaben so gestalten, dass sie mehr Spaß machen und indem sie weniger angenehme oder unbeliebtere Aufgaben höher gewichten (Aufgabenversteigerung). Dies ermöglicht es allen, nach eigenem Ermessen zu entscheiden, was für Aufgaben sie übernehmen und wie viel Zeit sie darauf verwenden wollen. Die Ergebnisse der Kooperation können, soweit sie frei kopierbar sind (wie etwa Information), allen unbeschränkt zur Verfügung stehen (»Teile, was du kannst«); andernfalls können sie unter den Beitragenden gemäß deren Präferenzen und Wünschen aufgeteilt werden. Hier sind verschiedene Modelle denkbar – Flatrate, flache Allokation, maßgeschneiderte Produktion mit Abrechnung gemäß Produktionsaufwand oder Präferenzgewichtung (Produktversteigerung) -, mit denen die interne Aufteilung auf faire Weise und ohne Beschränkung individueller Wünsche organisiert werden kann.

Menschen können Peer-Projekte initiieren oder ihnen beitreten, um gemeinsam die Dinge herzustellen, die sie Weiterlesen …

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Von der Solidarität innerhalb von Kartellen

Wir hatten hier schon viel über Konkurrenz und Kooperation gesprochen und dabei festgestellt, dass die beiden Mechanismen immer wirken. In den kleineren Gruppen kooperieren wir mit einander, um im Wettkampf gegen die anderen Gruppen besser bestehen zu können. Dass dieser Mechanismus in unserem eingerichteten Geld- und Bodensystem am Ende dazu führt, dass ein paar Wenige sich untereinander so solidarisch verhalten, dass ihre Konzerne alles beherrschen und den Rest für sich arbeiten lässt, das wird in diesen Artikel von Stefan Wehmeier behandelt auf Facebook als Kommentar erhalten). Zeit für einen Systemwechsel?

Von der Solidarität innerhalb von Kartellen 

Das zivilisatorische Mittelalter kann erst mit dem evident werden der globalen Liquiditätsfalle (Armageddon) beendet werden,…

ich viel lieber vom „öffentlich-rechtlichen“ Fernsehen auch noch die letzten Gehirnzellen abtöten, anstatt das „Unmögliche“ zu wagen:

Was passiert, wenn nichts passiert?

…denn für alles andere reicht die Restintelligenz des „Normalbürgers“ nicht aus. Die Masse des deutschen Volkes sagt sich bis heute…

(Gustave Le Bon, Psychologie der Massen) „Mit einem kleinen Vorrat von Redewendungen und Gemeinplätzen, die wir in der Jugend erlernten, besitzen wir alles Nötige, um ohne die ermüdende Notwendigkeit, nachdenken zu müssen, durchs Leben zu gehen.“

…und lässt s

Würde der „Normalbürger“ selbständig denken, müsste er auch dann, wenn es sich nicht anhand der originalen Heiligen Schrift (die Bibel bis Genesis_11,9 sowie ein wesentlicher Teil der Nag Hammadi Schriften) beweisen ließe, zu den folgenden Ergebnissen kommen:

Selbständiges Denken

1. Das in Genesis_2 beschriebene Paradies ist die freie (d. h. monopolfreie) Marktwirtschaft, weil absolute soziale Gerechtigkeit nur durch vollkommene marktwirtschaftliche Konkurrenz erreicht und dauerhaft aufrechterhalten werden kann: Marktgerechtigkeit

2. Die in Genesis_3 beschriebene Erbsünde ist der die marktwirtschaftliche Konkurrenz einschränkende Privatkapitalismus, weil alle Zivilisationsprobleme, die sich überhaupt thematisieren lassen, nur daraus erwachsen: Überwindung des Kapitalismus

3. Jesus von Nazareth war der erste Denker in der bekannten Geschichte, der die Natürliche Wirtschaftsordnung erkannte, denn keine andere Erkenntnis, die bereits zu seiner Zeit möglich war, hätte ihn zur berühmtesten Persönlichkeit der Welt gemacht, auf der bis heute die planetare Zeitrechnung basiert: Der Jüngste Tag Weiterlesen …

„Im Zeitalter der Kooperation wird das Leben zum permanenten Eiertanz“

Im Zeitalter der Kooperation ist der Stress gegenüber dem Zeitalter der Konkurrenz noch mal größer geworden.

Wie versprochen, hier also mal ein paar “gegenläufige Gedanken” zum Thema Kooperation (siehe: Konfliktbewältigung im Umfeld von Kooperation oder Konkurrenz …)

Es ist ein paar Monate her, da zeigte mir ein Siebenjähriger voller Stolz sein erstes Zeugnis. Es war ein Text, der über sage und schreibe zweieinhalb Seiten ging: eine akribische Beurteilung vor allem des Sozialverhaltens des Kindes: arbeitet mit anderen zusammen, benimmt sich freundlich, macht im Unterricht mit, verhält sich in der Gruppe entgegenkommend, geht aktiv auf andere zu, übernimmt Verantwortung, reagiert bei Konflikten so und im Umgang mit Schwächeren so und so weiter und so fort. Lose dazwischen eingebettet ein paar Informationen über die Leistungen im Rechnen, Schreiben, Lesen.
Ich dachte an mein erstes Zeugnis: da gab es Noten in sechs Fächern (Mitarbeit, Betragen, Lesen, Rechnen, Schrift und Rechtschreibung). Für zusätzliche Bemerkungen waren damals zwei Zeilen vorgesehen.

Heute leben wir im Zeitalter der Kooperation. Das heißt, für erbrachte Leistungen werden keine Noten mehr verteilt, die die Kinder miteinander vergleichen können, stattdessen wird der Charakter des Kindes zerlegt und selbst zur Leistung gemacht. Freundlichsein, Lächeln, Mitmachen, Teilen, Rücksicht nehmen, Zuhören, Akzeptieren, Sich-freuen-können, Friedfertigkeit usw. sind im Zeitalter der Kooperation die neuen Leistungen, die erbracht werden müssen, wenn man ein guter Schüler sein und es später im Beruf zu etwas bringen will.

Der folgenschwere Irrtum besteht also darin zu glauben, dass es keine Konkurrenz mehr gibt, wo man sich Weiterlesen …

Konfliktbewältigung im Umfeld von Kooperation oder Konkurrenz …

Ich gewinne, in dem ich dafür sorge, dass du verlierst!

Dass Kooperation deutliche Vorteile gegenüber Konkurrenz bietet, habe ich hier schon einige Male zur Diskussion gestellt. Die Einen weisen darauf hin, was unsere Konkurrenzgesellschaft alles an Fortschritten erzeugt hat. Alfie Kohn weist darauf hin, dass in der Kooperation noch viel mehr möglich wäre, und es dabei auch keine Verlierer geben muss. Alfie Kohn spricht in dem folgenden Beitrag über Konkurrenz und Wettbewerb als Grundpfeiler unserer heutigen Gesellschaft. Zahlreiche Konditionierungsmechanismen und gesellschaftliche Mythen existieren, die unsere Kinder heute weiterhin auf ein ewiges „Gegeneinander“ trimmen. Zu dem Beitrag ist auf youtube zu lesen:

Liegt es wirklich in der menschlichen Natur, egoistisch und böse zu sein und sind Krieg und Konkurrenzdenken unausweichlich? Gibt es gute Gründe dafür, dass unsere gesellschaftlichen Strukturen auf Konkurrenz basieren und spornt uns dies zu Höchstleistungen und Erfolg an?

Oder handelt es sich beim Wahn des Wettbewerbes letztlich um eine künstliche, obrigkeitsgegebene Struktur, die dem Fortschritt unserer Gesellschaft und der Gesundheit des Planeten direkt und IMMER NOCH im Wege steht?

Von Forschungen, Studien und massiven Erkenntnissen der letzten Jahre und Jahrzehnte, zu einem Thema welches selten in dieser Deutlichkeit im deutschen Sprachraum aufgegriffen wird.

Kooperation kommt zurück! Hurra!

In Kooperation gemeinsam zu wirken heißt nicht, dass das ohne Konflikte abläuft. Konflikte sind das Salz in der Suppe. Es geht nur darum, wie damit umgegangen wird. Aber macht Euch wie immer selbst ein Bild der Einsichten von Alfie:

Das Original dieses Vortrages in englischer Sprache ist hier zu finden:

https://www.youtube.com/watch?v=S4si1HaDmLg

Weiteres zum Thema in Buch von Alfie Kohn: Mit vereinten Kräften. Warum Kooperation der Konkurrenz überlegen ist

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