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Posts Tagged ‘Kommunismus’

Von Denkschubläden … links 2 rechts 2 …

November 22, 2018 20 Kommentare

Wenn die Worte nicht stimmen, dann ist das Gesagte nicht das Gemeinte. Wenn das, was gesagt wird, nicht stimmt, dann stimmen die Werke nicht. Gedeihen die Werke nicht, so verderben Sitten und Künste. Darum achte man darauf, daß die Worte stimmen. Das ist das Wichtigste von allem.
Konfuzius

Manuel Hinzen hat mir dankenswerterweise erlaubt, seinen lexikalischen Blick auf die unterschiedlichen politischen Richtungen, die unser Denken und Handeln spalten und es schwer macht mit der Einigkeit, wie sie im Deutschland-Lied besungen wird, hier auch nochmals ins Regal stellen zu dürfen:

Links & Rechts  (Quelle)

Links und Rechts

Die Frage nach ‚Links‘ und ‚Rechts‘ lässt sich vereinfacht auf die zentrale Frage nach ‚Zentralisierung vs Regionalisierung‘ oder auch ‚Globalisierung vs Nationalisierung‘ herunterbrechen. Alle weiteren Ideologien (beispielsweise Sozial, Liberal, Militaristisch, Pazifistisch, Demokratisch, Autokratisch) können mit ‚Links‘ oder ‚Rechts‘ kombiniert werden. Da meistens aus dem Linken Spektrum eine Kombination mit ‚Sozial‘ (Sozialismus, Kommunismus) erfolgt setzen viele fälschlicherweise ‚Links‘ und ‚Sozial‘ gleich, was zu Widersprüchen führen kann, da es auch National-Soziale Gruppierungen gibt.

In den USA hingegen ist die Bedeutung von Links und Rechts meistens aus Weiterlesen …

Ist nach Sozialismus / Kommunismus und Kapitalismus nun der „Kooperative Individualismus“ die Lösung?

Gib mir die Macht über die Gesetzgebung
und es ist mir egal, wer das Geld bucht!

Franz Hörmann, frei nach Rothschild´scher Manier:
Gib mir die Kontrolle über die Währung eines Landes
und es ist mir egal, wer die Gesetze macht.

Dass nach dem Niedergang des (real-existierten) Kommunismus nun auch der Kapitalimus ins Straucheln gerät, scheint nicht mehr übersehbar. Fragt sich, was könnte danach kommen. Es müsste etwas sein, das die Umverteilung von Vermögen von Arm nach Reich nicht mehr ermöglicht, dass die Ressourcen unserer Erde nachhaltig (eigentlich mach ich das Wort nicht) nutzt, die Automatisierung berücksichtigt, sprich die Zeit für das Arbeiten der Menschen anpassen lässt und unsinnige Arbeiten vermeide lässt, und so am Ende unsere Nerven und Umwelt schont.

Könnte der im Folgenden beschriebene Vorschlag eines „Kooperative Individualismus“ der Weg in die nächst „höhere“ Stufe einer Organisation führen, die eine Gemeinschaft auf Dauer trägt?

Ein demokratischer Lösungsvorschlagein Text von Prof. Franz Hörmann

Da die zunehmende Automatisierung der Produktionsprozesse menschliche Arbeitskraft mehr und mehr überflüssig macht, wird irgendeine Variante des bedingungslosen Grundeinkommens die einzige Möglichkeit sein, zunehmende Verelendung der Bevölkerung zu verhindern. Die dafür erforderlichen Geldbeträge können aber ganz offensichtlich weder durch Steuern noch durch weiter steigende Staatsschulden finanziert werden. Die bestehenden Geldschulden im System sollten den Schuldnern vollständig erlassen und die Gläubiger mit demokratisch geschöpftem „Vollgeld“ (welches als funktionales Geld einer nachvollziehbaren, auf bestimmte Rechnungskreise beschränkten Verwendung unterliegt) entschädigt werden.

Eine mögliche Lösung könnte darin bestehen, zu diesem Zweck dem Staat (d.h. der Gemeinschaft aller BürgerInnen) die Kompetenz zur Geldschöpfung konkret zu diesem Zweck (als ausgegliederter elektronischer Rechnungskreis, also als funktionales Geld) zu übertragen. Jede MitbürgerIn erhält (z.B. auf ihr/sein Sozialversicherungskonto) jenen Betrag gutgeschrieben, der es ihr/ihm ermöglicht, Güter und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs (Lebensmittel, Kleidung, Miete, Energie, Fahrtkosten, Gesundheit etc.) zu erwerben.

Die dafür erforderliche Geldschöpfung könnte durch den Buchungssatz „Kassa an Eigenkapital“ einer transparent überwachten, demokratischen Nationalbank (dNB) erfolgen. Die Preise für die in diesem Rechnungskreis zur Verfügung gestellten Güter und Dienstleistungen müssten dazu jedoch zunächst streng reguliert werden, d.h. es müsste sichergestellt werden, dass Verkäufer auf eine das Angebot übersteigende Nachfrage mittels Kapazitätsausweitung und nicht mit Preissteigerungen reagieren. Bei der Kapazitätsausweitung könnten die Anbieter dieser Güter und Dienstleistungen dann wiederum von Menschen unterstützt werden, die mit diesem funktionalen Geld über das Niveau der bedingungslosen Grundversorgung hinaus belohnt (bezahlt) würden. Das Festschreiben des Gewinns dieser Anbieter ist insofern gerechtfertigt, als sie einerseits selbst ja ebenfalls die bedingungslose Grundversorgung erhalten und andererseits auch exklusiv ihre Waren in diesem speziellen Rechnungskreis anbieten dürfen. Bei Bezahlung würde dieses funktionale Geld dann sofort wieder  Weiterlesen …

Wird der Zins gebraucht, damit Geld umläuft und nicht gehortet wird – spielerisch an Monopoly erklärt

In diesem kleinen Vortrag versucht Prof. Dr. Wolfgang Ertel von der Hochschule Ravensburg im Rahmen von Themen wie Nachhaltigkeit und Wirtschaftswachstumszwang an den Spielregeln von Monopoly die Fehler im Kapitalismus und Kommunismus zu erklären und bietet mit dem Freigeld eine Alternative an:

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Bernd Mullet, der den Handel als eigentliche Ursache unserer gesellschaftlichen Schieflage sieht, ist mit den Inhalten des Vortags gar nicht einverstanden und kommentierte wie folgt auf Facebook (Text leicht „entschärft“).

Zinsen sind der Anreiz zum Geldanlegen.

Der Anreiz zum Geldanlegen ist der Gewinn. Damit kann man aber auch jeden monetären Gewinn als »Zins« deklarieren. Es ist also nicht nur der Zins, den ein Kreditgeber von Kreditnehmer erhält, es ist genauso die Maschine, welche 5 Arbeiter ersetzt, dadurch die Lohnkosten senkt und somit mehr Weiterlesen …

Menschenrechte & Grundgesetz: War der Satan im Spiel? Deutung von Freiheit, Recht, Person und Kommunismus …

Deklaration der Menschenrechte 1789

Deklaration der Menschenrechte 1789

Eine Regierung ist nicht der Ausdruck des Volkswillens,
sondern der Ausdruck dessen, was ein Volk erträgt.
(Kurt Tucholsky)

Wir hatten das Thema Freiheit schon einige Male. So hatte Wolfgang das Fazit gezogen: „Lebe nicht auf Kosten Anderer, und lasse nicht auf Deine Kosten leben.“ Es geht also darum, Niemanden zu schaden, sprich Leid anzutun. Wer seinen Nächsten liebt, der wird damit in der Regel kein Problem haben.

Nun gibt es seit 1789 die Menschenrechte, die auch Basis bei der Schaffung des Grundgesetzes für die BRD waren. Ich habe mir dieses Wochenende ein Video angeschaut, das sich mit einer Reihe juristischer Aspekte um unsere persönliche Freiheit beschäftigt und das mal wieder viele Ahs und Ohs für mich bereit hielt, aber auch einige weniger erbauliche Interpretationen auf Lager hatte.

Insgesamt bestätigt sich mir durch die Fakten und die Argumentation, dass unser Rechtssystem so gestaltet ist, dass der Willkür das Tor weit geöffnet wurde und den „legalen“ Weg in eine Welt des 1984 geebnet hat, sollten die Rahmenbedingungen dafür gegeben sein. Und spätestens seit Beginn der Finanzkrise 2008, eigentlich aber schon seit 9/11, sehen wir mit steigender Frequenz, wie das bisschen gegebene Freiheit von Personen (Achtung: nicht Menschen) zunehmend eingeengt wird.

Zu dem  nachfolgenden Video ist noch dieser Text auf Youtube veröffentlicht:

Nach dem ideologischen Pflichtbekenntnis zu den Menschenrechten im Art.1 GG beginnen die eigentlichen „Grundrechte“ mit dem Recht auf Freiheit im Art. 2, der laut einem Kommentar zum GG „das Hauptfreiheitsrecht“ formuliert. Es lohnt sich also, diesen Artikel besonders sorgfältig zu untersuchen.
Tatsächlich stammt nämlich dieses „Recht auf Freiheit“ aus dem Schriftstück Weiterlesen …

„So kann man nicht mit einem Volk umgehen!“

November 10, 2011 43 Kommentare

Ich habe heute etwas inzwischen Seltenes bekommen: einen handgeschriebenen Brief eines älteren (?) Herrn, mit dem ich auf Facebook einige Kommentare zu unserer Gesellschaft gewechselt hatte und der aber wohl Mühe hat am Rechner, aber gerne mit mir weiter weiter in den Diskurs gehen wollte. Er lebt auf dem Land in Norddeutschland und berichtet von dem Leben dort und seinen Gefühlen bzgl. der aktuellen Politik. Da diese Zeilen auch den einen oder anderen Systemkritiker interessieren mag, möchte ich hier einige wiedergeben:

Hallo Herr Bartonitz,

erst einmal möchte ich Ihnen für Ihr Vertrauen danken, mir Ihre Adresse zu schicken. Dies empfinde ich keineswegs als selbstverständlich.

Meine rege Ausdrucksweise habe ich dem Stumpfsinn der bäuerlichen Gesellschaft zu verdanken, in der ich wohne. Hier auf dem Land geben sich die Menschen mit ihrem Schicksal ab und lassen jegliche Konsequenzen über sich ergehen, ohne nach dem Grund zu fragen und Stellung zu beziehen. Dies macht mir einerseits Mut, sich mit dem ganzen Unsinn und der Sklaverei entgegenzustellen. Als gelernter Anlagenmechaniker spüre ich die Folgen der Volksarmut am eigenen Leib. Wenn man nicht bereit ist, sein Leben der Arbeit zu widmen, wird man aus der Gesellschaft ausgestoßen und als Jemand behandelt, der einfach nur zu faul ist. Dabei geht es bei der Arbeit nicht darum, in sein Leben zu investieren, sondern genau umgekehrt:

Lebe nicht um zu arbeiten, sondern arbeite um zu leben.

Meiner Meinung nach ist diese uneigennützige Arbeitseinstellung ein Nachbeben der stolzen Weiterlesen …

Aristoteles sah die Wahrheit in der Mitte ruhen. Liegt zwischen Kommunismus und Kapitalismus womöglich die Freiwirtschaft?

September 26, 2011 6 Kommentare

Mir ist inzwischen immer klarer geworden, dass unser Geldsystem via Zinsnahme zur Umverteilung von Arm nach Reich sorgt. Und dass zudem das Geldschöpfen nicht private Hände gehört, sondern in die der Gemeinschaft. Meine Intuition sagt mir aber auch zunehmend, dass Eigentum ein weiterer Baustein unserer Krisen ist. Wo viel Eigentum ist, ist Gewalt, sich nur noch mehr zu bereichern. Wir müssen uns nur kritisch anschauen, wie die Kriege der letzten hundert Jahre begonnen und durchgeführt wurden. Und wie immer die Frage sehr schnell beantwortet: „Wem haben sie genutzt?“. „Eigentum verpflichtet.“ steht in unserem Grundgestz. Davon ist immer weniger zusehen, je mehr Reichtum zusammen gesammelt wurde. Und den sozialen Anschein, den sich so mancher Reiche über eine Stiftung  gibt, ist nur eine andere Form der Steuerhinterziehung, bei der er sich auch noch als ein Guter darstellen kann.

Bleibt die Frage, was denn anstelle unseres entfesselten Kapitalismus, der ja versprochen hat, dass wenn es unseren Unternehmern gut ginge, dann automatisch Allen gut ginge, und dies nicht halten konnte, sonst noch für mögliche Marktformen gibt. Vielleicht ist es ja die Freiwirtschaft, wie sie von der Initiative für Natürliche Wirtschaftsordnung, kurz INWO, beschrieben wird.

Dort ist folgende Analyse zu lesen:

Moderne kapitalistische Gesellschaften sind geprägt von Massenarbeitslosigkeit, einer zunehmenden Kluft zwischen Arm und Reich, hoher Staatsverschuldung, Schädigung bis Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen, Hang zu Wirtschaftsmonopolen. Sie zeichnen sich zudem durch ein hohes Maß Weiterlesen …

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