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Frieden geht anders: Offener Brief an Frau Miosga – ARD-Tagesthemen – Berichterstattung

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ARD-Tagesthemen vom 26.8.13

An Frau Miosga -Tagesthemen

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ARD-Tagesthemen vom 26.8.13
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Sehr geehrte Frau Miosga,

ich habe in den letzten Jahren ja schon einiges an Pro-Kriegspropaganda in der Tagesschau und auch in den Tagesthemen gehört , aber die von Ihnen heute zu verantwortende Sendung ist an Verkürzung, Verdrehung von Fakten bzw. Umständen und der Ansammlung unverblümter einseitiger Propaganda wirklich kaum noch zu toppen……………

1. Sie sagten sinngemäß: “Es ist völlig egal, wer das Giftgas eingesetzt hat, auf alle Fälle muss gegen das Assad-Regime eingegriffen werden.” und Herr Pertes hat Ihnen nach dem Mund geredet, obwohl auch er es besser wissen müsste. Einen Krieg anzufangen ohne zu zuweisenden Grund ist laut Internationalem Recht ein Kriegsverbrechen. Wer solch ein Vorgehen propagiert macht macht sich strafbar, denn er/sie stört laut Grundgesetz das friedliche Zusammenleben der Völker – und ist eigentlich zu bestrafen…

2. Sie haben behauptet, dass sich der Westen seit mehr als zwei Jahren aus dem Konflikt “raus hält”. Schauen Sie keine Nachrichten, lesen Sie keine Zeitungen? Die USA haben seit Jahren massenweise “Rebellen” in Lagern in Jordanien ausgebildet und schicken diese Mörder-Banden ( Al-Qaida-Gruppen aus Libyen, Al-NUsra, ect.) schwer bewaffnet über die Grenzen. Die USA schrecken auch nicht davor zurück, Al-Qaida-Banden zu unterstützen und mit denen zusammen zu arbeiten, die ihnen in Libyen schon so nützlich waren. Die USA sorgen seit Beginn des Konflikts über Quatar und Saudi-Arabien dafür, dass diese Terror-Banden über unseren NATO-Partner Türkei ständig ausreichend mit Waffen und Munition versorgt werden. Die Regierung und die Armee Assads bekämpfen also eine von außen Weiterlesen …

Habe ich als Deutscher eine besondere Verantwortung dafür, dass sich der Holocaust nicht wiederholt?

Angestoßen durch das aktuelle, gleichgeschaltete Aufschreien unserer Medien, die das Frieden-aufrufende Gedicht von Günter Grass als typisch deutschen Antisemitismus verurteilen, möchte ich der Frage nachgehen:

Hat das deutsche Volk eine besondere Verantwortung dafür, dass sich der Holocaust nicht wiederholt?

Denn genau das wird uns in den Schulen und durch unsere Medien gebetsmühlenartig vorgesetzt. Damit kommt wieder dieses unseelige Bild Schuld vor unsere Augen. Losgelöst von der Möglichkeit, dass es grundsätzlich keine Schuld für irgend etwas geben könnte, haben die Nachkriegsgeborenen wirklich eine Schuld zu tragen? Wie kann ein Mensch, der zu dieser Zeit noch gar nicht auf der Welt war, noch etwas mit dem zu tun haben, was Menschen zuvor verbrochen haben? Doch höchstens, wenn die Deutschen einen genetischen Fehler hätten, und es in ihrer Natur läge, Menschen auszurotten.

Ich jedenfalls fühle mich in keinster Weise für das verantwortlich, was irgendein Mensch getan hat, der vor meiner Geburt etwas tat. Anders allerdings sieht es mit der Frage darüber aus, ob ich eine Verantwortung trage, dass die Kriege meiner Zeit stattgefunden haben. Ganz besonders Afghanistan, Irak und Libyen. Denn diese Kriege fanden statt, weil ich mich nicht genügend für Frieden eingesetzt habe. Aber dies wäre auch keine Tatsache, die man allein den deutsche Menschen vorwerfen könnte sondern ist etwas, was alle Menschen dieser Welt angeht.

Ich bin es daher inzwischen so leid, dass den Deutschen immer wieder eingeredet wird, dass an ihnen die Schuld des Holocaust klebt wie die Pest und sie damit hängenden Hauptes oder gleich in Asche unser Leben lang zu gehen haben. Dabei stehen die Deutschen mit ihrem Holocaust nicht allein da. Es gibt so viele in gleicherweise durchgeführte Genozide in jedem der Länder, die mit dem Finger auf uns zeigen.

Das soll die Schandtat im Dritten Reich nicht schmälern sondern nur in die richtige Relation bringen: Alle Menschen dieser Welt tragen die Verantwortung für einen dauerhaften Frieden auf dieser Welt gemeinsam!

Als Beispiel ähnlich gearteter Holocausts möchte ich hier Weiterlesen …

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